Das Jahr 2011 war für mich das vielleicht aufregendste Jahr meines Lebens. Ich habe nicht nur in politischer Hinsicht viel gelernt, sondern auch viele Erfahrungen über die Gesellschaft als solche gesammelt. Und auch wenn ich in Zukunft nicht mehr in der Politik sein sollte, halte ich meine Beobachtungen doch für dokumentierenswert. Insofern beschäftigt sich dieser Artikel nicht mit speziellen politischen Inhalten, sondern mit der Beziehung von Politikern und Bürgern im Zeitalter des Internets.
Ich kämpfe, seit ich in diesem Amt bin, unter Anderem auch dafür, das Bild des Politikers zu ändern. Ich schrieb bereits darüber, dass ich finde, dass MENSCHEN Politik machen sollten. Politik sollte nahbar sein, durchsichtig, niedrigschwellig, vertrauensvoll. Mir war immer klar, dass das eine Utopie ist, aber ich dachte, ein kleines Stück davon kann man ja wenigstens durch Beispiel verwirklichen.
Ich hatte Politiker kritisiert, die nie persönlich auf Emails antworten. Die man nicht erreichen kann. Die nicht auf Kritik eingehen. Die immer in verdunkelten Autos rumfahren, nie Fremden zuhören und nichts Menschliches zeigen.
Seit ich selbst zu einer gewissen Bekanntheit gelangt bin, muss ich meine Erfahrungen hier teilen, weil ich plötzlich mehr Gründe dafür verstehe. Früher dachte ich, diese Politiker seien eitel, von sich eingenommen, weltfremd. Aber ich fürchte, es gibt gewichtigere Gründe.
Im Moment bekomme ich wahnsinnig viel Zuspruch und Unterstützung, weil es eine riesige Aufgabe ist, für eine große Partei zu sprechen, und sich vorher über so ziemlich alle Themengebiete informieren zu müssen, als hätte man sie mindestens zwei Semester studiert. Es wird von mir mitmal erwartet, dass ich Experte in jedem Bereich bin, in dem meine Partei etwas fordert und ich tue mein Bestes, um zu lernen und dem nach zu kommen. Dennoch bekomme ich viel Kritik. Das ist erstmal natürlich gut, weil ich auch die einbaue und daraus lerne. Ich dachte, so kann es funktionieren. Ich muss allerdings an dieser Stelle auch sagen, dass ich sehr viel Kritik bekomme, die – sagen wir – nicht konstruktiv ist. Was ich meine sind Beschimpfungen, Beleidigungen, Unterstellungen, Analysen meiner Psyche und soetwas. Sie sind in Emails, in Tweets, in den Kommentaren dieses Blogs. Ich lese das, denn es könnte ja was Berechtigtes darunter sein, es könnte ja ein hilfreicher Hinweis sein.
Ich erwische mich aber dabei, dass ich immer mehr einfach ungelesen lösche. Ich bekomme inzwischen keine Benachrichtigung über neue Kommentare mehr, obwohl ich früher jeden Kommentar hier aufmerksam gelesen habe.
Es scheint so zu sein, dass zu einer gewissem Bekanntheit ganz automatisch ein paar Leute mitgeliefert werden, die einen ohne Grund hassen, die beleidigen, die meinen, einen zu kennen und zu durchschauen, ohne einem je begegnet zu sein. Es ist völlig egal, was man tut, diese Personen sind immer da und sie sind laut. Und wenn man sie aufmerksam liest, verletzen sie einen einfach, ohne irgendwas Besseres zu hinterlassen.
Und natürlich gibt es auch die – weit weniger schlimmen – Kandidaten, die glauben, das man alles tun und alles richten kann. Sie wenden sich dann persönlich an einen mit einem Nachbarschaftsstreit oder mit einer problematischen Lebenslage und hoffen, dass man ihnen helfen kann. Irgendwann werden diese vereinzelten Anfragen zu einer Lawine, unter der man unterzugehen droht.
Und mitmal verstehe ich: Die Vorzimmermitarbeiter, die Emails vorsortieren, sind genau gegen soetwas gut. Sie sind der einzige Weg, wie Politiker überhaupt funktionsfähig bleiben können. Die verdunkelten Autofensterscheiben, der wenige persönliche Kontakt. Alles ergibt Sinn. Insofern müssen wir also vielleicht davon absehen, den Politikern allein die Schuld daran zu geben, dass sie sich mit zunehmender Karrierestufe immer weiter von der Bevölkerung distanzieren. Es ist vielmehr ein strukturielles Problem. Es besteht nicht nur eine Politikerverdrossenheit seitens der Bürger, es herrscht wohlmöglich in einigen Fällen einfach auch eine “Bürgerverdrossenheit” seitens der Politiker.
Von meinen Freunden bekomme ich in dieser Zeit immer wieder den Hinweis: Ignorier diese Penner einfach. Schaff dir ein dickes Fell an. Man braucht ein dickes Fell in der Politik.
Ein dickes Fell hat nun aber auch die Schattenseite, dass es isoliert. Also auch konstruktive Kritik abschirmt. Es macht weniger empfindlich und weltfremd. Das ist, was es mit sich führt. Je weiter ich mich selbst gegen Kontakt von anderen Menschen absperre, desto weniger repräsentativ wird die Gruppe, mit der ich mich umgebe.
Ist es also das? Steht der Politiker wirklich in dem Dilemma, nahbar, aber handlungsunfähig und psychisch belastet zu sein, oder aber produktiv, dafür unnahbar und kühl? Ist das eines der großen Probleme von flachen Hierarchien, Mitbestimmung? Bilden wir uns nur ein, dass es funktionieren könnte?
Ich bemerke, dass ich außerstande bin, etwas dagegen zu tun. Denn ich glaube, das Problem liegt darin, dass vielen nicht klar ist, dass ihre Äußerungen gelesen werden, und zwar von einem Menschen, und zwar von einem mit Gefühlen. Die meisten wissen es zwar, aber sie denken nicht weiter darüber nach. Sie sind neidisch, oder unzufrieden und sie machen ihren Emotionen Raum. Es sind möglicherweise sogar dieselben Menschen, die immer schimpfen: “Die da oben hören doch eh nicht auf uns”. Gleichzeitig sorgen sie aber selbst dafür, dass das so bleibt. Welcher Politiker würde schon auf jemanden hören, der ihn nur beleidigt? An diesem Kreislauf ist von beiden Seiten zu arbeiten. Politiker müssen nahbar werden. Aber mit dem Aufkommen des Internets, mit der neuen Vernetzung und der unmittelbaren Erreichbarkeit von Politikern, fällt auch dem Bürger ein größeres Maß an Verantwortung zu. Und die beinhaltet, drei Sekunden darüber nachzudenken, was sie schreiben und was das bringen wird, ehe sie es tun.
Es wird auch weiterhin genug Personen geben, die schreiben: “Die lügt doch nur”, “Die drückt auf die Tränendrüse” und so weiter. Ich sehe die Kommentare schon vor mir. Aber so lange ich in diesem Feld bleibe, werde ich mich jedenfalls nicht ändern. Ich werde mir keine “dickere Haut” zulegen, meine Haut ist dick genug. Ich werde meine Ohren nicht verschließen. Ich bin ein Experiment. Kann eine Gemeinschaft einen Politiker machen? Können wir die Politik dadurch verändern?
Es ist völlig utopisch und töricht und dumm. Aber ich könnte es mir jedenfalls nicht verzeihen, es nicht zumindest zu versuchen.

Respekt!
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Hallo, habe gestern die Sendung Maybrit Illner gesehen und ich muss sagen,
liebe Marina. du bist für dein Alter gescheit und lasse dir in der Politik deine Meinungen nicht verbieten.Ich könnte vom Alter her deine Mutti sein, aber ich finde deine gesunde Denkweise sehr gut.Mache es weiter so.Schade,dass du nicht noch mehr sagen konntest,weil die andere Herrschaften sich wichtig machen wollten, Du hast vollkommen recht gehabt, die redeten um den heißen Brei rum, ohne konkrete,präzise Äußerungen- wir beim Fall Wulff. Kindergarten von Erwachsenen älteren Politiker
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toller artikel und klasse einstellung dazu. fände es super, wenn du tatsächlich was bewegen kannst …
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Ich finde es immer wieder interessant, was du schreibst und du beschreibst es ja schon selbst – es gibt einem mehr Einblicke und macht dich als Politikerin nahbarer, da man mehr als nur eine funktionierende kalte Hülle sieht. Ich fühle mich als Bürger auch besser aufgehoben, wenn man spürt, dass mich richtige “Menschen” regieren.
Ich hoffe, dass sich für dich irgendein Weg findet, dass du nicht dadurch kaputtgemacht wirst, denn es ist toll, dass du es versuchst!
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Ein guter Beitrag! Danke dafür und für den Einblick!
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Du hast die Kerze an beiden Enden angezündet. Sie leuchtet dann heller, brennt aber auch schneller ab.
Hot debate. What do you think?
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Respekt! Ich muss dir meinen ehrlichen Respekt dafür ausdrücken, dass du den Druck der auf dir lastet so nüchtern analysierst. Es ist sehr interessant zu sehen, dass du deine Erfahrungen so offen mit uns teilst. Vielen Menschen stände ein besserer Umgangston gut zu Gesicht, leider erscheint vielen Wohl das Beleidigen, Flamen, shitstormen, etc pp der einzige Weg zu sein aus ihrer eigenen, gefühlten, Machtlosigkeit auszubrechen. Da stimme ich dir voll und ganz zu, dass das wirklich schade ist und dass sich viele Leute damit die Chance gehört zu werden selber verbauen. Gerade wegen solchen Leuten wird deine und eure Arbeit um so bewundernswerter. Es ist verständlich wenn man sich verschließt, ich selber würde in solch einer Situation wohl auch ins grübeln kommen ob das alles so eienn Sinn hat, aber es beweist waren Mut, dass du dich nicht verschließt. Dafür möchte ich dir danken.
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Unter Sozialarbeitern hörte ich mal den Spruch: “Wer ganz offen ist, ist nicht ganz dicht” Vielleicht gilt das eben auch im Umgang mit den Medien und der Politik ganz allgemein……Leider. Alle, die nur mäßig erfolgreich auf unteren Ebenen agieren, haben Glück. Sie haben wenige Neider, sie können mehr Angriffsfläche zeigen. Die Menschen, die sehr erfolgreich sind, überleben nur, wenn sie sich abgrenzen. Vielleicht mußt Du Dich für einen Weg entscheiden. Aber danke für die ehrlichen Worte! Und die schönen Zeichnungen!
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Ich hoffe, dass die Menschen, die sich hier angesprochen fühlen sollten, nein, müssen (!), es auch annehmen können.
Danke für diesen Beitrag, Marina. Du sprichst mir in vielen Punkten aus der Seele.
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wir kennen uns net, aber ich danke dir dafür das du viel meiner arbeit abnimmst: eine meiner Standard antworten zum Thema Piraten ist, guck was afelia dazu sagt/ schreibt.
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Ich wünsche dir alle Kraft der Welt und dass du dein Ziel erreichst.
Mach weiter so, für die meisten Piraten bist du eine große Inspiration.
Ich wünschte ich wäre mit meinen 30 Jahren so weitsichtig und “weise”, wie du jetzt schon bist.
Danke!!! Dafür, dass du da bist und dafür, dass du so bist wie du bist.
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die leut denken nicht dran, dass sie hunderttausende sind, und du nur eine. sie müssten irgendwie selber spüren, dass sie jemanden erdrücken, wenn sie nicht rücksicht nehmen.
danke für die viele arbeit.
die signalwirkung ist sehr gross, weil wir eine situation haben, wo es wieder gespürt wird, dass das herz in politik und medien fehlt.
die meisten medien tragen nur dazu bei, schlechtes benehmen zu fördern, siehe die fox-nahen casting shows, wo in den foren nach strich und faden gedisst und gemobbt wird, und die gazetten spielen es vor.
es scheint eine maschine zu geben, die die politik gemäss dem modell der casting shows und deren jurys formt. es werden akteure rauf und runter geschrieben, unter vermeidung von inhalten. umgekehrt gigantische detaillierte forschung, wie man am besten “opinion” fabriziert.
du bist so antizyklisch, dass es ein fanal ist! ^-^
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Hallo Marina!
Auch wenn es manchmal schwer sein dürfte – ich hab den Spaß etwas tiefer auf der Piratenleiter schon durch – bleib bitte, wie du bist. Denn so wünsche ich mir Politiker. Als Menschen, die Politik machen. Sei kein Roboter, sei so nahbar wie von Anfang an. Sei einfach du. Ignorante Phrasenroboter haben wir mehr als genug.
daumendrückend,
Alexander “alexkid” Magnus
@doofkatze / @AMagnus_Piraten
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Ich kenne dich nicht und ich les erst seit kurzem was du machst und was die Piraten machen. Aber Ich habe den Eindruck, dass du ein guter Mensch bist. Ich hab keine Idee was du in dieser Situation machen kannst um dich besser zu fühlen oder besser damit klar zu kommen
Pass auf dich selbst auf und bleib dir treu. Was aber ziemlich schwer zu sein scheint, wenn man nicht kaputt gehen will. Dennoch was ihr alle macht inspiriert mich und weckt den Wunsch in mir selbst aktiv zu werden, weil ich echt zum ersten mal das Gefühl habe, selbst etwas bewirken zu können. Und das finde ich erstaunlich.
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Hallo Marina,
es tut wohl deine offenen Worte zu lesen. Du hast mein vollstes Mitgefühl.Gerade heute habe ich überlegt ob diese kurze Art sich mitzuteilen bei Twitter z. B. nicht geradezu eine Einladung an all jene ist, die ihre innere Unzufriedenheit meist unbewusst auf andere abladen. Ich bin manches Mal so erschrocken, wie schnell Menschen in Schubladen und Kategorien gesteckt werden, wie Rechthaberei und Ausgrenzung statt Nachfragen und Interesse die Debatten kennzeichnet.
Es stimmt Politiker und Politikerinnen dienen als Punchingball einerseits und sollen andererseits Wünsche erfüllen, die kein Mensch erfüllen kann.
Lass dich bitte nicht entmutigen, aber schütze dich auch, damit deine Seele keinen Schaden nimmt.
Liebe Grüße
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In einem Tagebucheintrag notierte Lew Tolstoi diesen schönen Satz: Man kann alles aussprechen, sich Luft machen, ohne jemanden zu verdammen. Ich denke, er kann als Grundsatz zu all den sehr hasserfüllten Kommentaren gelten.
Was die Nähe betrifft, ist es doch leichte Mathematik: je mehr Menschen Dein Haus betreten, desto enger, lauter und unmöglicher werden Dialoge. Es ist also in Ordnung zu filtern. Nähe bedeutet nicht, jeder persönlichen Frage eine Antwort zu schenken, sondern diese wahrzunehmen und sie zu begreifen. Ich verfolge eure Partei und Dich schon eine Weile, ich fühle mich wahrgenommen. Vergleiche doch einfach mal Deinen Twitter-Account mit dem anderer.
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anderer Politiker, sollte das noch heißen. (Meine Finger und die Eingabetaste sind für ihre verbotenen Tänze bekannt.)
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ich mag dich
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Meine Erfahrungen nach einer Zeit mit Politik – einmal als Gestalter, dann als Betroffener von Gestaltern, ist auf einen Nenner zu bringen: Man braucht gute Menschenkenntnis, denn bei Erfolg hast Du Bewunderer und Neider im Verhältnis 30:70. Lerne die Charaktere kennen und bleibe immer – wie man so schön sagt – authentisch. Zeige Dich so wie Du bist. Fehler werden dann verziehen, wenn sie gezeigt und nicht anschließend erklärt werden müssen (Positiv: Käßmann, negativ: Wulff, Guttenberg). Halte Kontakte zu “normalen Menschen”, die nicht Teil der Kamarilla sind. Sie sollen Dir helfen, die “Sprache” auf einem normalen Level zu halten. Deren Kritik ist sehr wichtig, denn die Politikerkaste bildet Sprachmuster aus, die alle anderen zum Kotzen finden. Das ist die “Betroffenheits-” und “Entrüstungssprache”. Negativbeispiel Nahles: “Nahles nennt Wulffs Verhalten “unerträglich” und der Plural von Bürger ist im Deutschen nicht BürgerInnen und auch nicht “Bürgerinnen und Bürger”, sondern “Bürger”. Das Neusprech verwechselt leider Genus mit Sexus und alles braucht dann doppelt Zeit, wenn immer “diskriminierungsfreie” poltisch korrekte Sprechblasen abgepfiffen werden. Lieber politisch unkorrekt und von Herzen, als chemisch gereinigte Sprüche, die jeder sagen kann.
Vielleicht später mal mehr. Gute Nacht für heute.
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Vielen Dank, das sind gute Tipps.
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@Friedemann: Abgesehen vom letzten Punkt find ich das alles richtig. Aber: Kein Mensch, außer Politikern, sagt “Bürger”, es sind Menschen, Leute oder Damen und Herren (oder ähnliches)… Und an bestimmten Stellen eingesetzt, kann auch die “politisch korrekte” Ansprache beider Geschlechter authentisch sein.
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Super. Weiter so, bitte.
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politischer Literaturtip:
El Filibusterismo/The Reign of Greed by Jose Rizal
Es geht da u.a. ums Doppelspiel und um das “hinten anschieben”, damit einer zu schnell in die falsche Richtung fährt und crasht, während er es für Unterstützung hält.
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Du bist womöglich noch jung genug, um weise zu sein.
Ja, die Leute erwarten sich schon viel: Dickes Fell, aber sensibel sein. Professionell sein, aber auch authentisch bitte. Da kann man sich nach Belieben zerreiben lassen. Man will einen Übermenschen, aber nahbar soll er sein.
Wir sehen ja, welcher Typus Mensch an der Spitze überdauern kann ohne Magengeschwür. Das ist offenbar genau das, was in der Praxis funktioniert. Keiner mag es so und jeder sieht, es geht nicht anders. Man ist verdrossen voneinander und arrangiert sich bestens. Die Schuldfrage ist für jeden geklärt, die Psyche entlastet. – Sind wir reif für den offenen Politiker?
Jeder Politiker will ja als Mensch gesehen werden, am besten als sympathischer. Nur, Mensch is man außerhalb der Politik, nicht innerhalb. Fast niemand würde sagen, er hätte sich mit einer Entscheidung wirklich schwer getan, er wäre unglücklich wegen eines Fehlers oder gar, er wäre sehr froh gewesen, von seinen politischen Gegnern mit guten Argumenten auf den Boden zurückgeholt worden zu sein. Mensch sein als Politiker heißt wohl mehr, seinen Saumagen mit Freude zu essen und seinen Kindern Gute-Nacht- Geschichten zu lesen.
Der Politik stünde es schon gut an, wissenschaftlicher zu sein dort, wo man offene Fragen mit Studien untersuchen kann, und bescheidener, wo die Realität einfach so komplex ist, dass man besser erstmal sich zurückhält. Wir brauchen mehr Forscher, weniger Prediger. Aber dann sagt man ja: keine Experimente!
Und jemand muss schon wissen, wo es lang geht…
Sollte jetzt besser schlafen als zu später Stunde schwadronieren, aber … Respekt vor deinem Bemühen, aufrichtig! Und viel Glück!
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das grundproblem einer hierarchisierten gesellschaft ist dass wir einzelne personen als projektionsfläche benutzen können auf die man alles abladen kann was einem nicht gefällt. für uns bürger ist das praktisch, weil man nicht selbst verantwortung übernehmen muss. politik sollte aber alle angehen und nicht nur auf eine kaste vermeintlich unfähiger abgewälzt werden. trotzdem ist aber eine repräsentative stellvertreterpolitik wichtig um nicht alle jene auszuschliessen die keine ahnung haben oder keine lust haben selbst aktiv zu werden. liquid democracy finde ich dahingehend einen sehr guten ansatz. niedrigschwelligkeit ist wichtig um nörgler sinnvoll einbinden zu können. auch wenn sie keine im gesamten gesehen guten repräsentanten sind können sie sich so trotzdem sinnvoll einbringen. die ständige nörgelei ist ja ein ausdruck von machtlosigkeit, jeder sollte aber machtvoll sein.
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Du verdienst höchsten Respekt. Ich bin wahrlich (noch?) kein Fan der Piratenpartei, aber dein Blogpost
toll und bedrückend zugleich.
Bleib dran! So, wie du aktuell arbeitest und dich bei Auftritten gibst, ist das schon ganz fein und sympathisch. Und so gefallen Politiker, auch mir, am Besten.
Viel Erfolg in der Zukunft
Ingo
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Hallo Marina,
ich finde interessant, was Du gebloggt hast. Es passt zu den Sorgen, die ich mir inzwischen unbekannterweise etwas um Dich mache. Du schreibst, Du seist ein Experiment. Wenn Du es so siehst…
Allerdings schwingt mir bei dem Wort “Experiment” auf so eine unangenehme Art das Wort “Scheitern” mit und ich habe wenig Lust, Dir einfach so unkommentiert beim Scheitern zuzusehen. Im Gegenteil. Du bist wichtig für viele Menschen. Auch ich z.B. fühle mich zu einem gewissen Teil auch durch Dich persönlich inspiriert, mich wieder politisch zu beteiligen.
Die Sendung bei Lanz neulich war ja insgesamt etwas durchwachsen, aber Du hast dort etwas sehr Schönes gesagt, nämlich, dass Du als Politikerin von Deinen Wählern das Recht zur Ausübung von Macht übertragen bekommen hast und dadurch in der Verantwortung stehst, sprich, Dich verpflichtet fühlst, mit dieser Macht transparent umzugehen…
Das war für mich das beste Statement des Abends, denn es ist so wahr. Diese einfache Wahrheit sollte eine Pflicht für jeden “Macht”-menschen sein. Und dass Du diese Pflicht so ernst nimmst, glaube ich (und nicht nur ich) Dir und es ehrt Dich. *respekt*
Andererseits, so wie es keine Rechte ohne Pflichten geben darf, darf es auch keine Pflicht ohne Recht geben.
In diesem Fall steht Deiner Pflicht zur Offenheit und Transparenz als Amtsträgerin gleichzeitig Dein Recht auf Schutz Deiner Privatsphäre und inneren Stabilität gegenüber. Machst Du keine Pause von der Öffentlichkeit und Transparenz, und fängst Du nicht irgendwann (bald) an, die Öffentlichkeit in ihre gesunden Schranken zu weisen, werden Teile der Öffentlichkeit Dich und/oder Deinen Körper aufgrund ihrer schier übermenschlichen emotionalen Rücksichtslosigkeit, in die Resignation treiben. Wenn Du erwartest, Du könntest Dir alles, was da reinkommt über längere Zeit ungefiltert durch Hirn und Herz schieben, dann überforderst Du Dich meiner Meinung nach.
Bei allem Respekt, aber niemand hält das aus. Und ich wage sogar zu behaupten, niemand, der Dich schätzt, erwartet das von Dir. Im Gegenteil. Du darfst Dich nicht aufreiben. Gerade weil Du, und gerade DU, dieses Amt übernommen hast, musst Du fit und gelassen bleiben. Du bist wichtig, denn Du inspirierst Menschen, die den Glauben an ernsthafte und aufrichtige Menschen in der Politik verloren haben. Wenn Du kaputt gehst und in ein paar Monaten wegen innerer oder äußerer Erschöpfung aufgibst, hat keiner etwas davon. Dann haben doch nur die gewonnen, die Dein Pflichtbewusstsein für ihren Dreck ausnutzen.
Die Kunst als öffentliche Person sowohl innerlich als auch äußerlich gesund zu bleiben, liegt halt darin, einen angemessenen Filtermechanismus gegenüber der Öffentlichkeit aufzubauen. Hier MUSST Du (bald!) eine Regelung für Dich und die Öffentlichkeit finden. Schaffst Du das nicht, wirst Du entweder öffentlich scheitern oder innerlich beschädigt werden, oder beides. Vielleicht hilft es Dir ja, dieses notwendige Maß an Abgrenzung als Teil Deiner Aufgabe zu begreifen. Du hast das Recht Dich zu schützen und im Grunde sogar die Pflicht, also solltest Du es auch tun.
So wie Du, bin auch ich kein Profi
, aber meiner Ansicht nach solltest Du folgende Maßnahmen ins Auge fassen:
1. Mach mal ne Pause von all dem…wenigstens 1 Tag lang. Besser 1 Woche.
2. Mache regelmäßig so eine Pause. Wenigstens einmal die Woche.
3. Richte eine klare Trennung zwischen öffentlicher und privater Kommunikation ein
4. Lass die öffentliche Kommunikation auch durch die “Öffentlichkeit” filtern (entweder z.B. hier im Blog für alle sichtbar, oder bei Mails etc. durch eine Person Deines Vertrauens, die den JOB hat, diese “öffentlichen” Nachrichten an Dich zu puffern (und wenn sie sie nur grob vorsortiert und echte Hassmails etc. rausnimmt und Dich eventuell mit ihren Worten darüber informiert oder so). Wie gesagt, hier liegt es in Deinem Ermessen, wie dick Du dieses Schild machst.) Auf alle Fälle gilt: Wer Dich über öffentliche Kanäle angreift, muss zu spüren kriegen, dass er das öffentlich tut. Merke: Transparenz ist keine Einbahnstraße. ok?
Soweit erstmal…
Pass bloß auf Dich auf und schöne Grüße übrigens auch an Dein inneres Kind, das malt hübsche Sachen. Ehrlich.
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Für öffentliche Kommunikation wie die Kommentare hier würde ich mir einen Crowdsourcing-Filter installieren, so dass die Nutzer voten können, ob ein Kommentar “gut” (also konstruktiv, hilfreich, sachlich etc.) oder “schlecht” (also Flame, Spam, X-te Wiederholung eines uralten Kommentars, etc.) ist und mich dann vornehmlich mit den guten Kommentaren beschäftigen.
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Klasse Idee! Verusche ich sofort umzusetzen!! DANKE!!!!
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Das Problem mit “likes” und “dislikes” ist häufig, dass damit nicht die Qualität der Aussage sondern die Zustimmung zu der Meinung bewertet wird, selbst wenn die “anleitung” etwas anderes verlangt. Dass dabei Plattitüden, die der Mehrheitsmeinung entsprechen durchkommen ist für einen ersten Filter hinnehmbar. Viel unglücklicher ist, dass konstruktive Aussenseitermeinungen damit unterdrückt werden. Aussenseiter im Sinne von abweichend von der Mehrheitsmeinung im Kommentar. Kann auch gut gehen: So funktioniert die Bewertung im allgemeinen heise Forum recht gut, bei Telepolis aber gar nicht.
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Liebe Marina,
ich habe mal gehört: “Wenn ich wohlgemut und ohne große Schutzausrüstung in den Dschungel gehe, bin ich am besten geschützt!” Das mache ich immer mehr, also das Experiment “Radikale Ehrlichkeit”! Zu mir und zu allen anderen!
Frohe Wanderschaft wünscht die Ulrike aus Dresden
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Liebe Marina,
ich hoffe du hältst durch und bleibst weiter so wie du bist. Die Offenheit, die du uns allen gerade vorlebst ist für mich persönlich ein Lichtblick und doch eigentlich genau das, wonach die ganzen Meckerer immer schreien.
Es wird bestimmt nicht leicht werden, ein Verhaltensschema das sich über Jahre herausgebildet hat, zu durchbrechen. Daran müssen alle Seiten arbeiten, Politiker, Bürger und nicht zuletzt die Medien.
Nun hat endlich mal jemand den ersten Schritt gemacht!!!
Ich hoffe andere (Politiker) tun es dir gleich und die “Gegenseite” (Bürger und Medien) nehmen die Chance wahr und kommen nun auch ein wenig aus ihren verkrusteten Handlungsschemata heraus.Man kann es unserem Land nur wünschen.
Marina, bitte bleib dran!!
LG
Jochen
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Du bist toll und ich wünsche mir, dass du noch lange, lange in der Politik bleibst!
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Ich finde schon dass es dir sehr gut zu Gesicht steht sich nicht von den kritischen Stimmen unterkriegen zu lassen, und eben etwas “offener” zu sein als der sonnenbebrillte Limousinenplitiker. Wenn man sich die ganzen Presseartikel anschaut in denen wirklich viel Beledigungen stehen dann wird klar was Sache ist. Die konservativen Kräfte haben Angst vor dir weil du gut bist und ihnen deshalb gefährlich wirst, und sie sich am vorgehaltenen Spiegel erschrecken.
Die wollen dir die Sache nur mies machen und wenn sie es schaffen wird frohlockt: “Na servus, des war höxte zeit, Herrschafftn.”
Grüazi, Schnucki
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man darf die bidirektionale verbindung zur basis nicht zerbrechen lassen.
sag deinem parlamentarier: “du sollst mich vertreten, nicht mich beherrschen!”
die grossparteien sind hinterzimmer-hierarchien und die kleinen in der provinz vermissen jede bodenständigkeit und reale befassung mit dem, womit sie selber als mitglieder zu tun haben.
weiters will man nicht zugeben, dass das opinion making auf massenbasis durch showbiz funktioniert, die schlimmsten sind rtl und bild. infotainment ist eben showbiz und folgt seinen gesetzen.
doch bisher ist es outgesourct.
marina selbst ist ein gigantisches showbiz talent. sie muss nicht outsourcen, sie kann dem schmidt und raab usw auf augenhöhe begegnen. das ist nur legitim, und innerhalb der partei sollte der vorteil erkannt werden. wer ist denn noch?! in A der strache. oder guttenberg und gemahlin. ne?
also haut rein! konkurriert die, wo ihr nur könnt, und erlaubt wieder den inhalten selber, die direkte connection nach aussen zu nutzen.
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Hi Marina!
Keep on rockin!Geh unbeirrt deinen Weg und lass dir von anderen Deppen nix einreden.
Du machst deine Sache hervorragend, und vielviel besser als die anderen politischen Schwachmaten da draußen!
The Force will be with You!
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Du wirfst Da einen Punkt auf der berechtigt ist und die Antwort ist zwangsweise, das ab einem gewissen Grad von Bekanntheit Handlungsunfähigkeit entsteht wenn der Politiker (Du) jedwede Kommunikation selbst lesen, erfassen und beantworten will. Wir haben 82.000.000 Einwohner, wenn nur jeder 1.000ste Dir 1 mal im Jahr was schreibt (E-Mail, Kommentar, Tweet etc.) dann sind das 82.000 Vorgänge auf die Du reagieren müßtest.
Deswegen ist eine Person die deine Präferenzen kennt und als sinnvoller Filter für z.B. E-Mails wirkt eine sinnvolle Maßnahme um die Handlungsfähigkeit zu erhalten. Du muß nur den Filter sinnvoll “konfigurieren”. Der muß eben auf jeden Fall durchlässig für konstruktive Kritik und gute Vorschläge sein. Auch über die Anzahl und die grobe Zielrichtung von “Hatemail” sollte “der Filter” informieren ohne dich den meist irrationalen Inhalten auszusetzen.
Das bedeutet ja keinesfalls das Du dich abschottest, wie es die Politiker heute tun. Das ist schlicht und einfach eine Maßnahme das Informationspensum auf ein Maß herunterzubrechen, das es in “normalen” Arbeitszeitgrenzen” erledigbar ist. Das zu machen ist ab einem bestimmten Punkt, welchen Du scheinbar gerade passierst, alternativlos, es sei denn wir schaffen es die Erdrotation zu verlangsamen und 1 Tag hat dann 36 Stunden
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Liebe Marina,
vielleicht ist ein Problem, dass Du immer die Verantwortung siehst, dass du uns Piraten ja auch repräsentierst – deswegen bemühst Du Dich um ein Bild, das immer positiv ist. Zum transparenten Politker gehört meiner Meinung nach auch, dass man mal wütet und zurückschimpft. Ich glaube, ehrliche Emotionen sind die, die allgemein in den Medien fehlen. Und wenn man die letzten Wochen fern gesehen hat, dann hat mir zum Beispiel bei Faxe im ersten Teil echt gefehlt, dass er mal sagt: “Herr Lanz, stellen Sie bitte vernünftige Fragen, sonst können wir das gleich lassen!”
Rante und rage, wenn Dir danach ist, bezeichne einen Troll als solchen und mach Twitter aus, wenn es Dir zu viel wird. Wir könnten kein größeres Glück haben, als Dich im BuVo!
LG Hollarius
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die taktik der boulevardpresse und Tv-magazine ist die leute solange zu triezen bis sie austicken und genau diesen moment der welt zu präsentieren, natürlich in destruktiver absicht. es braucht kulturelles geschick, den spiess umzudrehen. bin da aber optimistisch.
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Vielleicht wärs da ja mal ne Option, sich nen Sonneborn-Modus zuzulegen und dann bei lächerlichen Fragen einfach auch lächerliche Antworten zu liefern.
Ganz nach dem Motto: Willste Satire, bekommste Satire
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Dein Beitrag zeigt wieder einmal,dass Du Marina ein Mensch geblieben bist. Bleib bitte auch einer. Die Idee mit den Pausen ist glaube ich die Beste!
Kopf hoch!
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Für mich sind das zwei paar Schuhe, natürlich gibt es die genannten Gruppen: Foren-Trolle, Leute mit zu viel Freizeit, Besserwisser, … und natürlich braucht man Angestellte, die einem solche Dinge vorsortieren, aber das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass man eine Mauer zum Bürger aufbauen muss.
Was sich die Politik der letzten Jahre unter Kohl, Schröder, Merkel und Co. leistet ist nämlich genau das. Es werden neue Verfassungen eingeführt ohne das Volk zu fragen (1990 Wiedervereinigung, 2007 Vertrag von Lissabon), es werden hunderte Milliarden Euro aus dem Fenster geschmissen um Pleitestaaten und Pleitebanken zu retten ohne das Volk zu fragen und es werden hirnrissige Aussagen darüber getätigt (“alternativlos”, “systemrelevant”, “unbedingt notwendig”, usw.), sodass die Politikverdrossenheit, die sich in der immer größer werdenden Gruppe der Nichtwähler widerspiegelt, eindeutig auf eine Abkapselung der Politik von realen Bürgerinteressen zurückzuführen ist. Die Politik will nicht nur keine Einmischung vom Bürger mehr, sondern auch keine Einmischung von echten Experten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Teuere externe Experten werden nur noch gebraucht, weil man selbst zu faul ist, um sich seine neuen Gesetzesideen selbst auszuarbeiten.
Die Grünen fordern jetzt 49% Einkommensteuer für Gehälter ab 80.000 Euro. Als Ingenieur, der ich den Mittelstand darstelle, kann ich dazu nur sagen: Danke! Sie nehmen mir die Hälfte meines Gehalts, und wenn ich davon etwas kaufe, muss ich nochmal ein Fünftel Mehrwertsteuer abgeben. Dafür bekomme ich dann Politiker, die mich nicht mal fragen, ob ich mit der Verfassung einverstanden bin.
Für mich ist die Demokratie in Deutschland insgesamt auf dem absoluten Nullpunkt angekommen, die Piraten sind ein kleiner Lichtblick.
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Was den Punkt Abkapselung bezgl. Verträgen angeht, stimme ich dir zu.
Wenn du dich allerdings beschwerst, dass dir über 3400 oder mehr netto als single zu wenig sind, machst du dich ziemlich lächerlich. andere akademiker verdienen deutlich weniger.
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“… dass dir 3400 oder mehr netto…” muss das natürlich heißen
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Würde sicher zustimmen, wenn meine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen von dem Geschriebenen nicht an verschiedenen Stellen abwichen
Dessen ungeachtet: “Den Politiker” gibt es nicht. Insofern kann man auch für (Nicht-)Reaktionen “der Politiker” keine allgemeine Wertungen abgeben. Interessant ist doch, dass es z.B. Bundestagsabgeordnete gibt, die Anfragen beantworten und andere nicht. Das ist nicht mit Afelias simpler Annahme der Sicherung von Funktionsfähigkeit erklärbar.
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Also wenn ein Politiker keine einzige Anfrage beantwortet dann macht er eben seinen job nicht, totale Arbeitsverweigerung ist das dann. Worum es hier aber geht ist die Bereitschaft auf ALLE Anfragen zu reagieren, und das einzig realistisch machbare und richtige ist eben irgendwo in der Mitte.
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Ja und wer weiss wie lang es noch den mcBacon bei mecki gibt.
Wie soll es vermeidbar sein in einem persönlichen Erfahrungsbericht das Pronom “ich” zu verwenden?
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[...] “Das Jahr 2011 war für mich das vielleicht aufregendste Jahr meines Lebens. Ich habe nicht nur in politischer Hinsicht viel gelernt, sondern auch viele Erfahrungen über die Gesellschaft als solche gesammelt. Und auch wenn ich in Zukunft nicht mehr in der Politik sein sollte, halte ich meine Beobachtungen doch für dokumentierenswert.” Marinas Lied: Das Dilemma des offenen Politikers [...]
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Meine güte, was bist du für ein Arschloch… unfassbar!
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Im Prinzip könnte ich mich dem knappen Kommentar von natiOn einfach anschließen, mache es aber nicht, da ich auch gerne noch den Mehrwert einer Marina Weisband für die Piratenpartei herausstellen möchte:
Die repräsentative Parteiarbeit, wozu Afelia quasi verdonnert worden ist (mehr von den Medien als von der PP selbst), ist bisweilen nervenzehrender als die Produktivarbeit in AG’s usw. Ich kann das beurteilen, da ich beides tue, allerdings nur auf Landesverbandsebene. “Bei Laune” halten uns die Boulevard- Medien, die Lippenstiftfarbe für interessanter vorgaukeln als politische Kompetenz.
Selbst wenn Afelia in Form von Auftriitsgagen o.ä. davon profitiert, hat sie ja auch dafür gearbeitet. Das gestehe ich ihr zu. In den Talk- Shows sitzen ansonsten Prominente, die sich ausschließlich selbst promoten oder Berufspolitiker, die damit zum Teil ihren Job machen. Sie macht es aus Überzeugung. Sie repräsentiert die Piraten wie kaum sonst jemand von uns und das auch noch ausgesprochen charmant und authentisch. Der überwiegende Teil der Kommentare macht dies beeindruckend deutlich. Leider ist es offensichtlich in der menschlichen Natur verwurzelt, dass Personenkult betrieben wird. Die Politik einer Partei wird immer an Personen geknüpft, obwohl sich die Piraten lange dagegen wehrten. Da Afelia aber den piratigen Spirit so wunderbar versprüht, profitiert die Piratenpartei durchaus davon. Ich hoffe, sie wird es weiterhin so gut durchhalten. Viel Erfolg!
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Tja, das ist jetzt das Problem dieses LIke-or-Dislike-Dingens: Kommentare, die nicht gut ankommen, werden einfach ausgeblendet? So wirst Du, Marina hier keine ehrlichen Worte hören. Und wer Kommentare, auch positiv, bewertet mit gut oder schlecht schreibt nichts mehr. Da leidet der Inhalt, mindestens.
Und was Beledigungen angeht, wie auch in der E-Mail, die Du bekommen hast: diese Beledigungen wirken erst, wenn Du darauf (auch noch öffentlich) reagierst, erst dann findet mit dem Absender Kommunikation statt und er freut sich, dass Du ihm Aufmerksamkeit schenkst. Es gibt keine andere Möglichkeit als diese öffentlich zu ignorieren, und Trost, falls solche Beleidigungen wirklich mal treffen, bei Freunden zu suchen.
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Achso: was so blöde, komplett inhaltsleere Kommentare angeht wie der von “Nigge”: nicht freischalten und schon gar nicht drauf reagieren
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Theresa, lies bitte den Artikel nochmal sorgfältig. Es geht darum, daß es einen demoralisiert und kaputt macht, solche Kommentare wie von nigge lesen zu müssen. Wenn man moderiert und sowas bewußt nicht freischaltet, dann hat man es bereits gelesen, der Schaden ist entstanden.
Das Crowdsourcing führt in der Regel nicht dazu, daß kritische Kommentare schlecht bewertet werden, sondern, daß schlechte Kommentare schlecht bewertet werden. Setze bitte nicht “kritisch” mit “schlecht” und “zustimmend” mit “gut” gleich. Das kann zwar so sein, muß aber nicht, und es geht genau darum, die unkritisch schlechten Kommentare wie die von nigge auszublenden. Genauso werden aber auch unkritische positive Kommentare idR nicht belohnt, es gibt daher noch die Unterscheidung zu den überdurchschnittlich positiv bewerteten Kommentaren, die hier farblich sehr gut aus der Masse ragen. Und da können schnell auch kritische Kommentare dabei sein, wenn sie gut formuliert und fundiert geschrieben sind.
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Die Sache ist, ich vertraue darauf, dass kritische Kommentare, die konstruktiv sind, auch gut bewertet werden. Dadurch lese ich sie. Nur das, was von meinen Lesern zu großen Teilen als nicht lesenswert empfunden wird, wird ausgeblendet.
Im Moment blende ich die Sachen noch ein und lese sie durch, während ich teste, wie das System funktioniert. Dein Kommentar hat ja zB auch eine positive Bewertung, obwohl er eine Kritik enthält. Ich hoffe, so kann es funktionieren. Ansonsten, was Sleeksorrow sagt.
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Ahoi.
Meine Erfahrung aus über zehn Jahren in Chats und Foren, teilweise auch als Mod oder Betreiber: Löschen oder ausblenden nur im äußersten Notfall, denn das lässt Diskussionen erst recht heißlaufen. Ein dummes Post mit genügend Dislikes der Leser drunter spricht von allein gegen sich selbst, und der Verdacht fehlnder Souveränität oder gar unstatthafter Zensur entsteht erst gar nicht. Wenn eine Diskussion zu heiß läuft: lieber den ganzen Thread für eine begrenzte Zeit stilllegen.
Traconias
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[...] Linktipp: Sind wir zu hart? Wieder ein bemerkenswerter Artikel von Marina Weisband [...]
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Im Grunde ist es egal ob man in der Politik ist oder in einem grossen Unternehmen arbeitet. Wenn man hochkommt und Karriere macht, geht das nur mit Fans.
Man setzt sich für andere ein und erhält auch seinen Obulus. Genauso wie in grossen Unternehmen (und nicht andersrum, Unternehmen gibt es viele) ist die Politik verseucht, von Menschen die an Karriere denken. Willst du was Gutes tun, muss der Mensch Ahnung haben was er tut, und nicht nur blöd daher reden. Politiker die heute Gesundheitsminister und morgen WIrtschaftsminister sind, haben keine Ahnung von dem was sie tun. Deswegen werden Entscheidungen immer schön nach hinten geschoben. Heisst Verantwortung übernehmen…
Wenn man sich für andere einsetzen möchte, muss eins sichergestellt sein. Niemals die Gesundheit gefährden!
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Locker bleiben! Du bist ja nicht alleine.
Du hast (wie immer) recht, aber verlier den Focus nicht. Ich hab kein Problem damit, dass Politiker von Chauffeuren abgeholt werden und hinter getönten Scheiben Platz nehmen.
Ich hab ein Problem damit, dass Politiker versuchen mir einzureden, dass es gut ist, einen Krieg zu führen, dass wir Lobbyismus brauchen und wichtig ist, dass ein gewisses Maß an Umweltzerstörung unvermeidlich ist, das gewisse Banken systemimmanent sind und staatlich unterstützt werden müssen, dass Löhne von denen man leben kann Arbeitsplätze vernichten, dass wir Stoppschilder im Internet brauchen, dass Google-Street-View der wahre Feind ist und wir aufhören sollen uns über den Sinn der Schweinegrippeimpfung gedanken machen und die Scheiße einfach nehmen sollen…
Kurz um: WOHL WISSEND nicht die Interessen der Gesellschaft verfolgen, sondern die Interessen von relativ kleinen Gruppen.
Mach Dir klar, dass diese Leute sehr wohl wissen, was der wohlfahrtsoptimale also richtige Weg wäre und sie ganz bewusst anders handeln. Mach Dir klar, dass deine Konzepte nichts Neues sind, aber Du das Potential hast es in die Öffentlichkeit zu tragen.
Sorg dafür, dass die Leute gleichen Probleme bekommen wie ich. Das ist die halbe Miete.
http://www.youtube.com/watch?v=WibmcsEGLKo
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Vielleicht hast du ja tatsächlich etwas beizutragen. Vielleicht bist du ehrlich, und deine Kritik macht Sinn. Aber du kommst rüber wie der letzte Troll mit deinen hingeworfenen Andeutungen und Wortspielen, und bis auf ein bisschen Anpinkeln scheint es zu nichts zu reichen.
Sorry, ich weiß, dass jetzt nicht nett war, aber es dürfte dich auch kaum überraschen.
Traconias
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“Autist” als abfällige Bezeichnung möchte ich – als Autistin – weder hier noch anderswo lesen. Nicht, dass ich von einem Troll hier Einsicht erwarten würde.
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Danke für diesen klugen Artikel, der mir die Piraten nun noch symathischer macht. Denn wo lese ich sonst von diesem Dilemma?
Ich hoffe, ihr findet alle einen Weg, euch nicht von der Basis zu entfernen und trotzdem die wichtigsten Ziele nicht aus den Augen zu lassen. Ihr werdet gebraucht!
In diesem Sinne: weiter lernen und oben bleiben!
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liebe Marina Weisband… da ich kein wirklicher Politiker mehr bin, konnte, kann ich dein Lied aufmerksam lesen… hab es selbst auf meine Weise in kleinerer Dimension gesungen, in und für einen anderen Kontext. Wenn man 10 Jahre in einem Kleinstadtparlament gesessen hat, hat dieses Lied vielleicht ein anderes Tempo aber im Prinzip das selbe Thema sprich Dilemma… ständig erpresst zu werden bzw. genötigt. mit der Dummheit und Einfalt und Verlogenheit der politischen Gegner und manchmal der eigen Mitstreiter zu kämpfen ist sehr anstrengend… Wichtig ist aber, dass man zu sich selbst ehrlich bleibt und das hast Du ja vor. Dafür meinen Respekt und meine allerbesten Wünsche und viel Kraft.
Ich bin mit Herz und Seele ein Linker, werde es auch immer sein, verfolge aber Euer Piratenschiff wohlwollend mit dem Wissen, dass da ein paar Leute es ehrlich meinen. Es ist schon lange Zeit zum ändern und je mehr da mit tun, desto besser… damits gerechter und friedlicher wird…
Ein Tipp noch… spring nicht über jeden Stock, den man Dir hin hält… Ein Mensch muss nicht alles wissen und zu allem was sagen auch wenn sich darüber ach so schlaue Journalie lustig machen… beim Bürger kommt was anderes an wenn man ab und an zu gibt etwas nicht zu wissen und nicht irgendwelchen Schwachsinn labert…
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[...] habe gerade Marinas Blogeintrag “Das Dilemma des offenen Politikers” gelesen und möchte euch bitten, bevor ihr weiterlest, dies auch zu [...]
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Bei der letzten Wahl war ich EU-Kandidatin der Violetten.
Die BILD setzte mich unter der Überschrift: “Die zehn schrägsten Kandidaten …” mit einem Foto von mir und dem Satz “Medidation für Knackis” in die Düsseldorfer Ausgabe (die ich im niederrheinischen Bereich gar nicht lesen kann).
Nicht nur, dass man diesen Umstand Resozialisierung nennt, sondern dass ich das gar nicht publiziert habe, hat mich mitten ins Herz getroffen!
Die Freude des verbalen Angriffs scheint nicht schwinden zu wollen … egal von welcher Seite es kommt.
Du machst Deine Sache prima! In dem Du Herz und Gefühl zeigst, habe ich die Hoffnung, dass ein menschliches Miteinander im politischen Tun doch möglich sein kann …
Weiter so …
Liebe Grüsse
Brigitte
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Ahoi.
Ich habe deinen Text hier zuerst mit Interesse und Neugier gelesen, dann mit einer Mischung aus Glück und Betroffenheit. Betroffenheit, denn ich erkenne da Schmerzen, Ängste und die Andeutung von Verlust; Glück, weil du so klarsichtig mit dieser Entwicklung umgehst.
Auch ich hatte zu Zeiten für eine Weile das “Vergnügen”, mich in der Politik zu bewegen, und dieser Blick hinter die Kulissen hat mir so gründlich gereicht, dass ich mich bis heute nicht dazu entschließen kann, den Tiger wieder zu besteigen (Du kennst das Bild vom Ritt auf den Tiger? – Es ist ein tolles Gefühl, man darf nur nicht abrutschen, dann wird man gefressen.), obwohl ich mich da bei den Piraten schon sehen würde. Politiker, so meine damalige Erfahrung, sind nicht notwendigerweise die schlechtesten Menschen, und vieles, was in der Öffentlichkeit als falsch/schief etc. an ihnen wahrgenommen wird, wird auch erst durch die mediale Vermittlung so dargestellt bzw. empfunden.
Viele der bisherigen Kommentare drücken schon das aus, was ich jetzt zu deinen Erfahrungen sagen möchte. Darum nur eins noch von mir als Ergänzung: Die Art, wie du hier aus deinem ganz persönlichen Blickwinkel Politik siehst und beschreibst, ist für mich eine große Hoffnung – dass diese Selbstehrlichkeit nämlich mal zum Modell wird. Eine/r alleine kann wenig ändern an diesem System, aber die Faszination der Piraten als ganzem geht für mich u.a. davon aus, dass sie eben wie du nicht mit fertigen Antworten um jede Ecke kommen, sondern dass auch Fragen, Zweifel, Reflexion und Unfertiges zur Politik dazu gehören. Das war schon lange fällig, und dein Text hier zeigt auf exemplarische Weise, wie so etwas aussehen kann. Deine Art, mit Politik umzugehen, sollte ein Muster für alle werden, und dir wünsche ich, dass du es schaffst, so zu bleiben.
Traconias
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Ich denke nicht, dass die Menschen nicht darüber nachdenken, dass das Wesen auf der anderen Seite empfindet. In uns allen steckt eine Seite, die sich dann besser fühlt, wenn es einem anderen noch schlechter geht. Und wenn es noch nicht so ist, dann sorgen wir eben dafür.
Und ich meine damit nicht nur die Leute, die ein derart schlechtes Selbstbewusstsein haben, dass sie alle Menschen in ihrer Umgebung niedermachen müssen um sich wenigstens selbst ein bisschen wert schätzen zu können – jeder von uns hat mal seine fünf Minuten in denen er die gute Laune eines anderen kaputt machen muß.
Sozial verträglich ist, diese Mechanismen in uns selbst zu erkennen und in ihrer Menge klein zu halten. Der Schlüssel dazu ist – denke ich – mal wieder Bildung und ständige Selbstreflektion. Andere kann man zu der Selbstreflektion allerdings nicht zwingen. Da hilft nur es vorzuleben.
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Erstaunlich schnell in der (Politikerinnen)Realität angekommen. Danke für die ehrlichen Eingeständnisse und viel Lust und Kraft, trotzdem weiter zu machen!
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Sehr lesenswerter Artikel! WARTE ICH ZÄHLE BIS 3 und dann antworte ich
…
1….2….3…..
Nun mir war klar, dass man als Politiker wirklich ein dickes Fell braucht aber ändern kann und soll man sich deshalb nicht. Deshalb großen Respekt davor wie Du mit dieser Situation umgehst. WEITER SO!!!
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Menschen projizieren und Politiker sind Projektionsflächen. Man muss lernen, mit diesem unbequemen Umstand umzugehen. Das Verhältnis von Zuspruch und Widerspruch läuft schließlich auf 50-50 raus. Yin und Yang. Die dunklen Kräfte mögen es nicht, wenn jemand offen zu bleiben versucht. Sie wollen die Herzlichen zu Herzlosen machen. Dunkle Mächte haben ein kaltes Herz.
Es ist sehr schwer, mit Offenheit Politik zu machen, denn in der Politik versagt Herzlichkeit, weil der ganze Druck darauf abzielt, das Herz zu verschließen. Auf diese Weise wird man zu einem professionellen Politiker. Ich weiß wovon ich rede, denn ich bin seit mehr als dreißig Jahren Mitglied der Freien Demokraten.
Allerdings ist es mir mit der Hilfe eines Heilkundigen aus Südamerika gelungen, mein Herz zu reaktivieren und seit dieser Zeit sehe ich die Abläufe überdeutlich. Ich verstehe jetzt, dass wie in dem Film Matrix gezeigt, jeder Mensch zu einem Agenten werden kann.
Der Psychologe C. G. Jung sprach von Archetypen, die Menschen zu bestimmten Handlungen zwingen, wie etwa die Gottheit Amor einen Menschen verliebt macht, selbst wenn dieser die Gefühle nicht haben will. Das ist auch bei Hass der Fall. Ein betroffener Mensch kann nicht anders und benimmt sich umgekehrt wie ein positiv begeisterter Mensch. Die negative Begeisterung oder die Freude an der Destruktivität wird nicht von Christus, sie wird von einem anderen kosmischen Prinzip (der Dunkelheit) hervorgerufen.
Menschen werden vom Teufel besessen, hätte man im religiösen Kontext gesagt. Die Tiefenpsychologie nennt das Gegenteil von Konstruktivität – Destruktivität, bekannt unter dem Begriff „Thanatos-Komplex.“ Das schöpferische Prinzip dagegen wird „Eros-Komplex“ genannt. Genug von Begriffen.
Wie gehe ich mit dem Super-Agenten Smith um, dessen Geist in jedem urplötzlich und aus dem Hinterhalt erscheint?
Goethe sagte: „Lass dich nur zu keiner Zeit zum Widerspruch verleiten. Weise fallen in Unwissenheit, wenn sie mit Unwissenden streiten.“
Recht haben zu wollen, bedeutet Kampf und Unwissenheit. Eine eigene Meinung zu haben und diese zu vertreten, erfordert keinen Kampf.
Wenn dich jemand beschimpft, ist er besessen von seiner eigenen Dunkelheit, die er auf dich projiziert.
Nun, man kann das intellektuell verstehen, doch man muss auch den Schuss negativer Energie wieder aus seinem System kriegen und das mache ich bewusst mit einem Reinigungsritual, das mir der Heilkundige vermittelt hat. Ich nenne das praktische Psychohygiene.
Hartgesottene Politiker brauchen das nicht, denn sie sind abgestumpft, mit kämpferischer Natur und sind eben darum auf allen Kampfschauplätzen zu finden, ob in bestimmten Sportarten, der Wirtschaft oder in der Politik.
Wer seine Sensibilitäten aufrecht erhalten möchte, braucht Rituale, um die negativen Energien abzubauen, die ihn ansonsten unsensibel, damit aber auch „professionell“ werden lassen.
Ich wünsche dir tiefes Verstehen der energetischen und psychologischen Zusammenhänge, damit du politisch (in der Rüstung) tätig bleiben und trotzdem offen bleiben kannst.
Herzliche Grüße HKD
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Und ein Kommentar, der zustimmende Menschen als Fanboys betitelt und der DDR Diktatur zuordnet, ist fair und sachlich? Interessante These. I beg to differ.
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Verstehe ich jetzt nicht.
Ich bin Frau UND Migrantin UND aus dem Osten und mich gibt es nicht? Beziehungsweise, dass man mir zustimmt, ist falsch? Also ich werde zu sehr gemocht und gleichzeitig wird auf mich viel zu wenig geachtet oder wie soll ich das nun verstehen?
Natürlich sucht man auf meinem persönlichen Blog, wo ich über meine persönlichen Erfahrungen mit der Politikstruktur schreibe, vergebens nach politischen Inhalten der Piratenpartei. Dafür würde ich unser Programm empfehlen, das stehen sie.
Und nein, der Ton ist nicht sachlich. Und nein, ich bin nicht verpflichtet, auf unsachliche Kritik einzugehen.
Warum soll ich mir die Mühe machen, aufmerksam Kritik zu lesen, wenn mein Gegenüber sich nicht die Mühe macht, sie höflich zu formulieren?
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“Und nein, der Ton ist nicht sachlich. Und nein, ich bin nicht verpflichtet, auf unsachliche Kritik einzugehen.
Warum soll ich mir die Mühe machen, aufmerksam Kritik zu lesen, wenn mein Gegenüber sich nicht die Mühe macht, sie höflich zu formulieren?”
Ach Frau Weisband, nun sagen Sie doch bitte einmal, was an der formulierten Kritik angeblich unsachlich war. Auf den Nachweis wäre ich nämlich wirklich gespannt. Wissen Sie was ich eher vermute? Sie können offenbar und nach allem was ich hier sehe grundsätzlich nicht mit Kritik umgehen, selbst wenn die noch so sachlich und höflich formuliert ist. Wir könnten hier jetzt auch mal diskutieren, was Sie denn überhaupt unter sachlich oder höflich verstehen. Und sagen Sie mir bitte nicht, dass ihre vielleicht etwas abweichende Definition beider Begriffe die allgemeingültige sein muss. provokant formuliert: Ich denke, dass Ihre Art, Beiträge als angeblich “unsachlich” oder “unhöflich” abzuqualifizieren” in etwa genau so objektiv ist wie die Arbeitsweise das russische Staatsfernsehen, angeblich “unhöfliche” oder “unsachlliche” Kritik nicht zu senden. Bitte entschuldigen Sie den etwas provokanten Vergleich, aber genau das ist mir durch den Kopf gegangen.
Was Ihre zweite Anmerkung betrifft: Als Studentin der Sozialwissenschaft werden Sie sich doch bestimmt zumindest kmit einfachen Grundlagen der Statistik beschäftigt haben, oder etwa nicht? Dann müßten Sie doch eigentlich wissen, dass man von sich selbst als Einzelperson niemals auf die Grundgesamheit (sprich die Gesamtbevölkerung) schließen sollte. Zumal Sie ja wohl trotz ihres Migrationshintergrundes in Westdeutschland sozialisiert worden sind. Und auch wohl kaum in Anspruch nehmen können Ostdeutsche zu repräsentieren nur weil sie hier flapsig sagen, sie kämen ja “aus dem Osten”. Meines Wissen besteht zwischen der Ukraine und Ostdeutschland bzw. den neuen Bundesländern schon noch ein kleiner geographischer Unterschied.
Was die Statistik angeht: 14 von 15 Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus sind weiß, männlich und westdeutsch. Keine Frauen, keine Migranten, keine Ostdeutschem. Und das in einer Stadt wie Berlin. Das meine ich mit mangelnder Repräsentanz und Srukturen.
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Lieber Johannes,
Zunächst einmal: Wie genau wurde jetzt das Argument entkräftigt, dass Marina eine Migrantenfrau aus dem Osten ist? Weitere Frage: Für jemanden der sich sachlich und höflich geben möchte benutzen Sie relativ häufig Formulierungen wie “provokant formuliert” oder “zugespitzt gesagt”. Man könnte provokant zugespitzt sagen, dass es ihnen darum geht ihrer Polemik das Tarnmäntelchen der Sachlichkeit umzuhängen.
Fühlen sie sich jetzt zu unrecht angegriffen und von einem westdeutsch, faschistoiden Fanboy in ihrem Kreuzzug wider der Selbstbeweihräucherung gestört? Ich bin mir sicher, dass Ihnen eine hervorragende Replik gelingen wird. Ein kleiner Tipp noch: Bauen sie vielleicht noch mehr subtile Ostblockanspielungen ein. Leider haben sie die Trümpfe “Putin” “Russland”, “Klaquere” und “FDJ” schon verspielt, aber einem rhetorischem Genie wie Ihnen wird da sicherlich noch etwas einfallen. Dürfte ich provokant formuliert vorschlagen die Stichwörter “Stasi”, “Rote Socke” oder “Luder” in die engere Wahl für Ihre nächste Analyse zu nehmen?
Herzlichst
Ihr Marcus
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hmm, auch wenn ich den Stil deiner Antwort nicht teile,
… ist der Gedanke recht gut.
Die meisten Politiker werden “Getreue” um sich scharen. Das mag ein aktiver und/oder passiver Prozess sein.
Wird dann Kritik gleich ein “dislike”, der nicht mehr “durchgelassen” wird? (Ist die Extremform davon dann “Personenkult”?)
Ich beobachte diese “FilterPhänomen” auch in grossen Firmen in den mittleren ManagementEbenen. Unliebsame Nachrichten werden gefiltert.
Möglicherweise ist like/dislike nicht mehr ausreichend. Wie währe es zusätzlich mit konstruktiv / destruktiv?
Dann könnten “Demokratie 2.0 geschulte Getreue” einen Kommentar als “dislike” ablehnen, aber ein trotzdem als konstruktiv bewerten.
PS: Das ist ein erstes “Brainburst” zu dem Thema und sicher noch ausbaufähig. Google bschäftigt grosse Expertenteams, um die Themen “Suche und Filtern” in den Griff zu bekommen. Daher wird auch like/dislike als “Filter” für “Politik 2.0″ nur ein Anfang sein.
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*schmunzel* @ “Fanboy” – und das in meinem Alter.
Ansonsten: Naja, es ist Marinas Blog. Ich würde gewiss nicht erwarten, dass hier nur Leute schreiben, die ihr zustimmen etc., aber wenigstens mit Respekt behandeln kann man die Person schon, auf deren Board man schreibt. Wenn Kritik aber wie Rumgetrolle klingt, dann bin ich gerne “Fanboy”.
Und was den sachlichen Teil betrifft: Ich glaube, “Oberflächlichkeit” ist etwas völlig anderes. Fehlende Erfahrung und die Bereitschaft zu lernen, hat Marina nie verborgen. Oberflächlich sind für mich Menschen, die sich mit dem Mangel zufrieden geben, nicht die, die wie Marina darum ringen, sich irgendwie verständlich zu machen.
Traconias
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“Like or Dislike” sollte in “sachlich oder unsachlich” umbenannt werden.
In der Sache nennst Du einige wichtige Punkte. Das ganze verpackt Du aber laufend in unsachliche, polemische, persönlich werdende Gesülze, an dem der überwiegende Teil der (nicht nur politischen) Diskurse krankt. Sowas kann und will ich nicht mehr hören und lesen.
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vieles das die piraten tun, und marina als bekannt gewordene, IST ein verweigerter inhalt.
wenn ein stil herunter gekommen ist,dann wird er zum inhalt. und der politische stil in mitteleuropa, in unserem wahrnehmungsbereich, IST herunter gekommen.
natürlich bin ich fanboy.
doch kein politiker denkt öffentlich in der weise über sich nach wie marina. wenn das nachahmer findet, denken gesunder weise mehr menschen über sich nach.
für einen vorwurf der oberflächlichkeit ist es bei weitem zu früh. marina konkurriert gegen die mediale politszene fürwahr als göttin der weisheit, LOL! seid doch mal ehrlich..
ich kapier nicht wie man sowas sagen kann, ohne von vornherein böswillig zu sein.
ich seh das ganze als reboot politischer tätigkeit, wo endlich wieder mal die chance besteht, dass der level nach unten nicht weg bricht, sondern die connection hält. wenn das anderen oberflächlich vorkommt, frag ich mich was für fans die denn haben, oder verlassen sie sich rein auf technokratische macht, die sie aus tradition besetzt halten?
wir brauchen einen roten faden in der politik, der von ganz unten nach ganz oben reicht, so dass man entlang des fadens auch “reisen” kann, also im verständnis der dinge, und in form sozialer und geistiger mobilität.
ich muss auch das triviale und oberflächliche sagen können, weil schon die art es zu sagen, politik ist. weil wir nun mal menschen sind und keine elfenbeinturmgeschöpfe. politik handelt auch vom trivialsten käse, der immer noch unerledigt und strittig ist.
es ist besser, keine fetten trennlinien mehr zu ziehen, wo sich “think tanks” abkoppeln und die weisheit zum monopol erklären.
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Ein sehr guter Artikel. Gewisse Piratenparteimitglieder sollten sich folgenden Beitrag zu Gemüte führen:
Robert Kurz
EIN HELD DER POSTMODERNEN WELT
oder
Das Guttenberg-Universum
Kleiner Nachschlag zu einer exemplarischen Affäre
Der Freiherr Karl Theodor zu Guttenberg ist durch ein zeitgemäßes Verhalten aufgefallen. Die Überraschung darf umso mehr eine angenehme genannt werden, als ihm von übel wollender Seite nachgesagt worden war, er leide an anachronistischen und krankhaften Geisteszuständen wie intellektueller Redlichkeit, unabhängigem Denken oder zuverlässiger Sorgfalt. Von etlichen Kulturkonservativen soll ihm sogar Originalität unterstellt worden sein. Alle diese Verleumdungen haben sich als haltlos erwiesen. Als joggender und surfender Medienkompetenzler unter Vierzig ist der Adelsspross Fleisch vom Fleische der Generation Facebook. Copy and Paste gilt ihm nicht als Schamlosigkeit (was ist das?), sondern als Cleverness; nichts Postmodernes ist ihm fremd. Warum soll man noch irgendetwas selber denken, wenn man ohnehin immer schon patentierter Queer- und Selberdenker ist? So konnte es diesem Sympathieträger des Zeitgeistes auf beispielhafte Weise gelingen, die Ideen, die er nicht hatte, auch nicht mit eigenen Worten auszudrücken. Das kann ihm keiner mehr nehmen.
Alle, die das postmoderne Theorem vom „Tod des Autors“ von wem auch immer abgeschrieben haben, wussten mit Grandezza ihren Namen darüber zu setzen. Diese feine Ironie hat auch der Freiherr sofort verstanden. In Zeiten der Individualisierung verschwinden der Autor und die Autorin nicht etwa, um einem anonymen Kollektiv der geistigen Fabrikproduktion Platz zu machen. Bloß die Namen wechseln wie die Türschilder im Plattenbau. Was stirbt, ist der Ursprungsmythos, dass da tatsächlich mal jemand etwas gedacht und erfunden, recherchiert, entwickelt und ausformuliert hätte, das man zitieren müsste. Texte sind einfach da wie das Weltall. Oder wie die Äpfel am Baum, die man nur zu pflücken braucht. Besser und weniger naturalistisch gesagt: Die Welt ist sowieso ein einziger großer Text in Form eines virtuellen Selbstbedienungs-Supermarkts, in den man sich einloggen darf, wenn man zufällig Lust auf Reputation hat.
Jeder Gedanke ist doch schon mal da gewesen und im postmodernen Nirwana abgespeichert. Man muss sich nur den technischen Zugriff verschaffen. Deshalb wird das gewohnheitsmäßige Reduplizieren auch nicht in den entlegenen Textregionen der Neuen Zürcher oder der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stehen bleiben, sondern die zentralen Schatzkammern des Abendlands, des Orients und überhaupt sämtlicher intelligiblen Welten hacken. Der Freiherr gehört zu den Vorläufern eines weit höher stehenden Second-hand-Denkens, als er es selber an den Tag legen konnte. Nehmen wir als einfaches Beispiel den Lehrsatz des sogenannten Pythagoras. Dieser Ursprungsmythos wird geknackt, wenn der bislang noch verkannte 23-Jährige Emil Backe den Satz in einer Hausarbeit für die Universität Köln aufstellt und seinen Namen darüber setzt. Natürlich kann auch der Lehrsatz des Backe keinen langen Originalitätsbestand haben, aber darauf kommt es ja gar nicht an. Der postmoderne Zeithorizont wird sowieso immer kürzer. Das gilt auch dann, wenn der inzwischen schon 25-Jährige Backe den „Faust“ präsentiert, den er in mühevoller Kleinarbeit heruntergeladen hat. Für eine Viertelstunde wird das in der Community als sein bislang reifstes Werk besprochen, und mehr kann man sich wirklich nicht wünschen.
Womöglich behauptet nun irgendein Ewiggestriger, auf diese Weise käme nichts Neues mehr zustande und irgendwann müsste den menschlichen Kopierautomaten der Stoff ausgehen. Wer so denkt, kennt das Remix-Verfahren nicht. Es geht ja keineswegs bloß um die repetitive und serielle Aneignung einzelner Werke, sondern mehr noch um die Kombination von möglichst verschiedenen Textbausteinen. Darin besteht die eigentliche Kreativität der Originalfälschung. Und auch dafür gibt die Dissertation des Freiherrn ein Beispiel, obwohl sie in diesem Sinne noch nicht ganz klassisch genannt werden kann. Denkbar wäre etwa ein Remix aus Shakespeares „Wie es euch gefällt“, Aufsätzen von Kurt Gödel und der Autobiographie von Oliver Kahn; neu konfiguriert als Alterswerk von Emil Backe, das er mit 29 Jahren bloggt. Die Vielfalt der Remix-Möglichkeiten ist nahezu unbegrenzt. So wird endlich jeder ein Promi und über das Kopierwerk hinaus zum Gegenstand seiner eigenen elektronischen Yellow Press, indem er jeden Tag huldvoll interessante Mitteilungen über die Zusammensetzung seines Abendessens twittert.
Im Grunde könnte der kopierte Geisteszustand vollständig automatisiert werden. Warum soll man noch selber downloaden und remixen, wenn es der Rechner auf Zuruf schon viel besser kann? Der Unterschied ist ein quantitativer, kein qualitativer. Es geht ja nur um die Geschwindigkeit, mit der die ars combinatoria zu vollziehen ist. Im Denkstübchen ist nirgendwo einer zuhause, weder bei den intelligenten Robots noch bei ihren Herrchen. Wer braucht heute noch ein Ich, wo doch alle schon längst individualisiert sind? Eine einzige eigene Basisqualifikation freilich bleibt unverzichtbar: Das kopieren lassende Subjekt sollte weiterhin seinen Namen schreiben können. Drei Kreuze einzugeben, wäre nicht individuell genug. Soviel Alphabetisierung muss sein, sogar im postmodernen Copy-Shop. Der Freiherr zum Beispiel konnte ganz eindeutig seinen Namen buchstabieren, sonst stünde der nicht auf dem Titelblatt der Dissertation. Damit hätte er auch in die Wirtschaft gehen können. Oder in die Kernphysik. Dass er die Jurisprudenz vorgezogen hat, deutet allerdings auf eine gewisse Engführung hin. Die Zukunft wird den individuellen Universalkopierer bringen, vor dem die Universalgenies der Renaissance erblassen müssten.
Ganz überflüssig also die künstliche Aufregung von abgelebten Kultursenioren, die in alledem eine Dekadenz des entqualifizierten Geistesbetriebs erkennen wollen. Da sind die dynamischen Avantgardisten an der Basis anderer Meinung: „Wir sollten mit solchen Urteilen und tiefer Empörung…vorsichtig sein, denn das Kopieren, Abschreiben, Mit-falschen-Federn-Schmücken im kleinen Stil ist unser aller täglich Geschäft“. Wer sich das aus dem Weltall der Texte herunterkopiert hat? Niemand anders als die Leiterin des Ressorts „Namen & Karriere“ im „Handelsblatt“, die ebenfalls berufsbedingt ihren Namen schreiben kann. Sie weiß, wo der Bartel den Most holt; und deshalb schmückt sie sich nicht mit fremden, sondern mit falschen Federn. Echte gibt es ja keine mehr. So verhält es sich eben mit dem Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, wie es Emil Backe einmal in seiner nachahmlichen Art ausgedrückt hat, als er gerade einen besonders guten Kopiertag im etwas größeren Stil erwischt hatte.
Dass der Freiherr trotz seiner enormen und aufopferungsvoll gepflegten Kopierfähigkeiten nicht mehr den Job des Verteidigungsministers ausüben kann, der ihm auf den Leib geschneidert war wie jede andere wissenschaftlich anspruchsvolle Tätigkeit auch, macht ihn zum Helden und zum Märtyrer der postmodernen ideellen Gesamtbefindlichkeit. Da die dekonstruktivistische Linke an der Spitze des digitalen Fortschritts marschiert, sollte sie im oberfränkischen Kleinadel die verwandte Copy-Seele erkennen. Umso befremdlicher mutet es an, wenn einige Vertreter der Freien-Software- und Freien-Kultur-Bewegung auf Distanz zu gehen versuchen. So hätten sie es nicht gemeint. Verwunderlich nur, dass es solchen Einspruch nie gab, wenn im alternativen Blätterwäldchen ihres eigenen Milieus das „lustvolle Abschreiben“ zum emanzipatorischen Akt erklärt wurde. Wenigstens der „Gegenstandpunkt“ weiß es zu würdigen, dass der Freiherr sich erfreulich wenig proprietär verhalten hat. Aus einem Marxschen Text kann diese Stellungnahme nicht abkopiert worden sein. Aber vielleicht ist endlich auch bei den ältesten neuen Linken die Vielfalt eingekehrt.
Überhaupt kann die linkspostmoderne Szene am adeligen gelernten Windbeutel studieren, worin das Geheimnis jenes Zustands besteht, den sie immer ersehnt, aber nie erreicht hat: nämlich populär zu sein und vom Volk geliebt zu werden. Der Freiherr galt bei den Menschen im Lande als pfundig; nicht weil, sondern obwohl er sich als begrifflich denkendes Wesen präsentierte. Die Helden des Alltagsverstands haben jedoch ein feines Gespür dafür, wenn sich hinter einer abartigen Schale ein guter Kern verbirgt. So hat die vermeintliche Enttarnung nur einen letzten Makel abgewaschen, indem bewiesen wurde, was immer schon zu ahnen war: Er ist ja gar kein Intellektueller! Er hat das ganze abgehobene Zeug bloß kopiert, ohne sich viel dabei zu denken. Seitdem wird er gerade deswegen doppelt und dreifach geliebt, egal was er sonst noch publizieren mag; und seien es die „Grundrisse“ oder „Finnegans wake“. Der postmoderne Stammtisch darf sich sagen: Trotzdem ist er einer von uns. Dass er seinen Namen schreiben kann, ist für sich genommen noch nicht ehrenrührig. Das können wir als normale Menschen schließlich auch, wenn wir uns ein wenig anstrengen. Die Post-Linke sollte den Freiherrn nicht nur aus sachlichen, sondern auch aus propagandistischen Gründen zu ihrem Ehrenmitglied ernennen; vielleicht fällt dann ein wenig von seinem Charisma auf sie ab.
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Richtig. Selbstdarstellung und das Anbieten von politischen Alternativen, von Lösungsvorschlägen etc. ist etwas völlig Unterschiedliches. Irgendwie hat die Dame einen “aufgesetzten Stil” – so wie Guttenberg.
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“Troll” ist möglicherweise zutreffend, ob hass-erfüllt oder nicht, sei dahin gestellt. Ein Troll ist jemand, der Menschen Leid zufügt mit seinen großen Steinfüßen. Und davon sind Sie nicht weit weg, Hamburger, das ergibt sich aus Ihrer Formulierung!
Es ist allerdings eine berechtigte Frage, ob Offenheit in der Politik mehr sein kann als ein raffiniertes Werkzeug, die erwünschte Zustimmung zu erhalten. Je nach Sichtweise kann man die vielen zustimmenden und halb oder ganz bewundernden Kommentare als Erfolg einer elegant ausgeklügelten PR oder als erfrischend sympathische Neuorientierung des Funktions-Träger — Wähler-Dialogs verstehen. Darin ist jeder frei und (vermutlich mehr oder weniger ) Opfer seiner Lebens- und Erfahrungsgeschichte. Auch ganz bei der eigenen Sichtweise zu bleiben, ist legitim, wir sind nicht zum gegenseitigen Verständnis verurteilt.
Wenn ich allerdings jemand anderen halbwegs fair beurteilen will, so gilt für mich immer erst die Unschuldsvermutung und man muss mich vom Gegenteil mit glaubhaften Beweisen überzeugen. Damit bin ich bisher besser gefahren als mit der gegenteiligen Variante, die ich auch schon ausprobiert habe .. kam mir aber schliesslich vor wie ein Paranoiker – und wo ist dann die Grenze? Soll ich den Nachbarn auch verdächtigen und meine Frau und womöglich sogar die Kinder, dass Sie mich immer nur ärgern wollen usw. usw.? –Das machte eine ganz miese Lebensqualität.
Wenn ich mich umschaue, dann leben nicht die Menschen die besten und fröhlichsten Leben, denen es immer nur gut gegangen ist, die nur die Sonnenseite kennengelernt haben, sondern die, die richtig tief in die Kacke getreten sind und dann aus eigener Kraft oder manchmal auch mit ein bisschen Unterstützung des Schicksals und/oder ein paar guten Freunden da heraus gekrochen und wieder aufgestanden sind und dann einfach aufrecht auf ihrem eigenen Weg weitergegingen, ohne viel nachträgliches Maulen und Hassen – wozu übrigens auch ein ausgeprägtes Mißtrauen gehören kann.
Es zwingt uns ja niemand die Piraten – auch nicht wegen Marina’s freundlichem Gesicht – zu wählen, wir können bei uns bleiben und die Entwicklung interessiert verfolgen ohne emotional einzusteigen: erstmal Info sammeln um dann, wenn mehr klar geworden ist, zu einem ersten Urteil zu gelangen. Einige kurze Begegnungen, noch dazu medial gefiltert, sind m.E. einfach dafür zu wenig. Also, wie wär’s : immer mit der Ruhe? Aber das ist tatsächlich ganz Ihre Entscheidung, Hamburger!….
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Genau deshalb von mir ein “dislike”! Du bringst einfach nichts Substanzielles. Wenn du wenigstens die Punkte aufzählen würdest, besser aber wäre es du hättest einen Verbesserungsvorschlag.
“Alles Scheiße, außer ich” in 1000 Variationen verschlingt nur meine Lebenszeit.
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Hallo Markus (aka Schlomo aka “Herr Rosenfeld”,
Wie wäre es wenn Sie sich einen anderen Spielplatz zum rumtummeln suchen solange Sie inhaltlich nichts gehaltvolles zum Thema mitzuteilen haben? Twitter tweets wie “Ab 1.25 uhr wird hier zurückgetrollt” sind eindeutig nicht inhaltlich gehaltvoll. genauso wenig wie ihre Äußerungen hier. Sie zeugen vielmehr von geistiger Unreife und ebenso mangelnder Kritikfähigkeit. Das ist übrigens das Schlimme an euch Post-Privacy Leuten: Ihr macht uns die Kritik so einfach, dass man sich glatt geistig unterfordert fühlt.
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Lieber Johannes,
Es tut mir aufrichtig leid Sie geistig zu unterfordern. Ich werde mir in Zukunft mehr Mühe geben mich auf einem ähnlichem Niveau zu bewegen, wie Sie es mir vorleben. Lassen sie mich nur wissen, woher sie all diese herrlichen Anspielungen nehmen? Ich habe mein Exemplar von “Adenauer, Konrad, So bezwingen sie die Kommunisten, Bonn 1955″ zur Zeit leider verlegt. Auch über eine Diskussion vermittels des Kommunikationskanal Twitter, den sie ja offensichtlich intensiv verfolgen, würde ich mich sehr freuen. Vielleicht wären Sie so gut mich ihren Namen wissen zu lassen, auf das wir dieses erquickende Gespräch fortsetzen können.
Mit interessierten Grüßen
Ihr Marcus aka Schlomo aka Herr_Rosenfeld
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Lieber Markus,
Twitter mit einem “Kommunikationskanal” zu umschreiben ist ja sehr niedlich-verharmlosend. Deren Nutzungsbedingungehn sind meines Wissens schlimmer als die von Facbook. Schon mal reingeguckt? Stört aber natürlich als Pirat nicht, vor allem wenn man ja “post privacy” ist und die Welt selbst mit der Sorte der Frühstücksmarmelade und der Anzahl seiner runtergeschluckten Tabletten per tweet beglücken möchte. Nun bin ich aber weder Anhänger von post privacy, noch vertraue ich meine persönlichen Daten irgendwelchen transnationalen Konzernen an. Sprich: Ich habe weder einen Twitter account, noch benutze ich facebook, google+ noch sonst irgenwelche von den netten Spielzeugen mit denen sich post privacy Jünger wie sie so den Tag vertreiben. Erreichen kann man mich höchstens per jabber, diaspora oder identi.ca. mehr nicht. Zumal ich auch nicht wüßte, was sie mit mir diskutieren wollten. und Ostdeutsche für Sie ja eh alles ganz böse Kommunisten zu sein scheinen. (gegen den Kapitalismus und die Datensammelwut transnationaler Konzerne haben Sie ja als Pirat bekanntermaßen nichts.)
einen schönen Gruß,
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Oh je, kein Altgriechisch?
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Lieber Plomplom, der zum Glück nicht Plomlompom ist und sich hier so mutig mit einer eigens dafür angelegten Hotmail-Adresse zu Wort meldet:
Danke für das wunderschöne Beispiel, eine genau solche Person zu sein, über die ich oben geschrieben habe. Eine Person also, die sich nicht die geringste Mühe gibt, bei mir persönlich zu fragen, was ich damit gemeint habe, sondern einfach drauflosbeleidigt. Und weil Sie in diesem Blog beiweitem nicht der einzige Kommentator auf diesem Niveau sind, könnte ich meinen Punkt nicht besser illustrieren.
Aber vielleicht überraschen Sie uns alle und sind einfach mal… konstruktiv? Sagen, was Sie stört? Freundlich? Sind Sie dazu in der Lage?
Von Martin, Martin, Martin, Martin und Martin erwarte ich das nicht.
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Ja Moin,
na hier ist ja was los! So viele wachsame Kommentare in so kurzer Zeit von so vielen Kommentatoren und das alles nur, weil die Marina einen Blogeintrag geschrieben hat? Die scheint ja richtig einflussreich und gefährlich zu sein inzwischen. Gut, dass es noch ein paar wachsame Seelen gibt, die hier aufpassen. 8o
An alle Gerechten (und Sockenpuppen?): Ist ja schön, dass ihr so eifrig dabei seid, die liebe gute Welt vor der ach so falschen und hinterlistigen Marina Weisband retten zu wollen, auch beeindruckend, mit welcher Verve ihr hier all ihre Fehltritte und Selbstüberschätzungen entlarft und verbreitet, aber bei Tageslicht betrachtet, ist dieses Geheische doch nu wirklich ziemlich lächerlich. Meint ihr nicht auch, es gäbe da doch den ein oder anderen Politiker mit deutlich mehr politischem Bedrohungspotential auf den ihr mit Euren Moralkeulen eindreschen könntet?
Und noch eins. Plomplom
Wenn hier jemand nie die Macht haben sollte, dann wohl eher Du. Du bist ja anscheinend nicht mal in der Lage, mit einer Blog-Kommentar-Funktion zwischenmenschlich verträglich umzugehen. Das gilt auch für ein paar andere kritische Geister hier. Über Anwesende, noch dazu die Betreiberin des Blogs, in der dritten Person herzuziehen ist nun wirklich liederlich…
Ihr Helden der Moral erinnert mich ehrlich gesagt an kleine Wau-Waus, die es nicht ertragen, dass keiner sie ernst nimmt und die deshalb zwanghaft alles anbellen müssen, um nicht das Gefühl zu haben, übersehen zu werden.
In nem Lokal gäbs jetzt nen Rausschmiss…
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Guten Tag,
…ich finde es ist legitim, etwas darüber zu sagen, was das Tun oder Unterlassen eines anderen Menschen bei mir auslöst. Sollten das mal heftige Gefühle sein – darf ich auch die angemessen benennen.
Solange ich bei mir selbst bleibe.
Was ich nicht darf, ist ungefragt für Dritte vermittels des Wortes “wir” zu sprechen, Unterstellungen machen, den Anderen irgendwelcher Absichten und Aussagen beschuldigen, die er gar nicht getroffen / gemacht hat.
Ich darf auch nicht sagen, was er / sie denn so alles übeles und schlechtes ist. Denn das weiß ich gar nicht und kann ich gar nicht beurteilen.
Wenn ich dies nicht beherzige, weiß ich nicht wie konstruktive, offene Kommunikation funktioniert, oder ich will es nicht wissen.
Und damit sage ich dann einiges aus. Über mich.
Je nach Wortwahl und Vorgehen sage ich sogar etwas über meine menschliche Reife und / oder über meine psychische Gesundheit aus.
Worüber ich in dem Falle aber nichts aussage, dass ist mein Gegenüber. Ich hemme dann außerdem die Kommunikation (und ggf. das gemeinsame Werk / Anliegen), statt es zu fördern.
Oder ich hemme sie nicht, sondern treibe sie in Richtung destruktiver Eskalation.
Eine derartige Triebabfuhr lässt sich aber anders wesentlich unschädlicher bewerkstelligen.
Weiter ist zu bedenken, dass Menschen mit psychischen Schwierigkeiten und mangelnder Reife relativ häufig ein recht hohes Aktivitätsniveau haben. Heißt sie äußern sich auffälliger und häufiger, als dem jeweiligen Sachverhalt neutral oder positiv Gegenüberstehende.
So würde ich das statistisch nicht überbewerten.
Soweit meine Meinung.
MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
aka
BukTom Bloch (SL)
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… ja gut, um diese Uhrzeit kann man ja auch mal ein wenig plaudern. Ich habe ja auch etwas Zeit, mache momentan den Resturlaub 2010 und etwas vor habe ich erst am 25.12. wieder, da fahre ich nach Frankfurt, die occupierInnen bescheren.
Gleichwohl.
Zum Problem “Efomansn”: wikipedia bietet da ja z.B. drei Sachen an:
* Errors, freaks, and oddities, non-standard stamps
* Eddie From Ohio, a Virginia folk band
* Egyptian Friendship Organization
Nr. 2 würde ich von vornherein ausschließen.
1 und 3 könnten theoretisch diskutierbar sein.
Aber ich vermute da etwas ganz Anderes.
Evtl. hat der mehr oder weniger geschätzte Schreiber hier in einem Anflug von Verwirrung ein wenig verwechselt, also jetzt in Hinsicht auf den Namen “Afelia”.
Davon ausgehend hat er sich dann an einer Wort-Neubildung analog “Emanzen” versucht.
Und heraus kam dann eben Efomansn.
Es gab dann noch einen Hinweis auf das Griechische.
Hier findet sich als Übersetzung von εφό- “Ausrüstung”.
… das bringt nun aber wohl auch nicht wirklich weiter.
Weiterhin hat “plomplom” (19. Dezember 2011 at 00:41) da einen, nun, Versuch einer kleinen Satire geliefert.
Immer hin zeigt er damit, dass er meine voraus gegangene Stellungnahme intellektuell einigermaßen, oder gar vollständig verstanden hat.
Weiterhin (so meine Wahrnehmung und Vermutung) zeigt sich hierdurch, dass er sich angesprochen fühlt.
Diese, nun, Satire weist IMHO klare Züge einer Verteidigung auf.
Natürlich lebt “plomplom” nicht mehr bei seiner Mutter. Oder wenn doch, sagt sie ihm sicherlich nicht mehr, dass er ins Bett müsse, etc.
Durch die Verzerrung ins Aberwitzige und der Veröffentlichung dessen, wird versucht zu verhindern, dass die entsprechenden “Vorwürfe” auf das eigene (etwas anders aussehende) Leben bezogen werden müssen.
Theoretischer gesprochen:
Durch die Umdeutung / Mutierung von Kritik halte ich mir deren auf mich zutreffenden Kern psychisch “vom Halse”.
Ein netter Versuch, der durch die in ihn investierte Energie mögliche Rückschlüsse zulässt.
Das alles ist aber nur meine persönliche Meinung.
Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
aka
BukTom Bloch (SL)
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“Weiterhin hat “plomplom” (19. Dezember 2011 at 00:41) da einen, nun, Versuch einer kleinen Satire geliefert….”
Mit Ihnen möchte ich im Avatar-Memory um Geld spielen.
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Ich stelle fest, dass das Bewertungssystem halbwegs funktioniert.
Es blendet Trolle aus, die mich beleidigen, es blendet aber auch die Trolle aus, die die ersten Trolle beleidigen.
Größtenteils bleibt die sinnvolle Diskussion zurück, ob nun kritisch oder zustimmend, was mich etwas optimistisch macht, dass intelligente Netzwerke die zerstörerische Kraft von frustrierten Individuen wettmachen können.
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Das ist ein privates Blog, da von Zensur zu sprechen ist etwas weit her geholt. Außerdem kannst du alle lesen, wenn du willst. Bringt also auch den Antiboys was.
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die bewertungsfunktion ist heutzutage unerlässlich, aber man muss sie insofern selber relativieren können, weil sie natürlich organisierte click-horden anziehen kann, und die technologisch hintanzuhalten ist auch nicht ganz einfach.
die grösste gefahr heute, man sieht es wenn man den medienmachern über die schulter schaut, und den presseabteilungen der megas, ist fragen zu stellen und sich selbst die antwort zu geben.
anders gesagt, truman show. auf organisierte weise ein falsches bild zu erzeugen, das einem vordergründig dient, aber dem absturz geweiht ist, weil regulative der wirklichkeit zu schwach werden.
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super schlau, dein ‘intelligentes netzwerk’, das die inhalte ignoriert und nach dem simplen auszählen von dis/like-buttons unerwünschte kommentare durch das verbergen noch interessanter macht…
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Ein bemerkenswerter Beitrag von “Peter Kruse”, ich habe leider nicht den Kopf die von Ihm angerissenen Themen zu kommentieren aber sie haben den Ansatz Ihre oben beschriebenen Probleme in lösbare Bahnen zu lenken. http://www.youtube.com/watch?v=e_94-CH6h-o Es gibt noch einiges Mehr bei Youtube mit “Peter Kruse” das in Lösungsfindungen für unsere Zukunft zumindest teilweise eingebunden werden könnte.
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Mach weiter so! Und zwar genau so! Du und die Piraten seid eine sehr große Hoffnung für sehr viele Menschen in diesem Land. Nciht nur für Menschen eurer (unserer) Generation, sondern für alle Generationen. Lass dich nicht irritieren von Trollen und ähnlichen Gestalten hier. Du machst alles, alles, alles richtig. Zumindest bis jetzt
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du bist echt cool, ich halte deine arbeit für äußerst wertvoll.
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der vorwurf egozentrisch zu sein, ist kein allzu schlimmer, schaut doch die politiker an die in der yellow press sind, viel wesentlicher ist, wenn man es gleichzeitig vermeiden kann, unkooperativ und blind zu sein. und da gibts noch grosse hoffnung!
eher seh ich, dass es ein gegenseitiges unverständnis der generationen gibt.
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Marina schreibt über ihre Erfahrungen als politische Geschäftsführerin. Das ist persönlich und natürlich “egozentrisch”, darum geht’s zur Zeit in diesem Blog. Mehr erwarten die meisten von uns auch gar nicht, mehr wollen wir auch nicht, da es ihrer Funktion als polG widersprechen würde. Wenn dich das stört, lies einen anderen Blog. Ich hab gehört, es gibt genug davon.
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es braucht doch alles zeit, besonders wenn man vor einer wand steht, die über generationen errichtet wurde. die selektive rolle der medien, deren innere notwendigkeiten, und die motivation der eigentümer.
der offene politiker/ die offene politikerin (man aber seis drum) bedarf modernerer wege, bandbreite zu bekommen. die medien haben viel mit der musikindustrie gemeinsam. missverhältnis zwischen der eigentlichen auswahlfunktion (A&R) und der gigantischen durchsetzungsmaschine.
dass die auswahl immer tendenziös ist, darf nie untern tisch fallen. und die maschine schafft sich selbst immer mehr ab.
deshalb: den KREATIVEN kräften über die schulter schauen, sie werden nie obsolet.
http://www.youtube.com/watch?v=HxYuO2Xf1fE .. das ist ein kongress filmschaffender und anderer künstler
hier besonders das kapitel über die modellhafte mainstream-zuseherin, und wie sie die arbeit des creative directors einengt, und wie stereotype erzeugt werden, und dass es erfolgreich ist, sie zu brechen. schaun wir übern tellerrand.
http://www.youtube.com/watch?v=UHDH-Y2hRx4&feature=relmfu
freiheit – ein piratenthema mal völlig anders gesehen. achtung die bemerkungen über indonesien und malaysia.
wie weit die idee erfüllt ist, mag jeder herausfinden, alleine das ist interessant zu versuchen.
(soll eine vergleichsbasis des denkens im mediensektor bieten, eine positionierung die die globalen verhältnisse sieht, halte ich für mission-critic. ihr könnts ja runter voten wenn ihrs hasst..
)
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Falls du das überhaupt liest hier kurz und knapp: Genau solche transpartenten Erfahrungsberichte sind es, was der Bürger braucht um Politik(er) zu verstehen. Keep it up!
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Liebe Marina,
Ich habe deine Seite und deinen Artikel gerade über Twitter gefunden. Ich hatte vorher noch nie von dir gehört, deine Ansichten sind mir aber beim ersten lesen sehr sympatisch! Die Zusammenhänge, die du beschreibst, sehe ich genauso und sie lassen sich auf viele andere Bereiche projezieren. Zum Beispiel gab es in der Zeit neulich einen bericht, der die Frage anschnitt, warum in Deutschland Wirtschaftsbosse nicht in Talkshows erscheinen, anderswo aber schon. Da könnte man ähnliches antworten.
Was mich allerdings ein wenig irritiert ist, dass _du_ diesen Text _jetzt_ schreibst. Du hast diesen Zusammenhang tatsächlich erst erkannt, nachdem du wohl schon eine Weil im Bundesvorstand der Piratenpartei tätig bist? Als ehemaliger Piratenwähler habe ich mich natürlich ausreichend mit der Piratenpartei auseinandergesetzt um zu verstehen, dass bei euch einiges anders läuft und es vielen (besser: allen) hochrangingen Mitgliedern an Politerfahrung fehlt. Das finde ich gut. Aber wenn Einsichten, die ich als Normalbürger (übrigens fast genau gleichen Alters) für offensichtilch halte, bei den Piraten in der Parteiführung erst noch erarbeitet werden müssen, dann enttäuscht mich das schon ein wenig. Und es unterstreicht leider mein Bild von den Piraten als Partei von Leuten, die zwar eine ähnliche Denkweise haben wie ich, bei der aber mangels verfügbaren und bereitwilligen Leuten die Parteiführung in die Hände von Menschen fällt, denen etwas mehr Lebenserfahrung nicht schaden würde.
Vereinfacht gesagt unterstreichst du mit diesem Artikel mein Bild von den Piraten als Technokraten, denen ein paar Intellektuelle (im traditionallen Sinne: http://de.wikipedia.org/wiki/Intellektueller) gut tun würden.
Viele Grüße,
Oskar
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Mal abgesehen davon, dass Blog Einträge ja auch nicht immer zeitnah kommen, will ein so ein Blog-Artikel wahrscheinlich auch gut durchdacht sein, immerhin lesen ihn ja ein paar hundert Leute. Wenn du so einen super Weitblick hast, geh doch selbst in die Politik.
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@repat: dämliche Fanboy, was anderes als die sachlich geäußerte Kritik von “Oskar Müller” runterzumachen fällt dir wohl nicht ein. Genau diese mangelnde Sozialkompetenz ist offenbar ein grundsätzliches Problem bei euch Piraten-Fanboys. Ihr wollt das man euch Honig ums Maul schmiert, jegliche Kritikfähigkeit geht euch vollkommen ab.
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Achso, aber Beleidigungen sind hier natürlich angebracht? Wo wir gerade bei Sozialkompetenz waren…
Es geht hier nicht darum, irgendeine Meinung ‘runterzumachen, sondern versuchen zu erklären, warum Marina das schreibt, was sie schreibt. Oskars Beitrag hörte sich so an, als würde er mangelnde Lebenserfahrung kritisieren(“ich als Normalbürger[...] für offentsichtlich”), was jedoch nicht wirklich kritisierbar ist, da es ja eben mit der Zeit kommt. Ich bin nicht der Meinung, dass Marina mit ihren 24 Jahren über unterdurchschnittliche Lebenserfahrung verfügt, eher im Gegenteil vielleicht. Das klang ziemlich arrogant und ist empfand es nicht wirklich als konstruktiv, deswegen der Kommentar, dass er, wenn er anscheinend so überdurchschnittlich viel Lebenserfahrung und Weitsicht hat, er sich doch selbst mal an der Politik beteiligen sollte.
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Die Intellektuellen gehen von einem recht baldigen Zusammenbruch des vorherrschenden Systems aus. Da ist die Motivation, Details im momentanen System im politischen Klein-Klein verbessern zu wollen naturgemäß etwas eingeschränkt.
Selbstreflektion ist eine Stärke, die jederzeit wertvoll ist und nie zu spät kommen kann.
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Hallo Marina,
selbst wenn hier die Unterstützer hier gerne als FANBOYS runtergemacht werden – egal ( dann bin ich eben einer ).
Du erlebst gerade selbst am eigenen Leib wie einem Bekanntheit zur Belastung werden kann. Ich denke du gehst ganz gut mit dieser Situation um, indem du beschreibst wie du das aus deiner Sicht empfindest. Diese Offenheit empfinde ich als geradezu wohltuend.
Du bist – Gott sei Dank – kein Politikprofi. Dämliches, inhaltsloses Politikgeschwurbel hören wir alle schon genug.
Bleib bei alle dem was du bist – ein netter Mensch…
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[...] kann auch den Ansatz von Marina Weisband verstehen: Problem ist gar nicht so sehr Wulffs Vergehen, sondern eher die Art und Weise, wie er [...]
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Ich denke, deine Hater haben schlechte Erfahrungen mit den klassischen Politikern gemacht und nun projizieren sie deren negative Eigenschaften auf dich, weil du ja auch eine Politikerin bist und nicht wissen, dass du anders bist.
Bleibt zu hoffen, dass die Art der PIRATEN, Politik zu betreiben sich etabliert und so auch die Bevölkerung weniger politikverdrossen wird, was zu nachlassenden Haterkommentaren führt.
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Lieber Sebastian,
genau die Art, mit der Piraten Politik betreiben wollen, macht mir ja Angst. technokratisch und nicht die geringste Spur von Intellekt. Im Prinzip eine bloße Hülle, unfähig zu jedem politischen Denken und der Auseinandersetzung mit Strukturen. Das ist noch schlimmer als etablierte Politik, Piratenpolitik ist im Prinzip Postdemokratie + Neoliberalismus 2.0. Systemadministratoren der “freien Marktwirtschaft”, ohne zu begreifen, dass der Markt genau das Problem ist. Inhaltlich sind in der Hinsicht sogar die Occupy Leute weiter, zumindest beschäftigen die sich weniger mit ihrer Selbstdarstellung in den Medien.
Hot debate. What do you think?
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Was ist falsch an einem technokratischen Ansatz ? Die etablierten Politiker heute haben vielleicht Intellekt ( sicher bin ich mir da aber nicht ) aber keine Ahnung / fundiertes Wissen ( da bin ich mir ganz sicher ).
Das trift im übrigen genauso für die Strafverfolger und Richter genauso zu …
Wer glaubt das z.B. das Loggen der IP Adressen genügt um Voratsdatenspeicherung zu betreiben und IP Adressen für berichtsfeste Beweise hält hat schlichtweg keine Ahnung. Über weit über 10 Jahren ist bekannt wie über Lücken im BGP IP Adressen gekapert werden können. Googelst du :defcon-16-pilosov-kapela
Da die Richter in z.B. München das nicht wissen wird eine OMA wegen Hochladens eines Videos verknackt – obwohl Sie gar keinen PC hat.
Also ist FACHKUNDE auch nicht durch noch so viel Intelekt zu ersetzen.
Die meisten Piraten äußern sich nur zu Themen in denen Sie sich auskennen. Und über liquid Feedback können in Sachfragen sehr schnell Meinungen und Fachkunde zusammengetragen werden. Dabei geht es eben nicht nur um Schwarminteligenz sondern eben auch um die Fachkunde von Kompetenzträgern ( benenne Sie meinetwegen Technokraten).
Die meisten Politiker sind keine Überzeugungstäter mehr, sondern hängen Ihr Fähnchen in den Wind der Wählerstimmen. Pirat zu sein bedeutet aber eben genau eine Meinung zu vertreten unabhängig von potentiellen Wählerstimmen. Es geht nicht darum der SPDCSUFDP Wähler abzunehmen… Es geht in erster Linie um das Vertreten von Sach-, Bürgerrechts- und Sozialpositionen die wir für richtig halten, ob wir dafür gewählt werden ist ( wenigstens für mich ) allenfalls nachrangig.
Die Piraten sind eine Bürgerbewegung, die sich als Partei organisiert haben, da dies die beste mögliche Organisationsform ( wenigstens heute ) darstellt.
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“Was ist falsch an einem technokratischen Ansatz ?
Tust Du nur so oder bist Du tatsächlich so naiv? Ich befürchte ja fast zweites. Was daran falsch ist? eventuell z.b. das hier?
Zugleich sind solche Reaktionen der Ausdruck einer profunden Unfähigkeit zu politischem Denken. Hierin heben sich die Piraten negativ von den frühen, ja selbst noch von den heutigen Grünen ab. Das Problem ist freilich nicht der – tatsächlich eher sympathische – Mangel an sogenannter politischer Kompetenz, über den sich Journalisten und professionelle Politiker lustig machen, sondern vielmehr ein restlos verdinglichtes, an IT-Problemen geschultes Denken, das keine gesellschaftlichen Verhältnisse und keine historischen Zusammenhänge kennt. Der deprimierende Slogan der Piraten, »Klarmachen zum Ändern«, macht noch nicht einmal das ganze Elend deutlich; man muss sich zudem noch vor Augen führen, dass der durchschnittliche Pirat sich dieses »Ändern« als debugging des politischen Betriebssystems vorstellt.”
aus: “Partei der Avatare”, http://jungle-world.com/artikel/2011/40/44069.html
Du selbst Hajo bist übrigens ´n klasse Beispiel für die Art, die in dem Artikel beschrieben wird. Allein schon wegen so schwachsinnig- dummer Sätze wie “”Googelst du :defcon-16-pilosov-kapela”. Mal zur Klarstellung: ich “google” gar nix, wenn dann suche ich und benutze dabei verschiedene Suchmaschinen bzw. möglichst solche, die meine Privatsphäre respektieren. Aber schön Hajo, dass bei dir der Name eines bestimmten Konzern schon so in den Alltagssprachgebrauch eingegangen ist.. Aber bloß nicht drüber nachdenken, kleiner Piraten-Avatar. Ich weiß ja, nur der Staat ist im Netz gefährlich, gegen die verletzung der Privatsphäre habe ihr postprivacy-Piraten natürlich rein gar nix einzuwenden. Is ja auch kein Wunder bei Leuten, zu deren liebsten Spielzeug so nette Datenschleudern wie Twitter und Facebook gehören.
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Selbst auf die Gefahr hin hier einen Nebenkriegsschauplatz aufzumachen…
Warum ist lösungsorientiertes Denken nicht sinnvoll? Es geht nicht wie du so schön schreibst um ein “Debugging des politischen Betriebssystems”.
Es geht um die Wiederentdeckung der Bürgerrechte und Bürgerbeteiligung. Einen eigentlich zutiefst konservativen Vorgang. Meinetwegen um einen Relaunch Bundesrepublik 2.0 ( um in deinem Techsprech zu bleiben ) fest auf der Basis unseres Grundgesetzes. Wir brauchen keine Gestapo 3.0 oder Stasi 2.0 obwohl unsere Innenminister und der Chef des BKA uns das immer erzählen. Die Machtbefugnisse und Instrumente die wir unseren Behörden “freiwillig” an die Hand geben sind von solcher Macht, dass Stasi- und GestapoSchergen heute noch davon feuchte Träume bekommen.
Wenn du glaubst, es fehlt an den Piraten an Wissen über historische Zusammenhänge oder fehlendes Bewusstsein über die gesellschaftlichen Verhältnisse, will ich dir gerne widersprechen.
Nur hat die Politik die letzten 40 Jahre die Tatsachen lange genug ignoriert. In den 70er Jahren wäre z.B. ein Ausstieg aus dem umlagefinanzierten Rentensystems möglich gewesen. Die Politiker aller Regierungsparteien haben stattdessen immer wieder neue Wohltaten an das Wahlvieh ( äh – Wahlvolk ) verteilt. Obwohl jeder durch Anwenden der 4 Grundrechenarten und unter Zuhilfenahme eines Taschenrechners die Auswirkungen der demographischen Zahlen auf das Rentensystem hätte bestimmen können.
Die Politik hat lange genug geglaubt den Bürgern die Wahrheit schönreden zu müssen. Die Abstimmung über Stuttgart 21 zeigt aber, dass die Bürger tatsächlich in der Lage sind auch unpopuläre Entscheidungen mitzutragen.
Wenn es dir nicht passt, wie ich formuliere : Dann möge doch der gewillte Betrachter eine Suchmaschine seiner Wahl nutzen um unter den genannten Stichpunkten eine eigene Recherche anzustrengen.
Es geht doch um die Vermeidung von Euphemismen:
Statt : Der Prozess der Meinungsbildung innerhalb unserer Gremien ist noch nicht abgeschlossen…
eben : Wir haben dazu keine Ahnung …
Ich will hier keinen Pulitzer Preis gewinnen und auch keinen Literaturnobelpreis.
Die Daten die ich selbst ins Netz stelle – sind meine Daten über die ich selbst verfüge – und ich gebe Sie freiwillig preis. Die Daten die z.B. wegen des Flugdatenabkommens an die USA übermittelt werden, werden ohne mein Zutun gesammelt, ohne ,meine Zustimmung verarbeitet und weitergegeben.
Google ist in der Zwischenzeit eben ein Synonym für Suchmaschinen.
Deine Kritik greift zu kurz.
Nicht zuletzt deshalb enthältst du uns den Schlussatz deines Artikels aus Jungle World.com :
…Vielmehr wollen die jungen Wilden von vornherein nichts anders, sondern nur manches besser machen….
Wobei eben auch dieser Satz zeigt wie falsch auch diese Analyse ist.
Wir wollen VIELES anderst nachen, wobei auch Maches nur zu verbessern ist .
Wobei ich mich mit 46 Jahren, einem Diplom in Ingenieurswisenschaften, einem Titel in Betriebswirtschaft und einer Promotion in Religionswissenschaften auch nicht mehr als junger Wilder eigne …
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Hey Marina,
Frauen im Netz werden ohnehin attackiert, das hat teilweise richtig üble Ausprägungen. Diese Beschimpfungen sollten an Deiner sehr vorbildlichen und idealistischen Grundüberzeugung einfach abperlen, ohne Spuren zu hinterlassen. You rock, grrrl!
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Hier noch mal schön nachzulesen bei der Kadda;) Troll oder Sexismus
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Empfehlenswert!!!
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[...] sie sich über Unterleibsschmerzen beklagt. Um den zu verstehen, empfehle ich Ihnen abermals Marias Blog. Darin erklärt sie, wie sie versucht, ein richtiger Mensch und gleichzeitig Politiker zu sein. [...]
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Ausgeblendet weil niedrig Kommentarbewertung. Klicken, um zu sehen.
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[...] Es ist völlig utopisch und töricht und dumm. Aber ich könnte es mir jedenfalls nicht verzeihen, es nicht zumindest zu versuchen.” (Marina Weisband, http://www.marinaslied.de) [...]
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Mach es wie Richard Dawkins und mach eine besinnliche Hassmail-Kaminfeuer-Lesung:
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-ZuowNcuGsc
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Danke für diesen Blogpost.
Ich fange ja grad erst an, mich als Pirat zu engagieren – in Berlin Charlottenburg.
Und erst mal will ich auch auf der Bezirksebene bleiben.
Wenn ich allerdings die Berliner ML verfolge, sehe ich schon im Kleinen das, was im Großen passiert – und das ist nicht wirklich erbauend.
Ich hoffe Du, der BuVo, unsere #15piraten, unsere ganzen BVVler und alle, die inzwischen sonst an allen Ecken und Enden in der Realpolitik angekommen sind, halten durch und lassen sich durch die vielen Flames nicht kirre machen.
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[...] [...]
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je offener man isr – wird umso verletzlicher wird ma auch. is ne alte weisheit. die kunst ist es der/die zu bleiben der/die du bist.
und noch n spruch . . .es recht zu machen jedermann ist eine kunst die keiner kann. auch die piraten nicht. die besten absichten sind eine sache, aber man muß dem anderen das recht auch einräumen sich nicht ver-ändern zu wollen. das ist ein elementares recht der freiheit. die araber haben ein sprichwort: ich kann das kamel zum wasser führen, aber saufen muß es selbst . . . und wenn s nicht saufen will . . .inschallah
ja, der mensch ist ein politisches wesen. ob er sich nun dessen bewußt ist oder nicht. ihr – die piraten seid in eingen dingen noch etwas konfus, aber hei, das ist normal. keiner kommt ja perfekt auf die welt . .wobei perfektionismus niemals das ziel sein kann – sollte.
sich zu schützen das ist normal und sinnvoll. du sagst es ja selbst – alles was passiert, gesagt wird macht etwas mit dir, macht etwas mit einem. insofern – delegieren und auch löschen macht sinn und ist notwendig.
ich denke du bist ne toughe frau. und vor allen dingen in balance . . dein blog zeigt mir das. du bist mehr als nur marina die geschäftsführerin. du bst ne künsterin, malerin, rollenspielerin, schriftstellerin . . .
und wenn du mal n schlechten tag hast so WTF . . . . dann ist das auch ok.
@hajo
was jetzt in den letzten 1 – 2 jahren passiert hat ähnliche züge wie zur zeit des rock n roll in den 50 ger jahren, der studentenunruhen in den 68 ger jahren, der bürgerbewegung in der ddr die zum mauerfall führte. es sind zyklische vorgänge, einer mehr oder weniger großen bewegung – welle die immer wieder passieren wenn das maß voll ist bzw überlaäuft . . . . . .
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[...] sich über Unterleibsschmerzen beklagt. Um den zu verstehen, empfehle ich Ihnen abermals Marinas Blog. Darin erklärt sie, wie sie versucht, ein richtiger Mensch und gleichzeitig Politiker zu sein. [...]
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“Ich bin ein Experiment.” Das ist ja nicht gerade eine Empfehlung…
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Warum ?
Die Politiker die das sagen haben “mit Ihrer Erfahrung” doch die Situation in genau die heutige Sackgasse geführt.
Was wir brauchen ist Mut Neues auszuprobieren und alte Zöpfe abzuschneiden.
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[...] Das Dilemma des offenen Politikers Das Dilemma des offenen Politikers: [...]
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Ist “wohlmöglich” ein Schreibfehler und soll “womöglich” heißen? Ich frage nicht, weil es mich stört – wohlmöglich ist ja auch eine hübsche Wortschöpfung. Interessant ist vielmehr, dass der Spiegel – falls es ein Schreibfehler war – diesen auf Seite 148 der Ausgabe 52/2011 in einem Zitat übernimmt.
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[...] »Das Dilemma des offenen Politikers » Marinas LiedSie sind neidisch, oder unzufrieden und sie machen ihren Emotionen Raum. Es sind möglicherweise sogar dieselben Menschen, die immer schimpfen: “Die da oben hören doch eh nicht auf uns”. Gleichzeitig sorgen sie aber selbst dafür, dass das so bleibt. Welcher Politiker würde schon auf jemanden hören, der ihn nur beleidigt? An diesem Kreislauf ist von beiden Seiten zu arbeiten. Politiker müssen nahbar werden. Aber mit dem Aufkommen des Internets, mit der neuen Vernetzung und der unmittelbaren Erreichbarkeit von Politikern, fällt auch dem Bürger ein größeres Maß an Verantwortung zu. Und die beinhaltet, drei Sekunden darüber nachzudenken, was sie schreiben und was das bringen wird, ehe sie es tun.« [...]
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*betrachte niemanden als weise, der nicht mindestens alles von 8 Seiten betrachtet hat* mal gelesen .stammt nicht von mir………. Frau Weisband Respekt für ihr Denken
Frohe Ostern, Frohe Weihnachten, Frohes Miteinander
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Liebe Marina/ Frau Weisband,
bitte bitte bitte nicht aufgeben und entmutigen lassen von den vielen Menschen, die eine andere Sichtweise auf die Welt haben.
Ich kann verstehen und mir gut vorstellen, wie anstrengend und ermüdend es sein muss, immer wieder dagegen anzukämpfen beziehungsweise sich immer wieder damit auseinandersetzen zu müssen und dabei Beleidigungen über sich ergehen lassen zu müssen.
Bitte überleg Dir/überlegen Sie sich, ob Du/Sie die Energie darauf verschwenden wollen. Du/Sie haben sicherlich noch etwas mehr vor, da sollten die Kräfte gut eingeteilt werden. Also einfach mal zurücklehnen, Augen schließen, tief durchatmen und dann wieder ran ans Werk. Ignoranz würde ich nicht empfehlen, aber eben nur dort eine Auseinandersetzung führen, wo diese auch wirklich gefordert wird und nötig ist. Auf “Flamer” kann wirklich verzichtet werden.
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Hallo Junta/Frau Junta, diese Du/Sie-Schreibweise von Ihnen/dir ist ätzend und macht deinen/Ihren Text, der ja ansich von Ihnen/dir gut formuliert ist, unnötig unschön. Die Du-Form ist in Foren üblich. Die Sie-Form ist auch ok, aber bitte nicht beides, damit der Text flüssig lesbar ist.
FG
Andy
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[...] Weisband schrieb kürzlich einen klugen Text darüber, dass der Anspruch, den sie an sich selber stellt, nämlich eine ansprechbare, bürgernahe [...]
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Liebe Marina,
bitte bleib’ Dir treu und lasse Dich nicht von unberechtigten Zweifeln ablenken. Gehe den Pfad nach Deinen Vorstellungen und passe Dich nicht zu sehr an. Schwimme im kalten Wasser und bring es zum Kochen. Schon jetze hast Du und Deine Partei viele politik(er)verdrossene (Nicht)Wähler ermutigt, neue Wege zu gehen und wieder mitzumachen bei der Gestaltung unserer Zukunft.
Danke und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Dir
Robi
ps.
Ein freundliches Wort ist besser als eine schwere Torte. Aber wenn Offenheit, Freundlichkeit und Transparenz versagen, hilft eine schwere Sahnetorte auf jeden Fall
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Hallo Marina,
Respekt für diesen offenen Blog!! Aber denk bitte daran,dass Experimente auch schief gehen können. Deshalb pass gut auf dich auf….
Viele Grüße
Karsten
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[...] Folge 82 vom 7. Dezember 2011 /34 11. Marina Weisband, marinaslied.de, Das Dilemma des offenen Politikers /34 12. Alexander Olma, iphoneblog.de, iPhoneBlog.de feiert fünften Geburtstag /32 13. Nicolas [...]
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Problematik punktgenau wiedergegeben. Been there. Done that. Ausgebrannt. Vermeiden!
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Hi,
ich hatte gestern einen Artikel bei Stern oder Spiegel über dich und deine Offenheit und persönliche Transparenz gelesen und mich ein bisschen über das Magazin geärgert, weil sie dabei über Dinge schreiben, die für Menschen in deinem und meinem Alter zur Zeit ganz normal sind. Und dass ein Politiker mit offenem Privatleben halt eben nicht ein Beispiel für alle anderen Bürger ist sondern vielleicht auch einfach nur beispielhaft für seine Mitbürger in seinem Umfeld steht. Politiker sind halt auch nur ganz normale Menschen.
Um meine These zu prüfen bin ich auf deine Website um mir ein eigenes Bild zu machen. Aber dann habe ich gesehen, dass dein Webserver merkwürdige Sachen macht und dir auf Twitter einen Hinweis gegeben. Schön zu sehen, dass das Problem offensichtlich kein allzu Großes war.
Nach dem Lesen dieses Rants sehe ich mich jedenfalls bestätigt. Das Einzige, was ich hierzu dir sagen möchte: Die ganzen Spitzenpolitiker erwecken zwar den Anschein als wüssten sie alles und wären Experte zu jedem Thema… aber sie sind es nicht. Die haben ihre Berater oder Lobbyisten im Hintergrund, die ihnen vorgefertigte Meinungen und Antworten zum Auswendiglernen auf einem Factsheet in die Hand drücken und das lesen sie ab. Oder lernen es auswendig. Als der CCC letztes Jahr den Staatstrojaner aufgedeckt hat, gab es hierzu eine Debatte im Bundestag. Kurz danach kam dann raus, dass der BKA-Chef Ziercke hier ein Factsheet hat zusammenstellen lassen, dass die Regierung im Prinzip heruntergebetet hat ohne zu verstehen, wovon sie da eigentlich spricht. Anders kann ich mir z.B. auch nicht erklären, wie die Friedrichs, die Uhls, die Wiefelspütze und wie sie alle heißen ständig vom “Rechtsfreien Raum Internet” lamentieren und dabei ignorieren, dass sie ständig in dieser These widerlegt werden.
Wenn du sagst, dass du von vielem noch keine Ahnung hast, ist das ein ganz normaler Zustand in der deutschen Politik. Wenn du sagst, dass du viel lernen musst und willst, dann bist du der ehrlichste Politiker, den ich seit Langem gehört habe.
Wenn dir Leute also vorwerfen keine Meinung oder keine Ahnung zu haben, dann sag ihnen doch einfach, dass das doch gut ist. Die Merkel hat auch keine Ahnung wie sie die Eurokrise beenden soll. Aber sie tut so als hätte sie und DAS ist das wirklich Schlimme!
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Ich glaube gar nicht das es möglich ist, das jeder Politiker sich über jedes Thema umfassend informieren kann. Als Politiker muss man zu viele Entscheidungen auf zu vielen Gebieten treffen, da ist man auf eine gute Vorarbeit der verantwortlichen Stellen angewiesen. Und da steckt doch schon oftmals der Wurm drin! Denn wie sollen Politiker die richtigen Entscheidungen treffen, wenn sie selbst Fehlerhafte Fakten vorgesetzt erhalten? Oder Fakten, die von involvierten Lobbyisten stammt?
Ansonsten stimme ich deiner Meinung zu!
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Genau wie Arya Stark wirst du schon deinen Weg finden!
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Vielleicht sollten mehr Politiker deinem Beispiel folgen und mehr von ihrer Gefühlslage preisgeben. Das würde helfen den Menschen hinter dem dicken Schutzwall zum Vorschein zu bringen, und vielleicht könnten wir so mehr Verständnis für sein Handeln aufbringen. Aber leider trifft man sehr häufig Menschen in seinem Leben, die nicht verstehen können das ein anderer Mensch anders denkt und handelt als man selbst, weil er in seinem Leben bisher andere Erfahrungen gemacht hat. Und so kommt es zu Anfeindungen, weshalb sich die Politiker nur noch mehr hinter ihren Schutzwall zurück ziehen.
Auf jeden Fall ein sehr gute Blog!
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Genau die gleiche Frage habe ich mir seit Jahren gestellt — allerdings ging das eher an die Führungsebenen der Unternehmen, v.a. an die Vorstände. Man braucht ein extrem dickes Fell, um alles aushalten zu können, aber dadurch verliert man Empathiefähigkeit. Man ist mehr und mehr damit beschäftigt, seine Aufgaben zu erfüllen, seine Position zu halten und zu verteidigen und unternehmerische Ziele zu erreichen.
In der Politik ist gerade der Fall Wulff hochgeheizt worden. Zum einen finde ich es gut, dass dem Bundespräsidenten auf die Finger geschaut wird, weil wir in der Tat Leute wollen, die Verantwortung in der Politik, aber auch privat als Mensch, übernehmen. Als Bürger wollen wir sehen, dass diese Personen ein Verständnis dafür besitzen, wie sie mit ihrer Macht und ihrer einhergehenden Verantwortung umzugehen haben und Integrität besitzen.
Rein menschlich kann ich aber auch Herrn Wulffs Seite verstehen, der sich als Mensch und Privatperson sowie seine Familie schützen will vor der Öffentlichkeit, dem Kritikhagel und Bashing. Das ist alles unschön, zehrt an den Nerven und – wie du richtig schreibst – zehrt an der Psyche. Unsere Generation scheint etwas weiter oder “amerikanischer” zu sein: weitgehende Transparenz als Privatperson UND Politiker werden in Zukunft normal sein. Daran sollte sich jeder Politiker nach der Causa Wulff schon mal gewöhnen.
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Es gibt die andere Sichtweise: daß ein Mangel an Empathiefähigkeit geradezu eine der Voraussetzungen für den Aufstieg in etablierten wirtschaftlichen und politischen Hierarchien ist. Siehe: http://www.hare.org/
Rein menschlich kann ich Herrn Wullfs Seite auch verstehen. Wie sagte Terenz: Homo sum: humani nil a me alienum puto. Aber soll das eine Entschuldigung sein? Herr Wulff hat sich schlicht als wankelmütiger und leicht zu beeinflussender Kleingeist herausgestellt, und ich zitiere gerne Jon Stewart aus der Daily Show in diesem Kontext:
“Not only do I want an elite president. I want someone who is embarrassingly superior to me. Somebody who speaks 16 languages and sleeps two hours a night hanging upside down in a chamber they themselves designed.”
Nun – das war seine satirische Kritik an Herrn Bush Junior. Aber im Prinzip hat er recht: ich möchte nicht, daß mein Land weltweit von Kleingeistern repräsentiert wird. Wenn ich Herrn Wullf und Herrn Westerwelle zusammen auftreten sehe, möchte ich im Boden versinken. Der Präsident sollte zudem eine moralische Identifikationsfigur sein. Was bitte hat er denn sonst?
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er hat genauso Gelegenheit und Fähigkeit zum Lernen wie alle anderen – die Frage ist, ob er das begriffen hat und nutzt. Wenn er jetzt versteht, wie wichtig nicht nur ein dickes Fell sondern ein starker Charakter ist, der nicht nur das Ego pushen will, sondern für die Gemeinschaft tatsächlich nach bestem Wissen und Gewissen einsteht, dann ist Herr Wulff nicht der Kleingeist als den ihn viele sehen, sondern ein Mensch mit einer (echten und zudem nicht ganz leichten) Aufgabe. Wir werden sehen!
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Auch, wenn du das hier nicht liest… Es ist sehr mutig auf diesem ‘Riesenbullen’ (namens Politik) zu reiten. Ich habe den (Stand jetzt
) nicht und ich für mich habe allein schon aus dem Artikel gelernt.
Was mich an der Politik so abschreckt sind die manchmal unbedachten, aber oft mit Absicht geführten Nebengefechte, die verschleiern was wirklich ‘Sache’ ist.
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substanzloses fanboy – Gesülze! – is ja aber nichts neues hier.
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passend dazu die Analyse von feynsinn:
“Ich habe mir wie viele, die vom neoliberalen Einheitsbrei die Nase voll haben, zwischenzeitlich so meine Gedanken gemacht über die Piratenpartei und ob ich sie für wählbar halte. Grundsätzlich halte ich nicht viel von Shooting Stars, die letztlich aus Verdruss in Parlamente gewählt werden. Hinzu kam bei den Piraten eine Zeitlang der Einfluss bräunlicher Genossen wie Aaron König. Den haben sie zwar inzwischen entsorgt, aber die Nachfolge ‘überzeugt’ auf ihre ganz eigene Weise.
Was Käpt’n Sebastian Nerz da von sich gegeben hat, kann enttäuschender nicht sein, denn die Linie, die er vertritt, ist schlicht reaktionär und strategisch neoliberal. Der große Trumpf der Piraten, eine Alternative zur Alternativlosigkeit zu sein, ist damit zunächst aus der Hand gegeben. Mit den Grünen und der FDP würde er gern, keineswegs aber mit den Linken und favorisiert eine “Sozialpolitik” à la SPD. Na Bravo, das hatten wir ja noch gar nicht. Zwar gab es reichlich Kritik aus den eigenen Reihen, die Nerz damit konterte, er könnte Interviews ja auch abbrechen, wenn ihm auf doofe Fragen nichts Schlaues einfiele. Sie haben ihn sich aber nun mal gewählt, und er versaut’s.
Kuscheln mit dem Mainstream
Das Kuscheln mit dem antilinken Mainstream besorgt er dann ausgerechnet in der Passauer Neuen Presse, wo man heute die Forderung nach der Vorratsdatenspeicherung zu lesen bekommt neben der nach einem Verbot der Linken – von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. In dieser Gesellschaft also lebte Herr Nerz seine Träume von einer neoliberalen Koalition ohne Internetsperren aus. Ja, es wäre wohl besser gewesen, er hätte das Interview abgebrochen – vor der Anreise.
Es zeigt sich erfreulich rasch, dass mit Aktivismus kein Staat zu machen ist. Eine Partei ist nur dann eine, wenn ein Meinungsfindungsprozess stattfindet, an dessen Ende der gefundene Konsens auch vertreten wird. Gibt es keinen oder wird er nicht vertreten, braucht niemand eine Partei. Man mag jetzt sagen, dass die Funktionäre anderer Parteien auch vom Konsens abweichen. Eben. Und selbst dann gibt es einen. Vor allem sind diese Funktionäre mit anderen Machtebenen verflochten, die ihnen näher sind als die ‘Basis’. Wer aber braucht Funktionäre, die sich korrumpieren, noch ehe ihnen dafür etwas geboten wird? Eine neue Partei hat ohnehnin nur eine Chance, wenn sie sich über die wesentlichen politischen Fragen einig ist. Deshalb wird das auch nichts werden mit den Piraten.
Beliebigkeit bewegt nichts
Die Hoffnung, Piraten und “Occupy”-Bewegung könnten eine Allianz eingehen, ist damit auch beim Teufel. Oder sind wir schon so beliebig, dass FDP und Occupy auch miteinander könnten?
Dass außerparlamentarische Bewegungen bislang immer links waren, hat schon seinen guten Grund. Damit ist nicht gesagt, dass es nur von links Druck auf die Institutionen geben kann. Aber es ist an der Zeit zu erkennen, dass die oppositionelle Linke mit all ihrer Geschichte, Theorie und Streitkultur sich jahrzehntelang abgemüht hat, und dass Veränderung jetzt nicht mal eben zu machen ist – ohne Inhalte. Gegen Banken zu sein ist kein Konzept. Gegen Internetzensur zu sein auch nicht.
Bei allem Frust über organisierte Politik, zumal die Parteien, ist es aber weiterhin unabdingbar ein Gesellschaftskonzept zu haben, wenn man die Gesellschaft verändern will. Wer zu viel Raum für Beliebigkeit lässt, wird entsprechend beliebige Vertreter hervorbringen, die beliebige Aussagen treffen. Das Problem liegt nicht in der Person eines politischen Fischstäbchens wie Sebastian Nerz. Das Problem liegt in der Struktur der Bewegung, die sich an ihrer vermeintlichen Wirkungsmacht ergötzt und doch nichts bewegt. Gar nichts.”
aus: http://feynsinn.org/?p=11909
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Thema verfehlt!
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die Analyse verwechselt die Begriffe Freiheit und Beliebigkeit. Da wird dauernd höchst abfällig von Beliebigkeit geredet und der Autor hat nicht verstanden, dass die anderen Freiheit meinen und anstreben. Aber das ist ein altes Missverständnis der Linken und es ist sehr grundlegend. Freiheit ist eben nicht Klassenkampf, Kaderdisziplin, Unterdrückung Andersdenkender. Das haben wir in den letzten 100 Jahren zur Genüge erfahren müssen und der Lernvorgang hat Ströme von Blut und Tränen gekostet. Freiheit ist erfahrene und gelebte Weite im Denken, Sprechen, Hören und Handeln. Und das betrifft und umfasst auch und vielleicht sogar in erster Linie die Toleranz gegenüber den Mitmenschen, egal welcher Herkunft, welchen Geschlechtes, welcher Religion, Kultur und Denkweise.( Natürlich bedeutet diese (echte) Toleranz auch Verantwortung und nicht nur einfach freigesetzte Raffgier. Freiheit ist überhaupt nur möglich, wenn der eine den anderen achtet wie sich selbst.)
Genau dieses Missverständnis drückte sich auch in Diktion und Inhalten der Kommentare von Johannes, Plomplom und ihren Freunden wiederholt und unmißverständlich aus.
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…du sprichst mir aus der Seele liebe Marina! Ich bin so alt wie du, weiblich, 1,73m groß und bei den Grünen. Und trotzdem (oder deswegen) haben wir beinahe identische Probleme und Gedanken! In letzter Zeit muss ich mich zunehmend Zerreißproben aussetzen. Und dabei stellt sich mir die Frage: “Würde ich – um meine Visionen umzusetzen – gegen meine eigenen Prinzipien verstoßen? Nee! Niemals!” Aber wer setzt denn dann die Visionen um…sicherlich kein verkorkster Mitt-Fünfziger-Anzug-Politiker!
Hm..
Es ist übrigens ein schönes Gefühl zu wissen, dass DU das auch tatsächlich lesen wirst! Warum sollten sich Politiker immer nur auf Parteiebene verstehen und andere abwerten? Besser ist doch eine konstruktive Zusammenarbeit unter Menschen als eine oberflächige Zusammenarbeit mit “Vertretern”.
Ich freue mich sehr deine “Schatzkiste” gefunden zu haben und an deinen Gedanken weiterzudenken ^^
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Hallo Marina,
Ich finde es toll, dass du versuchst, auch innerhalb deiner erlangten Bekanntheit, weiterhin so offen und zugänglich zu bleiben, wie du es vorher warst. Ich kann die Probleme, die das mit sich bringt, gut nachvollziehen.
Du sprachst an, dass auch die Bürger eine Verantwortung tragen, wenn sie mit dir oder anderen Politikern in Kontakt treten. Das sehe ich ganz genauso. Wenn jemand ziellos beleidigt und kritisiert bringt das letztendlich niemandem etwas. Es ist nur eine kurzfristige Entlastung für den Klagenden. Daher finde ich, hast du auch das Recht, dich gegenüber diesen Kontakten ganz klar abzugrenzen.
Du brauchst diese Dinge nicht an dich heranlassen. Es liegt nicht in deiner Verantwortung, dich um die Probleme einiger Menschen zu kümmern, die dir schreiben. Sie sind es, die selbst die Verantwortung übernehmen müssen dafür.
Da liegt vielleicht auch ein allgemeines Problem der Politik. Wenn Menschen unzufrieden sind, suchen sie nach Gründen dafür. Meistens ist es einfacher, die Verantwortung den Politikern zuzuschieben, als selbst etwas in seinem Leben zu verändern.
Dahinter steht, wie ich glaube, aber auch ein gesellschaftliches Problem. Ich glaube du schriebst anderswo, dass es dir ein wichtiges Anliegen ist, die Bildung zu verbessern und dich für mehr Selbstständigkeit und Verantwortung für die Schüler in ihrer Bildung einzusetzen. Ich denke, dass das ein Weg ist, der zu einer positiven Veränderung dieses Problems beitragen kann.
Deine Aufgabe als Politikerin sehe ich darin, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass jedem Menschen in unserem Land, die bestmöglichsten Chancen gegeben werden, sich ein angenehmes und selbstverwirklichtes Leben zu schaffen. Die Verantwortung bleibt dabei jedoch bei jeder Person selbst.
Und ehrlich gesagt, sind die Möglichkeiten in unserem Land doch allgemein (noch) sehr gut. Was natürlich nicht heißt, dass es nicht allerlei zu verbessern gibt und auch immer zu verbessern geben wird. Denn Stillstand bedeutet in Relation zu neuen Erkenntnissen und Fortschritt anderswo eben auch Rückschritt.
Ich wünsche dir, dass du dir deine offene, lebendige und herzliche Art auch in der Politik bewahren kannst. Ich hoffe sehr, dass du einige deiner Vorstellungen weiterentwickeln und mit der Welt teilen kannst. Vielleicht ist die Politik tatsächlich ein Medium, mit dessen Hilfe du diese Dinge auch verwirklichen kannst. Ich selbst bin da skeptisch, würde mich aber gerne vom Gegenteil belehren lassen
Viele Grüße,
Daniel
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“Angenehmes und selbstverwirklichtes Leben”. Klingt irgendwie nach Selbstbedienungsladen! Kapitalismus light oder Raubtiersozialismus!
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[...] Beispiel ist die Kritik an der Irrelevanz von Marina Weisbands persönlichem Blog oder ihrer Widersprüchlichkeit der Einladung von Medien zur Homestory und der anschliessenden [...]
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Dein Artikel ist mir ein Anzeichen dafür, dass Du möglicherweise die erste Piratin bist, die bei etwas hintersteigt, hinter was Piraten eigentlich nicht hintersteigen dürfen.
Ich wünsche dir aufrichtig dass Du schnell hinter den Rest kommst. Und bessere Bewältigungskonzepte als sie aktuell mir einfallen.
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Hi Marina, ich bin durch Fefes Blog auf deinen letzten Blogeintrag aufmerksam geworden, und lese gerade in der heutigen Bild Hamburg: bei Verlierer auf Seite 1: Diese schoene piratin hat keine lust auf liebesbriefe! marina weishaupt (24), politische geschaeftsfuehrerin der piratenpartei, fuehlt sich “nicht ernstgenommen”, wenn sie solche Briefe von Wählern bekomme. Man duerfe Frauen nicht auf ihr Äußeres reduzieren. BILD meint: Kein Sinn fuer Romantik? ironischerweise is der gewinner der redakteur des Wall street Journals, weils das jetzt im inet gibt… Ich wuerde nicht mit dir tauschen wollen, als nicht machtgeiler Mensch in die Politik zu gehen ist sicher übel… und gegen die Bild kannst nix machen… Aber ich werd das mal an Bildblog.de posten..
Und veröffentliche doch mal die Internas (ausgezahltes Gehalt, Vorzugsbehandlungen, Arbeitszeit) der Parlamentarier. Würde mich schon intessieren, wieviel std du arbeitest… und wenn du das hier jetzt nicht liest, geht die welt auch ned unter… alles Gute & viel Glueck!
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@asci
Die bekommst vor Landesebene so gut wie gar nix. Stadtverordnete bekommen Aufwandsentschädigungen in Minijobhöhe. Parteiintern verdienst Du höchstens bei SPD oder CDU.
Marina arbeitet derzeit so viel wie es ihrer Ansicht nach nötig ist. Also, ziemlich viel. So geht es am Anfang allen.
Das Beautyproblem gab es schon immer. Frag mal die Kipping. Oder Drohsel. Oder Seeliger. Am Schärfsten ist btw immer der Zuspruch von jungen Männern bei bloggenden jungen Politmenschinnen^^
Damit lernt man(frau) schon umzugehen.
“Ich wuerde nicht mit dir tauschen wollen, als nicht machtgeiler Mensch in die Politik zu gehen ist sicher übel”. Es ist vor allem übel weil sie als nicht machtgeiler Mensch auf die Mitmenschen angewiesen ist die nicht mit ihr tauschen wollen würden (no offense).
BILD kann man ignorieren. Als BILD mal veröffentlichte ich würde zum Onanieren auf FDP Plakate auffordern, hat es nicht einmal meine Oma interessiert. Marinas Zielgruppe liest eh keine Zeitungen dieser Art.
Noch einen netten Tag!
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Die Piraten müssen sich entscheiden, was sie wollen, links oder rechts, konservativ oder liberal, deutsch oder multikulturell. Beides zusammen geht nicht, denn die Leute wählen nun mal nach dem Geldbeutel!
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Das scheint mir genau die Falle zu sein, die die Piraten vermeiden sollten.
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Deutsch ODER multikulturell?
Ich bin deutsch und multikulturell. Und jetzt?
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Sind die Piiraten nicht ohnehin multikulturell? Und: ist real Deutschland nicht sowieso multikulturell? Frau Merkel hat zwar einst in einem Anfall geistiger Umnachtung gemeint das multikulturelle Projekt sei gescheitert, aber die Wirklichkeit sihet anders aus. Grad die multikulturellen Familien die ich kenne sind extrem interessant und erfolgreich. Die Pluralität die Funktioniert wird gar nicht bemerkt.
Ich meine die Piraten sollten die Falle vermeiden, sich in irgend welche klassischen Richtungen einordnen zu lassen, sich aber zugleich von bestimmten Richtungen (insbesondere der rechten Szene) eindeutig abgrenzen und hier nicht falsche Toleranz entwickeln.
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Hallo Marina,
das Wort „System“ kommt mir in den Sinn wenn ich diesen Blogeintrag lese. Bestimmte Erscheinungen und Entwicklungen sind systemimmanent – beispielsweise habe ich mich des öfteren auf Konferenzen und advanced research workshops getummelt, auf denen Weltprobleme analysiert, diskutiert und verhandelt werden. Auf höchstem fachlichen Niveau. Da sitzen ein paar hundert und manchmal auch nur ein Dutzend Experten und versuchen Lösungen zu finden, die Millionen – oder gar Milliarden – von Menschen und bisweilen den ganzen Planeten betreffen. Der Planet mit seiner Milliardenbevölkerung wird aber nicht gefragt. Und oft gehen die Lösungen deshalb schlicht an der Wirklichkeit vorbei. Aber – es liegt in der Natur der Sache, daß man auf einer Konferenz über die Zuverlässigkeit mathematischer Risikomodelle als Grundlage für politische Entscheidungen zur Klimawandelanpassung keine arbeitslosen Küstenfischer aus Somalia (aka Piraten :-> ) oder evangelikale Hausfrauen aus Wisconsin einlädt. Auch wenn es beide betrifft! Die Piratenpartei möchte Transparenz schaffen und Bildung verbessern. Aber welche Art von Bildung ist in dieser praktisch endlos komplexen Welt eine sinnvolle Entscheidungsgrundlage? Die Welt ist in vieler Hinsicht transparenter, als man meint – um beim Beispiel Klima zu bleiben: fast alles ist in offen zugänglichen Quellen publiziert, aber die öffentlichen Diskussionen spielen sich auf einem in der Regel hanebüchenen Crackpot Niveau ab. Die tatsächliche wissenschaftliche Arbeit dagegen ist selbst für Experten aus angrenzenden Fachbereichen schwer – oder gar nicht – verständlich. Oft schreibt dann irgendwer der selber Verständnis Defizite hat eine Executive Summary, auf deren Grundlage letztlich schwerwiegende politische Entscheidungen getroffen werden – in einem Umfeld, daß inhärent von Unsicherheit geprägt ist und politische Entscheidungen zudem häufig eben aus politischen und nicht aus sachlichen. Gründen getroffen werden. Ich vermute Geheimhaltung und Intransparenz hat auch etwas damit zu tun, daß Politiker verbergen möchten, wie Entscheidungen zustande kommen. Unter anderem womöglich, weil sie ihr Gesicht und ihren Anschein von Kompetenz wahren wollen.
Bildung alleine, fürchte ich, nützt wenig, weil man nie gebildet genug sein kann. Aber wenigstens könnte man vielleicht vernünftige Umgangsformen lernen und lehren. Leider gibt es aber auch reichlich gebildete und hochintelligente Soziopathen mit Defiziten, die sich auf ganz anderen Ebenen manifestieren. Übrigens geht der kanadische Psychiater Robert Hare davon aus, daß rund 5% der Bevölkerung psychopathische oder soziopathische Persönlichkeitsstrukturen aufweisen – und diese konzentrieren sich (systemimmanent) über die hierarchischen Stufen unseres globalisierten Irrenhauses auf… Vielleicht sind Psychologen tatsächlich das, was wir in der Politik brauchen ☺?
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Mein lieber Herr Thiesen,
durchaus eine korrekte Beobachtung. Aber wer sind denn diese Elemente in unserer Gesellschaft, welche den Wandel von sachlichen zu politischen Entscheidungen verursachen?
Sind hier die “Politiker” tatsächlich die Verursacher oder vielmehr nicht ausführende Organe?
Die Antwort darauf liegt in Ihrem Satz “Und oft gehen die Lösungen deshalb schlicht an der Wirklichkeit vorbei.” verborgen.
Sie dürfen nicht vergessen dass Sie sich hier in einem Blog einer Politmenschin befinden, deren Parteiideologie (und eine solche ist es zweifellos!) auf einem Satz Grundannahmen basiert, deren Wahrheitsgehalt Sie hier z.T. durch ihre geäußerte Beobachtung widerlegen. Das könnte somit durchaus bedeuten, das die notwendigen Schlußfolgerungen im Piratenmilieu noch etwas auf sich warten lassen werden (zudem diese Schlußfolgerungen auch noch zu einem tiefverstörenden Punkt führen).
Ich möchte Ihnen zustimmen in dem Punkt, dass das Bildungsangebot (denn so meinten Sie es doch?) wenig nützt. Ich halte dies jedoch nicht für eine Frage der Umgangsformen, sondern viel tiefsitzender, für eine Frage von Bereitschaft, Partizipationswille und Verantwortungsbewußtsein.
Bis derlei “lehrbar” ist, unter Berücksichtigung des freien Willens der zu Belehrenden, stehen wir allerdings überaus hilflos dar.
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@Cyko: Die Umgangsformen… sind eine gewisse Mindestanforderung. Es gab ja sogar einmal so etwas wie eine Netiquette. Ein Großteil der Diskussionen im Netz allerdings ist heute unsachlich, um es sehr mild auszudrücken – und zwar vor allem auf den Ebenen, wo öffentliche Meinungsbildung stattfindet.
Das Bildungsangebot nützt in zweierlei Hinsicht wenig: zum einen ist die Welt zu komplex um eine wirklich sinnvolle Meinung über einen Großteil der Vorgänge zu haben. Selbst wenn alle Informationen frei verfügbar wären und jeder Mensch den Zugang zu beliebig guter Bildung hätte, so wäre es unmöglich auch nur einen nennenswerten Bruchteil dieser Informationen aufzunehmen – geschweige denn zu verstehen. Im Grunde genommen finden ab einer gewissen Komplexität Entscheidungen immer ohne ausreichende Wissensgrundlage statt. Bisweilen nimmt das alberne Züge an, wenn Wirtschaftswissenschaftler im Jahre 2012 eine Studie vorstellen, die zu dem Schluß kommt, daß ein endloses exponentielles Wachstum in den Untergang führt. Surprise! Aber Bildung mag doch helfen: in den USA glauben 75% an einen Schöpfergott. Zugleich aber glauben 97% der Mitglieder der American Academy of the Sciences NICHT an solchen Unfug.
DIe Parteiideologie der Piraten erschließt sich mir bisher noch nicht wirklich. Sicherung von Bildung und Informationsfreiheit scheinen mir aber zunächst gute Ansätze zu sein. Aber mir fehlen bisher schlicht grundsätzliche Aussagen zu verschiedenen sehr grundsätzliche Fragestellungen und ich meine eine gewisse schrecklich naive Fortschrittsgäubigkeit bei manchen Piraten zu sehen.
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Fühl Dich einfach gedrückt und gestärkt.
Man mag es als Utopie abtun, aber es waren nicht die Kleingeister mit begrenzter Vorstellungskraft, die die Menschen nach vorn gebracht haben, sondern Menschen mit Visionen.
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Ich bin begeistert von Ihrer kritischen Einstellung gegenüber der Medienberichterstattung (Hype) über Ihre Person!
Aber bedenken Sie:
Mit jeder schlechten Berichterstattung über Ihre Person gewinnen Sie (bzw. wir alle) an mehreren Fronten: Frauen in der Politik, schlechter Journalismus, Politikverdrossenheit…
Wir alle, die hier Kommentare schreiben, wissen um schlechte Berichterstattung und Meinungsmache des Boulevards – zeigen Sie es denen, die es noch nicht wissen!
Und haben Sie einfach Spaß daran! Belächeln Sie das! Wer die Einstellung hat, authentisch bleibt, und so viele hat, die hinter einem stehen, dem kann niemand was anhaben. Nichtmal Herr Diekmann.
PS:
“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.” ~ Ghandi über die Medienberichterstattung in Deutschland
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Zu “vorn”: Es waren vor allen Dingen akribische Arbeiter, disziplinierte Besessene. Aber ob “vorn” wirklich “vorn” ist bzw. was “vorn” eigentlich bedeutet, wäre noch zu klären.
Zu “Ghandi”: Anhand der Geschichte der PDL oder der GRÜNEN sollte man eigentlich erkennen, dass das Gewinnen kein Automatismus ist.
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Vielleicht kann mir mal jemand Politik oder Politiker definieren. Was ich bisher darunter verstehe ist “Selbstbedienung”, “machtgeil”, “beratungsresistent”. Vielleicht gibt es ja andere Definitionen. Vielleicht bin ich aber auch nur doof.
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Sehr geehrte Frau Weisband.
Respekt, Respekt. Und für eine Politikerin überaus mutig, das so darzustellen. Journalismus ist in den heutigen Zeiten eine Hure. Ich muss das offen und ehrlich so aussprechen. Wenn eine Nachricht nicht schlecht ist, ist sie nicht gut. Und ist sie gut, muss sie zudem sexy sein, wenn nicht sexistisch. Wenn eine Nachricht nicht schmuddelig in die Hindergründe unter der Gürtellinie führt, dann wird sie nicht konsumiert. Nein, gelesen wird in diesem Lande nicht mehr viel, es wird gegoogelt, getwittert, gesimst und geblogt. Es geht in erster Linie darum, sich selbst zu “produzieren” – und davor sind auch die Journalisten in diesem unserem Lande nicht mehr gefeit. Vielleicht bin ich gerade aus diesem Grunde ein “Freier Journalist und Fotograf” – wohl aber auch, weil sich die VG-Wort, die VG-Bild und Kunst sich weigert, meine Mitgliedsanträge zu beantworten oder irgendwie ihre Ablehnung zu kommentieren. Es ist so, als exestiere man nicht, wenn man nicht den “Mainstream” schreibt oder filmt! Ich bleibe also lieber Außenseiter und nehme das aufs Korn, was mir an unserer Welt auffällt. Und das ist in erster Linie die sexistische Sprache, die nicht selten in den Faschismus driftet, auch bei Politikern, von deren Parteizugehörigkeit man das nicht erwarten sollte. Aber wer liest noch, wer kann denn noch lesen? Wer kann noch Deutsch? Es ist ein großes Problem, dass uns in diesem Land die Bildung abhanden gekommen ist und dass wir es nicht mehr gelernt haben, zu kommunizieren – dabei auch die feinen Nuancen der Kommunikation aufzugreifen und wahrzunehmen. Sprachlich scheinen wir längst tot. Und der Rest… wenn wir uns nicht ins Zeug hängen – und uns darum kümmern, die Bildung auf Vordermann zu bringen, folgt der Rest eben auch bald. In diesem Sinne: was macht eigentlich mein Mitgliedsantrag?
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schon gehört? die überlegen jetz, den ort, wo das wort herkommt ursprünglich (akro-polis: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Polis) zu vermieten, damit sie ihren schulden-kram besser geregelt bekommen, die luschen. mich dünkt, für’s gute handling des gemeinwesens müßen aber weder die politischen menschlicher werden, noch die menschen politischer. ist eher ‘ne willensfrage.
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Vor Jahren fiel mir auf, dass in Dänemark kaum Gardinen vor den Fenstern hingen. Ich habe mal gefragt und die Antwort bekommen, dass man darauf verzichten kann weil es auch üblich ist nicht allzu neugierig in die Fenster zu schauen. Schon gar nicht voyeuristisch. Ist dies ein Bild wie es laufen könnte wenn wir uns öffnen?
Ich mache seit einiger Zeit wieder Kommunalpolitik im Wendland. Wieder nach Zeiten mit familiären Schicksalsschägen und auch politischer Frustration. Das Netz nutze ich dabei und merke wie um mich herum und mit mir das etwas wächst was die herkömmliche Politik aufmischt. Ich habe dabei ein Störgefühl. Die Offenheit macht Angriffe auf meine Person scheinbar oder gefühlt leichter. Ich habe kleine Kinder, auch Angst vor Angriffen auf sie, wenn ich gemeint bin. Das Diskutieren im Netz ist mitunter hastig. Das wird ungenau gelesen und gleich geschossen und verletzt. Gedanken öffentlich zu entwicklen fällt so schwer. Projekte vor Ort sind kaum vorgestellt, noch bei mir in der Meinungsbildung, da wird auf der Basis unvollständigen Wissens gepostet und kommentiert was das Zeug hält. UND TROTZDEM IST ES GUT SO. Öffentlichkeitbeteiligung wird durchgesetzt. Leidensfähigkeit statt dickes Fell und Abstumpfung sind gefragt. Deine in der Tat offene Selbstreflexion des Dilemmas imponiert mir. Wünsche Dir Kraft!
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Liebe Marina Weisband,
Ich habe eben die Sendung “Maybritt illner” gesehn und mit großem Interesse Ihre Statements gehört. Nachdem ich dann diese Internetseite durchstöbert habe, muss ich sagen, dass ich Ihnen meinen höchsten Respekt zolle. Ich finde es gut, dass es so junge, mutige und transparente wie auch glaubwürdige Politiker gibt, wie Sie.
Ich habe beruflich viel mit Jugendlichen zu tun und würde mich freuen, wenn es mal möglich wäre, dass wir Sie zu einer jugendpolit. Diskussion einladen könnten.
Alles Gute, und herzl. Grüße
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Auch ich habe die heutige Sendung verfolgt und bin auf Sie aufmerksam geworden.
Es wurde berichtet, dass die jungen Politiker wieder durch die älteren abgelöst werden. Aber wenn ich in diese alten, faltigen Gesichter schaue, sehe ich keine Zukunft sondern nur Vergangenheit. Ich bin jedoch ein junger Mensch und will irgendwann eine Familie gründen. Ich wünsche mir Kinder, denen es genau so oder im besten Fall noch besser gehen soll als mir selbst.
Liebe Marina, in Ihrem Gesicht sehe ich Zuversicht, Motivation und eine bessere Zukunft.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Partei viel Erfolg! Meine Kreuze gehören bei der nächsten Wahl den Piraten!!!
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Der Physiker sagt die Physik kann die Welt beschreiben, nicht aber erklären. Ich stelle hier einen gewagten Vergleich an und sage mit den Medien ist es genau so. Sie können uns nur eine Beschreibung liefern, nicht aber eine Erklärung. Inwieweit diese Beschreibung stimmt sei dahin gestellt. Wir sitzen hier in unserer Höhle, sehen Schatten, die auf eine mediale Höhlenwand projiziert werden und schreien heraus, was wir sehen. Worte sollte man sich nur wirklich tiefgehend annehmen, wenn diese nicht aus einer Höhle kommen sondern in direktem Kontakt ausgetauscht werden. Nimm dir Dinge zu Herzen, die dir deine Familie oder sehr gute, langjährige Freunde nahe legen. All die Anderen kennen dich gar nicht gut genug um auch nur im entferntesten in der Position zu sein über dich als Mensch zu urteilen.
Um bei der Metapher zu bleiben aber Platons Gedanken ein wenig auszubauen: Du machst den Vorstoß, sehr weit in diese Höhle hineinzugehen und möchtest Andere mitnehmen. Große Gefahren können darin verborgen sein aber vielleicht sind die Menschen, die im einheitlich grauen Schimmer der großen Masse untergehen auch dankbar, dass sich jemand für sie interessiert.
Diese Menschen sind sicher genau so getroffen von den Schreihälsen, deren Hilfeschreie, reflektiert von den Felsigen mauern, so grausam klingen, dass einem das Blut in den Adern gefriert.
Und doch hast du viele Menschen um dich herum, die sich schützend vor dich stellen oder dir Rückendeckung geben. Du… nein, ihr alle zusammen müsst nur den Mut haben weiter vor zu dringen und dürft euch nicht abschrecken lassen, dann kann es euch auch gelingen den Menschen nicht nur das Feuer sondern auch die Sonne zu zeigen. Wie wir wissen würden diese dann auch nicht mehr zurück wollen.
Dass es möglich ist einer Politikerin so etwas zu schreiben und sogar eine reale Chance besteht, dass sie es auch liest ist doch schon ein enormer Fortschritt. Ein Zeichen dafür, dass man – auch wenn man nur eine Stimme ist – etwas erreichen kann indem man schlicht Gehör findet.
Ich möchte gern noch ein Wort zu Maybrit Illner vom 19.01.2012 sagen.
Ich, als einfacher Fernsehzuschauer habe mit dir am meisten sympathisiert obwohl du leider am wenigsten sagen konntest.
Der Grund ist einfach. Die werten Herren konnten sich nur gegenseitig niedermachen, sich selbst oder die eigene Partei loben und drumherum wahnsinnig viel Dünnes labern. Allen voran der Herr Niebel, dessen Auftritt die FDP vermutlich noch ein paar Promille gekostet hat. Dir hat man, unzivilisierter Weise, wenn du etwas sagen wolltest auch noch das Wort abgeschnitten. Vermutlich hat es den Herren nicht gepasst, dass du, etwas Konstruktives beitragen wolltest ohne andere zu diffamieren.
Der Klügere gibt nach, deswegen regieren die Dummen schätze ich.
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Ich finde es gut und wichtig den Menschen die Möglichkeit zu geben ihre Meinung zu sagen und zu vertreten. Dass diese oftmals nicht konstruktiv und eher diffamierend als alles andere ist, kann jedoch nie ein Grund sein, von der Überzeugung der Nähe zum Volk abzuweichen. Das Volk besteht aus mehr, als aus jenen die beleidigen, demütigen und vielleicht sogar gewalttätig sind. Und diejenigen, die einen Politiker in der Rolle desjenigen sehen, welcher die Welt in der wir leben, unnötig komfortabler und luxuriöser gestaltet, und uns Vorteile einräumt, welche der Mensch von Natur aus gegenüber seiner Umwelt im Sinne der Menschenrechte nicht hat, diejenigen sind es, welche nicht über ihre Dörfer und Städte oder sogar über ihre Fensterbank hinaussehen und so (aus purem Eigennutz heraus) bereit sind, selbst die unrealistischsten Wahlversprechen einer Partei zu glauben.
Diese Menschen sind es, die es der Politik überhaupt erst möglich gemacht haben, zu einer derart intransparenten und volksfernen Institution zu werden.
Und ist nicht genau das die Motivation der Piraten? Gegen diesen Zustand vorzugehen und aufzuzeigen, dass es auch anders geht?
Wenn du jetzt von deinem Kurs zurückweichst, dann gibst du nicht nur diesen Leuten einen Grund sich im Recht zu fühlen, sondern auch den anderen, jene die bislang an eure Ideen und Ziele geglaubt haben, einen Grund sich von euch abzuwenden.
So schwer es auch ist, gegen eine schreiende und keifende Meute von Tieren anzugehen, sich diesem grausamen und demotivierenden Zeugnissen von Hass und Neid zu stellen… so sehr wird sich der Tag lohnen, an dem ihr vielleicht verkünden könnt, dass wir nicht länger von solchen beherrscht und manipuliert werden.
Bitte halte durch und zeige allen, dass es auch anders geht, wenn man nur stark genug ist und für die richtigen Ideen kämpft!
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Hallo Marina,
ich bin neu hier auf Deiner Internetseite – hab Illner angeschaut und war sehr von Dir begeistert. “Der Kaiser ist nackt” rufst Du aus Deinem Wesen. Und die anderen reden über Mode. Damit hast Du einen neuen Fan und die Piraten interessieren mich (wieder) mehr.
Meine Begeisterung für Deine Einstellung, Energie und Wesensqualität weckt in mir den Wunsch, Dir unter diesem Thema einen weiteren Tipp dazu anzubieten:
Anfeindungen sind für mich selbst etwas, mit dem ich schon als Kind konfrontiert war. Es begleitet mich seit ca. 30 Jahren und ich habe daraus bis jetzt folgendes gelernt: Wenn ich das Feedback als Spiegel meiner Seele ansehe, so ergibt es immer ein stimmiges Bild. In Zeiten, in denen ich mich überhöhe, das Licht unter den Scheffel stelle, viele Ängste habe… es spiegelt sich stets auch im Feedback von außen. Gerade die Werte und mein Glaube werden großartig dargestellt.
Wenn ich also – wie Du hier – mit über 95% (geschätzt) positivem Feedback konfrontiert bin, ist alles im supergrünen Bereich und ich habe einfach noch die Möglichkeit, mich noch ein Stück weiter zu perfektionieren:
Was trifft mich? Wie trifft es mich? Welches Wesen in mir wird getroffen? Welche Werte? Welche Einstellung lässt es zu, soetwas zu erleben?
Es gibt viele Fragen, die mir hierbei geholfen haben und für jeden sind andere richtig. Ich habe die Fragen auf das Positive wie das Negative angewandt. Denn beides berührt “mich” und gibt mir damit Aufschluss über mich selbst.
Viele Anfeindungen hatten ihren Grund in zu geringer Selbstwertschätzung (die manchmal durch Überhöhung kompensiert wurde). Nachdem ich mich selbst mehr akzeptieren konnte, hörten diese Anfeindungen auf. Andere Feedbacks beruhten auf der Einstellung, dass man kämpfen muss. Nun, wenn man das unbedingt zu müssen glaubt, ist das ja nur möglich, wenn man Feinde hat. Logisch, dass sich dann auch welche finden…
Wenn ich mir selbst und dem in mir dafür verantwortlichen Teil verzeihe (Ho’oponopono ist dazu ein derzeit modischer, spiritueller Ansatz) geht es besser. Rational gesehen gebe ich mir damit selbst die Verantwortung und verzeihe mir den Angriff, der aus einem Teil meiner Persönlichkeit kommt. Verzeihen ist ein gutes Gefühl und damit geht es mir besser als mit einem negativen Gefühl. Durch Konditionierung wird dies ein Muster und steht mir dienend zur Seite.
Ein weiterer Ansatz ist, Feedback zu lesen / zu hören und sich selbst dabei “durchlässig” zu fühlen. Wie Wind, der durch einen hindurch weht, ohne zu berühren. Aus dieser Metaebene ist das dann alles recht angenehm in der Wahrnehmung. Braucht jedoch Übung und bewusste Aktivierung.
Des Weiteren war für mich wichtig, dass Menschen immer beides in wellenförmigen Mustern erleben: Zuspruch & Widerspruch, Hass & Liebe, Freude & Trauer, Tag & Nacht, Erfolg & Misserfolg.
Lange dachte ich, dass dies unabänderlich ist. Doch ich habe erkannt, dass aus der “freudvollen Metaebene” (oder wie man auch dazu sagen möchte) auch diese Wellen harmonischer werden, sobald ich mich in der ME wertschätzend um die “dunkle Seite” kümmere.
Das sind sicherlich ungewönliche Ansätze und sie versprechen erst einmal nur Selbsterkenntnis mit Linderung, die ggf. noch ein Stück entfernt ist.
Ich hoffe, meine sehr langen Zeilen finden den Weg zu Dir, wenn Sie hilfreich für Dich sind. Sollten sie es nicht sein, wünsche ich mir, dass Du auch nicht die Zeit mit dem Lesen dafür aufbringen musst, sondern ein gutes Werkzeug zur Kommentarsortierung in Dir selbst gefunden hast.
Einen schönen Gruß aus dem Chiemgau und viel Spaß mit Deinem anscheinend sehr spannendem Leben!
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Hallo Marin,
natürlich ist es schade, dass du dich aus der vorderen Linie zurückziehst. Aber ich kann es gut verstehen. Deine Begründung ist sehr schlüssig.
Viel Glück für deine Diplomarbeit!
Herzliche Grüße
Thomas
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sorry, ein “a” vergessen
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Liebe Marina,
Mir gefällt dieser Artikel sehr. Die Offenheit deiner Gedanken und die Perspektive, auf “die Politiker”, die wir gerne über einen Kamm scheren. Warum weigern wir uns häufig, Politiker auch als Menschen zu sehen, delegieren Fragen zu deren Lösung wir selbst viel beitragen könnten, “nach oben” und schaffen damit überzogene Erwartungen, denen keiner mehr entsprechen kann. Ich bin durch die Meldung über Deinen Rückzug aus der Parteispitze auf Deinen Blog und Deine HP aufmeksam.geworden. Ich wünsche Dir alles Gute für Dein Studium, auch dass Du wieder gesund wirst.Danke für das, was Du mit uns teilst..
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freue mich, dass Du ein schönes Jahr 2011 hattest. Wenigstens 1 Mensch, dem es letztes Jahr gutging, dachte ich. Für mich war 2011 ein schreckliches Jahr. Ein Jahr der Perspektivlosigkeit. Kam mir ein wenig vor wie ein Kind im Seelenknast (s. Deine Skizze hierzu). Mittlerweile glaube ich selbst, dass Deutschland sich selbst abschafft: mir wird schlecht, wenn ich diese Kopftuchträgerinnen sehe, die mittels unserer Steuern an einem Islamismus-Zentrum in Tübingen studieren. Da werden Erinnerungen an das Bolschoi-Theater in Moskau wach. Was zum Teufel hat das mit Integration zu tun ? Das ist doch das genaue Gegenteil und macht Angst (s. Deine Skizze hierzu)! Die lebendige Vernunft, das ist unser wahres Heimatland. Alles hat sich daran zu orientieren. Leben ist nicht schwer zu definieren, Vernunft dafür umso mehr. Wenn in der Wissenschaft etwas nicht klar zu aufzuzeigen ist, dann sollte man das Gegenteil aufzeigen. Nach Kant ist das Unvernunft, was zum Chaos führt, wenn jeder sich so verhält.
Halt die Ohren steif ! Du schaffst das schon. Menschen wie Du fehlen in dieser erstarrten Politik-Bühne.
Thomas Stief
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Liebe Marina,
das ist ein beindruckendes Blog und Deine Offenheit und Ehrlichkeit sind sehr sympathisch. Was die Leute angeht, die immer hassen und schimpfen, so kann man denen in jedem Forum begegnen und – Du hast recht, sie sind verletzend! Aber wenn man weiß, dass sie in aller Regel “nur” etwas Eigenes auf einen projezieren, ist es nicht mehr so schlimm und man braucht sich diese heissen Schuhe nicht anzuziehen. Unser aller Leben ist von vielen Konflikten geprägt, besonders wo die Menschen den Kontakt zur Natur verloren haben und wo in den Familien statt Liebe, Härte und Verzweiflung regiert, wo Alkohol oder andere Abhängigkeiten die Wahrnehmung der Lebensfreude überlagern oder gar töten, entstehen viel Wut und Ärger, die sich irgendwo ein Ventil suchen: oft dort, wo sich Aufmerksamkeit konzentriert, nämlich bei “öffentlichen” Personen z.B. in der Politik. Dahinter steht der (im Prinzip verständliche) Wunsch: “gebt auch meinem Leiden Aufmerksamkeit!”
Falls Du eines Tages psychotherapeutisch in eigener Praxis arbeitest, wirst Du damit öfter bis täglich konfrontiert sein – und trotzdem mit Verständnis und innerer Kraft heilsam für die Menschen (re-)agieren.
Aber auch viele andere, viel “positivere” Formen von Projektionen können belastend sein. All die halben und ganzen Liebeserklärungen beispielsweise…. Wenn Du verhindern willst, dass Dein Ego dick und groß wird, wirst Du es vielleicht schwer haben in der Politik. Wenn ich das richtig verstehe, geniessen die meisten Politiker ihre Wichtigkeit, diesen Aufmerksamkeitsfocus – und nicht wenige werden ganz besoffen davon. Eine der Möglichkeiten dem zu entkommen, sehe ich in der täglichen ehrlichen Rückmeldung an sich selbst. Das ist aber richtig schwierig wenn man einen 16-Stiunden-Job hat und abends nur noch ins Bett fallen möchte – dann fehlen einfach Zeit und Kraft um genau zu analysieren und womöglich eigene Entscheidungen nachträglich in Frage zu stellen.
Naja, Du schaukelst das Ding schon. Wollte Dir nur sagen: Du bist nicht allein mit Deinen Gedanken und Mühen. So long..
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Hallo Frau Weisband, habe gerade gelesen, warum Sie sich aus der Politik zurückgezogen haben.
Lassen Sie sich wegen kranken Menschen nicht erschüttern. Sie sind nicht allein und Sie werden nicht allein bleiben. “Hay que endurecerse, pero sin perder la ternura jamás.” (Che)
Viele Grüße
Toni
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Hallo Frau Weisband,
Ihre Arbeitsweise ist der heutigen Zeit gerecht. Die Bevölkerung wächst und die Technik bietet auf einmal für viele die Möglichkeit, sich auszudrücken. Minderheiten bleiben zwar relativ weiter Minderheiten, jedoch wachsen sie absolut zu einer Größe, deren Schaden auch wahrnehmbarer, verletzender ist. Die Technik bietet nun die Möglichkeit zum Austausch und Organisieren auch für Minderheiten. Wie sie selbst sagten ist die Technik Fluch und Segen zugleich. Ich stimme Ihnen zu, dass die Gesellschaft erst noch lernen muss mit der Technik, der Vielzahl an Menschen und der ständigen Veränderung zurechtzukommen. Sie sind ein leuchtendes Beispiel für den Versuch einen Gangbaren weg zu gehen. Sie handeln aus der Sicht eines öffentlichen Menschen. Sie handeln in einem Raum, für den es noch keine oder nur eine schwache Ethik gibt. Die scheinbare Anonymität schaltet Werte, die in unserer Zeit ohnehin nicht sehr stark verinnerlicht sind, weitgehend ab. Aber Menschen können nur mit Menschen zusammenarbeiten, die bereit sind rücksichtsvoll (reflektiert) zu Handeln. Es ist für mich nur logisch, wenn ein Vorzimmer dazu benutzt wird zu Filtern und zu bündeln. Demokratie heißt immer auch bereit sein gemeinsam an etwas zu arbeiten. Wer nicht konstruktiv sondern destruktiv handelt muss ausgefiltert werden. Die Stimmen die gemeinsam an etwas arbeiten müssen gebündelt werden. Es ist nicht die Aufgabe in einer Demokratie jeden einzelnen zu berücksichtigen. Es ist die Aufgabe aus den Einzelnen die Mehrheit zu ermitteln. Auf diese akkumulierte Aussage, kann auch offen und persönlich reagiert werden. Ich hoffe, dass Sie auch weiter ein leuchtendes Beispiel sind. Ich hoffe, dass Sie die Kraft haben, weiterzumachen. Wir brauchen dringend Politiker wie Sie die etwas neues wagen, auch wenn es zunächst abgetan wird. Es wird immer unreflektierte Stimmen geben. Hören Sie auf lieber auf die vernünftigen, hören Sie weiter auf ihr Herz und Ihren Verstand. Sie brauchen kein dickes Fell, denn ihre Arbeitsweise ist richtig. Vielen Dank dafür.
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Super Beitrag! Ich finde du zeigst damit all jenen, von denen die Piraten oft und gerne als realitätsferne Träumer abgetan werden, dass du sehrwohl reflektierst was du im politischen Alltag wahrnimmst und auch bereit bist dazuzulernen und Verständnis zu zeigen. Es handelt sich eben nicht um “Dagegen-um-jeden-Preis”, sondern um den schlichten Versuch die Welt ein bisschen besser zu machen. Danke dir dafür!
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liebe marina,
bleibt bei einem, ganz wichtigen credo: wir haben die fragen, ihr die antworten. die gesellschaft muss fragen beantworten. politiker sollten es gar nicht erst versuchen. du sagst es ganz richtig: politiker sind menschen und können nicht alles wissen. ihr habt die fragen, wir die antworten. wenn wir dabei bleiben, brauchen wir den politiker und die parteien in 60 jahren nicht mehr.
alles gute
robert
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Hallo liebe Marina,
ich schaue gerade Markus Lanz und sorry, aber dein politischer Auftritt ist in meinen Augen ein einziger Widerspruch – es nervt
Du willst Politik machen und am liebsten die Welt verändern und dann musst du am eigenen Leib erfahren, dass es wohl nicht so einfach ist wie du dir das vorstellst. Und was machst du dann? Schmeißt das Ganze hin und erzählst uns, dass Politiker ihre komplette Identität und Persönlichkeit verlieren und das wurde dir zu viel, sodass du “aufgibst”. Welchen Beitrag hast du denn nun geleistet? Ist das eine Leistung, dass du uns erzählst das dieser Job eine große Aufgabe ist? Du scherrst alle Politiker über den selben Kamm. Dabei gibt es diese psychologischen Probleme in allen Lebensbereichen. Ob im Profisport oder bei einem Alleinerziehenden. Aber NUR “Politiker klammern sich an ihr Amt” – es gibt auch Politiker die etwas Positives bewirken, auch wenn sie mal bei einem Freund übernachten. Herr Guttenberg bspw. hat einen starken Job gemacht, Wulff in meinen Augen auch und solche Politiker werden NUR noch nach ihrer Person beurteilt und nicht nach ihren Taten.
Super, bei dir ist es jetzt genau umgekehrt? Du lächelst 3 Mal schlau in die ZDF-Kameras und erzählst davon, dass du gerne im Mittelpunkt stehst, aber du schaust dir die Sendung nachher natürlich nicht an, du liest auch keine Berichte über dich und achja Kommentare wie meine sind dir auch egal (anders, wie du es in diesem Artikel erzählst) – Du willst die Welt verändern, störst dich aber daran, dass es Politiker gibt, die deiner Meinung nach Hartz4 Empfängern “am Ende nur 5 Euro” mehr bescheren. Du bist in meinen Augen eine absolute Selbstdarstellerin und genau das ist das Problem in unserer Gesellschaft. Bist du jetzt glaubwürdiger als alle anderen Menschen (Politiker)? Alles was du sagst ist darauf ausgerichtet, bei den Leuten anzukommen: “Ich habe gelernt, dass man auch mit 700 Euro im Monat gute Politik machen kann”, “Ich will Politik machen und erkenne, dass es nicht so leicht ist. Ich bin der Meinung das die besten Freunde nur ganz arme Schlucker sein können”, “Ich habe vor 2 Monaten noch gekifft”….
Wegen mir musst du dir ganz bestimmt kein dickes Fell anlegen, ich möchte dir nur einen Anstoß geben. Ich finde es total bemerkenswert, dass du die Politikverdrossenheit in unserem Land verändern möchtest und schätze dein unermüdliches Engagement – Selbstverständlich ist dieser Job sehr zeitaufwendig.
Aber ganz ehrlich, sich über die Medien als hippe Selbstdarstellerin zu präsentieren ist nun wahrlich keine Leistung… Vielleicht solltest du an dieser Stelle, gerade weil du es am eigenen Leib erfahren hast, den Politikern mehr Respekt zollen. Alles schlecht reden, aber selbst der Engel auf Erden sein – Das machen und wollen viele in unserem Jammerland
Denk mal drüber Nach !
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Ich habe mir schon viele Gedanken darüber gemacht, wie Gesellschaft und Politik überhaupt gestaltet werden kann. Es gibt das allgemeingültige Prinzip: Mehr ist anders. Egal, um was es sich handelt, wenn die bloße Größendimension einer Sache wächst, verändert sich das Verhältnis von Vordergrund zu Hintergrund; es entstehen Qualitäten, die im kleinen Maßstab nicht auftauchen (man vergleiche: Wassertropfen, Pfütze, Teich, See, Meer – viele Namen für Mehr vom Gleichen, weil der Kontextbezug wechselt).
Wie ich einmal gelesen habe, hängt die Größe sozialer Interaktionen mit der Hirnkapazität zusammen. Gute Diskussionen sind mit 6 Personen möglich – jeder kommt angemessen zu Wort. Ab 7 oder 8 Personen zerfällt eine Gruppe in zwei. Bis 20 Personen (man denke an die Größe Europas und die ab 20 entstehenden Diskussioneprobleme) funktioniert noch der “Flurfunk”. Jeder weiß ungefähr, was der andere gerade so treibt, ist entfernt informiert über die Aktivitäten des anderen, die man alle im Blick haben kann. Bis Stammesgröße (150-200 Personen) funktionieren noch Beißhemmungen. Man sieht sich zumindest noch häufig genug, um nicht anonym zu sein. Für Größen darüber hinaus ist das Hirn nicht angelegt. Meist werden dann die Organisations- und Koordinationsstrukturen hierarisch, funktionell, mechanistisch. Der “Fühlradius” reicht also nur bis zu ungefähr 200 Menschen. Alles darüberhinausgehende überfordert und verändert seine Qualität. Müßig, mehr versuchen zu wollen. Man verschleißt nur.
Politik ist in diesem Sinne zu groß. Ich träume immer von inspirativen Netzwerken als ein wichtiges Modell unter anderen, die mal mehr ins politische Feld hineinspielen könnten. Die von den Piraten geforderte Universaltransparenz halte ich auf Dauer für nicht lebbar. Aber Gesellschaft als Kunstwerk anzusehen und jedem eine künstlerische Freiheit in der sozialen Plastik zuzubilligen, das fände ich schon einen tollen Bewusstseinsfortschritt.
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[...] Piratenpartei bei diesen Prozessen sehr anschaulich zuschauen. Zum Beispiel in diesem schönen Blog-Beitrag von Marina Weisband, der sich mit Transparenz und Vorzimmern beschäftigt. Die Realität hat schon begonnen, die sanfte [...]
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Liebe Marina,
fast alles in der Politik dreht sich um die in jedem von uns vorhandene Widersprüchlichkeit. Wenn Du die sehenden Auges aushältst ohne in Zynismus oder Korruption abzugleiten, dann bist Du der bestmögliche Politiker.
Stufe 3 erreicht,
Jens
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Ausgeblendet weil niedrig Kommentarbewertung. Klicken, um zu sehen.
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Ihr steht in Neu-Münster offensichtlich vor allem für schlechten Stil. Erst familiär mit Russisch anschleimen und dann mit “blödsinn redest”, “laberst”, “dämlich”, “klappe ausreißt” draufhauen, wie heldenhaft! Kennst du im Deutschen keinen Unterschied mehr zwischen normal reden und ausfallend werden? Oder sprichst du auf Russisch auch nur im Mat? Wenn ja, kann ich nur hoffen, dass du dich bald aus den Piraten selbst entlässt. Wär besser für alle, vor allem für Neu-Münster.
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[...] in welcher Form? Marina Weisband, ohne Mandat aber mit Parteiamt und massenmedialer Attraktivität schrieb gestern Abend aus ihrer neuen Perspektive über diese Unterscheidung. Aus ihrer Empörung über „die da oben“ ist offensichtlich [...]
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Ich bin wirklich beeindruckt, sollte an dieser Stelle wohl besser schweigen und
…..
werde es auch tun.
Jürgen
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“Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.”
e=mc2
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Hallo Marina,
nein, ich habe nicht die vielen Posts vor mir gelesen aber ich habe sehr interessiert gelesen was Du in Deinem Artikel geschrieben hast. Ich möchte auch nicht wirklich irgendwelche “pro´s und contra´s” hier diskutieren, aber Eines will ich sagen:
Der Artikel ist toll und er zeigt einfach was wichtig ist: Menschlichkeit und Gefühle. Ich habe oft mit Politikern aller Ebenen zu tun (obwohl ich selbst keiner bin) und verstehe gut was Du schreibst, hätte auch einige Anmerkungen dazu, überlasse es aber Dir ob Du Interesse (und Zeit) hast, mit mir darüber zu diskutieren. Meine E-Mail ist beim Webmaster, ausserdem findest Du mich bei Deinem “27 Millionen” FB-Freunden.
LG Axel
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Nun ja das Dilemma ist das ‘sich Konzentrieren’ der Medienöffentlichkeit und in der Folge der Öffentlichkeit auf Personen an der Spitze. Man will die querdenkenden und vielfältig agierenden Piraten in eine ‘Schublade’ packen, mit einem ‘Gesicht’ versehen, und dann die ‘Führungspersonen’ durch die Talkshows und die Öffentlichkeit reichen, um mal zu testen, ob sie die ‘richtigen’ Reflexe bedienen. Hochbeliebt hierzulande die Frage ‘Rechtsradikalismus’ und ‘Antisemitismus’, da erwartet man einen ganz bestimmten Reflex:
Es ist ein Programm runterzuspulen, man muss dann betonen daß man niemals ‘Rechtsradikalismus’ und ‘Antisemitismus’ auch nur in Ansätzen dulden würde, diese, falls sie in der Piratenpartei auftauchen, in jedem Fall und völlig undifferenziert nur und ausschließlich bekämpfen würde, sowieso und überhaupt.
Ich ziehe vor jedem Pirat den Hut der diese Reflexe nicht bedient, und sich stattdessen inhaltlich auseinandersetzt. Das ist nicht einfach, aber notwendig. Piraten sind angetreten es anders, und besser, udn basisdemokratischer und klüger (Stichwort Schwarmintelligenz) zu machen, Dinge zu hinterfragen, und alte Zöpfe, wo es Sinn macht abzuschneiden.
Der Rückenwind, den die Piraten haben, basiert nicht auf dem allumfassenden Super-Parteiprogramm, auf supereloquente Spitzenpiraten oder auf eine breite Zustimmung in der Gesamtbevölkerung zu piratischen Kernthesen.
Der Rückenwind basiert auf dem Verdruss über die etablierten Parteien, die in der Öffentlichkeit schöne Worte präsentieren (lassen) und dann, an den Stellen, an denen sie politische Macht innehaben, bis auf wenige Ausnahmen gegenteilig agieren.
Diese Schwafeldemokratie mit intransparenten, im Widerspruch zum Geschwafel stehenden realen politischen Entscheidungen geht den Wählen auf den Zeiger, deshalb wählen sie zunehmend Piraten.
Die Piraten dürfen sich aber nicht in die Falle locken lassen, die ‘bessere Partei’ im peer group Vergleich
werden zu wollen, also sozusagen die besseren Grünen oder die bessere FDP.
Piratische Grundprinzipien, eben KEINER ‘Führungsperson’ hinterherzudackeln, auf keinen ‘Chefeinpeitscher’ (z.B. im Parlament den Fraktionsvorsitzenden) zu hören und maximale Transparenz aller Entscheidungen zu fordern und auch selbst vorzuleben, das sind die ‘tools’ mit denen der Erfolg der Piraten andauern kann.
Sobald die Piraten versuchen, die ‘bessere’ etablierte Partei zu werden, haben sie verloren.
Marina ist eine die ihre Ideale nach aussen vertritt. Das könnten auch viele andere Basispiraten. Leider – siehe oben – konzentriert man sich aber auf ‘die Spitzenpiraten’ bis sie umkippen.
Eine bei uns in der Basis diskutierte Idee, in jedem Fall, in dem z.B. Marina oder auch Christopher Lauer von bestimmten Medien angefordert werden, einen anderen Basispiraten dort hinzusenden, der z.B. reihum von einer Crew bestimmt wird, gemäß dem basisdemokratischen Prinzip der Partei, würde leider nur schlecht bis gar nicht funktionieren, weil das WOLLEN die Medien nicht, sie WOLLEN ein ‘bekanntes’ Gesicht wegen der Quote und der medialen Aufmerksamkeit. Wenn die Piraten nicht aufpassen, deckt sich in diesem Punkt plötzlich, und sei es aus wahltaktischen Gründen, das Interesse einiger in der Partei mit dem der Medien. An diesem Punkt muss man verflixt aufpassen!
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Es klappt schon.
Unter langjährigen Berufspolitikern sieht man immer noch Unterschiede. Manche sind immer noch authentischer und offener als andere. Also kann man offensichtlich einige Dinge besser machen, wenn man achtsam ist. Darum geht’s. Mehr kann man nicht erwarten.
Ich habe in meinem Leben gelernt:
Egal wie viel Erfahrung man macht, man bleibt immer noch sensibel und verletzbar ( ich zumindest ).
Das erlaubt einem weit mehr Möglichkeiten, als man durch schlichte Abgestumpftheit bekommt.
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Du hast Deinen wertvollen Beitrag geleistet. Gut dass Du Dich nicht verbrauchst. So haben wir alle ( und auch die Politik ) mehr von Dir
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Huhu,
nachdem ich das gelesen habe will ich eigendlich nur mein Beileid ausdrücken und dir ganz Liebe Grüße dalassen.
Du musst kein dickes Fell haben. Bleib wie du bist. DU bist ne ganz tolle.^^
Fühl dich bitte gedrückt.
LG
Kiss
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