Ich werde heute morgen in zig Interviews ungefähr dasselbe gefragt. Eigentlich auch schon seit Monaten. Es gibt ein paar Fragen, die tauchen einfach immer wieder auf, und die Öffentlichkeit und wir selbst tun uns mit ihrer Beantwortung sehr schwer. Ich halte darum hier meine Antworten auf das fest, was anscheinend am meisten interessiert und zu den meisten Missverständnissen führt.
1. Wofür steht die Piratenpartei?
Ich antworte darauf normalerweise mit drei grundlegenden Sachen, die miteinander zusammenhängen:
I. Informationsfluss
Wir erleben, dass die Gesellschaft sich weltweit verändert. Wir sind mit einander vernetzt und das Hauptkapital ist (im Gegensatz zu Ackerland oder Arbeitskraft) jetzt Wissen und Information. Diese Vernetzung und dieser Informationsfluss haben Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken. Wir beschäftigen uns damit und versuchen, die Gesetzeslage an dieses Phänomen anzupassen. Daraus ergeben sich unsere Positionen zu Bildung (Informationsprocessing), politischer Transparenz (Informationsfluss aus der Politik), Bürgerbeteiligung (Informationsfluss in die Politik), Datenschutz (informationelle Selbstbestimmung), Urheberrecht (Kopierbarkeit und Umgang damit). Wir wollen einerseits Gesetze, andererseits einen Politikstil, die in die Zeit und zu den Gegebenheiten passen.
II. Freiheit
Weil wir viele sehr individuelle Menschen heutzutage haben, können wir keine Politik machen, die alle zufrieden macht. Wir wollen aber möglichst viele zufrieden machen. Also arbeiten wir mit Freiräumen und Selbstverantwortung. Jedem Menschen soll ein Freiraum gehören, der so groß ist, dass er den Freiraum des Anderen nicht beschneidet (Unterschied zu Anarchie, lieber Herr Lindner). In diesem Freiraum soll der Mensch die Verantwortung für sich selbst tragen. Aus diesem Punkt ergeben sich unsere Familienpolitik, Suchtpolitik, Bürgerrechtspolitik und bald andere.
III. Gesellschaftliche Teilhabe
Der Freiraum jedes Menschen soll (und das unterscheidet uns von anderen liberalen Parteien) nicht davon abhängen, wie stark oder reich der Mensch ist. Freiraum und Entfaltungsspielraum muss allen gewährt werden. Daher haben wir viele soziale Positionen wie das Recht auf soziale Teilhabe, Mindestlohn bis Bediungsloses Grundeinkommen, Integrationspolitik, Fahrscheinloser Nahverkehr in Berlin etc.
Man kann also durchaus argumentieren, dass wir auf eine neuartige weise sozialliberal sind, ohne uns irgendwo im Rechts-links-Schema wirklich einordnen zu können. Vielleicht müssten wir aber auch einfach mal die Bezugsysteme abstreifen und nur auf die Inhalte gucken.
2. Aber Piraten haben überhaupt keine Inhalte!
Erstens: Falsch. Unser Programm ist hier zu finden. Wir haben auch teilweise extrem detailierte und konkrete Forderungen sogar auf Bundesebene, wenn man sich beispielsweise die geplante Reform des Urheberrechts ansieht, die 86 Einzelparagraphen ändern möchte.
Das Problem ist ein anderes. Das Problem ist, dass wir Antworten auf Fragen haben, die noch gar nicht gestellt werden. Fragen, die in 4 oder 5 Jahren auftauchen werden und dann hochaktuell sind. Fragen, die Antworten erfordern werden. Beispielsweise: Wie verbauen wir die Möglichkeiten des Internets in den demokratischen Prozess, ohne Wahlcomputer zu benutzen? Da sind viele Fragen.
Wohingegen wir keine einheitlichen Antworten auf Fragen haben, die jetzt hochaktuell sind, wie die Schuldenkrise. Da schreien die Leute: “Das kann doch nicht sein, dass eine Partei keine Antwort auf etwas so wichtiges hat!” Stimmt. Zumindest keine größere Partei. Die meisten kleinen Parteien haben keine Antwort darauf, die kümmern sich um die Themen, die sie überhaupt dazu gebracht haben, eine Partei zu werden. Was man dabei aber nicht außer Acht lassen darf: Bis vor einem halben Jahr waren wir eine kleine Partei. Wir hatten keinen eigenen Balken, niemand hat uns nach Antworten gefragt oder sich irgendwie dafür interessiert. Und das ist, worauf wir ausgerichtet waren: Dass wir noch viel Zeit haben. Also haben wir uns mit den Fragen der Zukunft beschäftigt und unsere Zeit abgewartet. Und plötzlich wählen die uns.
Das ist gut und super. Und wir werden uns fix an die neuen Bedingungen anpassen. Immerhin das können wir gut. Wir wollen im November ein Wirtschaftsprogramm beschließen, um auch die letzte große Lücke zu schließen. Und wir brauchen mehr detaillierte Antworten. Aber das braucht eben ein bisschen Zeit. Die Veränderungen sind schneller gekommen, als wir erwartet haben. Das ist keine Verfehlung der Partei, es ist ein Problem, das wir lösen müssen. Am besten gemeinsam mit allen.
Haben wir also ein Programm? Ja. Ein Großartiges. Könnten wir damit jetzt gleich regieren? Nein. Wollen wir das überhaupt? Nein.
Es wird eine Zeit kommen, wo es anderen Parteien, die jetzt auf alles eine Antwort haben, an Antworten mangeln wird. Dann können wir hoffentlich unter die Arme greifen.
3. Die Piraten sind unberechenbar!
Stimmt nicht, wir sind demokratisch. Unsere Kandidaten sind nicht vorhersehbar, weil sie nicht vom Vorstand eingesetzt werden, sondern von der Basis gewählt werden. Das mögen die Medien an uns nicht, aber so ist Demokratie halt. Unsere Programmpunkte werden durch eine Mehrheit der Mitgleider beschlossen. Können sie deshalb ausfallen, wie sie wollen? Macht uns das unberechenbar? Nein. Sie richten sich alle nach den Prinzipien, die ich unter Punkt 1. schon aufgeführt habe. Die stehen in unserem Grundsatzprogramm. Ansonsten: Was ist zuverlässiger als das, was alle gemeinsam in einem langen und nervötenden demokratischen Prozess erarbeitet haben? Diese Dinge sind wenigstens beständig. Es braucht eine große Masse, sie zu ändern. Nicht den Richtungswechsel eines Einzelnen. Damit sind wir sogar zuverlässiger.
Wir wären vermutlich kein beliebter Koalitionspartner. Erstens würden wir nach Geschmack der anderen Parteien wohl viel zu viel öffentlich machen, zweitens mögen wir keinen Fraktionszwang. Es liegt mehr in unserer Art, mit wechselnden Mehrheiten zu arbeiten, weil das viel besser die Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung abbildet. Sonst würden ja 4% darüber entscheiden, ob schwarzgelb oder rotgrün regieren, was völlig verschiedene Regierungen wären, obwohl 4% kein großer Unterschied sind.
4. Was ist das Geheimnis der Piraten?
Dass es kein Geheimnis gibt. Wir machen Politik so, wie wir sie haben wollen, frei nach Schnauze und nach dem, was wir für richtig halten. Es gibt keinen Masterplan. Wir glauben an unsere Ziele und es geht uns dabei nicht um Macht. Ob wir so bleiben, das ist eine wichtige Frage. Das hängt von uns ab. Ich denke, noch eine Weile.
Und solange das so ist, gibt es nur einen Weg, die Piraten loszuwerden: Kopiert unsere Forderungen. Kopiert unseren Stil. Kopiert uns. Macht es besser, als wir. Und versucht es nicht, in dem ihr “Netzpolitik” sagt.
Das sind grundsätzliche Überlegungen, von denen ich ausgehe, wenn ich bei Interviews oder Bürgern antworte. Vielleicht verbessert ihr etwas, dann in den Kommentaren. Aber ich halte es für wichtig, das mal festzuhalten und zu verbreiten.
Also verbreitet es, wenn ihr es hilfreich findet.

Am 22.03.2012 habe ich mich als Pirat für Jülich in Dortmund angemeldet !
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Ich (Noch-Nicht-Pirat) finde es hilfreich. Vielleicht könntest Du die Beschreibung des “Stils” noch etwas erweitern, damit Kopierwillige (so es sie gibt) besser wissen, worauf sie sich einlassen müssen.
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Hallo,
wie wollt ihr denn verhindern, dass ihr nicht wie alle anderen Parteien, von Lobbyisten unterwandert bzw. gesteuert werdet? Gibt es da Pläne dem entgegenzusteuern?
Viele Grüße
Thomas
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Ja. Steht gleich im ersten Absatz zur ersten Frage
Hinter dem Zauberwort: ” Transparenz” (Informationsfluss aus der Politik)
Genauer auch nochmal hier:
Transparenz und Korruptionsbekämpfung
PS: Ich bin (noch) kein Pirat
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Danke, gute Antwort. Nur spielen wir mal mit dem Gedanken, dass es die Piraten in die ganz große Bundes- und Außenpolitik zu kommen. Wie sieht es dann da aus, mit der -ansich- tollen Idee der Transparenz? Wenn es dann z.B. um Rüstungsexporte geht und die mächtige Rüstungslobby damit droht, tausende Arbeitsplätze in Deutschland zu vernichten. Das gleiche gilt für die Pharmaindustrie. Was ist mit “Zwängen” wie Nato-Mitgliedschaft usw. Können dann die Piraten ihre humanistischen Forderungen ebenso durchbringen, ohne sich gleich mit den “Freunden” anzulegen? Deutschland finanziert gerade das 6. atomwaffenfähige Uboot für Israel, könnten sich die Piraten “effektiv” dagegen stellen? Ich befürchte die Piraten werden am Kapitalismus scheitern, wenn denen nicht was ganz Tolles einfällt.
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Naja, ich sehe das eher pragmatisch.
Irgendwo muss Irgendwer den ersten Schritt tun.
Das sich von heute auf morgen nicht die Welt ändern lässt dürfte klar sein.
Aber wenn man von vornherein sagt: “Das wird doch nix!” und dann nicht einmal den Versuch unternimmt etwas zu ändern, dann ändert sich auch nix.
Es kommt halt einfach darauf an es überhaupt erstmal zu versuchen etwas zu ändern.
Wenn die Idee an sich gut ist, wird sich auch immer jemand finden der sie weiter trägt.
Und je mehr Leute (in diesem Fall sehr pragmatisch durch “Transparenz”) an einem Problem beteiligt sind oder zumindest um die Problematik wissen,
desto wahrscheinlicher ist es das dort jemand dabei ist dem etwas “ganz Tolles” einfällt
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Wenn das Bedingungslose Grundeinkommen steht, greift das Arbeitsplätzeargument einfach nicht mehr. Die sind dann als Benchmark um die Leistung eines Politikers zu messen, erst einmal egal.
Was NATO, Unterstützung von Israel durch Uboote oder Verschwiegenheit/Vertraulichkeit in der Diplomatie angeht, haben wir natürlich weder Erfahrungen, noch Erfolgsrezepte anzubieten. Ich denke aber, dass man da mit einer Mischung aus Volksabstimmung, Pochen auf geschriebene Verträge (NATO als Verteidigungsbündnis!), Transparenz bei der Meinungsfindung, Kandidatenwahl und Abgeordnetenbezüge innerhalb der Partei, Fraktionen und Parlamente zu einem Ergebnis kommen kann, das Lobbyismus auch bei solchen Themen größtenteils offenlegt.
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Das ist meiner Meinung nach der grösste Vorteil des Bedingungslosen Grundeinkommen überhaupt.
Dass die Wirtschaft die Politik endlich nicht mehr unter Druck setzen kann, mit dem unsinnigen Argument “Arbeitsplätze”. Derzeit werden sooo viele, eigentlich furchtbare Entscheidungen getroffen, nur weil Konzerne dieses Druckmittel ansetzen.
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Nichts geht von heute auf morgen. Aber auch (fast) nichts ist unmöglich.
Sich schneller zu bewegen als ein Pferd, war einmal unmöglich.
Zu fliegen war einmal unmöglich.
Mit einer “Einthemenpartei” in einen Landtag zu kommen, war einmal unmöglich.
Darum: Lasst uns realistisch sein, versuchen wir das Unmögliche!
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Nun, Deine Gedankenspiele mögen mich nicht schrecken. Wenn Arbeitsplätze verloren gehen, muss man halt neue,andere schaffen. Wer arbeitet denn heute noch in dem Job, den er mal gelernt hat ? Ausserdem haben wir eine Welt vor uns, die ohnehin nicht mehr genug Arbeit für alle Hände hat. Wann wollen wir anfangen uns damit auseinander zu setzen ? Die etablierte Politik versucht doch nur immer weiter an der Wachstumsschraube zu drehen ! Angesichts zur Neige gehender fossiler Brennstoffe und einem Berg aus Atommüll auf dem wir sitzen, müssen wir uns ganz schnell was einfallen lassen, wenn wir uns nicht in ein paar Jahren alle an die Gurgel gehen wollen. So weiter zu machen ist einfach absurd ! Und ich kann nur erkennen wo eine Rüstungsindustrie da offensichtliche Vorteile hätte (sehr kurzfristig!). Deshalb hat die Rüstungsindustrie bei uns zu der Problemlösung vermutlich auch nichts beizutragen. Mann sollte sich schnellstens Gedanken über die Zukunft unseres gemeinsamen Zusammenlebens auf diesem Planeten machen, denn es geht hier schon längst nicht mehr nur um diesen Staat, und um soziale Strukturen die der wachsenden Bedeutungslosigkeit der räumlichen Distanz auch zu den Problemen anderer gewachsen sind. Die Bedeutung des Internets insbesonders bei der Verbreitung von Bildung da zu unterschätzen, war ein fataler Fehler aller gefallener Regierungen der letzten Zeit. Ich wage nicht darauf zu hoffen im Internet die Verflechtungen der Finanzsysteme auf diesem Planeten offen gelegt zu sehen und auf die Welle an Solidarität, wenn es darum geht da aufzuräumen. In Zukunft wird es jede Menge #flausch für den Kaffee-Bauern in Peru brauchen, um den Koffein-Preis stabil zu halten
… und ich bin sicher das das auch funktioniert. Wir werden erfahren was er braucht, und wir werden lernen was seine Arbeit wert ist. Das ist praktische Aussen- u. Wirtschaftspolitik und da bin ich dabei. Der Erfahrungsschatz wird größer werden und wir werden schneller lernen wie die Dinge funktionieren. Das selbe gilt auch für uns (ich hoffe mein Mitglieds-Antrag ist bald durch !) Piraten, wir wachsen schnell und wir werden auch schnell lernen, aus Fehlern wie Erfolgen.#Propagandatweet(zu lang)
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Transparenz in Entscheidungsprozessen ist etwas, das Lobbyisten nicht besonders mögen. Natürlich könnten sie im Prinzip in Scharen anonym an Parteiprogramm, Plakaten usw. mitbasteln, aber es basteln (und lesen) ja auch immer Nicht-Unterwanderte mit, die entsprechende Passagen dann ggf. zurechtbiegen bzw. zumindest flaggen können.
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so lange bei uns die basis entscheidet, müsste schon ein ganzer lobbyisten-schwarm antreten, um uns zu unterwandern. als abwehrmittel für klassische manipulationsversuche seitens einzelner interessengruppen setzen wir auf transparenz, demokratie und shitstorm …
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Analysiert doch Mal wie die Grünen aus eine Basisbewegung mit z.T. ähnlichen Ansätzen wie die heutoigen Piratzen zu einer neoliberalen Partei der bürgerlichen Mitte verkommen sind.
Untersucht doch mal wie ein umschwärmter Kriegstreiber und Unternehmer Joschka Fischer an die Macht gekommen ist.
Diesen Gefahren steuern die Piraten ebenfalls entgegen. Es ist systembedingt solange hierarchische und nicht flache gesellschaftliche Strukturen Vorrang haben.
Wie können basisdemokratisch Großprojekte, wie die Eroberung des Kosmos u.a., realisiert werden? Basisdemokratisch vielleicht erst in den nächsten Jahrhunderten.
Großprojekte streichen ist nicht realistisch, wie die Maschinenstürmerei im 18en Jahrhundert.
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Ich denke das ist ein sehr wichtiger Punkt. Die Basis kann nur dann mitreden, wenn sie selber versteht, was für Konsequenzen “Großprojekte” haben. Dafür ist Bildung unabkömmlich, eine gut gebildete und informierte Basis lässt sich nicht einfach an der Nase herumführen. Im übrigen ist es ein Gerücht, dass der “Schwarm” nicht in der Lage ist Großprojekte durchzuführen, siehe http://opensourceecology.org/. Das ist ja gerade das faszinierende am Medium Internet, es erlaubt flache Hierarchien und damit verbunden höhere Effizienz. Evolutionär gesehen befinden sich die Konzerne langfristig auf der roten Liste, wenn wir es schaffen die Bevölkerung aus der passiven Konsumhaltung rauszuholen wird das schneller gehen als erwartet. Das BGE ist ein erster Schritt zu mehr Unabhängigkeit und Eigeninitiative.
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Ich stimme gerne damit überein, dass ein zentraler Aspekt der modernen Gesellschaft die Verbreitung und der Austausch von Wissen und Information ist. Allerdings gefällt mir die schafe Abgrenzung, gar Konträrsetzung, zu “Ackerland und Arbeitskraft” nicht, denn auch in einer modernen Wissensgesellschaft mag der Betrachter doch bitte nicht verkennen, dass “Ackerland und Arbeitskraft” die Basis jedweder Produktivität und der Grund für die Notwendigkeit des Wissensaustausches sind. Informationen kann man leider nicht essen und mit reinem Wissen kommt man nicht von A nach B.
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Danke, sehr gut gesagt! Man sollte auch nicht verachten, dass Deutschland gerade wegen der zuverlässigen Industrie, so gut in der Wirtschaftskrise dasteht. Andere Länder die da alles abgebaut haben (UK, Ireland, etc.) stehen wesentlich schlechter da.
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Schoene, knappe Zusammenfassung. Wenn ich mal wieder jemandem schnell erklaeren will, wofuer wir stehen, nehm’ ich diesen Blogeintrag
lg,
nagumo
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Aus den genannten Gründen bin ich Piratin geworden. Leider sind sowohl Punkt I. als auch II. beim Landesparteitag in Bayern in Bausch und Bogen über Bord geworfen worden.
Der Kommentar der Bayrischen Piraten: sachlich diskutiert.
Der Kommentar des Antragseinreichers: Die Diskussion bestand lediglich aus Gegeifere.
Wir hatten im Februar sowohl im Dicken Engel eine Themenabend als auch einen Artikel in der Flaschenpost zum unserem Thema. Bei beiden Aktionen wurden Fragen gestellt, Gegenargumente vorgebracht und diskutiert.
Doch an Diskussionen und Fakten waren die Bayern nicht interessiert. Unserer AG Einladung zu Mumble ist kein Antragsgegner gefolgt. Unsere Bereitschaft, offene Fragen zu klären, hat niemand vor dem LPT benutzt. Die Antragsgegner hatte eine vorgefasste Meinung (Ideologie), die z.T. mit falschen Fakten vorgetragen wurde, und kein Interesse an Aufklärung.
Hierzu ein passendender Blogeintrag eines AG Mitglieds:
http://lawgunsandfreedom.wordpress.com/
Er stellt die berechtigte Frage, ob die vielen neuen Piraten (in Bayern in 6 Monaten über 1500) wirklich echte Piraten sind.
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Und die Leute, die bei Cathys Beitrag den Dislike-Button gedrückt haben, sollten sich mal fragen, ob sie reflexhaft – aus dem Bauch raus – geklickt haben. Oder sich das gründlich überlegt und sich vorher objektiv informiert haben.
Leider ist die ideologische Unterwanderung der Piraten eine Tatsache. Wir haben Nazis, Kommunisten und andere ideologisch verblendete Deppen und Betonköpfe in der Partei, die mit den Piratengrundsätzen nur so lange (scheinbar) konform gehen, wie es ihnen in den Kram passt.
In diesen Fällen ist Flausch fehl am Platz. Wer die von Marina wunderbar verständlich dargestellten Ideale und Grundsätze nicht teilt – und etliche der Neu-Piraten, die ich in der letzten Zeit getroffen habe tun das nicht – der hat bei uns nichts zu suchen. Für autoritäre Ideologen gibt’s genug andere Parteien.
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Liebe Marina, ich lese aufmerksam fast alles und versuche mir ein umfassendes Bild zu machen. Sehr Vieles spricht mich an, anderes vermisse ich sehr, und einiges geht meiner Meinung nach gar nicht. Die Frage nach den Lobbyisten oben ist eine Gute, ebenso die Frage nach Karrieristen. Dennoch sollten wir vorrangig über Inhalte reden. Und die müssen sich definitiv schnell entwickeln, wenn die Piraten nicht in eine Ecke mit Spinnern und Phantasten geschoben werden will. Und dazu gehört, dass sich die Piraten zu konkreten Themen der Zeit äußern.
VG Dirk
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Schnell, schnell ist Diktatur, das wollen wir nicht.
Demokratie braucht Zeit und das sollten wir auch so vermitteln.
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das ist wahrscheinlich einer der größten feinde der demokratie.
die zeit.
gerade wie die medien und das ”volk” mit den noch ungelösten themen der partei umgehen ist leider ein zeichen dass die menschen (oder noch?? unsere mentalität) darauf aus ist geführt werden zu wollen…..
auch die politikverdrossenheit
man gibt den politikern die schuld aber ich denke die bevölkerung hat hier selber sein süppchen zu kochen.
schließlich liegt es ja auch an uns ob wir uns aktiv beteiligen.
ich hoffe die einstellungen vieler wird sich diesbezüglich ändern und wir achten mehr auf die qualität der inhalte und weniger wie schnell kann man uns mit lösungen und antworten füttern….
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falls Du es noch nicht gesehen hast, Isotopp macht es etwas kürzer als Du, aber wie ich finde extrem anschaulich.
Die Plattformneutralität ist genau der Punkt, der den Piraten immer als Monothematik (oder irgendwas-mit-Internet) vorgehalten wird, indem aber imho mehr als ein thematisches Vollprogramm steckt…
http://blog.koehntopp.de/archives/3222-Piratenversteher.html
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Leider sehr schwammig und wenig artikuliert. Als grobe Marschrichtung allenfalls, nicht als parteilicher Inhalt repräsentativ (gilt auf für das sog. Parteiprogramm). Meine besten Wünsche, dass ihr nicht an euch selbst scheitert.
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Es war nicht mein Ziel, unser Grundsatzprogramm nochmal abzutippen. Das SOLLTE ein knapper Beitrag über die ungefähre Richtung sein.
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Wie erwähnt gilt dies auch für das sog. Grundsatzprogramm. Hier fehlt es an Vielem.
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Witzig, wie man Kritik hier ausblenden kann. Nice.
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Spielst du auf die ausgeblendeten Kommentare an?
Findest du das Wort “Kritik”, das ja ein Auseinandersetzen mit dem Thema nahelegt, für diese sinnfreien Ergüsse (die man sich ja bei Interesse durchaus anschauen kann) gerechtfertigt?
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Zum einen denke ich, dass dies wider dem ist, was die Piraten selbst vertreten, somit wenig stringent – egal ob sinnfrei oder nicht, denn auch Sinnfreiheit kann irgendeine Art von Zensur nicht begründen, selbst wenn das Gesagte nicht passt, warum auch immer. Zum anderen trifft es auch jene, und darauf bezog ich mich, wie mich eben zuvor, die kritisch hinterfragen oder eine Meinung kundtun ohne zu frotzeln.
Ich bin nicht gg. die Piraten. Noch bin ich für sie. In erster Linie habe ich keine politische Heimat in Form einer Partei, verfolge aber die Piraten aus auch wissenschaftlichem Interesse (versch. Schwerpunkte), bilde mir aber natürlich auch eine persönliche Meinung. Eine Wahl käme für mich im Moment (noch) nicht in Frage. Auch wegen: Generell halte ich es sogar für bedenklich, wenn eine Partei aufgrund von Protestwählern ohne bestimmtes pol. Profil am Ende noch eine Regierungsbeteiligung und Macht erhält, auf einem temporären Trend als Basis. Man darf sich im Moment nicht einbilden, mit Themen und Inhalten etwas erreicht zu haben, vielmehr mit Unzufriedenheit und Protest, sicher auch durch Sympathie. Nun wird es Zeit, ein eigenes, durchdachtes und konsequentes Profil zu entwickeln, Inhalte in den Vordergrund zu stellen, etc. Ich wünsche es dieser Partei, sich von einem temporären Phänomen zu einer Institution entwickeln zu können. Nur so hat diese Partei letztendlich auch eine Zukunft über den Protestwähler hinaus. Und das, so glaube ich, wird ein hartes Stück Arbeit, sonst ist man ganz schnell dort, wo sich die Linke befindet (Dogmatismus, Starre, etc).
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Nachtrag: Leider hat man auf unserer (sozialwissenschaftlich-akademischen) Seite mitunter das Gefühl, die Piraten seien eine Modeerscheinung. So meine Erfahrung in Berlin, wo es en vogue erscheint, Pirat und politisch aktiv zu sein. Sicher, immerhin (sic!) aktiv. Nur überleben solche “Überzeugungen”?
Alsdann!
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Sehr gute Zusammenfassung. Bei Bildung (Informationsprocessing) fehlt mir noch Medienkompetenz. Die ist da zwar irgendwo enthalten, meines Erachtens aber so wichtig, dass sie ruhig auch einmal aufgeführt werden könnte.
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Ich finde Eure Grundsatze sehr lobenswert. Leider aber fehlt in Eure Politik das Wirtschaftliche. Auch einstarke Wirtschaft gehört zu sozial Gerechtigkeit. Ohne diese ist eine Regierung nicht zu Finanzieren, ganz zu Schweigen von die verbundene Sozialleistungen. Was unter gar keine Umstände passieren darf ist das diese Wirtschaft starker wird als die Demokratie, das erleben wir jetzt. Ein starke Wirtschaft, sowie ein demokratisches Politik muss das Volk diene, nicht umgekehrt. Diese fordert sozial Gerechtigkeit und verhindert die immer großer gewordene Spalt zwischen die Schichten. Das Volk, seine Wille und sein Sorgen muss die Hauptrolle führen, auch in Wirtschaftliche Entscheidungen. Unsere jetziger Regierung hat diese Grundprinzip des Demokratie längst vergessen. Jetzt wird dauernd Fehlentscheidungen getroffen auf Kosten der Steuerzahler, ohne das der Steuerzahler ein Mitspracherecht hat. Wenn die Piraten auch eine starke und demokratische Wirtschaftspolitik einführen könnte, wären die das optimale Oppositionspartei für Deutschland. Information und Datenschutz sind sehr wichtig, aber die Probleme das Deutschland und die EU jetzt am meisten Leiden sind wirtschaftliche Natur. Mit eine starke und gerechte Wirtschaftsprogramm könnte die Piraten beim nächste Bundestagswahl sehr gut auskommen.
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Prinzipiell hast Du mit dem was Du sagst recht. Aber bedenke:
) klar zur sozialen Marktwirtschaft. Nur zu einer, in der der Staat auch seinen Job macht. Ein Wirtschaftssystem das nicht so funktioniert erachte Ich z.B. als absurd und sozial-psychologisch für instabil. Nun hat dieses System, zu dem sich übr. auch andere Parteien bekennen, mittlerweile gewaltige Schieflage bekommen. Nicht zuletzt Schuld daran sind Korruption u. exzessiver Lobbyismus. Das sorgt z.B. dafür, das von einer floriernden Wirtschaft nicht mehr alle Bürger profitieren sondern nur noch Einige. Ein Beispiel dafür sind die Steuersenkungen aus der FDP-Feder für das Hotel- u. Gaststättengewerbe. Um es mit den Worten von Volker Pispers zu sagen: “Ich wüsste nicht, daß wir hier in Deutschland 80 Mio. Hoteliers haben !” So etwas muss öffentlich hinterfragt werden und auch auf welche Wirkung auch immer überprüft werden.
Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft in der, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, der Staat die Aufgabe hat den Wettbewerb der Wirtschaft sozialpolitisch zu beeinflussen und auf sozialen Ausgleich hinzuwirken. Ein Beispiel ist z.B. die derz. Debatte über die Sprit-Preise. Die Piraten bekennen sich, soweit man mir versichert hat (und wehe, das wollt Ihr ändern
Nun versprechen die Piraten, genau dies zu tun. Was will man noch verlangen von einer jungen Partei ? Und wenn man die Piraten schon mit den Grünen vergleichen will: Sie werden Politik in der Zukunft verändern wie es schon die Grünen vor Ihnen geschaft haben, soviel ist sicher, auch die Wirtschaftspolitik.
Und mal ganz fatalistisch betrachtet: Kann man noch einen schlechteren Job machen als unsere Derzeitigen ? Ich denke ich bin nicht der Einzige der z.B. Gänsehaut bekommt, wenn er das Wahlplakat von Norbert Röttgen CDU, LTW-NRW 2012 sieht mit der Aufschrift: “Politik aus den Augen userer Kinder”. Ich bin Vater von 2 Kindern und mir wird Angst u. Bange. Und ich danke der Autorin dieses Blogs für Ihre ruhige, besonnene Art uns anderes,besseres Denken zu vermitteln. Ich habe selten jemanden gelesen, der dies so gut kann. #megaflausch
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Danke! Viele Freunde / Verwandte Fragen täglich nach diesen Dingen, nachdem ich Mitglied geworden bin. Ich konnte sie bis jetzt ganz gut beantworten, finde den Artikel gut als Grundlage für das Auseinandersetzen mit den Piraten, die bei einigen leider erst noch geschaffen werden muss…
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[...] http://www.marinaslied.de/?p=714 [...]
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Manche Dinge sind so einfach und nur wenn man das tut, was die überwiegende Mehrheit des Volkes will, macht man schon viel richtig:
1) Nicht Bürgerinnen und Bürger, oder BürgerInnen – Bürger reicht
2) Keiner will die Bundeswehr in Afghanistan – raus damit
3) Keiner will nach Finanzgangster die ACTA-Abmahnerclique als Abzocker der Zukunft
4) Die Leute wollen die Schulen vorm Zerfall und keine Banken retten
u.v.m
manchmal reichen einfache Lösungen.
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Das klingt mir jetzt zu populistisch. Demokratie soll ja auch was anderes sein als eine “Diktatur von (wechselnden) Mehrheiten” – bei der letztendlich Alle verlieren weil (fast) Jeder mit irgendwelchen Aspekten seines Daseins auch zu Minderheiten gehört.
Ich denke entscheidend ist ein objektiver Umfang mit Sachfragen. Manchmal ist es besser zu einer unpopulären Haltung zu stehen nur weil sie richtig ist – als stromlinienförmig das wiederzukäuen was irgendwelchen tatsächlichen oder vermeintlichen Mehrheitsmeinungen entspricht.
selbst so eine Phrase wie “Rettet lieber Schulen vor dem Verfall als Banken” bedarf nämlich einer objektiven Auseinandersetzung und nicht nur einer spontanen Gemütsäußerung.
Gerettet werden nämlich nicht Banken – sondern primär deren Kunden und Gläubiger. Das unter sehr fragwürdigen Voraussetzungen umverteilte Geld ist nämlich größtenteils längst aus dem Staub – wenn sich ein “finanziellees schwarze Loch” auftut.
Zudem muß man ja gerade in diesem Zusammenhang auch sehen daß es sich bei der Liquidität die hier zum Problem geworden ist primär um die in Geld verwandelten Verbindlichkeiten von Staaten handelt. Der Staat “rettet” also eigentlich seine eigenen Gläubiger vor dem Konkurs – weil nämlich ansonsten der Liquiditägsbedarf der Gläubiger so manchen Staat in den Bankrott ziehen würde (und sei es nur über ein realistisches Zinsniveau das ein Markt und nicht die Planwirtschaft bestimmt).
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Peter, das Geld der nach Griechenland fließt wird nicht eingesetzt die Bürger (Kunden) zu Retten sondern nur die Banken, Regierung und groß Anlieger bzw. Investor. Das Volk soll, mit die Forderung diese “Rettungsaktion”, noch mehr in Armut gestützt. Bevor wir die Unterdrucken eine demokratisches Volkes durch die EU erlauben, soll wir lieber auf die Probleme zuhause konzentrieren. Griechenland hat nicht mal eine demokratisch gewähltes Regierung zur Zeit. Trotzdem will Deutschland und die EU die Entscheidungen diese Regierung nicht nur unterstützen sondern verbindlich machen für die kommende von Volk gewähltes Regierung. Was hat das bitte schön mit Demokratie zu tun? Das ist in gar keine Hinsicht richtig, egal ob populär und unpopulär. Deutschland und die EU sind verpflichtet die demokratische Prozess zu unterstützen, nicht um es zu vernichten oder ausschalten nach Lust und Laune. Beim Rettung gibt es ein Grundsatz. Rettet euch zuerst selber, weil wenn du dich selbst vernichtest wird keine weiter geholfen. Diese gilt für den Gegenwart genau so wie für den Zukunft.
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Ich weiß, das Thema der Wirtschaftskrise ist sehr komplex und geht in vielen Details über meinen Laienverstand. Doch ich schlage zuerst mehr Ehrlichkeit in der Wortverwendung vor. Also statt von “Schuldenkrise” von “Bankenkrise” zu sprechen, da sie durch deren Verhalten verursacht wurde. (das zumindest habe ich kapiert) Auch meine ich mitbekommen zu haben (www.nachdenkseiten.de) daß es eine “herrschende”, nämlich die derzeitigen Machtverhältnisse zementierende, Wirtschaftswissenschaft gibt, in der bereits vorhandene alternative wissenschaftliche Ansätze ignoriert bis unterdrückt werden. Damit muß(wäre jedenfalls schön) sich eine auf Wissenstransparenz ausgerichtete Partei auch beschäftigen. Zumal sie den Mut hat, auch solche vielleicht nicht sofort umsetzbare, aber wünschenswerte gesellschaftliche Veränderungen , wie ein bedingungsloses Grundeinkommen mittelfristig ins Visier zu nehmen.
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Welehamm, fast immer ist die einfachste Lösung das beste. Leider die jetziger Machthabern in Berlin will nichts von einfach verstehen. Ich glaube die Suchen absichtlich komplexe Probleme mit noch komplexer Lösungen nur um der Bürger zu verwirren. Kaum jemand ohne Doktortitel kann überhaupt verstehen was in die Politik jetzt abgeht. Demokratie verlangt Mitwirkung und Mitsprache der Bürger. Diese ist nicht machbar wenn der Bürger nicht in die Lage ist die Politik zu verstehen. Die Probleme hier sind einfach und fordern einfacher Lösungen. Von mir bekommst du ein extra “thumbs up”.
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[...] *Linktipp zum Blog der polit. Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband [...]
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Du schreibst: “Wie verbauen wir die Möglichkeiten des Internets”
Meiner Meinung nach ist das Wort “verbauen” negativ besetzt.
Schreib doch:
“Wie bauen wir die Möglichkeiten des Internets” … *ein*?
In: 3. Die Piraten sind unberechenbar!
steht einmal “Mitgleider” statt “Mitglieder”.
Gruß vom Woog,
Woogpirat
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Super Zusammenfassung. Nur ein kleiner Kommentar: Dass an einem Wirtschaftsprogramm gearbeitet wird, hört sich eventuell für Kritiker so an, wie wenn wir Piraten krampfhaft bis zum Herbst etwas zusammenschustern.
Ich denke, daß unser Wirtschaftsprogramm auch von den grundsätzlichen Veränderungen durch die vernetzte und automatisierte Gesellschaft geprägt sein wird. Man sieht ja jetzt schon, daß es viele ‘Arbeitsplätze’ (also die physischen Plätze, z.B. in Großbüros) nicht mehr braucht, daß viel freier und vernetzter gearbeitet werden kann, da jedem Konsumenten privat Infrastruktur zur Verfügung steht, die der von Firmen oftmals überlegen ist. Dadurch werden sich nicht nur die Firmenstrukturen verändern, sondern auch die Wohngewohnheiten und die Bedürfnisse der individuellen Mobilität – wenn auch nur im Einklang mit den sozialen Bedürfnissen der Menschen.
Die Tatsache, daß durch die technischen Veränderungen großskalierbare Produkte für den Weltmarkt von wenigen talentierten Menschen geschaffen werden können zeigt auch, daß vieles getan werden muss, um Startups hierzulande besser zu unterstützen vor allem in Bereichen der Regulierung und Steuer- und Finanzpolitik.
Genau wie Deutschland durch den Einfluß der Grünen Vorreiter in umweltfreundlichen Technologien geworden ist, werden die Piraten einen Einfluß haben um diese Arbeitsplätze der Zukunft zu schaffen. Denn eine reine herstellungsorientierte Exportnation von Autos und Großgeräten wird Deutschland nicht immer bleiben können.
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Wissen und Information sind heute unser Kapital. Sehr richtig, mit Betonung auf Kapital! D. h. es ist etwas wert und derjenige, der er schafft, verdient eine angemessene Entlohnung. Durch Modelle, wie Kulturflatrate und dgl. ist eine solche nicht mal im Ansatz zu erreichen. Wer Privatkopien legalisieren, will, raubt Kreativen seine Existenzgrundlage. (Ich sage ausdrücklich Kreativen und nicht Content-Industrie.) Deren Freiheit liegt der Piratenpartei ja dann eher nicht so am Herzen. Es ist technisch möglich sie auszubeuten, also tun wir es und rechtfertigen es dann ideologisch mit so Begriffen wie “Netzfreiheit.” Das betrifft ja nicht nur Musiker, sondern auch Autoren, Architekten, Designer etc, die angesichts des Piratenerfolgs alle zittern, weil die ihre Enteignung gesetzlich legitimieren wollen.
Und ja, Sven Regener hat so was von recht !
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bl, Teilweise stimme ich dir zu. Aber mal ehrlich findest du es richtig das jemand der gelegentlich eine Lied oder Video downloaded soll starker bestraft werden als ein Kinderschänder? In andere Länder wird das illegal downloaden nicht mal als Straftat angesehen. Eigentlich von diese Gesetze sind die Hauptverdiener die Verlage, Music und Film Industrie, und Künstler die bereits ein große Name und viel Geld haben. Ich hab noch nicht gehört das jemand verurteilt war weil er illegal eine Aufnahme von eine unbekannter Talent downloaded hat. Öfter passiert es auch das jemand sein Lied in Internet vorstellt und ein Plattenfirma oder Künstler dieses klaut ohne bestraft zu werden oder ein einziger Cent dafür zu Zahlen. Kommt sehr oft vor. Ich bin Musiker und ich weiß auch wie es mit die GEMA funktioniert. Von das, nicht unerheblich Geld, das die GEMA kassiert, kommt kaum was an die Künstler selber, außer natürlich beim Top Acts die es kaum noch nötig habe. Die kleinen gehen leer aus. Ich bin Musiker aus Leidenschaft, es ist doch toll das ich auch Geld damit verdienen kann, aber auch wenn ich nicht davon verdiene wird meine Kreativität nicht beeinträchtigt. Wer Kunst nur aus finanzielle Gründe treibt, ist kein Künstler, ein Portmonie hat kein Seele.
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Ähm, die These, jemand der illegal dowloade, werde härter bestraft als ein Kinderschänder, scheint mir doch abenteuerlich. Dass Downloads unbekannter Talente wenig verfolgt werden, mag damit zu haben, dass deren Werke zum einem selten heruntergeladen werden und sie zum anderen nicht die Möglichkeit haben sich effektiv zu wehren.Die GEMA schüttet 85% ihrer Einnahmen an die Künstler aus. In Frankreich wird Schwarzkopieren sogar noch im höheren Maße als Straftat angesehen, so weitgehend gar dass bei wiederholten Vergehen der Internetzugang des Betreffenden gesperrt wird.
Beim Urheberrechtsschutz geht es nicht um GEMA, geht es nicht um den Erhalt eine womöglich tatsächlich überlebten Content-Industrie, sondern einzig und allein darum dass ein Kreativer, welcher Sparte auch immer, angemessen entlohnt wird, wenn seine Arbeit konsumiert und rezipiert wird. Regener hat xmal recht, wenn er sagt: “Das Rumgetrampel darauf, dass wir uncool seien, wenn wir darauf beharren, dass wir diese Werke geschaffen haben, ist im Grunde nichts anderes, als dass man uns ins Gesicht pinkelt und sagt ,Euer Kram ist nichts wert. Wir wollen das umsonst haben.‘ Eine Gesellschaft, die so mit ihren Künstlern umgeht, ist nichts wert.”
Und in der Tat ist es unangenehm heuchlerisch, wenn Frau Weisband in ihrem FAZ-Blog die Bedeutung von Kunst betont und dabei zugleich eine Politik verfolgt, die deren Enstehung erschwert und deren Schöpfern ins Gesicht spuckt. Mag sein, dass sie den Wählern “respect” entgegenbringt, ganz gewiss keinen Respekt hat sie vor originellen schöpferischen Leistungen.
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Der Rant von Regener war lächerlich, ehrlich, einfach nur lächerlich und von so einer Person würde ich nicht mal die Musik hören, wenn mir jemand die Platten schenken würde. Kein Wunder, dass er offensichtlich den Hals nicht voll genug bekommt, die Gier scheint ja enorm zu sein.
Offensichtlich haben verschiedene Ansichten was Kunst ist und es heißt ein kreativer Mensch zu sein. Jemand der Kunst macht, macht es Leidenschaft und weil er es machen muss, weil es ihn befriedigt und es ihm ein inneres Verlangen ist “seine Kunst” zu machen. Es gibt keinen Anspruch darauf, dass jeder der sich “Künstler” schimpft auch eine Menge Geld damit machen kann/muss, oder siehst du das falsch? Na dann klampfe ich auch auf meiner Akustik und singe dazu und verlange die Kohle! Immerhin habe ich ein Recht darauf, naja oder auch nicht
Man kann nur mit Kunst Geld machen, wenn es Menschen gibt die dafür zahlen möchten. Möchten diese Menschen dafür nicht zahlen, steht es dir frei eine echte Arbeit zu suchen. Und weißt du was? Du hast offensichtlich etwas einfach nicht verstanden, aber ich kann es dir hier haarklein erklären:
Es gibt seit Jahren eine Inflation in z.B. der Musikbranche, wo es immer mehr Hajo Pais gibt, die meinen mit ihrer Musik in die Charts breschen zu wollen. Es gibt immer mehr Bands und sonstigen Musikern. Selbst wenn es die Möglichkeit des kostenlosen kopierens und downloadens nicht geben würde, würde es nicht einen Künstler mehr geben, der mehr Geld machen würde. Warum ist das so, fragst du vllt.? Easy zu erklären, anhand des Beispiels Deutschland: Die Reallöhne sinken schon seit Jahren und andere Dinge werden immer teurer, Energie, Mieten, Rohstoffe etc. daraus folgt was? Ja genau, dass die Menschen immer weniger Geld zum ausgeben haben.
Es ist für mich eher ein Wunder, dass die Unterhaltungsindustrie noch nie gänzlich eingebrochen ist, denn offensichtlich ist den meisten Leuten die Kultur (Musik, Filme, etc.) doch so viel Wert, dass selbst bei sinkenden Löhnen und steigenden Ausgaben immer noch Geld dafür ausgeben.
Btw. ich lade auch öfters was, aber weißt du was? Ich bin einer der wenigsten in meinem gesamten Bekanntschaftskreis, der wirklich noch Alben/LPs kauft. Wie passt das zusammen?
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“Es gibt keinen Anspruch darauf, dass jeder der sich “Künstler” schimpft auch eine Menge Geld damit machen kann.” Nein, natürlich nicht. Aber meiner Ansicht nach hat jeder Mensch, der eine Arbeit leistet ein Recht auf Entlohung von demjenigen, der die Früchte dieser Arbeit konsumiert. Wen niemand die Musik hören will, okay dann suche er sich einen Job. Wir haben keine verschiedene Auffassung von Künstlern, sondern von Gerechtigkeit. Nur weil jemand das Bedürfnis hat Kunst zu machen, heißt das nicht, dass man ihn ausbeuten darf.
Verstehe auch nicht recht, warum diese Diskussion, immer nur verengt auf die Musikbranche geführt wird. (Na ja, verstehe es doch, weil da das Interesse an was umsonst zu kommen am größten ist.) Hebt man das Urheberecht auf, schädigt man den gesamten kreativen Bereich. Frage mal Fotografen oder Grafiker.
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bl, findest du es ok wenn die Plattenfirmen, Filmstudios, oder Verlage die Künstlern ausbeuten? Die große, die bereits mehrere Millionen auf die Konto haben, verdiene, die kleine wird ausgebeutet, aber von ihren Chefs, nicht die Publikum. Du schreibst man soll Zahlen für das was er Konsumiert. Bin ich auch der Meinung, aber soll ich auch zahlen für das was ich nicht haben will? Wenn ich irgendwo hingehen wo Musik aufgeführt wird, ist die GEMA Gebühr in die Preise einkalkuliert. Auch wenn mir das Musik nicht gefällt oder ob ich überhaupt drauf achte was gespielt wird. Wenn ich was Konsumiere will ich es auch genießen, dafür zahle ich auch gerne. Aber ich bin nicht einverstanden für irgendwas zu zahlen auf was ich kein Lust habe.
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> Nur weil jemand das Bedürfnis hat Kunst zu machen, heißt das nicht, dass man ihn ausbeuten darf.
Ausbeuten klingt natürlich hart. Aber noch mal: Als „Künstler“ hat man immer die Chance einer normalen Arbeit nachzugehen, als normaler Arbeiter hat man eher nicht die Chance was künstlerisches zu machen, d.h. wenn man Arbeiter ist und ausgebeutet wird, hat man nicht die Wahl was anderes zu machen. Und auf meinen anderen Punkt bist du auch nicht eingegangen: Es gibt definitiv ein Überangebot an z.B. Musikern! Man schaue sich alleine die ganzen Bands auf MySpace und ähnlichen Plattformen an.. und die Konsumenten werden von allen Seiten zu gedröhnt mit Musik. Man merkt oft erst wenn etwas weg ist, wie wertvoll es eigentlich war und ich sehe momentan nicht, dass es irgendwann kaum noch Musik geben könnte, sodass die Leute anfangen richtig dafür zu zahlen.
Weiterhin war ich schon oft auf Underground Festivals/Konzerten von z.B. Metalcore, Hardcore etc. Bands. Die Leute LEBEN ihre Musik, denen reicht es wenn sie eine Bühne und Leute die mitgehen haben. Vllt. sollten einige Leute die kommerziell erfolgreich sein wollen mit Musik, einfach mal ihre Haltung überdenken? Btw. sind kleinere Bands/Künstler dankbar für die Möglichkeit des freien downloads, weil es einfach nur kostenlose Werbung ist.
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Anscheinend hast du nicht viel Erfahrung in die Musikgeschäft. Die GEMA behauptet gerne das 85% gehen weiter an die Künstlern, das entspricht nicht die Wahrheit. Ich bin mit manche “Welt Stars” befreundet und hab auch zusammen mit welche gearbeitet. Keiner von denen hat jemals eine Scheck oder Überweisung von die GEMA bekommen. Es ist einfach nicht möglich das die GEMA das Geld fair teilen kann. Das weitergeleitete Geld geht praktisch an eine Treuhänder. Nachdem er seine nicht unerhebliche Verwaltungskosten (Porsche und Ferrari sind teuere Spielzeuge) wird das Restgeld dann an die Plattenfirmen weitergeleitet. Falls eine Band sein Werk ohne große Plattenfirma veröffentlicht geht er komplett leer aus, nur bestimmte Plattenfirmen bekommen was. Die Plattenfirmen geben das Geld nicht an die Künstler weiter. Die große teil bleibt bein Firma, manche Managers von Top Acts bekomme ein bissen davon. No Name Künstlern die das Geld bitter nötig brauche bekomme gar nichts davon. Wenn ich auf die Bühne geh und spiele nur eigene Lieder, muss ich oder das Veranstalter trotzdem GEMA zahlen. Warum? Wenn ich mein eigener Sache Spiele? Ich hab bisher kein einziger Cent von die GEMA gesehen, bezahlt hab ich aber viel. Das ein Künstler entlohnt werden soll für sein Arbeit ist klar, aber das wird erledigt durch sein Vertrag mit den Plattenfirma, nicht durch die GEMA. Ein Künstler verdient nur ein kleine Bruchteil von seine Musik. die Plattenfirmen, Produzenten usw sind die groß Verdiener. Künstler sind Künstler. Jeder die ich kenne geht gerne irgendwo in eine Kneipe auf die Bühne und Spielt oder Singt einfach so, ohne das irgendwelche Geld im Spiel steht. Klar jeder würde gerne ein große Hit haben, aber auch wenn er niemals es schaft aus der Kneipe zu kommen hört er nicht auf.
Anscheinend schaust du nicht sooft die Nachrichten an. Ein mehrfache bestrafte Kinderschänder ist vor ein paar Wochen zu eine Bewährungsstrafe mit Therapie verurteilt worden, zur selber Zeitraum ist ein andere wegen illegales Downloaden (für eigenes Zweck) zu eine 4 Jahre Haftstrafe verurteilt. War aber zu erwarten, Kinder haben kein Lobby.
Ich sage nicht das jeder kann einfach Downloaden was er will ohne zu zahlen. Das wäre Unfug. Aber klein Wirtschaftsdelikte harter zu Bestrafen als Gewalt oder Menschen verachtende Kriminalität ist nicht korrekt.
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An dieser Stelle möchte ich gerne mal ein Zitat eines independent Musikers zum besten geben: “Ich habe mal davon geträumt von meiner Musik und Kreativität leben und meine Familie ernähren zu können, leider musste ich schnell merken, das dies nicht möglich ist. Jetzt lebe ich von den Produkten die ich mir drumherum ausdenke.” Im Endefekt lebt er ja trotzdem von seiner Kreativität, dennoch sollte erwähnt werden, dass auch dieser Mann noch nie Geld von der GEMA gesehen hat (trotz geschätzten 50.000 verkauften platten pro Album, und das sind immerhin schon 7 also summasumarum 350.000 ). Desweiteren ist dieser Mann für Sicherheitskopien, und stellt sogar Konzertaufnahmen unter dem Motto “legal und unverwackelt” auf seinem Youtube Kanal zur Verfügung. Auch andere mittelgroße Bands mit ähnlichen Absatzzahlen sind kaum in der Lage von dem full-time-Job Musiker (denn seine wir mal ehrlich das ist es nun mal) zu leben. Wer argumentiert “kreative könnten doch auch anderweitig arbeiten” der vergisst dabei das jeder das Grundrecht auf Freiheit, körperlich so wie seelische Unversehrtheit und das streben nach Glück hat. Natürlich könnte ein solcher Mensch auch anderweitig Arbeit finden ob es ihn in seinem persönlichen Streben nach Glück weiterbringt ist jedoch fraglich.
An einen meiner Vorredner muss ich noch loswerden, dass wenn ich in eine Disco oder auf ein Konzert gehe und die Musik gefällt mir nicht ich zum einen die Möglichkeit habe wieder zu gehen oder ganz einfach Pech habe, natürlich ist sowas ärgerlich, dennoch einfache Tatsache, allen kann man es nun mal (gerade bei Musik) nie recht machen.
Im übrigen finde ich es ebenfalls bedenklich das Raubkopierern mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe gedroht und diese auch verhängt werden, und Kinderschänder und Vergewaltiger ein ähnliches oder gar geringes Strafmaß zu befürchten haben. Auch Steuerhinterziehung wird hierzulande teils härter bestraft als beispielsweise ein Totschlag. Die älteren unter uns mögen sich an den in Hand- und Fußfesseln vorgeführten Vater von Steffi Graf erinnern, der wegen eben diesem angeklagt wurde. Ich denke die Gesetze eines Staates sind ein Teil des Spiegelbildes seiner Regierung, und seiner Gesellschaft.
my two cents hierzu.
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Inhaltlich ein super Artikel! Nur ein paar Kleingkeiten möchte ich anmerken:
1. Der Satz “Immerhin das können wir gut” kling ein wenig seltsam, das Wort “immerhin” könntest Du eigentlich auch komplett streichen, klänge selbstbewusster.
2. Das mit den 4%, die zwischen Rotgrün und Schwarzgelb unterscheiden, erschließt sich nicht ganz. Wie ist das genau gemeint? Ich nehme an, Du meinst so etwas wie das berühmte “Zünglein an der Waage”, aber so richtig wird das in dem Zusammenhang nicht klar.
Ausserdem und nebenbei bemerkt, unterscheidet sich Rotgrün von Schwarzgelb auch nur marginal, meiner bescheidenen Meinung nach
Ansonsten vielen Dank für den interessanten Artikel und Schiff Ahoi mit Kurs auf SH und NRW!
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@LennStar: Das ist, mit Verlaub, Mist. Hochmust und so weiter… Zu einer Enstehung einer gesellschaftlichen Bewegung gehört wesentlich mehr.
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[...] http://www.marinaslied.de/?p=714 Share this:TwitterFacebookGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem dieser post gefällt. [...]
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Hier mein Statement. In einem Artikel mit dem Titel “Die Piraten – Eine liberale Partei?”
http://klarelichtung.wordpress.com/2012/03/26/die-piraten-eine-liberale-partei/
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[...] Das Grundlegende an den Piraten » Marinas Lied. This entry was posted in Gesellschaft, Politik and tagged Die Piraten, Politik by jaxom. [...]
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[...] hingegen hat Marina Weisband nochmal zusammengefasst als Transparenz, Datenschutz, Teilhabe.[6] Die sich “stilistisch hoch unflätig äußernde” FDP hat hingegen wohl nur noch das [...]
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Zu: “Könnten wir damit jetzt gleich regieren? Nein. Wollen wir das überhaupt? Nein.”
Ich glaube da unerschätzt Ihr Euch. Wenn man die Regierung erstmal als Teil der Exekutive begreift, dann ist regieren lediglich das Umsetzen der Gesetze. Diese sollte wegen der Gewaltenteilung auch strikt getrennt von der Legislative arbeiten.
Ich traue den Piraten zu, dass sie gute Kandidaten für eine Regierung finden. Bei den anderen etablierten Parteien bin ich da zu oft entäuscht worden.
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hallo darf ich fragen wie die partei zu parteispenden steht?
soweit ich weiß ist das gegenwärtig so geregelt dass man die spende ab 10.000euro offen legen muss.
jedoch habe ich eine vermutung und bin mir diesbezüglich auch sicher dass natürlich viele spenden im wert von 9.999euro durchgehen und somit nie öffentlich werden.
welches ich als ein problem betrachte denn ich kann mir einfach nicht vorstellen dass ein unternehm ohne hintergedanken tausende von euro spendet. und ich finde wir haben ein recht darauf zu wissen welche unternehm wie viel spenden bzw welche partei mit welchen unternehmen ganz gut steht.
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Die Piraten praktizieren folgende Regelung: Ab 1.000 Euro (es gilt die Summe ALLER Spenden) muss inzwischen gnadenlos veröffentlicht werden.
http://wiki.piratenpartei.de/Finanzen/Spenden_2011
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“Das kann doch nicht sein, dass eine Partei keine Antwort auf etwas so wichtiges hat!”
wenn ich ehrlich bin habe ich das gefühl dass keine partei (außer die linken stellen hier glaube direkte forderungen) wirklich weiß wie man mit der europakrise umgehen soll.
die einen rufen sparen die anderen rufen kein kaputt sparen
aber wirkliche forderungen, lösungen und antworten kommen von niemanden.
das ist bestimmt auch der grund warum wir die krise seit 4 jahren nur vor uns her schieben…..
somit finde ich persönlich die haltung der piratenpartei eigentlich angenehm dass sie es vor allem zugeben dass sie zu diesem sehr komplexen thema noch keine strategie gefunden haben.
man muss die sachen erst auf grund auf verstehen und analysieren können um das problem wirklich bei der wurzel packen zu können welches viel besser ist als schnelle antworten die das problem nur verschleppen.
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“Jedem Menschen soll ein Freiraum gehören, der so groß ist, dass er den Freiraum des Anderen nicht beschneidet (Unterschied zu Anarchie, lieber Herr Lindner).”
moin, ich denke genau das ist anarchie. was herr lindner (und viele andere) meinen und gerne als begründung gegen anarchie anführen ist anomie (regel- & gesetzlosigkeit), während anarchie die abwesenheit von herrschaft meint, und zum zusammenleben auf (selbst-)organisation, hierarchiefreie strukturen und gemeinsam gefundene regelungen baut. die piraten (und viele andere) sind anarchistischer als sie selber glauben.
also mir gefällts und ich gratuliere und drücke die daumen für nrw und sh!!
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Danke, genau das wollte ich auch schreiben..
Leider ist das Wort Anarchie sehr negativ behaftet und gleichgesetzt mit Chaot und Krimineller..
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Kleiner Rechtschreibfehler.
“… bis Bediungsloses [!] Grundeinkommen”
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“Könnten wir damit jetzt gleich regieren? Nein. Wollen wir das überhaupt? Nein.”
Ihr wollt nicht regieren? Möchtet ihr vielleicht erstmal eine Lobbygruppe sein statt Partei? Ich möchte nicht, dass Menschen im Parlament sitzen, die nicht regieren möchten. Ich stelle ja beim Fussball auch keinen aufn Platz, der nicht spielen möchte, sondern nur ein bisschen Passtraining.
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Liebe, @Kasulja!
Du schreibst:
“Ihr wollt nicht regieren? Möchtet ihr vielleicht erstmal eine Lobbygruppe sein statt Partei?”
= > … Yep! … GENAU DAS … würde ich mir von den PIRATEN wünschen! … bis auf weiteres! … denn:
1.) … braucht Deutsland genau das, eine “Lobbygruppe”, wenn es nämlich die “Lobbygruppe” der mittlerweile sehr großßen (bisher) außßerparlamentarischen OPPOSITION in Deutsland ist! … wir brauchen eine OPPOSITIONS-PARTEI! … das sollen die PIRATEN machen! … OPPOSITION!, OPPOSITION!, OPPOSITION!! … und sonst gar nix, bitte. Bis auf weiteres. Bloß keine “Koalition” als Juniorpartner der Bestandsparteien! … das wäre das Ende der PIRATEN! … denn dann kann man auch gleich wieder SPD, CDU, GRÜNE oder FDP wählen … Der Vorschlag von Herrn Nerz ist also fatal. Ich würde mir wünschen, daßß sich die PIRATEN vor der BuTa-Wahl klar, eindeutig und unwiderruflich zum Status einer OPPOSITIONS-Partei im BuTa bekennen! … man kann übrigens theoretisch auch in der Opposition mitregieren, wenn es eine Minderheitenregierung wie etwa in NRW gibt und die Gesetze mit wechselnden Mehrheiten beschloßßen werden.
2.) … die spätrömisch-dekadenten Bestandsparteien, SPD, CDU, GRÜNE, FDP, sind längstenstens zu einer linkspopolustisch-radikalplutokratischen Einheitspartei geworden. Die Medien sind auch in genau diesem Sinne gleichgeschaltet.
3.) … BEISPIEL “EURO”: … die PIRATEN sind NICHT verantwortlich für das sich immer deutlicher am Horizont abzeichnende Euro-Desaster! … darauf sollten die “Presse-Sprecher” der PIRATEN, etwa auch @FrauWeisband, regelmäßßig & lauthalsig hinweisen, wenn die Heuchler-”Journalisten” von den gleichgeschalteten Medien ihnen das Mikro vor die Nase halten und nun, wo das Kind längstenstens und unter tatkräftiger Beihilfe eben dieser “Journalisten”, in den Brunnen geschuppst wurde, ausgerechnet von den PIRATEN Lösungen zur Euro-Krise verlangen … Es gibt nämlich keine “friedliche” Lösung zu diesem Drama – das Geld, die Ersparnisse der Deutsen, sind längst weg! … von SPD, CDU, GRÜNE und FDP … veruntreut und ins Ausland verschoben. Und mit den “Rettungsschirmen” wird genau diese Praxis weiter betrieben …
4.) … ich bin seit 2 Jahre PIRATEN-Wähler. Obwohl mir das bisherige Programm insgesamt “zu links” ist. Aber ich sehe das Programm nur als “Momentaufnahme”. Das wichtigste ist mir die Einführung der Demokratie in Deutschland. Und diesen Punkt haben ausschließßlich die PIRATEN im Programm. Ich erwarte von den PIRATEN, daßß sie Alternativen entwickeln und aufzeigen – nichts ist wichtiger in Zeiten der proklamierten Alternativlosigkeit … der besten Standort dafür ist der Bundestag …
“Ich möchte nicht, dass Menschen im Parlament sitzen, die nicht regieren möchten. Ich stelle ja beim Fussball auch keinen aufn Platz, der nicht spielen möchte, sondern nur ein bisschen Passtraining.”
= > … hier mußß man unterscheiden: … regieren “möchten”, möchten die PIRATEN m.E. durchaus! … nur “können” sie es vorerst noch nicht. Dazu sind 7,4% noch ein bißchen zu wenig, Liebe, @Kasulja!
= > … und liebe @Kasulja, erinnere dich doch mal bitte an Gerhard Schröder und seine “Sozial”-”Demokraten”!! … wollte der regieren? … NEIN, das kann man mit Sicherheit verneinen! … und die Soz’n hatten sogar die Regierungsmehrheit und wollten trotzdem nicht regieren! … erst nannte er seine Tätigkeit des Nichts-Tuns “Politik der ruhigen Hand”. Dann nach 5 Jahren hat er seine Kumpels von VW angerufen, daßß das Volk jetzt endlich mal möchte, dass er auch regiert, er aber keine Ahnung hat, wie’s geht. VW hat gerne ausgeholfen und ihm eine Kopie der “Agenda 2010″ zugeschickt. Dann hat er noch ein Jahr durchgehalten und sich dann mittels vorzeitiger Neuwahlen endgültig von der anstrengenden “Regierungsarrrbeit” zurückgezogen … Dennoch haben die 10 Jahre SPD-Politik ausgereicht, um unser Land nachhaltig zu ruinieren … Danke @SPD!
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parteien in der opposition sind nicht in der regierung.
cdu/csu fdp bilden derzeit die regierung
spd grüne linke bilden die opposition im bundestag
der ganze bundestag bildet nicht die regierung
denn cdu/csu fdp haben die mehrheit und schließen somit die gesetze
die opposition kann nur dagegen halten, denkanstöße geben, sich profilieren oder zumindest versuchen dass ein kompromiss geschlossen wird jedoch sind die anderen partein solange sie die mehrheit haben davon nicht abhängig
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cdu csu und fdp bilden aber auch nicht die Regierung. Nach Grundgesetz gilt:
“Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler und aus den Bundesministern.”
Insbesondere besteht die Regierung nicht aus den oben genannten Parteien.
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[...] Presseauftritte beeindruckt sie hat auch einen super Überblick verfasst der viel erklärtDas Grundlegende an den PiratenNun kann mich wohl keiner mehr anmachen die Piraten wären alle Spinner und langhaarige [...]
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[...] f.luebberding on 27. März 2012 Es gibt einen guten Text von Marina Weisband zum Selbstverständnis der Piraten. Es soll hier ein Aspekt angesprochen [...]
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@Maria Asuncion
” Wer sich außerhalb von rechts links positioniert entkommt ihrer Logik keineswegs sondern sticht sich nur naiv die Augen aus um die Probleme nicht zu sehen.”
——–
= > … Nein! … das Gegenteil ist richtig.
= > … es kommt … NUR … auf Sachfragen an! … der Rest ist pseudo-logischer Überbau!
= > … zur Erläuterung einige meiner Positionen samt stereotyper Standardeinordnung in das “klassische” links-rechts-Schema. Also, ich bin …
### … gegen eine weitere millionenfache Masseneinwanderung nach Deutschland! (=”rechts!”)
### … für eine höhere Besteuerung von Millionären in Deutschland (=”links!”)
### … gegen die Beteiligung der Deutschen an den Kriegen der US-Amerikaner (=”rechts!” oder/und “links!” ???)
### … für eine strengere Bestrafung von Gewalttätern. Auch jugendlichen Gewalttätern! (=”rechts!”)
### … für eine Rückabwicklung des “Euro” (=”rechts!”)
### … gegen eine übermächtige Staatsgewalt, insbesondere das totalitäre EUdSSR-Politbüro in Brüssel (=”rechts!” oder “links”!)
### … für die Entmachtung der Banken (=”links!”)
### … gegen Quotenfeminismus, Gender-Mainstreaming, übertriebene Political Correctness (=”rechts!”)
usw.
= > … vergesst “links”/”rechts” !! … was wir brauchen ist … echte Demokratie jetzt !
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Ach du grüne Neune, du bist doch hoffentlich nicht in irgendeiner verantwortlichen Position bei den Piraten?!
Reaktionär, nationalistisch, populistisch und xenophob – und du glaubst, das ließe sich nicht politisch einordnen? Eines noch: Du bist auch nur einer derer, die millionenfach masseneingewandert sind, kapier das mal!
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Nunja man kann auch ein Stück Mohnkuchen breitklopfen, das Resultat mit einem Messer in zwei Teile teilen und das Resultat links oder rechts zuordnen. Man kann es auch in 3 Teile teilen die man dann zum Beispiel Schere, Stein und Papier nennt. Die Folge ist letztendlich eine konfuse Kommunikation.
Warum das Ganze? Die Diktatur versucht (Mono)-Stabilität zu erreichen in dem mittels Gleichschaltung und Unterdrückung abweichende Meinungen unterdrückt werden. Dies funktioniert bis zu dem Punkt in dem der Aufwand für die Unterdrückung so hoch wird dass die Diktatur zusammenbricht. Das resultierende System versucht dann die Gesellschaft zu fraktionieren, (z.B. Konservative, Liberale, Sozialdemokraten, Grüne usw.) Dadurch wird einem größeren Teil der Gesellschaft Teilhabe ermöglicht, Spannungen reduziert bzw. eine Möglichkeit geschaffen Konflikte auf unblutige Art und Weise abzubauen. Die faktische Bistabilität der parlamentarischen Demokratie ist vermutlich die Ursache für das Links-Rechts-Denken.
Das Internet wiederum führt zu einer noch weiteren Differenzierung der Gesellschaft. Da gibt es plötzlich wertkonservative Grüne, Liberale die Drogen nicht legalisieren wollen und AKWs ablehnen oder konservative Homosexuelle die zum Islam konvertiert sind. Das bisherige Parteiensystem ist vermutlich nicht mehr auf Dauer fähig diese Paradoxien zu ertragen. Erschwerend kommt hinzu das Politiker nicht mehr nur öffentliche Personen sind, sondern superöffentliche Personen. Es kommt in letzter Zeit häufiger dazu das Politiker auf Grund missverständlicher Äusserungen medial zerfleischt werden. Völlig losgelößt von ihrer eigentlich gut gemeinten Intention. Kann eine representative Demokratie noch funktionieren, wenn Representanten ihre Standpunkte nicht mehr darlegen können? Wenn einige Medien nicht mehr das Gemeinte vermitteln, sondern das nicht Gemeinte aber Reininterpretierbare um der Quote Willen vermitteln? Ich bin besorgt, dass die Pressefreiheit dadurch ad absurdum geführt wird und ein Klima geschaffen wird, in dem Medienbashing salonfähig wird.
Eine direktere Demokratie könnte ein Ausweg sein. Wenn Parteien nicht mehr (angreifbare) Standpunkte kommunizieren sondern statt dessen das für und wider verschiedener Standpunkte vermitteln und die Entscheidung dem Bürger überließen. Ist Partei XY für oder gegen Thema ABC, funktioniert nicht ohne de facto Gleichschaltung. Die Realität in Partei XY ist jedoch immer dass verschiedene Positionen parallel existieren.
Warum der Koalitionsvertrag undemokratisch ist:
Von allen Bürgern die wahlberechtigt sind, gehen beinahe die Hälfte überhaupt nicht wählen.
Ein Viertel hat Parteien gewählt, die entweder durch die 5% Klausel herausfallen oder als Oppositionsparteien kaum politische Macht haben. Die restlichen Parteien bilden eine Koalition. In Deutschland ist dies aus systemischen Gründen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine größere und eine kleinere Partei. Wobei die größere Partei durch Überhangmandate noch größer gemacht wird als sie eigentlich ist. Beide Koalitionspartner können jetzt Dinge in den Koalitionsvertrag schreiben die bei einem direkten Volksentscheid nie eine Chance hätten. (z.B. Betreuungsgeld und Verlängerte AKW-Laufzeiten) Erschwerend kommt hinzu, dass der Vertrag auch dann noch wirkmächtig ist, wenn sich die Mehrheitsmeinung innerhalb der Koalition verschiebt.
Was würde passieren wenn jetzt eine Partei ins Parlament käme, die nicht einheitlich stimmt sondern einen direktdemokratischen Bypass im Parlament bildet, mit dem man nicht im herkömmlichen Sinne koalieren kann?
Anfänglich würden sich vermutlich große Koalitionen bilden. Mit der Zeit würden die etablierten Parteien lernen, dass Positionen die Mehrheitsmeinung sind auch ohne Koalition durchsetzbar wären. Dies macht es wahrscheinlicher das Parteien versuchen miteinander zu arbeiten statt gegeneinander um die Mehrheitsmeinung der Bürger für bestimmte Projekte zu gewinnen. Al la Switzerland.
Ich denke da herrscht gegenwärtig etwas Paranoia.
Die Angst der demokratischen Parteien vorm Volk, welches die “falsche” Meinung vertritt.
Falls es wider Erwarten zu völligem Chaos führen sollte, würde sich die direkte Demokratie ohnehin nicht etablieren. Das Volk wird falsche Entscheidungen treffen, genau so wie Politiker falsche Entscheidungen treffen. Und genau wie Politiker daraus lernen wird auch das Volk daraus lernen.
Würde es Indien heute besser gehen, wenn sie noch heute von den Briten fremdbeherrscht würden?
Durchaus möglich – Aber dennoch würde kaum ein Inder das ernsthaft in Erwägung ziehen.
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[...] Das Handelsblatt stellt die Inhalte dar, mit denen die Piraten punkten wollen. Marina Weisband (Marinas Lied) erklärt, wie die Piraten sich selbst sehen. DerWesten lässt Parteienforscher Gerd Langguth [...]
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[...] gibt sicher auch Grüne Piraten – mit kleinem und mit grossem G. In der Reaktion hat Marina Weisband ja Recht (siehe #4), dass die Antwort der anderen Parteien ja nicht sein kann, nur “Netzpolitik” zu sagen, [...]
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@Marina Das hast du sehr schön zusammengefasst. Wie aus meiner Großhirnrinde geschnitten und sortiert.
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[...] Von wegen die Piraten können nur Netzpolitik … *** Ich werde heute morgen in zig Interviews ungefähr dasselbe gefragt. Eigentlich auch schon seit Monaten. Es gibt ein paar Fragen, die tauchen einfach immer wieder auf, und die Öffentlichkeit und wir selbst tun uns mit ihrer Beantwortung sehr schwer. Ich halte darum hier meine Antworten auf das fest, was anscheinend am meisten interessiert und zu den meisten Missverständnissen führt.Das Grundlegende an den Piraten » Marinas Lied [...]
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Hey Leute,
ich hab heute das erste mal bei den Piraten reingeschaut, aus Interesse. Wahnsinn, so wird also jetzt Politik gemacht. Mit Rechnern und so hab ich wenig am Hut; ob das wohl einer liest und steht das auch an der richtigen Stelle? Ich hätte schon einiges zu sagen, aber zuerst braucht eine junge Partei Grundsätze.
So nach dem Motto: denkt nicht daran was der Staat für Euch tut, sondern was Ihr für den Staat tun könnt.
Denn fest steht: durch Gelaber wird man keine Volkspartei, nur Taten überzeugen, gute Taten für möglichst viele Menschen.
Was bedeutet das jetzt für Buchholz? Wem fällt was ein, wer vermisst etwas, gibts gar schon gute Ansätze die nicht weiterkommen? Potenzial hat für mich zum Beispiel der Stadtpark, also diese viel
zu kleine Fläche vor und neben dem Jugendzentrum. Hart bedrängt von den Konsumtempeln unserer Zeit
bietet sie doch ansatzweise das was jede Gemeinschaft am nötigsten hat, einen Ort der Kommunikation. ( Ich weiß,heute kommuniziert im Netz, mir reicht das aber nicht; denkt auch mal an die Alten,Kinder und Jugendlichen.) Diese Fitnessgeräte sind super, auch der Spielplatz ist hübsch, un d ein verwaschenes Schachspiel gibts auch sowie einige Sitzgelegenheiten, aber leider alles viel zu mickrig, lieblos und halbherzig. Jede 3.welt-Kleinstadt hat da mehr zu bieten, zwar nicht TÜV geprüft aber mit klarem Vorsatz.
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zu Punkt Eins: Es fehlt Wirtschaftspolitik. Und zwar nicht nur in der Aufzählung, sondern auch prinzipiell. Die Wissensgesellschaft erfordert ein der Wissensgesellschaft angepasstes Bild eines Wirtschaftssystems. In letzter Konsequenz stellt sie die Eigentumsfrage, welche ihr über das Urheberrecht nur anschneidet.
Die ist übrigens die größte potentielle Falle für die PP: Das sie ihr Wirtschaftssystem nicht zuende denkt und in einer eventuellen Verantwortung schlußendlich auf das verfällt, was viele ihrer Mitglieder im Alltag als funktionierend erlebt haben: Kapitalismus, Neoliberalismus. Ich arbeite selbst in der IT, ich weiß das wir gut verdienen…
zum Rechts/Linksbegriff
Der gesuchte Begriff ist “emanzipatorisch links”
Was ihr von den Inhalten auch seid, unabhängig davon ob das euren diversen Mini-Oswald-Metzgers nun passt oder nicht. Das mit der Freiheit bis zur Grenze der Freiheit des Anderen ist übrigens Kommunismus. Das darf man auch so nennen. Wem das peinlich ist, der darf es auch “Star Trek Future” nennen.
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Wir erleben, dass die Gesellschaft sich weltweit verändert. Wir sind mit einander vernetzt und das Hauptkapital ist (im Gegensatz zu Ackerland oder Arbeitskraft) jetzt Wissen und Information.
Ich denke in Deinem Alter darf man so denken
Ja, die Gesellschaft verändert sich weltweit, und ja, ihr seit miteinander vernetzt. Aber was ist mit denen die nicht vernetzt sind? Das sind nicht nur die Alten, das sind eben auch die Armen, die die mit Ihrer Arbeitskraft dafür sorgen, dass unser aller Leben funktioniert.
Ohne Ackerland würden wir alle verhungern. Da nützt es nicht viel die Einsteinsche Relativitätstheorie zu kennen, wenn man nicht weiss wie man an etwas zu essen kommt…
Oh, ich vergaß, es bekommen ja alle ein Grundeinkommen, damit können Sie sich dann im Siscounter ums Eck was zu essen kaufen. Nur, wer erarbeitet dieses Grundeinkommen?
Es ist nun mal eine volkswirtschaftliche Tatsache, dass nur das verbraucht werden kann was produziert wird. Mit Wissen allein wird nichts produziert. Da kann die Welt noch so vernetzt sein.
Selbst die Produktion ist inzwischen Global, unseren Lebensstandart können wir nur haben, weil in anderen Ländern der Welt die Menschen für einen Hungerlohn arbeiten – sprich deren Arbeitskraft sorgt dafür, dass wir hier gemütlich im Warmen hinter unseren Monitoren sitzen können.
Wir (alle Menschen dieser Erde) werden nie! Ackerland und Arbeitskraft gegen Wissen und Information tauschen können.
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[...] weiterlesen auf www.marinaslied.de [...]
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was ist das grundlagende an den piraten ?
nun, das wichtigste habt ihr politischen “leichtmatrosen” alle vergessen:
Wir Piraten treten an, um diejenigen Probleme zu lösen, die die anderen (sogenannten etablierten Parteien) bisher nachgewiesenermaßen nicht zu lösen imstande waren.
wenn wir diesen anspruch nicht haben, nicht mehr haben oder nie hatten, sollten wir es lassen.
unser auftrag ist, vieles im land besser zu machen, mit neuen konzepten, mit neuem denken, mit neuen personen. hierfür arbeiten wir. nicht für die presse, nicht für das ego, nicht für den politbetrieb. sondern für die menschen im land. und nur für die.
vergesst das nie !
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“Wir Piraten treten an, um diejenigen Probleme zu lösen, die die anderen (sogenannten etablierten Parteien) bisher nachgewiesenermaßen nicht zu lösen imstande waren.”
Dazu fehlt jedoch der Mut die richtigen Fragen zu stellen. Sein bestimmt Bewußtsein und es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Will sagen: Die Piraten müssten erst einmal das System in Frage stellen, welches sie hervor gerufen hat.
Sämtliche Debatten über Wissensgesellschaft/Wissensökonomie/Urheberrecht/usw die sich einfach nicht an die Eigentumsfrage herantrauen, sind in etwa genau so ein Firlefanz, wie Politgelaber beim abendlichen Studenten-Sit-In.
Insofern erfüllt die PP aktuell keinen anderen Zweck als einen Systemstabilisierenden.
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Liebe Marina,
was sagst Du zu folgendem Bericht:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/tatort-regisseur-niki-stein-unter-piraten-11723444.html
Ich mag die Piraten und verfolge aufmerksam Eure Entwicklung. Gleichzeitig stimme ich obigem Beitrag uneingeschraenkt zu. Die Piraten sprechen unser Grundbeduerfnis nach ehrlicher Politik an. Dies ist grossartig. Euer Verhaeltnis zum Thema “Eigentum” ist aber in meinen Augen problematisch. Was wuerdest Du Niki Stein antworten?
Beste Gruesse aus den USA sendet Dir Clemens
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Ich finde, dass das bedingungslose Grundeinkommen (bGE) eine Menge von Problemen lösen würde, und daher eines der Grundpfeiler der Piraten bleiben sollte, und da nicht zurückgerudert werden sollte.
Die Drohung von Lobbyisten, Arbeitsplätze zu vernichten, würde grösstenteils ins Leere laufen.
Nicht nur die Arbeitslosen (Hartz4-Empfänger) würden vom bGE profitieren, sondern auch jene, die noch eine Erwerbsarbeit haben (denn eine Garantie, diesen Arbeitsplatz zu behalten oder danach wieder einen Arbeitsplatz zu bekommen, ist nicht gegeben). Daher würde diesen die Existenzangst genommen werden, und dies hätte einen positiven Einfluss darauf, keine Depressionen und damit einhergehende Krankheiten zu bekommen: dies sollte man nicht unterschätzen. Damit in Zusammenhang stehende Krankenkosten würden zurückgehen. Die anderen positiven Effekte wurden bereits erwähnt.
Eingespart würden daher (in der Gegenrechnung): BaFöG, Elterngeld, Kindergeld, KV-Beiträge (siehe meinen Beitrag), Arbeitsamtkosten (Kontrolle, Verwaltung), und wem mehr einfällt, kann dies gern ergänzen.
Bei Auslandskriegen (Stichwort Afghanistan) würde ich hier gern meine momentane persönliche und womöglich dilettantische Meinung kundtun, vielleicht kann man etwas davon in die Überlegungen darüber einbetten.
Es sollten nur Soldaten dahin geschickt werden, die sich explizit und freiwillig dafür gemeldet haben. und deren Familien sollen ebenfalls dafür sein. Dann, denke ich, würde sich das Problem grösstenteils von selbst erledigen.
Ich finde nicht, dass das Programm der Piraten keine Inhalte hätte, sondern dass sie Grundlagen hat, die daraus resultierende Problemstellungen nach und nach lösen würden, siehe mein Beispiel vom bGE, sodass eigentlich eine ganzheitliche und grundsätzliche Problemlösung angestrebt wird, und nicht nur ein Herumdoktern an Einzelproblemen.
Und über die Plakat-Sprüche müsste eingehender nachgedacht werden. Mir sagen die Plakate gar nichts, ausser Sprechblasen, die wir in dieser Form bereits gewohnt sind. Den Platz könnte man nutzen, um das Programm öffentlich zu machen.
Vorschläge (oder so ahnlich):
### “Drogenfreigabe? Nein!
Stattdessen:
Entkriminalisierung der Drogenabhängigen und Aufklärung!”
### “Übereilte Schnellschüsse!? Nein!
Stattdessen:
Durchdachte und nachhaltige Lösungen!”
usw.
“…Weitere Informationen, hier und dort …”
Könnt ihr was damit anfangen?
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