Ich habe vor einer Weile mal getwittert:
Mit 330 Favs und 350 Retweets ist das seltsamerweise mein bislang beliebtester Tweet. Wenn etwas so beliebt ist, muss es irgend einen Kern getroffen haben. Auf meinem Blog auf FAZ.net habe ich diesen Gedanken in einem Artikel ausformuliert und dabei eine zu starke Fixierung auf Kategorien und Regeln in einer Gesellschaft kritisiert.

Ein davon völlig unabhängiges Phänomen, das mit dem Beginn dieses Artikels gar nichts zu tun hat, ist die Berichtertattung über die Piratenpartei in den Medien, die wahrhaft zu einem Hype ausgewachsen ist. Der Postillon war so freundlich, alle Artikel über die Piratenpartei zusammen zu fassen.
Auffällig ist, dass viele Zeitungen, Fernsehsendungen, Politologen und andere Parteien nicht so recht wissen, was sie mit den Piraten anfangen sollen. Wo kommen sie her? Wo gehen sie hin? Das Rätsel des Erfolgs dieser Randsplitterpartei ist Zeichen des bisherigen Jahres 2012. Gleichzeitig bemühen wir Piraten uns ebenfalls, uns mitzuteilen, uns zu erklären. Aber irgendwie kommt das nicht zusammen. Was wir sagen wollen, kommt nicht an die Öffentlichkeit und was in der Öffentlichkeit über uns gesagt wird, ist oft schlicht nicht wahr. Zum Beispiel wollen wir das Urheberrecht nicht abschaffen. Aber das ist ein anderes Thema.
Die Frage, der ich gerade nachgehe, ist: Wie kommt es, dass es an einem Ende verwunderte Menschen gibt, die Fragen haben, und auf der anderen Seite Menschen, die gern antworten würden, und es kommt dennoch nicht zusammen?
Ich komme zu dem Schluss, dass die Information, die wir geben, aus Gründen nicht angenommen wird, die ich später erkläre. Auf der anderen Seite werden uns einfach nicht die richtigen Fragen gestellt.
Um es genauer zu sagen: Alle Fragen, die uns gestellt werden, zielen darauf ab, uns in eine Kategorie zu stecken. In eine Schublade, die der Politikbetrieb gewohnt ist. Sind wir eine Volkspartei oder eine Protestpartei? Sind wir links oder rechts? Sind wir die neue FDP oder die neue LINKE?
Wenn wir daherkommen und auf diese Fragen antworten: Wissen Sie, das sind keine Kategorien, in denen wir denken. Wir haben da andere Kategorien und haben dieses neuartige Programm geschaffen, stutzt man und fragt weiter.
So werden wir Vorstände häufig gefragt: “Wie stehen Sie zu Afganistan?” Ich antworte dann meistens: “Wissen Sie, wir haben im Moment eine rege Diskussion intern. Im Moment erscheint mir die Haltung der Partei insgesamt interventionskritisch, aber wir haben noch nichts abgestimmt, daher kann ich an dieser Stelle keine offizielle Position nennen.” “Ja, aber Sie haben doch eine Meinung dazu?”, haken sie nach. Und ich sage: “Ja, ich habe eine persönliche Meinung. Aber die spielt in unserer Partei keine Rolle und ich würde unsere Wähler nicht schlauer machen, wenn ich sie veräußere. Ich habe nämlich auch nur eine Stimme. Ich glaube daran, dass viele gemeinsam bessere Positionen erarbeiten, als einige Wenige.” “Aha, aha”, nickt der Journalist dann und macht Notizen. Ich fahre fort: “Darum nehmen wir uns initial Zeit, ein gutes und fundiertes Programm zu erarbeiten, bei dem jedes unserer Mitglieder mitsprechen kann, anstatt Vorstände entscheiden zu lassen.” “Aha, aha…” “Ja, dafür eignet sich ganz gut unser Tool Liquid Feedback….” “Ok, aber wie steht denn Herr Nerz zum Afganistan-Einsatz?”
Das sind die Momente, in denen ich begreife, dass man mir kein Stück zugehört hat. Das eigentlich Revolutionäre, das wir machen, das wir ausprobieren – Partizipation, die Entwicklung komplexer Lösungen für komplexe Probleme, deren Rezept wir in Zukunft so oft brauchen werden – das wird übergangen. Man möchte in den üblichen Rahmen berichten.
Man stellt uns die Fragen, die man den Grünen vor 30 Jahren gestellt hat, und erwartet von uns Antworten darauf. Die Frauenfrage? Frieden? Wie ist denn das alles? Man stellt uns Fragen, mit denen sich die gegenwärtige Regierung rumschlagen muss, und auf die sie selbst keine Antworten kennt: Euro-Krise – was tun? Und weil wir auf diese Fragen keine Antworten haben, titelt man dann auch so: Piraten haben keine Antworten. Piraten haben kein Programm.
Es ist aber auch so, dass niemand uns nach dem fragt, womit wir uns beschäftigt haben: Die Fragen der Zukunft.
Viele unserer Güter sind verlustfrei kopierbar geworden. Wie können wir als Gesellschaft damit umgehen und dabei Künstler weiterhin entlohnen? Welche Möglichkeiten bietet das Internet für Transparenz und Partizipation? Was ist in Zeiten von Facebook öffentlich, was privat? Wie kann unsere Wirtschaft funktionieren, wenn es nicht mehr Arbeit für jeden gibt, weil wir so viel automatisiert haben? Wie sieht eine Familie jenseits des klassischen Familienbildes aus? Was muss ein Kind an der Schule heutzutage lernen; und wie?
All das sind Fragen, auf die wir Antworten haben oder erarbeiten. Mit denen wir uns jedenfalls beschäftigen und in denen wir über Expertise verfügen. Aber es sind bisher keine relevanten Fragen der Berichterstattung, also werden sie kaum erwähnt.
Im Prinzip ist das wie bei dem Bild mit den Containern oben. Auf einem Container könnte Links stehen, auf einem Rechts und auf einem Neoliberal. Und wir Piraten sind drei blaue Flaschen, die daneben stehen und über die sich jeder wundert: Was ist das denn? Wo kommen die her? Wo schmeiße ich die denn jetzt rein?
Aber wir sind eben keine weißen, grünen oder braunen Flaschen. Wir sind blaue Flaschen. Wir sind neu. Vielleicht kann man das Bild erweitern? Oder vielleicht kommen wir sogar einst ohne Container aus und machen hübsche Buntglasfenster zusammen?
Dieser Artikel ist übrigens kein “Mimimi die Medien berichten so schlecht über uns”-Artikel. Die Medien berichten gerade klasse über uns und viel. Ich möchte von meiner Seite das gegenseitige Verständnis vertiefen und Erklärungen anbieten. Dialog wird uns alle retten.

Die Antwort zum Afghanistan-Einsatz, die jeder versteht, ist immernoch:
“Wir wollen Basisdemokratie. Eine Volksbefragung hätte längst eine klare Mehrheit ergeben. Ohne dass irgendjemand etwas dazu in ein Parteiprogramm schreiben muss.”
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yo…ca. 25% weniger Gehalt/Lohn…logisch, wer will das nicht.
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Lieber mal mit verschiedenen Konzepten zum Grundeinkommen auseinandersetzen, Ruppert! Stell dir vor es gäbe das, Arbeitnehmer hätten eine viel bessere Verhandlungsbasis, und dadurch könnten bestimmt auch Arbeitszeitregelungen etc. neu verhandelt werden. Nur über die Wochenarbeitszeit abzustimmen greift zu kurz, denn wie Seth schon sagt, in der momentanen Situation würde dadurch das Einkommen vieler wohl zu sehr beschnitten.
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Alle dieselben! Die Spd die uns verraten hat war wenigstens noch möchtegern elitär…
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2012/04/21/piraten-bezeichnen-sitzblockaden-gegen-rechts-als-%E2%80%9Enazimethoden_8445
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Ich finde nicht, dass die Medien immer schlecht berichten. Manchmal ist es nur schwer, etwas Positives zu sagen. Man kann ja nicht immer die Wahrheit schön reden. Aber die Piraten glänzen ja gelegentlich auch durch Negativschlagzeilen.
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Vielleicht ist die Partei auch der Behälter in dem die anderen Behälter drin sind. Sozusagen der Rahmen für die verschiedenen politischen Strömungen.
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Ich verstehe das sehr gut.
Ich verstehe andererseits aber auch Journalisten und Wähler, die von einer Partei erwarten , dass sie vor der Wahl ein Programm anzubieten hat, das zumindest die wichtigsten Themen abdeckt. “Ich weiß nicht” ist eine ehrliche und sympathische Antwort, aber eben keine Position.
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Das ist aber genau das, was ich meine. Das sind Erwartungshaltungen, weil man sie so kennt. Wir sind aber etwas Neues. Wenn wir Mitbestimmung anbieten wollen, dürfen wir nicht einfach alles vorwegnehmen.
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Aber bitte , als normaler Bürger will man doch wissen , was die Ziele der Piraten sind , damit man sich orientieren und drüber urteilen kann , ob es mit den eigenen Zielen in Einklang zu bringen ist. Ihr seid ja eine lustige Truppe , aber um wirklich ernst genommen zu werden , braucht der Wähler Orientierungspunkte.
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Der normale Bürger sollte sich mal daran gewöhnen, dass Schubladendenken immer den Horizont beschränkt. Das ist einfach nicht mehr drin in der Zeit in der wir leben.
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Die Piratenpartei ist das Trojanisches Pferd, mit dem die Bürger ihre Parlamente zurückerobern. Klar, daß man uns Inhaltsleere unterstellt.
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Das ist aber eigentlich nicht sinnvoll. Der Wähler will Orientierungspunkte, weil er dann weiß, welche Partei seine Meinung vertritt. An sich sagen die Piraten aber: Mach mit und entscheide es direkt selbst (jedenfalls solange der betreffende Punkt eben noch nicht verabschiedet ist, sondern sich in der Diskussion befindet).
Ich weiß nicht. Mir sind Leute und Parteien suspekt, die auf fragen schon Antworten haben, ehe sie gestellt werden. Einen gewissen Zeitraum X zu haben, um ein Thema erstmal zu überdenken und um zu einem Konsenz zu kommen scheint mir sinnvoller zu sein als bei jedem (medialen) Anlass sofort reflexartig die Antwortpistole zu zücken – denn die dabei gezündeten bzw. gezückten Ideen sind -aha- selten zu Ende gedacht und genau deshalb -pardon- oft Müll.
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Das Problem ist glaube ich eher, dass wir dem Wähler anbieten, sich an der Entwicklung einer Antwort zu diesen Fragen zu beteiligen.
Andere Parteien sagen: Wir machen das so und so.
Die Piraten wollen aber eher: Hey, wir haben dieses Problem ausgemacht. Lasst uns dafür zusammen eine Lösung finden.
Und diese Art der Beteiligung ist für die Wähler schlicht ungewohnt. Darum verstehen das auch so viele falsch.
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Blockparteien so: Gib uns Deine Stimme!. Piraten so: Behalte Deine Stimme!.
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Ist aber genau das was wir brauchen! Marina, ich war auch früher politikverdrossen. Wenn man das Gefühlt hat, man wird eh nicht ernstgenommen, die Entscheidungen treffen immer die Politprofis…, naja, man weiß es aus der Motivationspsychologie, ohne das Gefühl von Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit (hach, Wir-Gefühl) keine intrinsische Motivation!!
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Im Groben und Ganzen erkennt man doch die Ziele der Piraten. Besuch doch mal die “Hauptseite” piratenpartei.de. Aus der Ausdruckweise und den Zielen kann man sich deren Positionen herausarbeiten. Möchte man weiter mit dem “Schubladendenken” – wie es Alex nennt – leben, dann würde ich sagen, dass die Piratenpartei sehr wohl im linken aber auch im liberalen Spektrum steht. Hallo Piraten, man kann nicht entscheiden wohin man hineingesteckt wird, man wird einfach hineinegesteckt. Man kann sich der Position im pol. Spektrum nicht entziehen, weil aus den Zielen und Positionen die politische Position resultiert. Zumindest grob, würde ich sagen.
MfG Bürger
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Ja. Anhaltspunkte sind wichtig. Aber:
1. Ist es sympathischer und damit besser, offen und ehrlich zu sagen “Auf diese Frage haben wir NOCH keine Antwort.”
2. Was nutzt einer Partei, ein bis zum letzten Detail ausgefeiltes Programm, was dann aus den verschiedensten Gründen nicht umgesetzt werden kann?
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Wahlkampf ist also das Generieren von Anhaltspunkten für den Wähler, die er dann als Schablone für seine eigenen Interessen nehmen kann. Funktioniert aber in einer parlamentarischen Demokratie nur so lange, wie der Wahlkampf auch ehrlich ist und nicht nur dem reinen Machterhalt oder finanziellen Interessen dient. Man muss vertrauen können. Und das kann ich für meinen Teil bei den grossen Volksparteien nicht mehr.
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“braucht der Wähler Orientierungspunkte.”
Und die gibt es denke ich auch zu Genüge, solange man eben nur nach einer Orientierung bei noch nicht beschlossenen Programmpunkten sucht, man muss halt nur im Internet auf diversen Seiten der Piraten etwas schauen z.B. sieht man ja was bei Liquid Feedback gut und was schlecht ankommt.
Ansonsten ist es für den Bürger erst dann wichtig etwas genauere Aussagen zu haben, wenn es um die entsprechende Wahl geht und das ist z.B. im Fall Afghanistan einfach mal die Bundestagswahl, bis zu der die Partei noch 1,5 Jahre Zeit hat eine Position zu finden. Und wenn ihr das stört, dann soll er ruhig sagen ich werde eine solche Partei nicht wählen bevor sie eine Position dazu hat, aber dann muss man da nicht dauernd drauf rumhacken.
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Hallo Peter, du schreibst:
Ihr seid ja eine lustige Truppe , aber um wirklich ernst genommen zu werden , braucht der Wähler Orientierungspunkte.
Ich nehme an der Wähler hat die benötigte Orientierung zu seiner Wahlentscheidung, andernfalls müsste man seinen Standpunkt entweder gegen die Evidenz bisheriger Wahlergebnisse argumentieren, oder direkt attestieren dass der Wähler ohne Orientierung agiert – und beides sind keine Feststellungen, die deine Aussage stützen würden.
Ich selbst habe jahrelang die These vertreten, dass bestehende wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen in der bestehenden Form “destined to fail” seien, gepaart damit dass aus rein spieltheoretischen Anreizen keine Hinterfragung stattfindet, solange jeder Akteur sein Partikularinteresse als erreichbares Ziel sieht.
Layman’s Terms: Wahlen alle vier Jahre für Parteien, die nach Beliebigkeit sowieso was anderes machen als sie dem Wähler versprachen, konnten maximal dadurch abgestraft werden dass man andere Parteien wählt, die das aber genau so handhaben wie die erstgenannten. Das erzeugte über Jahrzehnte eine wahrnehmbare Lebensrealität von Politik, in der Akteure die eigenen Handlungen nicht wirklich zu verantworten hat, und in der es auch keinen Anreiz gibt den Status quo zu falsifizieren. Danach geht es wahlweise in den Aufsichtsrat von Industrie- oder Consultingunternehmen, and bob’s your uncle.
Der Zustand der Verantwortungslosigkeit hatte noch etwas skandalöses bei Kohls Bimbes, aber seitdem hat sich ein Selbstverständnis etabliert dass sich zu Stilblüten wie Bouffiers Neffenwirtschaft, die Arbeitsmoral von Koch-Mehrin oder Niebels Personalpolitik mausern konnte, und während Zensursula noch der Franziska Heine bei der Anhörung lächelnd erklären konnte dass es doch toll sei wenn sie mal erlebt wie Politik funktioniert, wenn man die Ergebnisse der Petition gegen das Zugangserschwerungsgesetz einfach mal kollektiv zur Kenntnis nimmt und dann ignoriert, kam der eine Tweet, der sicherlich Erwähnung in zukünftigen Datenbanken zur deutschen Geschichte finden wird:
“Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen” (Max Winde)
Jedes Jahr ersetzt rund eine Million junger Wahlberechtigter die verstorbenen Traditionswähler. Eine Million jährlich, die mit allen Selbstverständlichkeiten und Eigenarten der weltweiten Vernetzung aufgewachsen ist (die sich in vielen Fällen bereits der Generation ihrer Eltern verschlossen hat), und nun mitansah wie die Generation ihrer GROSSELTERN beschlossen hat STOP-Schilder im Internet aufzustellen, oder “Öffnungszeiten” für Webseiten einzuführen. Eine Million Menschen jährlich, die mit Blogs, Podcasts, Tweets, VoIP, Verschlüsselung, Pads, Wikis aufwachsen konnten, und der man nun sagt dass die Verlage ein Leistungsschutzrecht brauchen um ein scheiterndes Geschäftsmodell vom toten Baum aufrechtzuhalten, dass Politiker nicht in einem Land leben wollen, in dem das Volk eine “Tyrannei der Masse” darstellt, oder die Information WER da eigentlich ACTA verhandelt hat die Öffentliche Sicherheit gefährdet.
Peter, ich denke hinsichtlich der Frage was “die lustige Truppe braucht um ernst genommen zu werden” muss man festhalten.. die Entwicklung geht am Verständnis zu schnell vorbei.. es ist eine Art “Proof of concept”, dass sich der leichten Erklärbarkeit entzieht.
Warten wir es ab, jedem Anfang wohnt ein My little Pony inne.
Gruß,
-TK
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liebe/r TK
dieses außerordentlich unterhaltsame resume leitet mich zwingend zu der frage: bist du politisch tätig? ich hoffe es!
Gruß – Tobi
p.s.: Die Jugend nicht auf dem Schirm zu haben ist ein Fehler von beinahe epische Tragweite. Max Winde hats auf den punkt gebracht…
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Hallo Tobias,
freut mich dass es Gefallen findet, und nein, ich bin weder Mitglied noch Mitarbeiter einer Partei. Aus verschiedenen Gründen habe ich allerdings eine besondere Sympathie für die Piraten entwickelt
Einer der Gründe, und es fällt mir jetzt schwer zwischen Kitsch und Realismus passende Worte zu finden.. die Bücher meiner Kindheit (Mark Brandis allen voran) haben Utopien über eine Menschheit in der Zukunft in mir geweckt. Spätere Jahre haben Dystopien an die Wand gemalt.
Parallel zum Aufkommen der Piraten, mit allen Entwicklungen und Umständen, sehe ich das erste mal seit langem wieder eine Vision.
No pressure
Gruß,
Thorsten
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DAS ZIEL ist Partizipation!
Wenn das mal keine Aussage ist!
Mehr Anspruch kann man nicht stellen…
Der Wähler wird nicht bedient, sondern darf/soll mitgestalten – selbst Verantwortung übernehmen – selbst denken…
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Es ist ja in den zahlreichen anderen Kommentaren schon vieles gesagt, aber ich will doch auch selbst noch mal antworten, in der Hoffnung, zumindest ein bisschen was beizutragen:
Ich finde, du machst da einen etwas ungünstigen Gegensatz auf. Ihr dürft gerne was Neues sein, und ich finde eure Konzepte und euch auch durchaus sympathisch. Ich erwarten auch von niemandem, das er “alles vorwegnimmt”.
Aber damit ich jemandem auftrage, dieses Land zu regieren bzw. seine Gesetze zu machen, wüsste ich schon gerne, mit welchen Zielen er an diese Aufgabe herangeht, und nicht nur, mit welchem Verfahren er diese Ziele voraussichtlich festlegen wird, wenn es soweit ist.
Wenn z.B. der Afghanistankrieg für mich eine absolut entscheidende Frage ist, dann zeugt es doch nicht von einer unsinnigen Erwartungshaltung, wenn ich von einer Partei wissen will, welche Antwort sie auf diese Frage gibt, bevor ich sie ermächtige, diese Antwort umzusetzen.
Einer Regierung, die in vielen für mich wichtigen Fragen keine andere Position hat als “Mal sehen, wie unsere Parteimitglieder darüber abstimmen” kann ich mein Vertrauen nicht geben. Das hat nichts damit zu tun, dass “man das so kennt”, sondern damit, dass ich nicht gerne Blankoschecks unterschreibe.
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Eine Regierung sollte ihre Bürger befragen, so wie eine Partei ihre Mitglieder … Dass eine Regierung ihre Parteimitglieder befragt, wäre etwas absurd.
Aber mal so unter uns … wäre es nicht wirklich an der Zeit, sich dafür einzusetzen, dass die Bürger zum Afghanistankrieg befragt werden sollten? Und ist das nicht als Forderung politisch genug?
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Da du mich gefragt hast, unter uns sogar, will ich auch antworten, unter uns, auch wenn es vom eigentlichem Thema vielleicht schon zu weit weg führt: Nein, ich denke nicht, dass das besonders hilfreich wäre, und es ist mir als Forderung für eine Partei zu dem Thema auch nicht genug.
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Man kann den Bürger fragen wie man will,
Deutschland ist im NATO-Verbund und hat sich zu verschiedenen Standpunkten verpflichtet.
MfG non
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Wer ist denn Deutschland? Ich habe jedenfalls nichts unterschrieben und fühle mich auch zu keinen Standpunkten verpflichtet. In einer Demokratie ist meiner Meinung nach eine Bundesregierung in erster Linie den Mitgliedern seiner Untergliederung also zum Bleistift den Bundesbürgern verpflichtet. Was die Piraten gegenwärtig so attraktiv macht ist die vage Hoffnung als Bundesbürger wieder ernster genommen zu werden. Ob sie dazu in der Lage sind bleibt abzuwarten.
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Keiner stellt gerne Blankoschecks aus. Aber was nützt es wenn die Blockparteien gegen den Afghanistan sind und dann doch dafür stimmen. Das finde ich schlimmer als einen Blankscheck. Links blinken und rechts abbiegen und die geradeaus propagieren. Das ist die Alternative zu den Piraten.
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Von einer Partei – insbesondere ihren Repräsentanten – erwartet der/ die Wähler/in mindestens Positionen – eher Lösungen – zu den Dingen, die ihnen Sorgen machen oder
Auf den existentiellen Nägeln Brennen. Deshalb ist es wichtig, bald mit
Positionen rüber zu kommen
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Das was Du sagst ist zwar verständlich, aber eigentlich genau falsch.
“ich weiss nicht !” drückt nicht die Unfähigkeit zu einer Meinung oder einen fehlenden Standpunkt aus, sondern lediglich die Unmöglichkeit einer eindeutigen Antwort. Wie schon gesagt: Es sind einfach nicht die richtigen Fragen, die gestellt werden. Eine erfolgreiche Strategie ist meiner Meinung nach, selbst Fragen zu stellen und so die übliche Rollenverteilung zu durchbrechen.
Journalisten arbeiten fast immer nach dem Prinzip der “zielgerichteten Fragestellung”, d.h. sie provozieren eine Antwort, aus der sie eine allgemeingültige (Schubladen)Antwort ableiten können.
Dabei ist nur schwarz/weiss als Antwort nützlich. Also hat man als etablierter Politiker gelernt, mit möglichst unverbindlichen Gemeinplätzen viel “nichts” zu reden. Ich bin der Meinung, daß genau hier unsere große Stärke liegt. Bitte, Bitte, liebe Vorstände, lasst Euch nicht in dieses Tuch einwickeln ! Genau davon haben die meissten Bürger die Nase gestrichen voll. Da es offensichtlich schwierig ist, die Unterschiede zur etablierten Art der Politik zu erklären, und glaubhaft zu machen, dass es “Anders” geht hilft nur eins: Erklärt es Ihnen immer u. immer wieder.
Lösungen zu den großen Problemen der Menschheit tauchen nicht einfach im Kopf eines einzelnen Menschen auf nur weil man Ihn danach fragt. Ich halte es da streng mit Douglas Adams: die Antwort ist “42″, oder waren es “43″ ? ICH WEISS ES NICHT!
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Also ich glaube ein Wahlprogramm ist garnicht so wichtig. Ganz ehrlich, welcher Wähler hat je so ein komplettes Wahlprogramm durchgelesen und wer erwarted denn heute noch das behaupt irgendetwas von den versprechen in so einem Wahlprogramm auch eingehalten werden. Es wird zwar eine Weile dauern, aber ich glaube eine offene, problemorientierte Herangehensweise ist was die meisten Leute wollen und keine leeren Versprechungen.
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ICH erwarte auf jeden Fall dass Wahlversprechen eingehalten werden, und jeder der das nicht tut unterstützt indirekt Politiker die schamlos lügen um gewählt zu werden. Und nein, ich bin nicht naiv, sondern habe die Vision einer Welt in der Aufrichtigkeit die Regel und Verlogenheit die Ausnahme ist.
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Um es genauer zu sagen: Alle Fragen, die uns gestellt werden, zielen darauf ab, uns in eine Kategorie zu stecken. In eine Schublade, die der Politikbetrieb gewohnt ist. Sind wir eine Volkspartei oder eine Protestpartei? Sind wir links oder rechts? Sind wir die neue FDP oder die neue LINKE?
Erinnert mich an eine Religionslehrerin, die ich mal hatte, die einfach nicht schnallen wollte, dass mich die abstrakte Superklasse “Religion” nicht interessiert – sie war der Meinung, jeder Mensch ist auch in irgend einer Form einer der religiösen Unterkategorien zuzuordnen. :/
Oft, wenn den Piraten gegenüber der Vorwurf kam, sie hätten kein Programm, wüssten nicht was sie wollten, wurde oft damit geschlossen, das die Piraten “zu beliebig” seien.
Dabei sehe ich das genau umgekehrt: Hätten sich die Piraten gleich an irgend eine der anderen Parteien rangewanzt, dann wären sie der Beliebigkeit einer der “Volksparteien” ausgesetzt gewesen, was sie dann ebenso zerstört hätte wie die FDP.
So sind sie, die eeeewig Gestrigen.
Ausserdem ist es für eine Journaliste einfach verdientes Geld, wenn es immer wieder dieselben Fragen stellt. Es geht schnell. Wenn dann noch Fragen dabei sind, die die letzten 20 Jahre schon keiner beantworten konnte – bums hat man eine “Piraten sind doch voll planlos” – Diskussion, die sich über Monate hinzieht und auf dessen Fundament man wunderbar Skandälchen generieren kann, die dann wieder Schlagzeilen sind und ein paar Euronen bringen.
Deshalb: BGE für Journalisten. Damit sie finanziell unabhängiger sind und sich dann vielleicht mal mehrere Monate mit ein und demselben Thema befassen können, keinen Lieferdruck mehr haben.
Als Informatiker muss ich das auch: Entwickle ich Beispielsweise einen Onlineshop für Tunigteile, recherchiere ich erstmal und werde zum “Tuningfreak” auch wenn mich das Thema vorher nicht wirklich interessierte.
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Springt ruhig weiter aus jeder Schublade/jedem Container, in die ihr geworfen werdet.
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Achtung – Ironie!
Nach Auskunft der Berliner Stadtreinigung …”Die blauen oder auch orangefarbenen Flaschen gehören in den Altglascontainer “Grün”, weil diese Fehlfarben beim grünen Glas am wenigsten auffallen.”
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Witzig, gerade lese ich diesen Blogbeitrag und gleichzeitig läuft im Hintergrund ein kurzer Beitrag im Radio der genau das bestätigt was im Blog steht. Politologe sagt => Die haben kein Programm. Die sagen nix zur Eurokrise.
…
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die anderen reden ständig über die €krise und wissen alles ganz genau, aber dann klappt nichts und alles wird ganz anders und dann reden sie genau das gegenteil. und denken die Wähler merken es eh nicht
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die Wähler merkens ja auch nicht. zumindest nicht die RTL2-Masse…
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klar merkt’s die masse, aber da sie nicht die möglichkeit hat an der entscheidung mitzupartizipieren stumpft man langsam aber sicher ab. was soll ich als einzelner machen. was soll ich schon ausrichten. die fehlende mitpartizipation bei der entscheidungsfindung ist der tod der demokratie, der wirklichen demokratie. das stumpft ab und ermöglicht einer kleinen schicht druck auf und entscheidung über die masse, die bürger, diejenigen die es betrifft zu erlangen, die ihre meinung darüber nicht abgeben können.
- wenn man so will ist demokratie die herrschaft der mehrheit, der masse. es kommt aber immer auf die wortwahl an. ich kann auch sagen demokratie ist die übereinkunft, oder die entscheidungsfindung durch die mehrheit. und schon habe ich kein destruktives bild (die andern sind die bösen die bekämpft werden müssen) aufgebaut sondern ein gemeinschaftliches an dem mitzuarbeiten, mitzugestalten es wert ist sich damit auseinanderzusetzen. -
deshalb gehören strukturen aufgebaut, die es ermöglichen, dass jeder an politik teilnehmen kann. das www ist dazu bestens geeignet. ein neuer informationskanal der in unsere zeit der schnelllebigkeit aber auch der damit verbundenen teilnahme viel beizutragen hat. die entscheidungsfindung kann damit ebenfalls rascher erfolgen.
____________________
“Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen” (Max Winde)
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der bisher beste Blogeintrag und die konkreteste und nachvollziehbarste Erklärung der Piraten. Verständlicher, kompetenter und amüsanter, als alle Selbstdarstellungsversuche von Lauer und Konsorten in den Talkshows der Republik zusammen…Danke !
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Diese Blindheit gegenüber piratigem Denken ist mir als kommunalpolitischer Pirat auch schon bei Presse und den anderen Partei begegnet.
Als ich während der haushaltspolitschen Debatte fragte, warum wir nicht einfach den Bürger fragen, ob er das Geld für XY ausgeben wollen, machte sowohl Presse also auch Regierung ein “Pirat stellt Finanzierung von XY” in Frage daraus.
Ich habe das alles etwas ausführlicher hier geschildert http://www.piratenpartei-dadadi.de/2012/02/burger-angst/
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Blaue Flaschen – das gefällt mir super gut! (Wobei eigentlich ja orange Flaschen)
Ich verstehe noch nicht mal, warum wir als Partei für alles eine Lösung haben müssen. Wir wollen schießlich auch wenn wir in den Paralamenten sind die Lösungen zusammen mit den Bürgern erarbeiten, oder?
Parteien, die für alles eine Lösung haben, die haben wir genug!
Mark Twain sagte mal: nicht das was wir nicht wissen versucht Probleme, sondern das was wir wissen, ohne es tatsächlich zu wissen. (oder ähnlich)
Unsere Probleme liegen genau da drin: Alle Parteien sind sich sicher, die perfekten Lösungen zu haben und hören sich gegenseitig gar nicht mehr zu und dem Bürger schon lange nicht mehr.
Auf zum Ändern!
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Da spricht Twain das Peter-Prinzip an.
Ich denke, die Parteien sind sich gar nicht sicher mit ihren Angeboten zur Problemlösung. Das ist Wahlkampf. Keine Partei würde gewählt werden, wenn sie den Menschen ihre Wahrheiten um die Ohren hauen würden – genau so wie kein Kartoffelchip – Produzent auf die Tüte drucken würde, das übermässiger Verzehr des Produkts der Gesundheit schaden könnte.
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Bravo! Du hast sehr detailliert und präzise das Problem mit der Kommunikation beschrieben! Viel Dank Marina!
Gruß aus Kiel.
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du weichst mit den ausführungen deiner eigenen frage aus.
wir haben ein system, dessen funktionsweise ganz klar ist. ab und an gehe ich wählen und treffe dabei eine interessenabwägung. dabei weiß ich, dass die cdu x tickt und die merkel y und dazwischen eine entscheidung gefällt wird, wenn sie gewählt werden. das gleiche gilt für alle anderen parteien.
nur bei den piraten, da weiß ich das nicht. da habe ich folgendes problem bei der entscheidungsfindung:
ich wähle die piraten, die erzählen mir irgendwas von basisdemokratie. in der folge entscheiden dann 12k stimmberechtigte mitglieder, für welche position sie sind, wenn sie denn die frage dann mal gestellt bekommen.
d.h. ein wähler weiß nicht, was er wählt und natürlich ist das ein problem .. die aufgabe von journalisten ist doch nicht darzustellen, dass eine partei eventuell mal eine antwort geben wird, die eventuell in jene oder diese richtung geht .. das läuft vollkommen am wahlprozedere vorbei. die aufgabe ist es, antworten zu liefern.
bei einer 5% partei ist das egal. die relevanz ist niedrig. bei einer partei, der es passieren könnte in regierungsverantwortung zu rutschen, und sei es nur durch einen dummen zufall .. bei der ist die antwort relevant.. bei der muss man zumindest wissen wie sie tickt.. zumal die letzten wochen doch einiges an krudem denken aufgedeckt haben.
und oben drauf kommen so nettigkeiten wie die wachsende erkenntnis, dass gerade die crowd ziemlich ineffizient und unfähig ist, bei der erarbeitung komplexer lösungen für noch komplexere systeme. d.h. man ersetzt hier künftig einfach nur die politische entscheidung (mir san mir) durch die gefühlte und den konsens (mittelmaß), in der hoffnung, es möge besser sein als vorher.
fasst man das mal unter einem hut zusammen, dann bleiben deine obigen ausführungen doch auch nur ein argumentationskonstrukt für fehlende antworten .. und was noch viel schlimmer ist, dadurch, dass die partei so viele nicht stimmberechtigte mitglieder hat, während sie von außen geflutet wird, ist das abstimmungsverhalten auch absolut nicht vorhersehbar.
wer ehrliche antworten geben will, wird nicht umhinkommen zu sagen: wir haben eine tendenz, die sich jederzeit ändern kann, weil sich die einflusspole innerhalb der partei stets wandeln. das höre ich aber auch nirgens. so viel dann auch zum transparenzanspruch.
mfg
mh
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wir haben aber auch ein system, dessen funktionsweise suboptimal ist: die cdu sagt dir vielleicht im einen moment, dass atomkraft klasse ist, und eine flutwelle später sagt sie etwas anderes, um das dann nach abebben der medialen berichterstattungswelle wieder schrittweise zurückzunehmen.
wie die piraten ticken ist denke ich öffentlich einsehbar, wenn man es hinkriegt das wiki aufzusuchen. tut man das, erhält man sowohl einen überblick über die massive zahl bereits getroffener programmatischer entscheide als auch der anstehenden entscheide, die – auch wenn noch nicht beschlossen – zumindest zeigt was piraten beschäftigt.
die einfache wahrheit ist, dass diese komplexität und vielschichtigkeit inkompatibel ist mit einem kommunikationsformat, das darauf ausgerichtet ist ein-zwei zitierbare sätze für eine headline zu generieren. oder einen forenbeitrag bei dem man die finger von der scrolltaste nehmen kann.
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dem einwand habe mich vorweggegriffen.. in dem ich das spannungsverhältnis zwischen partei (basis) und parteiführung am beispiel merkel aufzeigte, das für den wähler aber durchaus erkennbar ist.
im gegenzug kannst du nicht von einem wähler erwarten, vor allem wenn nicht parteimiglied ist, sich intensiv durch irgendwelche wikis zu quälen oder schlimmer noch, durch mailinglisten, um zu erahnen, welche absichten zur zeit gehegt werden.. auch unter dem gesichtspunkt, dass die rate der sichtlich aktiven dann doch geringer ist als der schlussendlich abstimmenden, die sich auf solch einem parteitag tendenziell mal eben kurz und nicht sonderlich tiefgehend (siehe bpt112) mit den anliegenden themtatiken beschäftigt haben.
lösungen brauchen eine wissenschaftlich fundierte grundlage. die wird zur zeit bei den piraten nirgens geliefert. stattdessen werden dogmatisch meinungen hin und hergeschoben. bestes beispiel BGE.. das nach außen getragene hauptthema wurde passenderweise so gelöst, dass eine enquete es lösen soll. da brauchts dann auch keine innerparteiliche arbeit mehr.. die partei hat hier schlichtweg vor der herausforderung kapituliert.
in anderen themenbereichen zeichnen sich ähnliche kompromisse also meinungslosigkeit ab. wir können uns aber gerne darauf einigen festzuhalten, dass es gar keine struktur gibt, die lösungsorientiertes arbeiten ermöglicht.
btw.: die mittelmäßigkeit der crowd ergibt sich nicht durch einigung, sondern durch exklusion von meinungen, meist durch lautstärke. das ist kein partizipatives gebaren.
mfg
mh
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dem einwand habe mich vorweggegriffen.. in dem ich das spannungsverhältnis zwischen partei (basis) und parteiführung am beispiel merkel aufzeigte, das für den wähler aber durchaus erkennbar ist.
Vorweggegriffen vielleicht, aber entkräftet hast du ihn nicht. In der von dir dargelegten Position zum Zeitpunkt der Wahl kann der Wähler zwar auf den Wahlkampf hören, oder sich zumindest darauf berufen dass jede Partei ein Profil hat dass sie vielleicht nicht zu sehr beschädigen will, aber hätte ich dir zur letzten Bundestagswahl eine Liste absehbarer Fragen zur zukünftigen politischen Relevanz und eine Liste von deutschen Parteien gegeben – du hättest zwar dann und dort entscheiden können welche Partei du wählen wirst, aber nicht was sie letztlich machen wird.
Es hätten zudem ganz andere Probleme aufkommen können.. arabischer Frühling, Fukushima, iranisches Atomprogramm.. und du hättest nicht gewusst wie deine Partei sich verhält.
Zweites Problem: Die Annahme dass eine informierte Wahlentscheidungen alle vier Jahre deine Interessen auf alle wichtigen Fragen, alle unbekannten und bekannten Fragen sowie alle Entwicklungen berücksichtigend, besser vertreten kann als ein delegatives, stehendes Wahlverfahren wie Liquid Feedback ist gewagt.
Stell dir vor du bist in einer Spielshow und kannst für die kommenden Quitfragen entweder anfangs einen von 5 Umschlägen wählen, in dem die Antworten von Politikern 5 etablierter Parteien drinsteht die du nehmen musst, egal wie die Fragen lauten werden.. oder du antwortest selbst und kannst bei jeder Frage den Telefonjoker nehmen.. mal ehrlich, was würdest DU nehmen..
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du postulierst hier doch etwas, was auch bei den piraten nicht geschehen wird. die basis gibt eine grundrichtung vor, die abgeordneten sind aber allen bürgern verpflichtet und nicht der partei gegenüber weisungsgebunden. wenn sie also sauber arbeiten, müssen sie sich bei den piraten erklären, aber sie müssen nicht gemäß den beschlüssen abstimmen. d.h. auch die piraten werden diese unsicherheit nicht rausnehmen.
es geht aber noch weiter.. denn spätestens in koalitionsverhandlungen wird es kompromisse geben müssen die entgegen den entscheidungen der basis stehen.. und dann lautet die frage nicht mehr, was man will.. sondern wie wichtig sind welche dinge und wo schlucken wir die kröten… alternativ kann man sich natürlich allem verweigern und im zweifel gar nichts durchsetzen, in der hoffnung dann als schweigendes anhängsel den duldungsstatus zu erreichen, in dem dinge ausgehandelt werden.
es ist einfach arrogant und vermessen, es so einfach hinzustellen, wie du es hinstellst. weder ist das leben so, noch ist die politik so.
einer der gründe, warum ich das beispiel merkel wählte war übrigens, dass hier politik auf basis der volksmeinung und entgegen der volkspartei gemacht wurde. auch ein weitestgehendes novum bis dato.. das aber zeigt, wie sehr sich politik bereits gewandelt hat und zwar ohne zutun der partei in orange.
etwas mehr demut täte da nicht schlecht.. denn sinnvoll ist nur, was dinge verbessert statt sie einfach zu verändern.
mfg
mh
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Hallo mh,
danke für die schnelle Antwort. Du schreibst:
du postulierst hier doch etwas, was auch bei den piraten nicht geschehen wird. die basis gibt eine grundrichtung vor, die abgeordneten sind aber allen bürgern verpflichtet und nicht der partei gegenüber weisungsgebunden. wenn sie also sauber arbeiten, müssen sie sich bei den piraten erklären, aber sie müssen nicht gemäß den beschlüssen abstimmen. d.h. auch die piraten werden diese unsicherheit nicht rausnehmen.
Ich sehe hier offen gestanden den Widerspruch nicht. Ohne Franktionszwang in der Verantwortung für alle Bürger politisch zu entscheiden läuft em Ende auf eine Abwägung der selbst wahrgenommenen Prioritäten von Interessen hinaus, ich denke da sind wir uns einig. Allerdings bin ich der Ansicht dass eine stehende Mitgliederbefragung INKLUSIVE der Ausarbeitung und Diskussion von Standpunkten diese Prioritäten maßgeblich beeinflussen kann. Ich glaube du versuchst hier einen Widerspruch zwischen “80% der Piraten wollen A” prinzipiell ungleich zu setzen mit “Die Mehrheit der Bevölkerung will auch A”. Da die innerparteilichen Diskussionen auch ohne Mitgliedschaft in der Partei zu begleiten sind, würde ich da erstmal keine unbedingte Ableitung zum Interessenskonflikt zum Land vermuten.
Abstruser wird natürlich dann das Betrachten der anderen Parteien.. da wird regelmäßig die Situation bestaunt dass prinzipiell eine Mehrheit für eine Entscheidung ist, aber Wirrungen des Fraktionszwangs und der Koalitionsbildungen diese Entscheidung trotzdem verhindern. Was uns zum nächsten Punkt bringt:
denn spätestens in koalitionsverhandlungen wird es kompromisse geben müssen die entgegen den entscheidungen der basis stehen.. und dann lautet die frage nicht mehr, was man will.. sondern wie wichtig sind welche dinge und wo schlucken wir die kröten…
Die Lösung dieses Dilemmas ist so elegant wie simpel, Koalitionen nicht auf Parteiebene, sondern auf Sachebene. Wenn du so willst wäre die (durchaus greifbare) Utopie eine von Minderheiten geduldete Minderheitsregierung. Nur damit Sp0n von einem “Rot-Grün regiertem Landtag” schreiben kann, muss man sich dem tradiertem Formalismus ja nicht hingeben. Ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen dass in absehbarer Zeit eine Koalition mit Piraten zustandekommt, aber ich kann mir sehr gut vorstellen dass auch abseits von Koalitionen Gesetze nur mit Stimmen der Piraten beschlossen werden.
es ist einfach arrogant und vermessen, es so einfach hinzustellen, wie du es hinstellst. weder ist das leben so, noch ist die politik so.
Über dein Leben kann ich diesbezüglich nichts sagen, aber in meiner Lebensrealität ist die sachbezogene Entscheidungsfindung durchaus nichts ungewöhnliches. Ich würde soweit gehen zu sagen es wäre zutiefst widersinnig dass man sich erst auf einen Kuhhandel einlassen muss, wenn das was man vertritt sowieso schon die Mehrheit mitträgt. Wenn die Mehrheit anderer Ansicht ist, dann sollte man den Punkt soweit respektieren dass man auf krude Absprachen verzichtet, .. oder wie es zumindest mein Lebensmotto seit langer Zeit war, wenn das was ich denke wirklich richtig, das Wahre und Schöne, ist, dann werden sich andere dem anschließen, oder ich mich eines besseren belehren lassen.
Es gibt viele Probleme die technisch lösbar sind, der Rest ist ein Interessensausgleich im Prozess der Kommunikation. Die ganzen “Kneipenregeln”, die du dazu problematisierst sind dem Problem nicht inhärent.
etwas mehr demut täte da nicht schlecht.. denn sinnvoll ist nur, was dinge verbessert statt sie einfach zu verändern.
Ja und nein, wenn eine Situation bereits verfahren ist, und in sich selbst die Wurzel des Problems darstellt, dann ist es sinnvoll die in Frage zu stellen anstatt nur ein Taschentuch hinzuhalten und die Symptome zu lindern.
Ich frug die Tage mal in meinem Freundeskreis, der an sich keine besondere Affinität zur Piratenpartei hat, welcher Politiker ihnen einfällt dem sie noch einen Vertrauensvorschuss zubilligen würden. 11 Leute konnten auch nach mehreren Tagen keinen einzigen Namen nennen, und DA stoßen wir an ein systemisches Problem.
Du magst (von mir?) jetzt Demut einfordern, aber ehrlich gesagt, wenn ich so aus dem Fenster sehe, die letzte Zeit Revue passieren lasse, dann denke ich es gibt im Leben gute Gründe und Momente zur Demut, aber nur dass man sie von mir einfordert hat so einen guten Moment und Grund noch nie eingeleitet.
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ich steh nicht auf diese teilzitate. man kann das ruhig im gesamtkontext sehen, was ich schreibe.. vor allem wenn ich dir den widerspruch schon reinformuliere und die ihm beim zitat rausnimmst und dann selbst als antwort gibst.. die auch noch elegant sein soll.
wir halten fest: ich habe die möglichkeit der duldung, als option, erwähnt. nachgelagert, da ich es für eine äußerst schwierige option halte.. das begründet sich u.a. damit, dass du in deiner weltsicht davon ausgehst, dass man einfach nur unabänderlich für dinge sein muss, damit man dann partiell eingreifen kann, wenn gerade etwas passendes ansteht.
damit ignorierst du aber geflissentlich, dass gesetze immer nur der erste schritt sind. der teufel liegt im details, sprich in der verordnung zum gesetz, die die ausführung eben jenes vornimmt und damit interpretationsspielräume bietet.
um hier auch so zu wirken, wie man das ursprünglich möchte, muss man die institutionen besetzen.. das geht über die beteiligung an der regierung und die bekommt man nicht durch partielle beteiligung an abstimmungen.
nee man muss in die institutonen rein.. das ist dieser marsch und so. und nur darüber lassen sich dinge wesentlich mehr gestalten.. allerdings nur mit eingeschränktem spielraum, weil s.o. und dafür muss man regieren. ich will nun ja nicht gleich vom willen zur macht sprechen, gebraucht wird er dennoch…
es gibt genau zwei möglichkeiten ein system zu ändern: von innen heraus oder durch eine revolution. wer sich für das innen heraus entscheidet, wird ein paar abstriche machen müssen, die sich alle auf idealvorstellungen beziehen. das ist übrigens vor allem eines: sachbezogen… siehe auch das wort: sachzwänge.
mfg
mh
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zu 1.: das ist ja eine ganz neue erkenntnis, weil bis dato doch immer alle wahlprogramm gelesen wurden und jetzt nur die piraten geschnitten werden, oder?
zu 2.: das ist schlichtweg falsch. dieser eindruck entsteht vielleicht von außen, aber die parteien haben nicht umsonst ihre stiftungen. bei den meisten studienveröffentlichungen darf man sich auch einfach mal rein setzen und sich das anhören. probiers mal, es ist erstaunlich konstruktiv wie da über dinge ge- und sie besprochen.
das fazit muss einem ja nicht gefallen, aber der niveauunterschied könnte kulturschocks auslösen.
zu 3.: so können nur menschen reden, die nichts in ihrem leben zu entscheiden haben das andere menschen betrifft.
verantwortung erfordert struktur. struktur bildet sich auch im größten chaos. chaos bildet die restriktivsten und konzentriertesten machtstrukturen aus.
mfg
mh
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das sind schlicht die denkstrukturen althergebrachten obrigkeitsdenkens – wir denken und entscheiden für euch, weil ihr es nicht könnt und zu doof seid für euch zu entscheiden – so ist es nicht. jeder kann für sich entscheiden und jeder hat eine meinung zu themen, auch wenn diese meinung diametral derjenigen gegenübersteht die gerade von den politikern bevorzugt wird. ich erinnere nur an frankreich und irland zur frage der EU und was daraus geworden ist sehen wir im fall GR und den unfinanzierbaren rettungsschirmen. eine einzige verunglimpfung der gesamten bevölkerung europas. dazu nur danke ihr wohlmeinenden politiker.
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Auch wenn ich Dein Weltbild damit attackiere: Demokratie und Internet sind völlig verschiedene Dinge. In Deutschland nutzen ca. 60% der Erwachsenen das Internet regelmäßig. Wenn Du Dich mit dem Thema näher befassen willst, gibt die Wikipedia dazu etwas her: http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Kluft
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Mir ist durchaus klar, dass bei vielen das Internet noch nicht ganz angekommen ist.
Aber neben Zeitungen, Fernsehen und Radio ist es durchaus eine mindestens ebenso valide – wenn auch relativ neue – Informationsquelle, die lediglich etwas mehr Eigeninitiative des Nutzers verlangt.
Der einzige Weg daran vorbei wäre eine unvollständige Stellungnahme der Piraten zu diskutierten Themen, in der sie die bisher angebrachten Argumente knapp zusammenfassen, aber noch keine Entscheidung treffen. Ich befürchte nur, dass so ein Text von den Medien nach Belieben zerpflückt und die einzelnen Punkte aus dem Zusammenhang genommen würden.
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Aber genau das ist es doch, was Marina sagt. Es steht ja nirgendwo, dass die Partei lediglich ein Konstrukt für fehlende Antworten zur Verfügung stellt. Die Partei *HAT* ja eben ein richtiges Programm.
Die Piraten stehen zum einen für das Mitspracherecht der Bürger. Das wirkt erstmal wie eine Meta-Argumentation aka “löst eure Probleme doch selbst”, aber genau das ist es, weshalb sie gewählt werden. Man will nichtmehr zusehen, wie innerhalb einer Demokratie über den eigenen Kopf hinweg entschieden wird.
Das heißt aber noch lange nicht, dass es keine Ziele und kein Programm gibt. Natürlich gibt es die, das hat Marina ja geschrieben. Es geht ja nicht darum, alles den Bürger entscheiden zu lassen, sondern darum, diesen mit einzubeziehen. Dass es da kein endgültiges Statement zu jeder Frage gibt, ist nur logisch.
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ich habe gesagt, dass marinas antwort ein konstrukt für nicht vorhandene antworten ist. das beruht ja gerade auf der tatsache, dass es antworten gibt und wo es sie nicht gibt, geben wird.
damit ist ihre antwort aber auch nur diese brückentechnologie, die sie liefern muss, bis antworten da sind.
—-
mir ging es in der kritik, nicht in der feststellung, um die kalkulierbarkeit der antworten. man kann sich ja durchaus hinstellen und dinge anders machen.. das ist nicht das thema. aber man kann nicht sagen wir machen alles anders, nutzen dafür das aktuelle system, stellen uns aber nicht diesem system.
das war der im eingangstext portierte gedanke und den finde ich nicht tragbar, zumal es keine definition des “wie” gibt. basisdemokratie ist kein wie, das ist ggf. ein zustand zu dem man kommen will.
wenn man sich auf genau diese frage konzentriert, dann ist die programmlosigkeit das eigene programm: wir wollen, irgendwie. liquid democracy!
so platt ist es doch weitestgehend. eben nicht unterfüttert.. in genau dem bereich, der die kernkompetenz darstellt. und den sollen dann jene lösen, die man erst mal davon überzeugen muss, es überhaupt zu wollen? ich bitte dich…
mfg
mh
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das ist nur mehr angst den aktuellen status quo zu verlieren. aber keine disskusionsbasis. das dauernde schlechtreden von liquid democracy. die strukturen sind vorhanden. sie müssen nur genutzt werden. ihr braucht keine angst haben. ein staat ist keine firma. das sollte doch bekannt sein.
kennen sie den unterschied zw staat und unternehmen? ihnen kann ein U gehören, sie können damit machen was sie wollen, sind unumschränkter herrscher, haben aber im falle des an die wand fahrens sicher ihre belegschaft nicht mehr hinter ihnen stehen. im falle des nachweises fährlässigen handelns auch strafverfahren, usw…
ein staat gehört KEINEM politiker, kein politiker darf sich als herrscher oder lenker fühlen oder aufführen (dies ist zZt leider total vergessen von der politik). ihr dürft die bürger nach außen hin vertreten, seid zwischenstaatliches sprachrohr, leider habt ihr 70 jahre nach dem 2ten WW eure aufgabe ins totale gegenteil verkehrt.
und wenn es nicht nach eurem kopf geht seid ihr auch noch beleidigt. politik heisst nicht seine sichtweise dem bürger aufzuoktroyieren sondern die wünsche der bürger für ein gemeinschaftliches zusammenleben, innerhalb und zwischenstaatlich, so zu verwalten, daß dies auch möglich ist, ohne gewaltsamer handlungen, übervorteilungen und sonstiger schmähs, die so herumgeistern.
mfg
georg
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Da ich liquid Democracy befürworte kann’s das ja nicht sein.
Du verwechselst das Tool mit einer Problemstellung, die es unabhängig vom Tool gibt: Nicht einmal die Piraten selbst wissen, in welche Richtung sich ihre Partei entwickeln wird.
Seit ein paar Wochen plagt man sich bspw. damit rum, dass innerhalb der diversen Vorstände auf unterschiedlichsten Ebenen ein weitaus rechteres Gedankengut vorhanden ist, als man es bisher Glauben konnte/vermochte.
Da mutet es bspw. etwas arg naiv an, wenn Plaetzchen von Integrationsproblemen spricht… Denn es ist ja offensichtlich das, was ich oben Ansprach: Die bestehende Meinung der Partei wird durch die Mitgliederflut stärker verändert, als es geglaubt wird.. Respektive als es in der Wahrnehmung erfolgt. Das ganze befördert durch einen meinungs- und interpretationslosen Vorstand, der dadurch überhaupt erst die Spielräume bietet.
Der Gag an der Sache ist: auf der einen Seite wird etwas postuliert zu sein, was auf der anderen Seite abgestritten wird. Das heißt jeder kann sich denken was er möchte und das ist dann die ideologische Basis, die zunächst alle zusammenhält, so lange die Erfolge vorhanden sind.
Unternehmer sind übrigens viel mehr Herrscher als Politiker. Politiker, in unserer Demokratie müssen sich machtvoll gegen andere Politiker durchsetzen, sie müssen aber auch dem Volk gefallen. Ich sehe nicht, wo hier in Deutschland ein Herrschergebaren vorhanden sein soll. Alle Kandidaten sind aussortiert worden: Koch, Wulff, Merz, Oettinger, etc…
Es wäre vielleicht effektiver, der Gesellschaft nicht staendig zu erklaeren sie sei idiotisch sondern auch das Gute in und an ihr zu würdigen. Das meinte ich oben mit Demut.
MfG
mh
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solange es dieses kastendenken, links, rechts, oben, unten, grün, braun, usw… gibt wird sich nichts ändern. das sind veraltete begriffe die es heisst abzustreifen und das ganze zu sehen. das endet immer nur im sich gegenseitig zu bekämpfen. warum gibt es soviel rechtes gedankengut? eben weil perspektiven weniger als rar sind für diese menschen. ich kann entweder mir durch ein rechtssystem wie in amerika mir die getthoisierung züchten und auch rechtes gedankengut usw. oder ich kann versuchen diesen personen zu zeigen, dass zusammenleben auch anders funktionieren kann. einen minimal%satz hardcore-rechter wirds immer geben, der großteil ist aber durch perspektivenlosigkeit dazu getrieben worden. ich erinnere nur an die zwischenkriegszeit und was sich daraus entwickelt hat.
demut kommt bei politik aber nur gegenüber dem geld zutage und sonst in keiner form, ich erinnere nur an die dzt krise und dem herumspielen mit den südlichen ländern europas. ihr lasst euch von den banken so gängeln, dass es schon nicht mehr schön ist.
der bürger kann es dann ausbaden.
politik betreibt hier nicht politik sondern gefällt sich in ihrer rolle als erfüllungsgehilfe der finanzindustrie.
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Bis zur Bundestagswahl werden die Piraten mit Sicherheit Positionen zu den am häufigsten gestellten Fragen haben. Zur Eurorettung vermute ich einfach mal dass etwas beschlossen wird im Sinne von “die Banken sollten nicht mit Steuermitteln gerettet werden, sondern ihren Mist gefälligst alleine ausbaden!” (sagt mir meine Kristallkugel hehe).
Und weisst du was dann passieren wird? Die Leute werden sehen, aha, die Piraten haben jetzt endlich klare Positionen, wo sie vorher keine hatten. Und das wirkt dann umso glaubwürdiger, weil man dann sieht das die Piraten sich wirklich lange Zeit Gedanken über die anliegenden Probleme machen, und nicht einfach irgendetwas hinausposaunen wie die meisten anderen Parteien.
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Klingt schick, klingt neu, ist aber doch als Idee uralt. Vergleiche doch mal mit den bolivarischen Zirkeln in Venezuela oder den Bürgerhaushalten in Porto Allegre. Nicht zuletzt deshalb nehmt Ihr den Linken im Moment viele Stimmen ab, weil das urlinke basisdemokratische Ansätze sind, die von den Gewerkschaftsfunktionären in der Linken eher argwöhnisch betrachtet werden und daher nur eingeschränkt zum Tragen kommen, während die Basislinken in der Linken nach wie vor fleißig dafür werben. Soweit ist alles ok.
Das Problem, dass ich sehe, ist folgendes: Ihr habt eben keinerlei ideologischen Überbau, seid also politisch quasi beliebig. Daher stoßt Ihr auch niemanden ab. In dem Moment in dem Ihr Positionen zu heiklen Themen findet (solange Ihr noch sucht meckert ja intern keiner ernsthaft), also eine Position habt, werden sich diejenigen für die diese Position mit ihrer politischen Grundhaltung unvereinbar ist, tunlicht wieder verabschieden.
Beispiel: Wenn Ihr überlegt wie man mit dem Thema Migration umgeht, werden Eure Linken z.B. für das Wahlrecht für Migranten plädieren, während Eure Neonazis (oder “Ex”-Nazis) eher für den Massenmord plädieren werden. Je nachdem wer sich durchsetzt, wird die jeweils andere Seite dann gehen.
Und das gilt für ganz ganz viele Themen: Atomkraft, Krieg vs. Frieden, Sozialpolitik, Schuldenbremse, usw. ! Euer großes Kapital ist im Moment bei Eurem Politikansatz das ihr bei den zentralen Politikfeldern keine Position habt. Sobald Ihr diese Position erarbeitet habt, ist der Hype vorbei …
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Die dahinterstehende Grundannahme scheint logisch, steht aber im Widerspruch zum Leitgedanken eines Grundsatzprogramms: Ebenso wie das Grundgesetz nicht bereits alle Gesetzbücher enthält, leiten diese sich aber aus den zugrunde liegenden Gedanken des Grundgesetzes ab.
In ähnlicher weise kann ich dir schon heute garantieren, dass das Grundsatzprogramm der Piraten in keinem Fall einen Massenmord an Migranten zulässt.
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Da hast Du den Kern meiner Argumentation nicht verstanden und hälst Dich am willkürlich gewähltem Beispiel auf. Der Punkt ist, dass es Positionen gibt, die eine Mehrheit befürworten, die aber für eine Minderheit völlig inakzeptabel sind. Die Minderheit kann aber trotzdem recht haben (Beispiel Atomkraft und die Grünen der 80er, Beispiel Hartz IV und DIE LINKE).
Nehmen wir das Beispiel Sozialpolitik: Die klassische Gesellschaftsspaltung in Deutschland heißt ja: 2/3 geht es gut. 1/3 geht es schlecht. Das untere Drittel geht entweder gar nicht zur Wahl oder wählt Protest. Euer Modell heißt: keine Veränderung, weil die 2/3-Mehrheit dann ja auch in einem Basisnetzwerk eine satte Mehrheit haben ! Das ist auch der Grund, warum es jenseits der Volksparteien weitere Parteien gibt, die Minderheitspositionen in der Gesellschaft vertreten können oder sogar als Koalitionspartner durchsetzen können. Wenn man das abschaffen will und durch Eure Art der Mehrheitsfindung ersetzt, fühlt sich nach wie vor ein Teil der Leute nicht vertreten und zwar ziemlich genau der gleiche Teil wie im Moment.
Erschwerend kommt hinzu das der Minderheitenschutz wegfällt.
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Das wäre richtig, wenn die derzeitige Politik eine Politik für die Mehrheit wäre – was nicht der Fall ist. Das ist der Grund, warum die Piraten überhaupt gewählt werden: Weil 12% der Bevölkerung das inzwischen verstanden hat.
Zum Thema Minderheitenschutz, erlaube mir eine Frage: Wir wird der Minderheitenschutz derzeit umgesetzt? Welche Änderung genau erwartest du da mit dem Aufkeimen der Piratenpartei?
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Minderheitenschutz.
1. Schärkere Grundgesetzte
2. Weniger Winner-takes-all, mehr representativ (gutes Beispiel Schweiz)
3. Faire Wahlsysteme (Liquid Feedback nimmt das Thema wichtig)
4. Stabile Meinungsfindungsprozesse
5. Transparenz ( “Was die Erde wird zerstört?” “Sie hätten halt auf Uranus einspruch erheben müssen, jetzt is es zu spät”)
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Ich meinte Veränderungen zum Negativen, die von meinem Vorredner heraufbeschworen wurden.
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dieses “the winner takes it all” ist leider urpiratig, da es die basis der derzeitigen internetwirtschaft ist und somit der sozialisierung entspricht. an dieser stelle haben wir momentan ein korrekturproblem, da viele neue mitglieder frueher fdp wählten und diesem denken zugeneigt sind.
auch so ein problem unter der wahrnehmungsschwelle, da viele meinen das BGE zu diskutieren und gegen Hartz IV zu sein, ist bereits sozialpolitisch engagiert.
MfG
mh
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@Rackergen Das ist genau der Punkt: Ich erwarte in Bezug auf die Inhalte der Politik gar keine Veränderungen durch die Piraten.
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Äpfel und Birnen. Der von dir angesprochene Minderheitenschutz ist keine Frage des Politikinhalts.
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Mein Post war ein bischen größer als nur der Satz zum Minderheitenschutz. Mir gehts um Inhalte.
Zum Minderheitenschutz mache ich mal copy and paste mit mir selbst:
In SH gibt es z.B. den SSW bei Wahlen. Aber das ist sicherlich eine Ausnahme, was den institutionalisierten Minderheitenschutz angeht. Integrationsräte oder Behindertenbeiräte in den Kommunen sind ein weiterer.
Ich habe aber das Konzept wie Ihr beispielsweise Erwerbslose ohne Netzanschluss als Minderheitenmeinung in den Entscheidungsprozess einbezieht vermutlich noch nicht ganz verstanden.
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nix leichter als das, ist nur eine frage der techn durchführung. zB in mobilen wahlfindungsboxen.
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Bei Abstimmungen und Wahlen gibt es keinen Minderheitenschutz, auch heute schon. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass VOR Abstimmungen möglichst viele in den Prozess der Lösungsfindung einbezogen werden. Genau das ist eine der Stärken der Piraten. (ironie) Oder meintest du mit Minderheitenschutz, dass eine (inzwischen) Kleinpartei für eine ihrer Klientelgruppen eine saftige Steuererleichterung gegen die Mehrheit durchsetzen kann? (/ironie)
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Nein, über Tote spricht man nicht schlecht. Auch nicht wenn sie Anti-Schulden-Plakate auf Kredit finanzieren.
In SH gibt es z.B. den SSW bei Wahlen. Aber das ist sicherlich eine Ausnahme, was den institutionalisierten Minderheitenschutz angeht. Integrationsräte oder Behindertenbeiräte in den Kommunen sind ein weiterer.
Ich habe aber das Konzept wie Ihr beispielsweise Erwerbslose ohne Netzanschluss als Minderheitenmeinung in den Entscheidungsprozess einbezieht vermutlich noch nicht ganz verstanden.
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Ich muss glaube ich nochmal einen grundsätzlichen Eindruck (der falsch sein kann) loswerden. Ich habe den Eindruck, ihr versucht die Gesellschaft durch eine politische Partei zu ersetzen. Wobei die Partei nur die Hülle für die gesellschaftliche Ersatzdiskussion sein soll.
Die Forderungen nach direkter Demokratie sind ja prima. Ich habe in meiner Kommune mehr als einmal einen Bürgerhaushalt oder einen Ratsbürgerentscheid beantragt (beim letzten Mal ist der Ratsbürgerentscheid unwitzigerweise an einer Absprache der Grünen mit der FDP gescheitert).
Die Simulation der Gesellschaft im Rahmen einer Partei ist aber ein Ansatz der auch ins Gegenteil kippen kann, wenn Ihr was das Gesamtkonzept angeht erfolgreich wärt und eine Verarmung der unterschiedlichen Meinungen verursachen könnte, die miteinander im Wettstreit um die besten Ideen stehen.
Mir wäre deutlich wohler, wenn Ihr nicht einen Gesellschaftsersatz durch eine Partei anstreben würdet, sondern versuchen würdet, die Gesellschaft selbst zu demokratisieren. Das wiederum fängt z.B. bei Arbeitnehmermitbestimmung in den Betrieben an, bei der Zulassung von Volksentscheiden auf Bundesebene und der Erleichterung von Bürgerentscheiden in den Kommunen.
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So jetzt weiß ich schon mal, wie das System Piraten funktionieren soll. Das Problem der Piraten ist zur Zeit aus m.S., dass Kommunikation nicht ergriffen wird. Bei der Kommunikation redet einer und die anderen hören zu. Bei den Piraten kommt jedoch das Gegenteil rüber: Alle Reden und keiner hört zu.
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Liebe Marina,
da ich zum Beginn der Grünen für Tagesschau, Tagesthemen gearbeitet habe, kann ich mich noch gut erinnern, wie die Medien mit deren Themen zu Beginn (erster Grüner Landtag in Hessen) umgegangen sind.
Beispiel regenerative Energien:(heute weiß ja jeder was das ist) Es existierten differenzierte, von Wissenschaftler ausgearbeitete Konzepte wie wir ohne Atomenergie auskommen können. Niemand wollte das hören, niemand verstand das! Oder Sexismus im Parlament und in der Gesellschaft. Waltraud Schoppe wurde bei ihrer ersten Rede dazu im Bundestag schlicht ausgelacht. An diesen beiden Themen können wir sehen, was bis heute daraus geworden ist! Also es braucht genau die Beharrlichkeit und das Vertrauen in einen Prozess an dessen Anfang wir stehen. Es ist glaube ich, gar nicht so, dass dir die Journalisten in jedem Fall nicht zuhören. Wenn du jedoch Themen ansprichst, von denen sie selbst (noch) nichts verstehen, dann sind sie unsicher, wissen es nicht einzuordnen und wissen schon gar nicht wie sie es ihrer Redaktion vermitteln sollen, selbst wenn sie selbst an dem Thema Interesse hätten.
Also mein Vorschlag: Wir sollten zu “Piratenthemen” für interessierte Journalisten vor der Bundestagswahl “Seminare” veranstalten, damit sie verstehen was genauer gemeint ist.
Das ist das eine. Das andere ist: Gerade das, was du in deinem Text so wunderbar formuliert hast, nämlich, dass es uns um die Fragen der Zukunft geht, müssen wir/du/alle Mandrenartig wiederholen.
Und es braucht Geduld und Vertrauen in den Prozess!
Liebe Grüße
Ursula (alusruh)
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Die Idee mit den “Seminaren” für interessierte Journalisten finde ich klasse!
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Bitte mit Livestream ;D
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war herrlich zu lesen und trifft den Nagel auf den Kopf, danke
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Hahahaha wir sind die blauen Flaschen, genial! Linke, rechte und neoliberale Politiker bitte in den Container einwerfen, aber auf keinen Fall zwischen 12 und 15 Uhr
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Eine sympathische Darstellung, die sich auch mit meinen Erfahrungen bei Occupy Düsseldorf deckt – bei uns macht sogar ein Pirat mit, der sich die doppelte Dosis an Neuartigkeit gibt.
Gemessen an ihrer Mitgliederstruktur und Wählersoziologie wird die Piratenpartei bisweilen als eine kleine Volkspartei bezeichnet. Das sehe ich auch so, denn das Versprechen von Basisdemokratie, Transparenz und die prinzipielle Offenheit für konstruktive Ideen machen diese Partei bei jung und alt attraktiv. Man hat das Gefühl, hier gibt es eine Partei, die konsequent gegen Korruption, Kungelkreise und dergleichen mobil macht. Auch indem sie die Macht ihrer einzelnen Mitglieder an ein basisdemokratisches Votum kettet.
Die Herausforderung wird sein, diesen Prozess, der in der Freiheit der Opposition hinreichend funktioniert, auch noch in der Verantwortung des Regierungshandelns durchzuhalten. Die Lobbygruppen, die eure Politik zu diktieren trachten, werden im Zweifel besser organisiert sein als eine basisdemokratische Gruppe, denn diese können autoritär und geschlossen entlang klar formulierter Ziele auftreten. Es ist zu befürchten, dass bei den Piraten ein unerwünschter Druck einkehrt, ebenfalls die Organisationsstruktur straffer zu ziehen – einfach nur, um gegenhalten zu können. Hier darf man gespannt sein, ob es den Piraten durch eine kluge Moderation, intelligente und transparente Meinungsbildungsplattformen gelingt, diesen Spagat auszuhalten.
Ich persönlich bin da Pessimist. Die Eurokrise wird in näherer Zukunft eskalieren, die Menschen werden sich schnelle, autoritäre Entscheidungen und Antworten auf elementare Lebensfragen wünschen. Hehre Ziele wie mehr Demokratie, Transparenz, Machtbegrenzung usw. treten dabei in den Hintergrund. Aus meiner Sicht könnte die Zeit der Piraten nach der Krise kommen, wenn man denjenigen, die uns die Krise eingebrockt haben, kein weiteres mal eine Chance geben will, sondern stattdessen einer neuen frischen Kraft den Aufbau unseres neuen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems zutraut.
Liebe Grüße,
Julian
http://www.mmnews.de/index.php/etc/9820-das-grosse-schweigen
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Das sehe ich genauso, das Problem wird bei einer Regierungsverantwortung, aber auch schon bei zeitkritischen Abstimmungen z. B. im Bundestag relevant, aber ich traue den Piraten absolut zu, da (schwarm-)intelligente Antworten zu finden die es auch noch nicht in der Kiste gibt. Spontan fällt mir ein, dass man ja z. B. das Liquid-Democracy-System für solche Fälle benutzen kann und es z. B. einen kleinen Kreis von 50 Delegierten gibt, die hier zu einer schnellen Entscheidung kommen müssen, mt dem entsprechenden Vertrauen der gesamten Basis.
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Die Bilder die du in diesem Blogeintrag gezeichnet hast, sind sehr schlüssig und gut nachvollziehbar. Dennoch verstehe ich die skeptische Haltung, der Menschen, die aus Gewohnheit so denken, wie sie eben denken. In Kategorien und Schubladen, denn die geben Sicherheit und sind gut für den Überblick, gerade bei komplexen Themen. Wir brauchen uns aber nichts vorzumachen, wir stehen gerade vor einem Paradigmen- und Generationswechsel. Viele alte Denkweisen habe ausgedient und wir gleiten gerade in neue, noch nicht ausgereifte Strukturen hinein, das macht unsicher und vielleicht sogar Angst, immerhin hat alles ungefähr 30 Jahr ganz gut funktioniert und die Zukunft war ja immer weit weg, mit der kann man sich befassen wenn es soweit ist. Ich bin eine “Pirateninteressierte” ohne im Moment klar Stellung beziehen zu wollen, mir fehlt da noch das Tüpfelchen auf den i. Was mir zu diesem Zeitpunkt bewusst ist, ist die Tatsache, dass ihr ein Spiegel einer Gesellschaft seid, die nach Orientierung sucht und so vielfältige Interessen hat wie nie zuvor. Und dass das was da passiert wichtig ist. Irgendwie ging das an den Traditionsparteien vorbei oder vielleicht hat einfach nur die Zeit und der Überblick gefehlt.
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Hallo,
ich bin mir nicht sicher ob die Schubladen wirklich sicherheit geben, hast Du die Deinigen schon mal aufgezogen. Fürchterliches kann man da erleben. Ich gaube es liegt daran das man Züge nur einen Spalt zu öffnen praucht um das Störende hinen zu stopfen. Es wandert dann niemehr gesehene nach hintern und scheint damit verschwunden.
Wehe dem, der sich daran macht die mal zu entrümmpeln, soll Lute geben die ziehen mit verschlossenen Laden um.
PS: Piraten sind da wahrscheinlich nicht anders, nur das virtuellen Laden hinzugekommen sind, da verteilt es sich besser und sieht aufgeräumter, durchdachter aus.
Aber spannend ist es schon nicht wahr? Man kann die herkömmliche Politik doch tatsächlich mit Demokratie in Frage stellen. Warum sind wir da nie drauf gekommen? Weil wir nie wirklich Demokraten wurden? Auch es ist so verwirrend!
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Das Problem ist, viele Menschen (die meisten?) wollen keine komplexen Antworten und Lösungen, sondern einfache.
Dafür brauchen sie dann farbige Container, in die man die Antworten/Politiker/Parteien werfen kann.
Gerade für die Medien ist das notwendig, sonst müsste man sich dort am Schluß noch ernsthaft mit den Problemen befassen, anstatt einen Sündenbock oder eine vermeintlich simple Lösung in einer Schlagzeile präsentieren zu können.
Macht bitte weiter so, und zeigt, dass ihr (noch) in keinen Container passt, denn das ist es auch was viele an den Piraten anspricht: das sie keine simple rechts-links Position haben.
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[...] Weisband, noch politische Geschäftsführerin der Piratenbundespartei, äußert sich zum Verhältnis zwischen den Massenmedien und ihrer Partei. Allgemeiner Tenor: Die Piraten werden viel gefragt, bekommen aber kein Verständnis, weil [...]
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Du hast so recht mit diesem Text!
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ich hab mal gelesen, daß die weißen früher in den USA zu indianerstämmen gegangen sind und gesagt haben: take me to your leader. und dann haben die indianer sie ihrem häuptling vorgestellt. und die weißen dachten, das ist der chef, mit dem machen wir einen vertrag, dann haben wir mit dem indianerstamm einen vertrag gemacht. und dann waren sie erstaunt, weil viele indianer sich nicht an den vertrag gehalten haben. weil der häuptling zwar ihr häuptling war, aber nicht ermächtigt, für sie zu sprechen und bindende verträge abzuschließen. und das haben die weißen niemals verstanden: das da zwar ein chef ist, der aber auch nur eine stimme hat, wie die anderen auch …
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und genau das wollen unsere politiker nicht einsehen.
danke ein wunderbarer vergleich.
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noch was, meine erfahrung mit journalisten (bin selber einer):
SIE HÖREN NICHT ZU!
was tun sie dann? die allermeisten arbeiten lediglich den fragenzettel ab, den sie vorher zuhause aufgeschrieben haben. was der intervíewte gesagt hat, hören sie zum ersten mal, wenn sie wieder zuhause sind und das mp3 file abtippen oder schneiden. und wenn der interviewte pirat in einer wirklichkeit lebt, die mit den gestellten fragen nichts zu tun hat, dann kommt keine kommunikation raus. vielleicht sollten piraten vor dem interview die journalisten bitten, ihren fragenzettel wegzulegen und ein gespräch draus zu machen.
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Ein grober Eindruck von mir ist, dass Piraten sich gegenüber Nichtpiraten häufig aus der Perspektive der ‘Informierten’ über Themen, Diskurse äußern und dabei eine gewisse Erwartungshaltung rüberkommt (sicher unbeabsichtigt), dass das Gegenüber gefälligst seinen Horizont zu erweitern hat, bevor es sich an einer Diskussion teilnehmen kann. Arrogant wäre in dieser Hinsicht ein zu starkes Wort, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es aus Sicht von Leuten, die sich selbst nicht gerade als Nerds sehen, teilweise als belehrend bis elitär empfunden wird (und nein, ich selbst habe dieses Problem nicht – ich sehe hier einfach nur viel Potential, die relevanten Ansprechpartner besser zu erreichen).
Ein verstärktes Eingehen auf die Wahrnehmungen eher diskursferner Gesprächspartner (in den Medien zuhauf vorhanden), also ein aktives Hineinversetzen in die Welt von Nichtpiraten und ein entsprechendes Verpacken von Äußerungen (“Wir wirken auf den ersten Blick für viele sicher xyz, aber die Gründe für unsere Haltung liegt bei abc”) könnte eventuell hilfreich dabei sein, Inhalte und Methoden der Piraten noch besser zu vermitteln.
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Dieser Beitrag bringt gut zum Ausdruck was mir persönlich auch schon aufgefallen ist.
Die oben dargestellte Erwartungshaltung anderen gegenüber ist sicherlich (vermutlich?) auch in Teilen vorhanden, gerade weil der “durchschnittliche Pirat” an sich selbst auch den Anspruch der Horizonterweiterung stellt.
Natürlich ist es nicht geboten jetzt von sich auf andere zu schließen und Gesprächspartner pauschal darauf festzunageln sich stärker mit dem gerade aktuellen Thema auseinanderzusetzen, allerdings kann/sollte man Menschen mit anderen Prioritäten nicht aus der polit. Willensbildung ausschließen und muss hier, möglicherweise wie im vorausgehenden Post aufgezeigt, integrieren.
Dieses Bemühen zu Erklären muss, m.M.n., allerdings als gesamtes Konstrukt erhalten bleiben und darf nicht (zu sehr) in die Vereinfachung abrutschen, indem bspw. verstärkt Formulierungen benutzt werden die eventuelle Gesprächspartner hören wollen/sicher verstehen.
Bisher hat das bei den Piraten anscheinend ganz gut funktioniert, hoffentlich bleibt das auch so.
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Hi, das stimmt, dieser Kritik muss ich zustimmen. Ich werde den Gedanken unter meinen Kollegen auch ein wenig verbreiten.
Übrigens: Das ist ein klasse Beispiel an konstruktiv vorgetragener Kritik. Ohne Unterstellungen, ohne Vorwurf. Danke.
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Ich habe das Gefühl, dass der Durchschnittsbundesbürger wie ein Huhn in der Legebatterie ist.
Nun kommen die Piraten und geben dem Huhn Mitbestimmung und Verantwortung.
Das ist so, als setzt man das Huhn nun auf eine grüne Blumenwiese. Es ist nun total verstört und stellt immer die Frage ” Wo ist der Napf mit dem Kraftfutter? Wo ist das Parteiprogamm? Bitte sagt mir was ich machen soll?”
Der Bürger kommt nicht mit der neuen Situation klar und fragt immer nach alten Strukturen in den er augewachsen ist.
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Hallo, da ist was dran. Die meisten lieben es komfortabel, und schön immer auf denselben Wegen. warum wohl tun sich manche so schwer damit, zum beispiel mal eine weile ohne auto auszukommen. Ich hatte vor kurzem mein auto verkauft, weil ich irgendwie dachte das müsste jetzt sein, und siehe da, was ich alles zu hören bekommen habe. Wie kannst du nur? oder ja, und wie kommst du jetzt auf die Arbeit? Dabei ist mein Arbeitsplatz nur zwei km weg, und man kommt da easy mit dem fahrrad hin.
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Das Hünerleben fängt meiner Meinung nach bereits da an, wo das Huhn meint Mitbestimmung und Verantwortung müsse ihm erst gegeben werden.
Ich habe die Piraten so verstanden, dass sie mich darauf aufmerksam machen möchten, dass ich diese bereits besitze, nur einfach nicht verwende.
j.
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Ich glaube auch, dass das so ist. “Ein Stück weit.”
:)) Aber was kann man daraus für Schlüße ziehen. Es ist doch schlimm genug, dass es viele Menschen gibt, die, die Situation die Du beschreibst könnte man wohl auch als “hilflos” bezeichnen, eben hilflos sind? Ihnen einfach sagen “werdet mündig!”, oder noch schlimmer “seid mündig! jetzt!”? Ich glaube nicht, dass das so funktioniert …
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Das Bild mit den 3 blauen Flaschen, die nicht zu den anderen Flaschen passen, ist wirklich schön…allerdings glaube ich fast, die Piraten sind nicht mal Flaschen in dieser Welt der Flaschen…
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Das Problem der Schwarmintelligenz ist, daß es eben keinen “richtigen Ansprechpartner” gibt (ich warte immer noch auf eine Antwort, wie ich mich einbringen kann, ohne mich aufzuzwingen), was dann auch die Frage nach der Verantwortung für Entscheidungen auf den Plan ruft. Zudem: Es gibt Fälle, in denen Basisdemokratie (als Entscheidungsverfahren) auch nicht die beste Lösung hervorbringt. Hier führe ich gerne eine Lösungsfindung für eine mathematische Aufgabe an: Im Schwarm mag es zwar manche geben, die die Aufgabe lösen und ihren Lösungsweg vorstellen können, aber eine Abstimmung durch Mehrheiten scheint widersinnig. Demokratie besteht aus drei Elementen:
1) Fragestellung, was überhaupt zu Entscheiden ist
2) Entscheidungsfindung im Austausch
3) Letztendliche verbindliche Entscheidung
Aber vielleicht stehe ich mit meiner Meinung als undefinierbares Etwas neben den Containern…
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yupp… atm stünde diese simple defintion an: was bleibt repräsentativ und was obliegt dem schwarm.
um die frage zu beantworten, müsste man halt wissen wie das aktuelle system funktioniert und wie die grundlagen und herleitungen sind. das ist eigentlich etwas, was der schwarm nicht zu entscheiden hat, weil niemand selbst definieren sollte, welche macht er sich zuspricht .. was auch ein teil der grundlage unseres politsystems ist.
es muss innerhalb der gesellschaft, mit und über die politik ausgehandelt werden. für die ausrichtung der piraten bedeutet das allerdings etwas, das die partei so als strömung nur bedingt liefert: das radikale “alles dem volke”, von dem aus sie dann zum kompromiss hin abspecken kann.
mfg
mh
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Derzeit funktioniert unsere Demokratie aber ganz anders:
1) Eine Partei sagt: Zu diesem oder jenem Thema haben wir die folgenden Antworten. Und dann müsst ihr uns einfach die nächsten vier Jahre vertrauen!
2) Nach erfolgter Wahl stellt sich heraus, dass sich für eine Mehrheit eine Parteienkonstellation ergibt, die ich eigentlich gar nicht wollte.
3) Ausserdem zeigt sich jetzt, dass es hinter den Parteien noch Interessengruppen gibt, die hinter verschlossenen Türen Einfluss nehmen können, ohne jede demokratische Kontrolle.
4) Und im Zweifelsfall entscheidet nicht die Mehrheit, sondern die Kanzlerin. (Das nennt man dann Führung – verdächtig nahe an einem anderen deutschen Wort!)
5) Und nun habe ich bis zu vier Jahre Zeit, mein ausgesprochenes Vertrauen zu bereuen. Zu sagen habe ich so lange nichts mehr.
Schön wäre es, wenn die drei von dir genannten Schritte in unserem politischen Alltag Einzug halten würden. Aber genau dafür kämpfen ja die Piraten. Und dass am Ende Mehrheitsentscheidungen stehen, ist zentrales Element jeder Demokratie. Sonst ist es nämlich keine!
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Ich stimme zu, daß die heutige Demokratie nicht ihren Namen verdient. Allerdings lassen sich manche Dinge NICHT Mehrheitlich entscheiden. Oder was soll dabei rauskommen, wenn ich nach dem Ergebnis von 3+4 frage? Das Motto heißt: Mehrheiten machen noch lange keine Wahrheiten!
Mehrheitsentscheidungen können auch für Minderheiten gefählich sein. Konsensentscheidungen sind hingegen auch nicht immer der richtige Weg. Es scheint also, daß es zu verschiedenen Problemstellungen auch unterschiedliche Lösungsstrategien gibt.
Übrigens bleibe ich bei meinem Demokratieverständnis (was NICHT auf Mehrheitsentscheidungen beruht):
Demokratie hat aus meiner Sicht drei Wesensinhalte:
1) Einbringung von Themen, die überhaupt entschieden werden sollen
2) Austausch von Argumenten für Lösungsvorschläge
3) Abschließende Entscheidung, die sich am Wohl und damit an der Abwägung von Nutzen und Schaden orientiert (Amtseid aus Art. 56GG)
Punkt 1 würde ich über ein “staatliches Vorschlagswesen” lösen
Punkt 2 würde ich über “Bürgerforen” lösen (moderierte Gruppen, die Vorschläge für Entscheidungsträger ausarbeiten)
Punkt 3 würde ich an “Gewissensträger” binden, die sich anhand der Ergebnisse aus den “Bürgerforen” und sonstigen “Expertengruppen” richten; dann aber transparenz (alle Expertisen zugänglich) und vor allem unter der Verantwortung des Entscheiders.
Eigentlich ist die Bundesdeutsche Demokratie so aufgebaut (der letzte “Gewissensträger” ist der Bundespräsident; die Diskussionen sollen im Parlament stattfinden; die Einbringung von Themen erfolgt durch die Parteien). Nur: Der genannte Amtseid ist nicht rechtsverbindlich; die Diskussionen basieren oftmals auf Statistiken und Expertenexpertisen, statt auf Volksbefragungen (und wenn, dann Umfragestatistiken); Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen, ohne direkte Gewissensbindung.
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Wer sich das übrigens ehrlich fragt – blaue Flaschen gehören ins Grünglas.
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Hallo, ich kann sehr gut nachvollziehen, was Du schreibst. Das Kommunizieren ist generell schon ein sehr schwierige Sache, das sehe ich alleine schon, wenn ich auf facebook auf meiner privaten Seite was schreibe, und ich mich dann oft wundere, wie ich von den anderen missverstanden wäre. Also meine Meinung zu der Sache ist, dass es das Beste wäre, in der öffentlichen Darstellung nicht das Verhalten an den Tag zu legen, wie es die Mainstream-Parteien machen, sondern genau andersrum sich rar zu machen. Wo steht geschrieben, dass sich eine Partei in Interviews, Pressekonferenzen, öffentlichen Veranstaltungen usw. verschleissen muss? Wenn im Parteiprogramm alles gesagt ist, ist somit alles klar und man muss nicht noch grosse Gespräche drüber führen. Wahrscheinlich liegt das Problem darin, dass das Scheinwerferlicht oder das Stehen in der éffentlichkeit für viele eine Verlockung hat. Der muss man natürlich widerstehen. Indem man sich – wie gesagt – rar macht. Ich bin übrigens davon überzeugt, dass sich der Job einer Bundeskanzlerin in zwei Tagen in der Woche machen liesse, wenn sie alle öffentlichen Anlässe und Meetings (die meistens nichts bringen) von der Tagesordnung streichen würde, und sich nur auf das Allerwesentliche konzentrierte. So ist auch sie dem Zauber der Macht verfallen und hat vermutlich den überblick schon längst total verloren.
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Mit drängt sich ein Bild auf.
Das Bild eines Menschen, der eine Reise plant.
Eine Routenplanung funktionierte früher indem man mit einem Bleistift im Autoatlas die Route markierte, seine Prioritäten und Erfahrungen berücksichtigte, inkl. Zwischenziele. Und dann los, immer den Plan und die Beschilderung beachtend.
Dann kamen Navigationssysteme auf, schon besser, aber eigentlich vorerst das Gleiche in elektronisch. Aber super animiert, sprechend, entspannter!
Doch nun geht die Entwicklung weiter, die Navis werden via Net aktualisiert, wichtige Änderungen der Verkehrssituation werden permanent nachgeladen, eingerechnet, Routenänderungen vorgeschlagen.
Klasse, ein echter Vorschritt aber… noch hinkt das Beispiel. Denn realistisch betrachtet – die politische Karte, das Straßennetz, die gesellschaftlichen Umstände ändern sich permanent. Es generiert sich quasi laufend Terra inkognita.
Ja, auch die Ziele sind in Bewegung. Manchmal kann man sich ihnen oft auch nur annähern.
So, und nun fragt der Journalist dennoch:
“Wie sieht die Fahrtroute aus, was sind die Ziele?
Wir erklären, dass Methode wichtiger ist, um Zielsetzungen zu erreichen.
“Aha, Aha, und wo liegen die Ziele genau?” Und hält uns einen Autoatlas hin.
Wir erklären das Wesen des neuen Navigierens, und welche Vorteile die Methode hat. Und dass es mit Autoatlas nie wirklich gut funktioniert hat. Und dass wir viele Fahrgemeinschaften gebildet haben, um bewegliche Ziele im beweglichen Gelände einzukreisen, in permantente Verbindung untereinander. Und, ganz wichtig, auch mittels ständiger Kommunikation mit Ortskundigen/Ortansässigen.
Betonen die Forderung, nach Bewegungsfreiheit…
Nun notiert man: “Haben keinen Plan!”
Man trennt sich, der Journalist geht zu anderen Parteien.
Dort stellt er die gleichen Frage und bekommt goldgerahmte Karten mit eingezeichneten Routen in schwarz, rot, gelb und grün, mit Angabe Fahrzeit 4-5 Jahre etc.
Er ist dankbar! Damit kann er arbeiten.
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Geiler Kommentar. Danke.
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Schön, dass es rüber kam, auch wenn deine Phantasie hier und da das Lektorat ersetzen muss
=)
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Ihr versteht es einfach nicht. Und es ist gut so, denn so ist der Welten Lauf!
Es ging jahrzehnte, ein Leben lang gut, die Reise nach der Strassenkarte, dann kamen die NAVI und es konnte niemanden mehr mit einer Karte in der Hand um den Weg gefragt werden.
Bitte, last die Schilder zum Park und zum Bäcker noch ein weilchen stehen.
j.
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Hallo,
kurz ein paar kritische Gedanken (selbst PP-Mitglied, KV-München)
Der Vergleich mit den Grünen hinkt. Die Grünen hatten andere Antworten auf aktuelle politische Fragen PLUS neue Fragen/Themen. Bei der Piratenpartei erscheint es so, dass wir zwar neue Fragen und Themen haben, aber auf “aktuelle” politische Fragen (noch)nicht inhaltlich, sondern, sagen wir mal vefahrenstechnisch(Basisdemokratie/Transparenz) antworten. Es erfolgen also, keine Antworten, sondern eine Beschreibung der Antwortfindung und das irritiert die Journalisten. Denn sie brauchen ja Inhalte um berichten zu können.
Was könnte der Journalist/Redakteur hier machen? Bestenfalls sich auf die Verfahrensfrage (Demokratiefrage) einlassen und/oder, wie Du selber schreibst, über die Themen der Piratenpartei berichten. Er wird aber auf jeden Fall, ohne Antworten auf aktuelle Fragen sich von dir/euch verabschieden müssen.
Allerdings bin ich davon überzeugt, dass sich diese Problematik “da haben wir noch keine Position” im Laufe der Zeit sich erledigen wird. Zwangsläufig. Je schneller desto besser. Denn bei so vielen Nicht-PiratenKernthemen zu schweigen, ist auf d. Dauer einfach a-politisch, auch wenn es derzeit sympathisch rüberkommt, wenn man sich dazu bekennt dass man hier und da keine Ahnung hat.
Ich habe aber auch den Eindruck, dass man ungern sich inhaltlich positioniert, nicht wirklich gerne Antworten auf Fragen wie Europa, Afghanistan usw. erarbeitet. Denn, mit jeder weiteren Positionierung wird man sich von der Rolle “Everybodys Darling” verabschieden müssen und somit Kanten und Ecken zeigen. Das schafft dann nicht nur Zustimmung, sondern auch Gegnerschaft, sowohl innerhalb der Partei, als auch außerhalb. Aber, das gehört einfach dazu und nennt sich eben Politik gestalten/machen.
Uups, doch etwas länger geworden.
Grüße. Marc.
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zB afghanistan: die bürger entscheiden zu lassen ist doch ein standpunkt. nur weil der angesprochene seine persönliche meinung nicht äußern will, heißt dies doch nicht orientierungslos.
fließende zustände kann ich nicht mit verwurzelten bäumen vergleichen.
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Mega-OT:
Dieses Disliked-Comments-Ausblend-Dingens hier im Blog ist ja der Hammer. Like!
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“Viele unserer Güter sind verlustfrei kopierbar geworden. Wie können wir als Gesellschaft damit umgehen und dabei Künstler weiterhin entlohnen? … All das sind Fragen, auf die wir Antworten haben oder erarbeiten.”
Hast du dir euer Parteiprogramm zum Thema Urheberrecht mal angeguckt? Wo steht da, wie Künstler entlohnt werden sollen, wenn DRM verboten und private Nutzung von Filesharing straffrei ist?
Das BGE ist ein weiterer Fall, ihr fordert eine Einführung, eure eigene Arbeitsgemeinschaft sagt, dass es nicht machbar ist, dennoch soll laut Parteiprogramm in nicht allzuferner Zukunft zu einer Volksabstimmung kommen.
Was passiert denn, wenn das Volk abstimmt, dass ein BGE von 1500 Euro gezahlt werden soll?
Gibt es in der Piratenpartei eine Arbeitsgruppe, die sich mit den Auswirkungen von direkter Demokratie auf Fiskalpolitik beschäftigt? Das Beispiel Kalifornien ist da doch Abschreckung genug.
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Hi,
1. Urheberrecht: Künstler sollen wie gewohnt entlohnt werden. Genau wie jetzt auch. (Immerhin gibt es jetzt schon Filesharing und das alles. Wir wollen nur den legalen Status klären). Um die Anzahl legaler Downloads zu erhöhen, fordern wir Verwerter auf, zeitgemäße Verbreitungsmodelle zu finden, wie Flatrate-Systeme oder 1-Klick-Bezahlung und das auszubauen. Dahinter steht die Annahme, dass es nicht die 20 cent sind, die Menschen von legalem Konsum abhalten, sondern der Mehraufwand. Wenn man den senkt und an die heutigen Möglichkeiten anpasst, geht kostenloses Filesharing möglicherweise von allein zurück.
Wir wollen aber auch vor allem die Künstler stärken, in dem sie von den Verkäufen, die sie machen, mehr haben. Dafür müssten Verwerter in Zukunft öfter Rücksprache mit den Künstlern halten. Buy-out-Verträge werden sehr erschwert. Und wenn ein Verwerter Rechte erworben hat, MUSS er das Werk auch publizieren. Sonst darf der Künstler die Rechte an jemand anderen geben. Viele Kreative haben an diesem Antrag mitgeschrieben und ihn mitgedacht.
2. BGE
Ich glaube, da sind ein paar Missverständnisse. 1. Wir fordern nicht die baldige Einführung des BGE. Wir haben gesagt, dass, wenn wir regieren, wir eine Enquete-Kommission damit beauftragen, finanzierbare Modelle zu finden. Die Abstimmung soll dann nicht einfach sein: “Wollt ihr kostenlos Geld?”, sondern welches dieser durchführbaren Modelle die Bürger bevorzugen, samt aller Vor- und Nachteile. 2. Haben unsere Sozialpiraten nie gesagt, dass es nicht machbar sei. Sie haben sogar bereits jetzt ein komplett durchgerechnetes, haushaltsneutrales Modell eines kleinen BGE. Es gibt viele Wege. Die Frage ist nicht ob es geht, sondern wie.
Und eine AG zur Auswirkung direkter Demokratie auf Fiskalpolitik ist eine gute Idee. Wir haben noch keine. Aber du kannst die Anregung reingeben, eine zu gründen, eventuell mit ein wenig Input.
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BGE: Hier sehe ich den Knackpunkt.
Es scheint eine kleine, haushaltsneutrale Sache zu sein. Ist es aber nicht, wenn man es mit dem Ziel, welches damit erreicht werden soll, ernst meint.
Es wäre ein kompletter, gesellschaftlicher Paradigmenwechsel. Jedenfalls dann, wenn es nicht nur darum geht bei welcher Summe der Gesellschaftlich NULL-Punkt festgemacht werden soll, das MEM (die Moralisch erträgliche Mindestteilhabe) sozusagen.
BGE, es würde nur wenige Jahre Dauern, dann ermöglicht dieser neue NULL-Punkt ein noch ungerechteres Überleben, nebst zugehörigem Lebensgefühl, wie heute HARZ vermindert um die üblichen Standartabzüge wegen „Behördenterror nicht mehr ausgehalten“.
Menschenwürdiges, ghettofreies, Leben. Gesunde, ausreichende Ernährung. Medizinische Hilfe auf dem Stand der Zeit, aus-BILDUNG aller seiner Fähigkeiten, Kunst, Kultur u.s.w, ein darin gesellschaftlich erwünschter Mindeststandart für jeden, muss gemeinsam beschlossen, angestrebt (erwirtschaftet/hergestellt) und jedem „FREI“ zugänglich sein, das/die Mittel, die dieses Garantieren, permanent und individuell angepasst werden. Erst wenn dieser Mindeststandart für alle gleichermaßen sichergestellt ist, fängt der Mensch an Frei zu sein. Er wird erst dann frei seine darüber hinausgehende Lebens- und Schöpfungskraft der Weiterentwicklung seiner Gesellschaft und seinem Lebensraum (Umwelt) widmen.
Dieser gemeinsam entwickelte Sockel wäre das Maß, an dem sich der Wert einer Gesellschaft bemisst. Triple-A sollte uns da gerade recht sein. Erst dann kann ich mich als gesellschaftlich getragenes Individuum frei entscheiden ob ich mein Leben der Forschung, der Kunst, meinem Nachbarn, dem Multimillionär werden, oder ja, es wird auch solche geben, dem anstarren meiner vier Wende widme. Wir hätten es nicht mehr nötig Umstände zu schaffen die Menschen zwingen ihr Leben lang Toiletten zu Putzen, sie könnte daran mitwirken welche zu entwickeln, die nicht mehr geputzt zu werden brauchen. Ein durchaus realistisches Ziel, wenn der Preis dafür den einen Menschenlebens nicht mehr übersteigen würde.
BGE: ist doch nichts anderes wie das Zurücklassen derer, die zur Zeit nicht Schritthalten können, die einem darin hindern könnten dieses Ziel und sei es auch nur für sich noch zu Lebzeiten, jung genug es voll aus kosteten zu können, zu erreichen. Hier habt ihr das BGE, gebt nun Ruhe, wir gehen schon mal vor.
Wir sind wie auf die Rennbahn gestellte Hunde, wollen nicht wahrhaben, dass unser Hase falsch und an der Leine immer gerade so schnell vor uns hergezogen wird, dass wir ihn niemals erreichen können, immer aber optimalen Wind dabei machen, Windhunde halt. Und für die Energie, die wir dazu brauchen, geben wir dann Pfötchen.
j.
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Ergerlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Standart siehe punkt 4
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und wer putzt dann in zukunft die toiletten?
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Danke für die ausführliche Antwort.
Zu 1.) Es gibt doch bereits 1- oder 2-Click-Lösungen, Musik bei Amazon oder iTunes zu kaufen ist nun wirklich kinderleicht. Natürlich muss man sich einmal eingeloggt bzw. registriert haben, aber das ist bei einem Bezahlvorgang nunmal unumgänglich.
Flatrateangebote gibt es mittlerweile auch, siehe Spotify.
Warum ist es also weiterhin geboten, Filesharing auf nichtkommerzieller Ebene zu erlauben?
Wenn ich als Drehbuchautor etwas für eine Produktionsfirma schreibe, muss die natürlich die Rechte von mir bekommen, um sicher zu sein, dass ihr Projekt nicht plötzlich von jemand anderem realisiert wird (bzw. ich nicht kurz vor Ausstrahlung einen Rückzieher mache und sie auf einer sehr teuren, nicht ausstrahlbaren Serie sitzenbleiben). Bei Millionenprojekten muss nunmal eine Vertragssicherheit gewährt werden.
Wenn die Firma plötzlich mit einer neuen Verwertungsart mehr Geld verdient als erwartet, mag das für mich mitunter ärgerlich sein, wenn ich daran nicht mitverdiene. Ich bin aber im Gegenzug froh, dass ich mein Geld behalten darf, auch wenn ein Projekt im weiteren Verlauf scheitert und die Firma keinen Pfennig daran verdient. Das ist das unternehmerische Risiko. (Mit Sicherheit gibt es auch unfaire Verträge, aber nenne mir eine Branche, wo das nicht so ist.)
Übrigens werde ich mir in Kürze die Rechte an zwei Konzepten zurückholen, da sie fünf Jahre nicht genutzt wurden, das ist standardmäßig im Vertrag so vereinbart.
Zu 2.)
“Wir Piraten setzen uns für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ein, das die Ziele des “Rechts auf sichere Existenz und gesellschaftlicher Teilhabe” aus unserem Parteiprogramm erfüllt.”
Ja, die Enquete-Kommission wird im weiteren erwähnt, aber wenn ihr euch ausdrücklich für ein BGE einsetzt, ist die Aussage “aber nicht baldig!” so mittelbefriedigend. Plus, wenn es so ist, schreibt es doch direkt in den ersten Absatz dazu, so klingt es eher nach “Wir wollen es ja, aber die anderen nicht, deswegen der Umweg über die Enquete-Kommission”.
Und wenn die Sozialpiraten das BGE für machbar halten, warum arbeiten sie dann ein GE mit Bedingungen (Wohngeld nach Einzelprüfung) aus?
Wie willst du sicherstellen, dass jedes BGE-Konzept, dass zur Volksabstimmung gestellt wird, korrekt gegengerechnet ist? Wer soll entscheiden, ob die Gegenrechnung wirklich plausibel ist, bei einem radikal neuen Wirtschaftskonzept, das noch niemand ausprobiert hat?
Zum letzten Absatz: Weniges würde mich mehr reizen, als bei einer Partei mitzuarbeiteten, die verkrustete Strukturen aufbricht und Politik auf Basis rationaler Diskurse anstrebt.
Aber erstens halte ich den Weg der direkten Demokratie über dauernde Basis-Abstimmungen für einen Fehler, da Politik Verlässlichkeit für Wirtschaft und Gesellschaft bieten muss. Da braucht es Puffer, so deprimierend das klingt.
Und zweitens bin ich immer wieder erstaunt, wie wenig es Piraten bewusst ist, wie verachtend die Äußerungen aus den Reihen der Partei gegenüber professionell Kreativen sind. Wenn ich nach einem anstrengenden Tag lesen muss “Geh doch was richtiges arbeiten!”, werde ich den Teufel tun, diese Partei in irgendeiner Form zu unterstützen. Wenn du darauf bestehst, mache ich mir die Mühe und suche dir fünf beleidigende Tweets von einflussreichen Piraten raus. Freiwillig tue ich mir das jetzt nicht an. (Und ich glaube, du ahnst auch, dass es diese Tweets in nicht zu kleiner Zahl gibt.)
Puh, das ist viel Text, aber ist ja auch ein wichtiges Thema.
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There is always the same, I could not resist.
Wenn ich als Drehbuchautor etwas für eine Produktionsfirma schreibe, muss die natürlich die Rechte von mir bekommen, um sicher zu sein, dass ihr Projekt nicht
plötzlich von jemand anderem realisiert wird (bzw. ich nicht kurz vor Ausstrahlung
einen Rückzieher mache und sie auf einer sehr teuren, nicht ausstrahlbaren Serie
sitzenbleiben). Bei Millionenprojekten muss nunmal eine Vertragssicherheit
gewährt werden.
Ich bin, wie man sich denken kann, kein Drehbuchautor, sieht man mal von dem Drehbuch zu meinem Leben ab, an dem ich zumindest Mitschreiben durfte.
Ich denke aber schon, dass es einen Unterschied zwischen jemandem, der mit handwerklichem Geschick und Können eine schriftlichen Auftrag erfüllt und jemanden der aus sich heraus einen Text produziert gibt.
Ich bin Softwareentwickler. Ich entwickle Software für meine Kunden. Und private für die die Spass daran haben LGPL. Die Kunden sagen mir „ich kaufe von dir Modul X, es soll ein Furz hinein und eine Symphonie heraus kommen“.
Wir haben dann noch ein paar Abstimmungen, welche Art von Symphonie soll denn bei diesem oder jenem Furz heraus kommen, und gut ist. Ich komponiere weder die Symphonie, noch produziere ich die Furze selber. Ich verwende meine Zeit und mein handwerkliches Können, und schreibe dieses Modul als Auftragsarbeit. Es wird mit Sicherheit einmalig sein, diese Code-Abfolge so noch nie dagewesen sein und einige Entwickler das richtig toll und geschmeidig finden. Es ist aber dennoch keine Kunst oder Erfindung, nur eine Auftragsschreiberei, keine eigene kreative Neuerschöpfung, wenn Du so willst die dritte Folge „Bauer sucht Frau“. Nicht jeder hätte es gekonnt, aber nur weil er mein Handwerk nicht erlernte, sondern ein anderes.
Wenn mir bei der Erstellung aber ein genialer Gedanke kommt, ich erfinde wie man tatsächlich aus Furze Symphonien ableiten kann und ich das im Modul belassen würde, anstatt eine einfach Furz2 Symphonie Hashmap, dann bin ich heute richtig blöde. So blöde sind natürlich die Auftragsdrehbuchschreiber auch nicht, darum geht es mit unser Kultur und Entwicklung allgemein Berg ab.
Würde ich die Rechte an meinem Furz2Symphonie Generator behalten, auch wenn ich den in das Modul einbauen würde, hätte der Auftraggeber das beauftragte und gewünschte Modul, flexibler wie er es sich jemals erhofft hätte, und ich könnte weiter daran arbeiten meinem Generator auch noch RockAndRoll beizubringen. Und mal ehrlich, es wäre doch für alle besser wenn mehr Furze zu echter Musik würden oder? Und wer weiß, vielleicht mag mein Auftraggeber dann ja auch keine Musik mehr, weil er ganz groß mit Furzen im Geschäft ist, dann wird die Welt nie erfahren wie gut ich bin.
Mal darüber nachgedacht?
j.
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Liebe Marina,
Ich versuch das jetzt mal.
Ich höre Piraten zu. Ich hab’ Piraten zugehört lange bevor “die Medien” sich auch nur ein Kehricht um die Partei gekümmert haben, sogar bevor es die 2% zur Bundestagswahl gab.
Ich habe das Prinzip Liquid Feedback verstanden.
Ich hab die Piraten, die ich kennengelernt habe, teilweise scharf kritisiert. Wie man das halt mit Personen macht, die einem nicht egal sind, die aber trotzdem imho totalen selbstgefälligen Müll reden.
Dies gesagt:
Du schreibst relativ am Anfang deines Post: “…, die Entwicklung komplexer Lösungen für komplexe Probleme, deren Rezept wir in Zukunft so oft brauchen werden.”
Komplexere Welt, komplexere Lösungsansätze, komplexe Ansätze des Verstehens. Auch das kann ich verstehen. Das würde ich sogar unterschreiben.
Aber wo sind denn die “komplexen Lösungen”- Die, bei denen man gerne mal nachdenken muss, bevor man sie als gangbare Alternative erkennt und begrüsst?
Schaue ich mir, um nur mal ein Beispiel aus dem Themen-”Kernbereich” zu nehmen, den vom letzten Bundesparteitag angenommen Antrag zum “Grundrecht auf Internetzugang” an. Dann muss ich mit Bedauern feststellen, dass dieser (trotz ca. 23 Änderungen aus der Crowd) mit der schlechteste One-Pager zu diesem Thema ist, der mir in letzter Zeit in irgendeiner Sprache untergekommen ist.
Wo sind sie also die komplex Denkenden und Handelnden, die die massive Datenrealität der Epoche soweit durchdrungen haben, dass ihre “komplexen” Lösungen so waghalsig neu und anders sind, das man sie nicht woanders finden könnte? Wo sind die Texte zu komplexen Lösungsansätzen?
Dieser Teil Deines Postings ist für mich bis zum Beweis des Gegenteils das “Lügen in die eigne Tasche of the day” – Zeig mir einen komplexen Lösungsansatz, von dem du da redest. Einen. Oder von mir aus zwei. Oder hör auf Dir bei diesem Punkt in die eigne Tasche zu lügen.
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Der gute Ansatz ist erstmal, dass die Piraten der Basis mit modernen technischen Mitteln viel mehr Mitbestimmung als die anderen Parteien ermöglichen. Die Basis kann wirklich viel beitragen, aber sie kann nicht das ganze Fachwissen ersetzen, das ernste Politik braucht. Beispiel BGE. Eine tolle Idee. Aber ohne ernste wirtschaftliche Begründung wird sie nicht mehr als ein Störeffekt bleiben und mehr Verdruss als Begeisterung in der Gesellschaft generieren. Es ist klar, dass die Partei eine neue Generation anspricht und neue Abläufe testet. Aber die Aufgabe einer Partei ist die Gesellschaft zu führen und nicht alleine vorne zu laufen.
Die Piraten müssen das begreifen, bis es zu spät ist.
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Sehr guter Artikel – aber Vorsicht – unter dem Label “blau” sind schon die UWG’s / FW unterwegs – und mit denen wollt ihr sicherlich nicht in einen Topf geworfen werden
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Ich sehe die Piraten eher als Metapartei, die auch in eventuellen Koalitionen mehr ihre Prozesse als ihre Themen durchsetzen müsste.
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[...] spreche: Episode 2.7 der Godless Bitches (nicht 2.8, wie ich im Cast behaupte), Böss in Berlin und Marinas Lied Bewerten: Teilen Sie dies mit:TwitterGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem dieser [...]
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„Die digitale Welt ermöglicht es uns also, die fundamentalste Ordnungsregel der realen Welt außer Kraft zu setzen: Jetzt hat nicht mehr alles seinen festen Platz, sondern wir können allen Dingen mehrere Plätze zugleich zuweisen“ David Weinberger, Das Ende der Schublade. Systematik im klassischen Sinn hieß immer Ausschluss eines Zweiten. Deshalb ist Systematik, die Heimat von Bosheit und Niedertracht, zumindestens in der Biologie. Deutsche haben einen Hang zum System (siehe deutsche Einkommensteuergesetzgebung) über die Grenzen aller Vernunft hinaus. Selbst der arme Friedrich Nietzsche hat zum Schluss noch ein System gesucht, obwohl er um die bremsende Kraft von Systemen wusste: ‘Jeder Gedanke, wie flüssige Lava baut um sich selber eine Burg und erdrückt sich mit Gesetzen.’
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[...] <a href=”http://www.marinaslied.de/?p=720“>Marina Weisband</a> kürzlich darlegte, ist das traditionelle Schubladendenken für [...]
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Alles, was Marina schreibt ist richtig und gut. Aber ohne ernsten politischen Betrieb und fundiertes Wissen in Sachen Gesellschaft, Wirtschaft und Recht werden die Piraten nicht lange erfolgreich bestehen können. Andererseits haben die großen Parteien genug Mittel und Beziehungen, um sich das Fachwissen zu holen. Die Piratenpartei braucht auch Fachwissen, kann es aber nicht einkaufen. Man könnte sich aber unter Professoren in verschiedenen Bereichen erkundigen, ob sie nicht bereit wären die Piraten in verschiedenen Fragen ehrenamtlich zu beraten. Ich könnte mir vorstellen, dass mehrere Fachleute die Anfrage positiv beantworten würden. Diese Professoren könnten dann entweder eigenständig oder als Team die Anliegen der Piraten entweder wissenschaftlich begründen oder auf Probleme hinweisen. Endgültige Entscheidungen würden dann zwar immer noch der Basis überlassen, aber mit viel mehr Fachwissen im Hintergrund, was im Endeffekt das gesellschaftliche Ansehen der Partei steigern würde.
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Wichtiger als eine fachlich fundierte Position in allen möglichen Bereichen ist meiner Meinung nach Glaubwürdigkeit in den Kernkompetenzen. Was ist der Kern der Piraten? Was eint die sehr verschiedenen Seelen, welche sich weigern, sich in ein eindimensionales Links-Rechts Spektrum zu fügen? Was passiert, wenn sich die Piratenpartei zu Themen positioniert in denen sich nur knapp mehr als die Hälfte der Mitglieder wiederfinden? Wie wird sich die Piratenpartei in Parlamenten verhalten, ist in meinen Augen die Kernfrage? Dafür sehe ich im Prinzip drei Möglichkeiten:
Möglichkeit A:
Alle Piraten-Parlamentarier votieren mit einer Stimme und orientieren sich dabei an der Beschlusslage der Untergliederung. D.h. Der Meinung der Mehrheit.
Möglichkeit B:
Alle Piraten-Parlamenttarier sind allein ihrem eigenen Gewissen verpflichtet und sind lediglich angehalten bzw. verpflichtet die Grundlagen ihrer Entscheidung offenzulegen.
Möglichkeit C:
Über ein Meinungsfindungstool kann (ggfs. innerhalb kürzester Zeit) die Piratenbasis befragt werden. Die Parlamentarier teilen ihre Stimmen entsprechend den Ergebnissen auf. Die Parlamentarier bilden dadurch eine Art direktdemokratischen Bypass, so das die Entscheidung faktisch von der Basis getroffen wird.
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[...] Warum? Um so Schubladen zu kreieren? Und was wird dann mit diesen Schubladen getan? DAS. Um so etwas Allgegenwertiges greifbar und erreichbar zu [...]
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Damit die ursprüngliche Frage nicht unbeantwortet bleibt:
“Blauglas kommt in den Grüncontainer. Die Trennung nach Farben ist für die spätere Wiederverwertung sehr wichtig. Denn Weißglas verträgt überhaupt keine Fehlfarben, Braunglas nicht mehr als acht und Grünglas bis zu 15 Prozent.”
Quelle: http://www.gruener-punkt.de/corporate/verbraucher/fragen-und-antworten/wertstoffkreislauf-glas.html
Die Interpretation überlasse ich der Community …
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Die Piraten sind “Flaschen”, weil sie kaum etwas mit den “Leistungsmilieus” in diesem Land zu tun haben. Piraten sind für mich für die Umverteilung von Geld und Vermögen, das ist offensichtlich der einzige Daseinszweck dieser Partei. Deswegen nennt man sie auch wohl “Piraten”.
Hot debate. What do you think?
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Wollte gerade die Runde über Piraten bei Illner schauen. Marina wurde angekündigt, sehe jetzt aber mit Entsetzen den Herrn Delius. So weit hat es Antisemitismus bei den Piraten und in den deutschen Medien schon gebracht. Die Welt wird abscheulicher mit jedem Tag.
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Mit Illner habe ich mich ein bisschen vergaloppiert. Sorry. Habe auch keinen namentlich gemeint, sondern den Trend in der Gesellschaft, der sich nach dem „Grass-Gedicht“ noch klarer abzeichnete.
Sah Marina beim Friedman. Friedmans Einwand, man kann in Deutschland für politische Meinungsäußerung nicht entlassen werden, ist naiv. Natürlich steht in keiner Entlassungsbegründung etwas über Weltanschauung, Hautfarbe, Nationalität, Religiosität usw. Man wird wegen Mangel an Bedarf, Unfähigkeit, Inkompetenz, Klau eines Kugelschreibers usw. entlassen. Alles, was das Gesetz gerade erlaubt wird vom Arbeitsgeber in solchen Fällen geschickt dem Betroffenen in die Schuhe geschoben.
Zweite unglückliche Aussage vom Friedman war „Mobbing im Netz“. Da sieht man, dass mancher die Natur von Mobbing überhaupt nicht versteht. Man kann im Netz jemanden beleidigen. Es kann gehetzt werden. Aber mobben im Netz kann man nicht, weil Netz zwar unser Werkzeug ist aber nicht unser Lebensraum. Man kann den Menschen mobben nur in seinem Lebensraum: in der Schule, auf Arbeit, im Hof, in der Nachbarschaft, also dort wo der Mensch für sein Leben und seine Funktionen einen Rückhalt braucht, eine Bedürfnis hat sich zu behaupten und seinen Platz zu finden. Das Ziel von Mobbing ist nämlich dem Menschen diesen Rückhalt zu entziehen, und diese von ihm gesuchte/gefundene Nische zu zerstören. Es ist inhaltslos, wenn man über „Mobbing im Netz“ redet und überhaupt keine Anstrengungen unternimmt das reale tagtägliche Mobbing, das Menschen Gesundheit und Leben kostet einzudämmen und reale Mobber zu bestrafen. Vielleicht weil viele reale Mobber unsere „Spitzenkräfte“ sind und Politikern und Wirtschaftsbossen sehr nah stehen. Und genau sie entwickeln und geben Verhaltens- und Vorgehensmuster vor, die es erlauben einen anderen mit gesetzlich erlaubten Mitteln zu vernichten. Deswegen sind diese Muster unangreifbar.
Es ist doch absolut dämlich übertrieben die Mobber polizeilich im Netz zu suchen, wenn in jeder Schule jedes Kind und Lehrer genau weiß wer der Gemobbter und wer der Mobber ist und die meisten sich mit dem Mobber solidarisieren und den Gemobbten als Schwächling und Störenfried verachten. Erst wenn das Opfer sich oder andere umbringt wird ein unschuldiger Gesichtsausdruck gezaubert und Betroffenheit gemimt und „Oh!“ und „Ah!“ und keiner konnte sich vorstellen, dass so was passieren könnte. Wenn aber das Opfer ohne gewalttätig zu werden, an der Verfolgung zerbricht, erkrankt und stirbt, dann wird sich in dieser Gesellschaft keine Sau drum kümmern.
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Ich will auch Buntglasfenster!
Wenn ich in Deutschland wohnen würde, Volljährig wäre und wählen gehen könnte,
wäre das Ihre Partei Frau Weisband, die ich wählen würde.
Buntglasfenster 4 future
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[...] wähnt und vergisst: Eine Partei ist eine Partei. Eine Partei ist nicht die Gesellschaft. Eine Partei die Gesellschaft sein will? Ich bekomme bei dem Gedanken [...]
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Liebe Marina,
super Artikel!! Ich verstehe wirklich nicht, warum euch immer wieder dieselben Vorwürfe gemacht werden bzgl. eures Programms. Wenn man sich nur einmal ein paar Stunden Zeit nimmt, um im Internet herumzusurfen, kann man es nicht nur finden, man entdeckt auch Überlegungen zu Themen, die bisher kaum zu Wort kommen (z.B. die Erfassung des Merkmals “Geschlecht” durch staatliche Behörden und die angestrebte Trennung von Staat und Kirche). Bitte erzählt den Journalisten das bei der nächsten Frage nach Themen, die nun mal noch nicht vollends in der Partei durchdiskutiert worden sind. Gebt ihnen etwas zum Nachhaken, denn davon habt ihr genug!!!!!!!!!
Liebste Grüße,
Janine
PS: Wie man meinem Kommentar entnehmen kann, bin ich selbst noch nicht Piratin, aber wohl auf dem besten Wege dahin. Sobald ich wieder in Deutschland bin, werde ich definitiv zu Stammtischen in meiner Region gehen, um zu sehen, ob auch die Piraten auch in der ‘analogen’ Welt zu mir ‘passen’.
PPS: Da ich selbst immer möchte, dass man mich verbessert (sei es, wenn ich in anderen oder in meiner eigenen Sprache rede oder schreibe): Afghanistan wird mit ‘h’ geschrieben!!
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Deutschland ist wenn Juden in Parteien Mitglied sind die voll mit Antisemiten sind.
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Es gibt überall solche und solche. Diese Gesellschaft ist menschlich schwer zu ertragen. Dafür finanziell geht es den meisten ziemlich gut.
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test test
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Liebe Mariana
Dieser Artikel hilft mir sehr die Piraten zu verstehen.
Ich habe mich bisher nicht mit den Piraten beschäftigt Deine Beschreibung kann ich aber gut verstehen , diese Form der Partizpation ist eine gute Möglichkeit Lösungen zu erarbeiten und man kann in vielen Bereichen bereits heute sehen dass das funktionieren kann. Eine Vielzahl der Schwierigkeiten die ihr habt kommt vermutlich aus der Idee diesem Ansatz die Form einer Partei zu geben. Ist eine Piraten “Partei” nicht ein wenig wie Wikipedia ausdrucken und zu Büchern binden ?
Gute Besserung und viel Kraft ..
P.
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Mit den Thesen von Frau Weisband kann ich herzlich wenig anfangen.
1.
“Beschäftige mich mit pädagogischer Psychologie und versuche auch politisch Rahmenbedingungen zu schaffen, um sinnvolle Pädagogik betreiben zu können. Kinder sind die Zukunft sagt sich leicht, aber man muss das auch mal langsam umsetzen. Für eine freiheitlich demokratische Struktur setzen wir den mündigen Bürger voraus. Freiheit bedeutet, Verantwortung für sich und seine Umwelt tragen zu können. Diese Kompetenz geht mit Selbstwirksamkeit und Wissen einher. Folglich muss sie gelernt werden, und zwar schon in der Kindheit. Schulen müssen Kindern nicht Wissen einimpfen, sie müssen dazu beitragen, dass Schüler sich eigenständig und aus eigener Motivation heraus bilden.”
Alles recht und schön entscheidend für den Schulerfolg ist, dass gelernt wird, ob mit Lust oder ohne Lust ist sekundär. Der Glaube daran, dass es ohne eigene Leistung geht, ist typisch links.
2.
“Ich verfolge politisch leichtere und grenzfreiere Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. Deutschland muss als Land für qualifizierte Fachkräfte attraktiver werden. Die Vorstellung schmerzt mich, wie viele Ingenieure, Lehrer und Ärzte bei uns putzen gehen müssen und in unwürdigen Verhältnissen leben, während es uns an allen Stellen an gutem Personal mangelt.”
Es ist löblich, wenn man ausländische Fachkräfte her lockt, allerdings darf man sich nicht wundern, wenn gut ausgebildete Migranten mit den übrigen, verheerend ausgebildeten Migranten (siehe Pisastudie) in einen Topf geworfen werden. Je mehr man Betriebe dazu zwingt, Migranten zu nehmen, umso mehr schadet man den wenigen tüchtigen Ausländern mit guten Qualifikationen. Die sagen sich ganz einfach LMA die Personalchefs. Ich glaube außerdem nicht, dass asiatische Professoren große Lust haben, 50% Steuern zu zahlen, … Da kann man lange auf Fachleute warten. Die kommen einfach nicht.
3.
“Ich bin nicht nur ein Anhänger der liquiden Demokratie und unterstütze mit Liquid Feedback ein Instrument zu deren Durchsetzung, sondern untersuche auch ansonsten die Möglichkeiten für Teilhabe und Offenheit in der Politik in Zeiten und mit den Möglichkeiten des Internets. Ein gravierender Wandel im Stil der Politik muss sich vollziehen, damit diese nicht in eine verhehrende Krise stürzt.”
Kurz: Jeder darf sich zu Wort melden, jeder darf Ansprüche leisten, ohne Vorausleistungen. Demokratie ganz ohne Anstrengungen. Es ist ein schwerer Irrtum, wenn man glaubt, dass funktionslose Unterschichten sich dauerhaft für die Demokratie interessieren. Ihr Interesse gilt der Umverteilung, die nur vom Staat besorgt werden kann, auf Kosten anderer. Dass das ohne harte Verteilungskämpfe nicht gehen kann, muss jedem klar sein. Stellt sich nur die Frage, wer die Umverteilung konkret organisiert, … Kurz: Von der radikalen Demokratie zu autoritäreren Ideologien ist oft kein sehr weiter Schritt. Die Krise der Politik geht ja nicht nur von den Funktionären aus, sondern auch von einer Schicht, die völlig maßlos geworden ist und sich für den moralischen Nabel der Welt hält.
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Jaja und dann wundert man sich über 20% Le Pen. Das sind dann alles böse Menschen, die total blöd sind. Natürlich.
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Schöner Artikel
Und ja die 3 blauen Flaschen sind attraktiv, weil sie eben neu sind – und Das und wirklich Das alleine ist alles, aber nun wirklich absolut alles, was die Piratenpartei in meinen Augen darstellt – Sie ist neu und “unverbraucht” und eignet sich prima, um den etablierten, derzeit ohne richtige Köpfe schwach auftretenden Parteien, einen auszuwischen…
Bitte weiterlesen, es geht mir nicht darum die Piraten in den Dreck zu ziehen!
Bei aller Liebe, ich finde es wirklich bemerkenswert, wenn junge Leute neue politische Impulse geben, wenn sie das Volk direkter an der Demokratie beteiligen wollen, aber was die Piraten derzeit abliefern ist einfach nur arm und es macht mich traurig, dass bundesweit tatsächlich mehr als 10% dieser Partei ihre Stimme geben würden.
Im Enddefekt wird nämlich nur “geredet” und das wie die neuesten “Rechtsskandälchen” zeigen – verdammt schwach. Es tut dieser neuen Partei wirklich mal gut von den Medien einen drüber zu bekommen. Den anderen etablierten Leuten haben sie es schließlich auch gegönnt (siehe Guttenberg und Wulff).
Zurück zu dem “Programm” der Seeräuber – es ist einfach inhaltslos und selbst die wenig gefüllten Inhalte sind absolut weltfremd.
Ein Beispiel für jedermann: Kostenloser ÖNPV in NRW.
Frau Weisband, bitte erklären Sie mir was das soll? Ganz abgesehen von der schier nicht möglichen finanziellen Umsetzung dieser Idee (1,8 Mrd. Euro Aufwand, bei einer jährlichen Gesamtverschuldung von 3 Mrd. Euro) stehen die “Vorteile” in keinerlei Relation mit dem Aufwand. Die Argumente in ihren schlauen Wikiblogs lauten “Der öffentliche Nahverkehr wird attraktiver”/ “Der motorisierte Individualverkehr geht zurück”/ “Staus werden seltener” – Da glauben sie doch selbst nicht dran! Welcher Autofahrer, bei der aktuellen Benzinpreislage, nutzt denn die Bahn nicht, weil sie ihm zu teuer ist?. Kommen wir zum logistischen: In Großstädten fahren die Bahnen alle 3 Minuten und sind zur Rushhour schon jetzt ohne die von Ihnen erhofften “Anstürme neuer Fahrer” brechend voll. Mehr Bahnen einsetzen, das Schienennetz in den Innenstädten erweiteren oder wie soll das funktionieren? Ich mache an dieser Stelle Schluss und muss ihn wohl nicht erklären, wieviele Arbeitsplätze an nur EINEM regionalen Verkehrsbund hängen, der damit ja überflüssig wäre, wobei Moment ihr Argument lautet: “Service und Maschinen warten” – das sollte an dieser Stelle reichen…
Ich könnte diese Beispielliste beliebig fortsetzen – bei Bedarf kann ich das auch gerne tun
– und käme dabei häufig zu dem gleichen Ergebnis, dass das einfach nur Geschwafel ist.
Vor allem im eher linksorientierten Lager… (Internetfreiheit und die damit verbundene Umstrukturierung des Urheberrechts zielen auf die gleiche Masche ab und kommen dann vor allem bei den Jugendlichen gut an – erneut hervorragend, um Wähler zu fangen.)
Ich habe nun mal dieses Beispiel gewählt, weil sich damit leicht Wählerstimmen fangen lassen. Kostenlos kommt immer gut
Bitte immer noch weiterlesen!
Über diese Dingen kann ich sogar noch hinwegsehen. Ich orientiere mich erneut an den oberen Satz, dass ich es gut finde, wenn neue Impulse gegeben werden und klar, man lernt ja noch voneinander, ist teilweise ja auch noch ganz sympathisch.
Nun kommt mein Hauptproblem: Die Vertreter Ihrer Partei ernten aktuell den Lohn für diese Propaganda, da die etablierten Parteien sich eben noch schlechter anstellen und das Volk politisch betrachtet schier verzweifelt ist. Nun, wenn sie die “Ehre” haben, tagtäglich in JEDER Talkshow in JEDER Tageszeitung und in JEDEM anderen Medium der Medien das Gehör des Volks zu finden, dann bitte, bitte stellen sie sich nicht so dämlich an.
Ich kann es einfach nicht mehr sehen, hören und lesen, wie unqualifiziert sich ihre Kandidaten dort äußern. Natürlich steh ich als junger Mensch nicht auf das Gerede der Schlipsträger, aber ich muss diesen dennoch zugestehen, dass sie etwas über die existenziell wichtigen Themenfelder einer Demokratie und vor allen Dingen einer sozialen Marktwirtschaft wissen und Zusammenhänge verstehen. Wenn ich zu diesen als Pirat (noch) keine Meinung habe, dann halte ich erstens meinen Mund und zweitens informiere ich mich im Vorfeld einer solchen Sendung zumindest kurz darüber, wie grob die Argumentationen laufen, um nicht völlig dumm zu wirken. Der Herr Delius hat da für mich zuletzt einen halbwegs ordentlich Eindruck gemacht und siehe da “http://martindelius.de/2012/04/ja-ich-habe-das-wirklich-gesagt-ein-fehler/” – der Höhepunkt der Inkompetenz^^ So verhält man sich einfach nicht, auch wenn es noch verzeihbar ist.
Bin gleich fertig…
Auf Grund dieser kurzen Argumentation finde ich es momentan schön, dass Ihrer Partei scheinbar alles so ein wenig zu Kopf steigt und ihr bewusst wird, dass man Politik halt nicht mal eben so vom PC aus machen kann
Leider versteht das manipulierbare Volk dies noch nicht und ich finde es dennoch schön, dass sie mit den Stimmen für ihr Unternehmen den etablieren Parteien einen Denkstoß verabreichen. Wer weiß, eventuell lernen sie auch bald aus ihren Fehlern und schaffen sich mal ein paar Leute an, die etwas von Medienwirkung verstehen – ansonsten ist es einfach nur schade, das eine grundsätzlich nicht schlechte Idee – Beteiligung des Volkes an der Politik in unserem verdrossenen Land- von solch rasanter Inkompetenz überschattet wird. Es wird vorerst noch reichen, aber “hey” wer würde das als “Seelöwe” mit der Forderung nach Freibier und Co nicht auch schaffen
Denken Sie drüber nach!
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Als PARTEI-Mitglied möchte ich Dir eigentlich gar nix raten.
Dennoch: Anhand jeder Kritik, ihr hättet keine Inhalte, könnt ihr nur genesen!
Lernt von der Kanzlerin!
Lernt VON UNS!
INHALTE ÜBERWINDEN!
Sie werfen euch Rechte Tendenzen vor? Wie rechts ist der Teil der SPD, der zur Million Sarrazins Hintern geleckt hat?
Und wie sehr rechts ist die CDU/CSU, die teilweise darauf pocht, die Grenzen Deutschlands um Teile Polens oder anderer osteuropäischer Gebiete zu erweitern (zwinkerzwinker): “Keine Osterweiterung mit uns! Was fort ist soll fort bleiben!” (und hier vielleicht auf Sarrazin verweisen).
Wie wäre es mit einem zünftigen Fackelmarsch durchs Tor?
Too soon?
Too much?
Wenn danach als nächstes die Schublade zur Linken aufgeht: Sofort auf den linken Erdrutsch in der CDU hinweisen und eine wie immer vage gehaltene Unzufriedenheit Eurerseitsdagegenhalten.
Die SPD ist sowieso noch viel zu Links und die Linkspartei (ganz wichtig!!!) nicht regierungsfähig!
Die Grünen müssen aufpassen, dass sie ihre Regierungsfähigkeit nicht verspielen und die FDP sollte endlich ihre inneren Querälen klären, bevor Sie sich dazu äussern kann.
Vielleicht habe ich Dich für Teile unseres PARTEIprogramms interessieren können, für seinen schmierigen Populismus oder seine führenden Strategien.
Vielleicht habe ich Dich auch für unsere PARTEI interessieren können, und da habe ich prima Neuigkeiten:
Auch Frauen dürfen mitmachen. Im Gegensatz zur Piratenpartei, wie mann so hört.
Ein weiterer Pluspunkt: Wir zählen unsere Beiträge nicht (das tun, laut selbstversuch des GrVaZ, Sonneborn, eh nur die
JudenGrünen).Solltest Du deine staatsbürgerliche Pflicht erfüllen wollen:
http://www.die-partei.de/
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Ausserdem:
http://www.youtube.com/watch?v=02n2yYBwHXo
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Ich bin neu, daher unverstanden und das Opfer ignoranter Journalisten? So einfach? Piraten als verkannte Genies? Man soll Euch bereits loben, nur weil Ihr Euch so toll bemüht? Mit “Expertise” bemüht? Klingt nach reichlich Prinzessinnen-Allüre. Aber konkret: Wo ist denn Euer Katalog der “neuen” Fragen? Gib mir 10 Fragen, die sich in der Substanz wesentlich von den Fragen der anderen Parteien unterscheiden! Dann lässt sich vielleicht sagen, ob Ihr in der politischen Landschaft ein Furz mehr wert seid als die Landverwüster von links, rechts, oben, unten, mitte oder grün.
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Gerade erst gelesen:
@Anregung
“Programm”: Nicht zu bereit.
“Köpfe”: Red-Tube: woanders
“Bitte weiterlesen” : Wenigstens “Bitte!”
“Bei aller Liebe, ich finde es wirklich bemerkenswert, wenn junge Leute neue politische Impulse geben[...]”
Warum eigentlich? Eigentlich schon persönlich veraltet, oder?
“Bitte weiterlesen, es geht mir nicht darum die Piraten in den Dreck zu ziehen!”
Zumindest ich, als nicht-Pirat und zutiefst von Deiner analen Scheisse angeekelt liest hier mal weiter.
“Im Enddefekt wird nämlich nur “geredet” und das wie die neuesten “Rechtsskandälchen” zeigen – verdammt schwach.”
Und Deine bevorzugte Partei ist welcherart Nazifrei?
“Den anderen etablierten Leuten haben sie es schließlich auch gegönnt (siehe Guttenberg und Wulff). ”
Du bist stumpf scheissdumm und unbelehrbar, nicht wahr? Ich hätte hier ein paar Wunderbohnen ….
“Der öffentliche Nahverkehr wird attraktiver”/ “Der motorisierte Individualverkehr geht zurück”/ “Staus werden seltener” – Da glauben sie doch selbst nicht dran!
“Welcher Autofahrer, bei der aktuellen Benzinpreislage, nutzt denn die Bahn nicht, weil sie ihm zu teuer ist?”
DERJENIGE, WELCHER AUF DIE BAHN ANGEWIESEN IST UND DER EXISTENZGEFÄHRDEND IM STICH GELASSEN WURDE, DU DUMMES ARSCHLOCH?
“Natürlich steh ich als junger Mensch nicht auf das Gerede der Schlipsträger, aber ich muss diesen dennoch zugestehen, dass sie etwas über die existenziell wichtigen Themenfelder einer Demokratie und vor allen Dingen einer sozialen Marktwirtschaft wissen und Zusammenhänge verstehen. ”
Gerade erst gelesen:
@Anregung
“Programm”: Nicht zu bereit.
“Köpfe”: Red-Tube: woanders
“Bitte weiterlesen” : Wenigstens “Bitte!”
“Bei aller Liebe, ich finde es wirklich bemerkenswert, wenn junge Leute neue politische Impulse geben[...]”
Warum eigentlich? Eigentlich schon persönlich veraltet, oder?
“Bitte weiterlesen, es geht mir nicht darum die Piraten in den Dreck zu ziehen!”
Zumindest ich, als nicht-Pirat und zutiefst von Deiner analen Scheisse angeekelt liest hier mal weiter.
“Im Enddefekt wird nämlich nur “geredet” und das wie die neuesten “Rechtsskandälchen” zeigen – verdammt schwach.”
Und Deine bevorzugte Partei ist welcherart Nazifrei?
“Den anderen etablierten Leuten haben sie es schließlich auch gegönnt (siehe Guttenberg und Wulff). ”
Du bist stumpf scheissdumm und unbelehrbar, nicht wahr? Ich hätte hier ein paar Wunderbohnen ….
“Der öffentliche Nahverkehr wird attraktiver”/ “Der motorisierte Individualverkehr geht zurück”/ “Staus werden seltener” – Da glauben sie doch selbst nicht dran!
“Welcher Autofahrer, bei der aktuellen Benzinpreislage, nutzt denn die Bahn nicht, weil sie ihm zu teuer ist?”
DERJENIGE, WELCHER AUF DIE BAHN ANGEWIESEN IST UND DER EXISTENZGEFÄHRDEND IM STICH GELASSEN WURDE, DU DUMMES ARSCHLOCH?
“Natürlich steh ich als junger Mensch nicht auf das Gerede der Schlipsträger, aber ich muss diesen dennoch zugestehen, dass sie etwas über die existenziell wichtigen Themenfelder einer Demokratie und vor allen Dingen einer sozialen Marktwirtschaft wissen und Zusammenhänge verstehen. ”
Du bist ja auch wenig belastbar.
In fünfzig Jahren werden wir Typen wie dich aussortieren, wenn Du so weitermachst.
“Ich kann es einfach nicht mehr sehen, hören und lesen, wie unqualifiziert sich ihre Kandidaten dort äußern.”
Wie grenzdebil Du sonstwo das Maul aufmachst, bleibt davon ausgenommen?
Es gibt mehrere Orte, an denen ALLE reden dürfen.
Sogar Hassprediger, wie Du es einer bist.
B.t.W: Is` mir zu lang, und von Anfang an zu doof.
Ich les` nicht mehr weiter, und ich kann mir niemanden vorstellen der die Zeit hat, einem offensichtlichen Dampflauderer wie Dir zu antworten.
Gibt es aber genauso wie freie Plätze in der Diablo III Beta.
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@ Konrad:
“Gib mir 10 Fragen, die sich in der Substanz wesentlich von den Fragen der anderen Parteien unterscheiden! Dann lässt sich vielleicht sagen, ob Ihr in der politischen Landschaft ein Furz mehr wert seid als die Landverwüster von links, rechts, oben, unten, mitte oder grün.”
Bin kein Pirat, komme also nur auf sieben:
Wer
hat
Wann
Wo
Was
Wie
Womit
Warum
getan?
Reicht das denn nicht?
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Doch noch einmal @ anregung:
“Leider versteht das manipulierbare Volk dies noch nicht und ich finde es dennoch schön, [...] Wer weiß, eventuell lernen sie auch bald aus ihren Fehlern und schaffen sich mal ein paar Leute an, die etwas von Medienwirkung verstehen, [...]
Im Wesentlichen geht es allerdings darum, derart offenbar widerliche egozentrische Arschlöcher wie Dich, aus dem Katalog des Lebens aussterben zu lassen.
Hab doch ein frohes Afterleben oder freue Dich für Deinen http://www.youtube.com/watch?v=ipd7gqAWbHY&feature=related
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- Scheinbar ja doch weitergelesen…
Bei den zahlreichen Beleidigungen fehlen mir die Worte. Wer sich derart respektlos in einem öffentlichen Blog einer engagierten Politikerin äußert, dem sollte nicht nur ein Hauch an Aufmerksamkeit geschenkt werden.
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Falsch, es müsste richtig heissen.
“Diskurs kann uns alle retten.”
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Hallo,
leider war es das dann für mich (nach all den Themen der letzten Wochen/Monaten)
Ich wünsche der Piratenpartei, weil ich immernoch davon überzeugt bin, dass Demokratie und Austausch, vor allem für Bürgerrechte und Mitbestimmung mehr Power bedarf. Aber ich bin doch zu alt, bzw. zu empfindlich von vorne zu beginnen und gebe einfach auf. Ja, das darf man in einer Demokratie auch^^
Ich drücke Euch die Daumen, dass daraus eine progressive links-liberale Kraft wird, die uns allen etwas mehr an Emanzipation einbringt. Bye und Ahoi; natürlich etwas traurig.
https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=147076&page=4
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Liebe Piraten.
Das hier ist so eine Seite, auf der ihr euch selbst zerfleischt. Warum eigentlich?
1. Man muss nicht jede politische Frage mit allen durchdiskutiert haben, nur um einem Journalisten eine einfache Antwort geben zu koennen, die dessen Chefredakteur und dessen Leser verstehen koennen.
2. Man kann auch einen Politikstil leben, der ethische Werte, nicht jedoch Abhaengigkeiten und “Sachzwaenge” als Handlungsgrundlage hat.
3. Daraus resultiert, dass man muendige Sympathisanten und Waehler hat, die einer Partei eine der Situation und den ethischen Werten entsprechende Entscheidung zutraut, OHNE vorher bereits eine dezidierte Aussage zu dieser oder jener Fragestellung erhalten zu haben.
4. Werkzeug eines solchen Politikstils ist der bestaendige Informationsfluss zwischen Buergern/”Waehlern” und Politikern. Das haben andere und wollen andere nicht kapieren. Denn interaktive Politik ist nicht Sache der “von oben nach unten”-Politiker.
5. Natuerlich brauchen die Menschen verantwortliche und vertrauenswuerdige Ansprechpartner, denen man eine klare ethische und eine hohe Intellektuelle Grundlage zutraut. Wie Marina eben. Das ist im uebrigen ein grundlegendes Problem politischen Handelns. Frueher oder spaeter dreht es sich dann doch auch um Menschen. Die Anfangszeit der Gruenen in den 1980ern war von aehnlichen Diskussionen gepraegt. Man muss ja nicht gleich bei einem “Joschka”-Alphatier landen…
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“Wir sind eine sozialliberale Partei. Das Rechts-Links-Denken will uns glauben machen, dass Freiheit und Gerechtigkeit unvereinbare Gegensätze sind. Das stimmt aber nicht. Ich möchte, dass jeder möglichst frei ist. Aber ich will auch, dass die Armen und Schwachen diese Freiheit haben. Ich habe mal getwittert: „Deutschland ist, wenn neben Containern für Weiß-, Grün- und Braunglas drei einsame blaue Flaschen stehen.“ Das ist mein erfolgreichster Tweet. In Deutschland muss es für alles Schubladen geben. Was dort nicht hineinpasst, hinterlässt die Deutschen völlig verwirrt. Ich glaube, die Piraten sind wie die blauen Flaschen. Wir passen nicht in das alte Muster.”
Doch die Piraten passen sehr gut zur bundesrepublikanischen Gesellschaft. Sie repräsentieren nur das Verlierersubstrat, das noch nicht wahrhaben will, dass der Wohlstand und damit unsere Freiheit längst flöten gegangen sind. Eine Demokratie lebt von Zusammenarbeit der Bevölkerung, nicht von Verteilungskämpfen oder von Diskutierverboten. Sie lebt davon, dass der einzelne sich einbringt, mehr einbringt als er fordert. Das setzt voraus, dass der Mensch bürgerlich denkt. Aber genau das wollen die Piraten ja nicht. Die Linksliberalen übersehen, dass die Massenimmigration und ihre Bildungspolitik, ja ihre gesamten Integrationsbemühungen ganz und gar ins Leere laufen, wesentliche Fragen unserer Zeit.
Ganz abgesehen davon: Was bringen uns Weiß-, Grün- und Braunglascontainer, wenn daneben 15 Millionen andersfarbige Flaschen stehen? Was bringt es zu betonen, wir sind anders”, wenn die Demokratie weiterhin als Verteilungsapparat missverstanden wird, als Selbstbedienungslokal, das von bestimmten Leuten hemmungslos in Anspruch genommen wird? Eine demokratische “Revolution” ohne Leute, die etwas leisten, kann nicht funktionieren, in einer Weltwirtschaftskrise schon gar nicht. Die Piraten wollen aus meiner Sicht nur von der Mittelschicht hin zur Unterschicht verteilen. Kein Unterschied zu den etablierten Parteien also.
Mir haben die Piraten einfach zu viele Rosinen im Kopf.
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Sehr geehrte Frau Weisband,
Sie schreiben “Man stellt uns Fragen, mit denen sich die gegenwärtige Regierung rumschlagen muss, und auf die sie selbst keine Antworten kennt: Euro-Krise – was tun? Und weil wir auf diese Fragen keine Antworten haben, titelt man dann auch so: Piraten haben keine Antworten. Piraten haben kein Programm.”
Meines Erachtens haben Sie nicht das Problem der “Antworten”, sie haben das Problem von diffusen oder gar nicht gar nicht besetzten Positionen.
Seit nunmehr 15 Jahren bin ich Verwaltungsbeamter und Teil der Exekutive. Ich erlebe seit Jahren, was in politisch gesteuerten Organisationen, Ebenen und Behörden passiert. Die Steuerung des Gemeinweisens erfordert a prio ein ganz konkretes Handlungsbild. Und dazu brauchen die Piraten Positionen, wollen Sie mitmischen und Ideale durchsetzen. Bestimmte “Antworten” sind dann ohnehin im Konsens zu erarbeiten, Regierungsprogramme entstehen nicht aus Langeweile. Ferner müssen sich auch Ortsausschüsse mal mit “lebenswichtigen” Fragen wie Beleuchtungen des Zuwegs einer U-Bahn oder Bushaltestelle beschäftigen.
Was mir fehlt (ich bin Politikverdrossener, aber ich ein Politikerverdrossener), ist eine klare Positionskante, die ich auf einer Webseite vermisse, in der die Piraten Position beziehen, gerne auch auf erster abstrakter Ebene, zu den Themen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik. Was möchtet Ihr anderes machen als die Linke z.B.?
Wieso nehmt Ihr nicht rot-grün auseinander, die vor Jahren mit Hartz4 den größten Sozialabbau in der Geschichte der BRD verursacht haben?
Positionen beziehen, sich abgrenzen, das ist auch Politik. Als unsicherer Wähler brauche ich nicht auf alles eine Antwort, aber wenn Ihr in die Verantwortung der politischen Steuerung kommen wollt, müsst Ihr Euch aufstellen.
Gerade IHR seid doch die Projektionsfläche für der Internetzeitalter und das neue Tempo von Entscheidungsfindungen. Dass eine Collage von Postionen zu allen wichtigen Themen so lange dauert, trifft Euch leider um so mehr. Wer sollte nicht schneller Antworten liefern können als Ihr? Wer kann durch die Berntzung nicht schneller Themenkompetenz darstellen als die Piraten?
Ihr verschenkt mir bisher viel zu viel Potenzial und arbeitet Euch an den Fallen ab, welche die Medien Euch stellen. Das ist bitter.
Beste Wünsche
Andreas
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“ich bin kein Politikverdrossener, aber ich bin ein Politikerverdrossener” sollte das heißen
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Die Piraten sind mir nicht unsympathisch, ich bin gespannt in was für eine Richtung diese Partei sich entwickelt. Wenn ihr die realen Besitzverhältnisse in der Wirtschaft unangetastet lasst, könnt ihr auch weiterhin mit der wohlwollenden Aufmerksamkeit der Presse rechnen
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ich hoffe die piraten werden die themenbündnisse einführen.
das wäre ein großer schritt zu mehr demokratie.
die koalitionen wechseln sich ja nur ab.
und sind ”gezwungen” gegen gute gesetze zu sein weil sie von einer gegner partei kommen.
gibt es in berlin schon erste bestreben vllt themen orientiert zu arbeiten?
obwohl so groß seid ihr in berlin ja auch nicht vertreten.
aber wird es versucht dass es zur sprache kommt?
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Wenn jemandem die Piraten nicht gefallen, dann ist das sein gutes Recht das zu äußern, hoffentlich hat er aber auch eine Alternative? Als die Grünen kamen, gab es auch Hohn und Spott, heute sind wir froh, dass sie mit neuen Ideen die politische Landschaft verändert haben, oder wollen wir weiter undurchsichtige Verträge, Fraktionszwang, durch Schmeimerei vorwärtskommen, wie bei den anderen Parteien? ICH nicht. Alle 4 Jahre ein Kreuz machen, dann alles über sich ergehen lassen, ohne seine Meinung dazu zu äußern, Mauscheleien usw., dass möchte ich nicht mehr. Lasst die Piraten doch erst einmal machen, äußert Euch dazu, sie können eine Meinung auch ändern, denn Diskussionen beleben das “Geschäft”.
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Wie wäre es mit dem Front National! Familienfreundlich, weltoffen und am Allgemeinwohl orientiert.
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Frankreich war schon immer ein Vorbild fürs Bürgertum!
http://www.youtube.com/watch?v=yazslt1wESM
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Jaja ….
http://www.youtube.com/watch?v=DMAWSFqFlig&feature=related
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Wie wahr.
http://www.youtube.com/watch?v=FzgBNP8Qzro&feature=related
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familienfreundlich??
eine depressive mutter die komplett unglücklich ist weil sie nur dreck wegräumen darf ist familienfreundlich??? (à la desperate housewive wie in den 50ern???)
ist es nicht interessant dass skandinavien die weltweit führen wenn es um gleichberechtigung und gleichwertigkeit geht einer der stärksten geburtenrate in europa hat???
viel stärker als die konservativen?? dtl itl und spa gehören zu den konservativen haben aber interessanterweise einer der niedrigsten!!! norwegen mit einer weiblichen erwerbsquote von 80% hingegen eine höhere geburtenrate hat wie dtl??
die konservativen halten eine bewegung auf und deswegen kommt es zum stocken während man in skandinavien gut reagiert hat und eine chance angeboten hat zur balance!!…
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Europa erwacht, Deutschland schläft, der “Sozi” döst.
http://www.youtube.com/watch?v=E0-EgNqY-Bw
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Was hat denn bitte die Geburtenrate mit Familienfreundlichkeit zu tun? Weshalb leben denn ausgerechnet im linken Ostdeutschland, mit seinen vielen tausend Kripeenplätzen immer weniger Familien. Auch Niedersachsen stirbt langsam und sicher aus.
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Ich muss doch sehr energisch bitte: Meine Arbeit ist so gut wie jede andere. Auch Männer müssen Drecksarbeit verrichten, sofern sie nicht an Lenin und Marx glauben und sich vom Staat versorgen lassen!
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hallo man merkt als bürgerin dass die piraten partei nicht wirklich aus der urheberrechtsdebatte rauskommt!
medien wollen nicht verstehen dass die künstler weiter gestärkt werden und die bürger hören auf die medien.
man hört ja immer wieder wie technikaffin ihr seid.
wieso macht ihr nicht ein kleines video (so wie das anti-acta video) und erklärt wie das derzeitige gesetz auschaut (vllt mit ein bisschen humor oder wie ihr wollt) und erklärt dannach welche alternativen ihr euch denkt? dieses video ist dann auf youtube oder wo auch immer zu sehen.
so könnt ihr eure idee für allemal erklären und dann könnte die debatte auch endlich mal weitergehen. denn es dreht sich im kreis.
nur ein kleiner tipp^^
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http://www.focus.de/politik/deutschland/salafisten-prediger-radikaler-islamist-bekommt-1860-euro-im-monat_aid_741649.html
Tut mir leid, ich kann mit den Illusionen der Piraten nicht anfangen.
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ach marina,
man stellt euch also die “falschen Fragen”. Wenn du wüsstest was für eine abgedroschene Politikerphrase das ist. Jeder stellt die Frage, die er möchte – du doch auch, oder?
Die schönste Reaktion gab es mal von Ulrich Meyer bei RTL: auf die Bemerkung, dies sei aber die falsche Frage sagte Meyer: “das ist MEINE Frage. IHRE Antwort bitte”. So ist’s satt, mein Freund. Aber Meyer ist auch Leutnant der Reserve – den pupt keiner so schnell an. Geh doch mal zu dem in ein Interview, Mädchen.
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@Andy,
“ach marina,
man stellt euch also die “falschen Fragen”. Wenn du wüsstest was für eine abgedroschene Politikerphrase das ist. Jeder stellt die Frage, die er möchte – du doch auch, oder? ”
So lasse ich mich als Beteiligter nicht abspeisen, denn ich bin ein Mensch und die ganze Welt geht mich was an. Sicher gibt es Fragen, die gar keine sind. Was sind das für Fragen, wenn nicht Falsche? Was halten Sie von der Frage, die dem Fragezeichen, das wiederum dem nun gleich Folgenden vorausgeht…? So abgedroschen es scheint, ist es immer aktuell. Fragen, die gar keine sind, haben Diskussionen zur Folge, die gar keine sind, weil diese Fragen die Diskussionsthemen zwar nichtiger Weise vorgeben, aber so etwas wie eingeleiten. Denn es fehlt nicht bloß die Einleitung, sondern die Bedeutung der Diskussion die alle beteiligten Diskussionspartner für immer aneinander bindet, andererseits für immer entzweit. Und die andern halten sich da raus, bleiben eben Unbeteiligte. Aber man hat ja keine Zeit zu denken, denn die Uhr erledigt es. Man sieht auf die Uhr und fragt (!): “Ist es wirklich schon so spät?” Wenn man Recht haben will, aber nicht im Recht ist, spinnt man sich die Zebras scheckig, die aber gestreift sind.
@Katze
“Tut mir leid, ich kann mit den Illusionen der Piraten nicht anfangen.”
Aber dass es Illusionen sind und wie mit Illusionen umzugehen ist, das bekommen Sie auf die Reihe? Erklären Sie uns allen als Nächstes was eine Lüge ist?
Ob Islamisch oder christlich oder jüdisch, der Mensch verdient ein menschenwürdiges Dasein. Irre gibt es immer wieder, aber die sind nicht das Maß aller Dinge. Wollten Sie daran etwa nicht erinnert werden? Der Mensch, der mit allem Gold der Erde vom Geburtsrecht her überschüttet werden muss, weil er perfekt ist, der muss erst noch geboren werden. Gewiss ist: Den wird es niemals geben. Dass Sie diese Hassprediger nicht lieben, das leuchtet mir ein, aber dass Sie denen das Geld streichen wollen, das leuchtet mir nicht ein, denn eine Strafe ist sicher genug. Die sind für immer gezeichnet, weil alle Menschen ohne die Liebe nur Zombies, nur Lebende Tote sind und mit Geld sind die immer noch Zombies. Geld macht nicht lebendig, nur die die Wahrheit, kann aber auch tödlich sein, sodass neue kleine Zombieleins geboren werden. Und wenn Zombies gegen Zombies kämpfen, dann sollte sich ihnen keiner anschließen.
Bei Flaschen kommt es hauptsächlich auf den Inhalt an, erst danach auf deren Farbe.
Schreib mir doch was, mir ist langweilig!
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he marina,
warum kann ich keinen eigenen Avatar hier einbinden? Das macht mich sehr traurig…
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he marina,
warum kann ich keinen eigenen Avatar hier einbinden? Das macht auch mich sehr traurig…
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stimmt!
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auch ich bin sehr traurig ob dessen…
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und ich erst…
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und ich erst…
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ich auch…
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und…
…ich!
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Ich frage mich einfach nur: Was war drin, in den blauen Flaschen?
Und viel wichtiger: Was macht der Entsorger, wenn auf einmal 8% blaue Flaschen neben den Containeren stehen?
… Ich vermute irgenwann verstehen die Journalisten: Wir brauchen einen eigenen Container!
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Ah… in den Flaschen war bestimmt “Liquid Democracy”
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man kann die Flaschen auch weiterverwerten: als Dildoersatz.
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gute Idee. und sehr kreativ…
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man kann auch Kondome drüberziehen – zum trocknen…
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dann muss man sie aber vorher sauberlecken. Damit die Reste nicht antrocknen.
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