Dez 122011
 

“Man könnte meinen, wenn man Ziel eines medialen Hypes ist, würde gehört, was man zu sagen hat. Dem ist nicht so.”

Das habe ich eben getwittert und ich führe aus.

Zwischen meiner Wahl zur politischen Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland am 15. März 2011 und dem 05. Oktober 2011 wollte mich niemand vor seiner Kamera sehen. Mehrfach hat Sebastian Nerz mich als Ersatz für sich für Interviews oder Talkshows angeboten, wenn er keine Zeit hatte. Es war aber immer so, dass man dann lieber ganz auf das Interview verzichtet hat. Warum wollte mich niemand sehen? Einige Journalisten hatten mir gesteckt, dass es daran läge, dass ich eine Frau bin und man lieber “den typischen Piraten” zeigen wolle; und der sei nunmal männlich.
Auch bei der Bundespressekonferenz am 05.10. wollte mich niemand haben. Das heißt, unsere Partei wollte mich schon dabei haben. Der stellvertretende Pressesprecher und Sebastian Nerz haben sich dafür eingesetzt, dass ich neben Sebastian und Andreas Baum als Dritte dort sitzen und für die Partei sprechen kann.
Nach diesem Auftritt ging es rund mit diversen Interviewanfragen, Portraits, Einladungen, Podiumsdiskussionen etc. Spätestens seit dem letzten Bundesparteitag kommen immer häufiger Artikel mit mir, in denen hochtrabende Worte wie “neuer Star”, “Hoffnung”, “Lichtgestalt” oder “die schöne Piratin” verwendet werden.

Eigentlich könnte man sich ja mal freuen. Erstens, welches kleine Mädchen hat nicht davon geträumt. Zweitens, wenn ich schon so viel interviewt und gefragt werde, dann kann ich ja ganz viele Ideen der Piraten erzählen, dann kann ich endlich Deutschland von meinen und unseren politischen Positionen überzeugen. Ich kann endlich vermitteln, dass Investitionen in Bildung für die Wirtschaft unumgänglich sind, auch wenn sie sich erst nach mehr als einer Legislaturperiode lohnen. Ich kann endlich sagen, dass transparent und demokratisch entwickelte Entscheidungen zwar langsamer fallen, dafür aber auch viel nachhaltiger sind. Ich kann endlich erklären, was liquide Demokratie ist und warum uns das Internet so viele neue Chancen zu einer besseren Gesellschaft bietet. Aber denkste.

Seien wir ehrlich. Meine Medienpräsenz besteht zu 80% aus Fotos, Kommentaren über meine Frisur, meine Kleidung, meine Hobbies, meine Art. Hach, wie hübsch und hach, wie erfrischend, heißt es da immer. Ja, ich bin für die Öffentlichkeit gerade eine angenehme Gestalt – jung, engagiert, weiblich. Aber wofür ich engagiert bin, warum ich in meinem Alter eine unentgeltliche 60-Stunden-Woche arbeite, was für eine Idee es ist, hinter der wir stehen, danach fragt man bestenfalls oberflächlich.

Ich habe einer Reporterin von der taz, die bei mir zuhause war, über eine halbe Stunde lang mein ideales Schulsystem vorgeführt. Ich habe erklärt, warum ein Kurssystem und individuelles Lernen immer wichtiger für die Entwicklung wird. In ihrem Artikel kam kein Wort darin vor. Dafür eine frei erfundene Geschichte, wie ich mal einen Bundesparteitag mit einer Episode von “My little pony” unterbrochen hätte.

Achja, nach einer Sache werde ich natürlich schon immer gefragt: Warum sind in der Piratenpartei eigentlich so wenig Frauen?
Jeder fragt mich das. In jedem Interview. Nur mich, nicht meine männlichen Kollegen.
Warum in der Piratenpartei so wenige Frauen sind? Weil in der Politik so wenige Frauen sind! Und noch weniger in Ämtern. Warum? Weil die Zeitungen über sie nur berichten, was sie an haben, oder Heldenstories mit ihnen machen, wie sie sich als Frau durchschlagen. Weil sie erst auf politischer Linie total versagen müssen, ehe man anfängt, über das Inhaltliche zu sprechen. Weil sie unweiblich sein müssen, weil man sonst über ihre Frisuren spricht. Deshalb!
Ich bin in der Piratenpartei nie Sexismus begegnet. Ich habe nicht an Sexismus geglaubt. Aber das hier ist er.

Natürlich ist das nicht nur ein Sexismus-Problem. Nein, es ist ein Auflagen-Problem. Medien sind Konsumgüter und befinden sich im Wettbewerb. Was sich am besten verkauft, wird gedruckt, oder gesendet. Ja, ja, das verstehe ich, und deshlab mache ich euch nicht mal persönlich einen Vorwurf, liebe Journalisten. Aber war es wirklich das, warum ihr Journalisten werden wolltet? Damals? Um bei einer neu aufkommenden politischen Bewegung, die überraschend viel Zulauf erfährt, über den Lippenstift der politischen Geschäftsführerin zu schreiben? Und nein, ehe hilfreiche Hinweise kommen: Ich werde mich nicht unauffälliger kleiden, oder mir die Haare kurz schneiden, oder mich nicht mehr schminken. Mich zu verbiegen, kann nicht die Antwort sein.

Ich hasse es schon, dass ich so weit im Vordergrund stehe, während jeder Pirat, der genau so viel arbeitet wie ich, oder noch mehr, nicht gesehen wird, nur weil er kein Amt hat. Ich hasse es schon, dass ich “Star” der Piraten genannt werde, weil das einfach falsch ist, weil ich kein Star bin, weil wir einfach zusammenarbeiten. Aber wenn ich schon so im Vordergrund stehe, hätte ich mir auch gewünscht, tatsächlich ein paar Worte sagen zu können. Nein, ich möchte keine Parteiwerbung machen, darum geht es mir nicht. Es geht darum, zu erklären, was im Moment möglicherweise falsch läuft. Ideen zu geben, was wir besser machen könnten. Chancen zu zeigen. Und es ist mir egal, wenn die Presse das dann kritisch kommentiert. Mir ist ein guter kritischer Artikel viel lieber, als zehn himmelhochlobende Artikel darüber, “wie schön diese Piratin ist”. Im Moment fühle ich mich wie eine Stumme, während alles über mich spricht. Mich gruselt der Gedanke am meisten, dass es natürlich nicht nur mir so geht, sondern vermutlich jeder medienwirksamen Gestalt. Das macht man sich nicht klar. Und diese Entwicklung ist nicht erfreulich. Ich wünschte, die Presse hätte die Möglichkeit, sich ein bisschen aus diesem Wettbewerbsding zu lösen und sich auf ihre eigentliche Aufgabe besinnen – die Menschen aufklären, den Menschen Wissen bringen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Oliver Roscher, Manuel Bewarder, Hank Pellissier, Till Haase, Jan Tomsen und Petra Ahne und allen Journalisten bedanken, die zwar auch über meine Person geschrieben / gesprochen haben, aber mit mir auch über Inhalte gesprochen und diese auch ausführlich wiedergegeben haben.

  542 Responses to “Meine Rolle in den Medien”

  1. sehr cool!

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    • Hallo Marina, der Personenhype ist seit Ewigkeiten Bestandteil unser Zivisilation. Besser du gewöhnst dich daran. Viele Menschen projezieren ihre Hoffnungen in dich, sie wollen eine Veränderung. Natürlich wissen sie, das eine Menge Piraten die Basisarbeit machen um eine Idee ins Rollen zu bringen. Die Grünen haben ähnlich unorthodox angefangen. Nun ja, ich glaube an euch! Gruß Mathis

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        • mir geht es – auch hier in den Kommis – in großen Teilen zu verbissen und “unlocker” zu, meinegüte, Leute “noch” geht es darum, überhaupt erst mal da rein zu wachsen, und ich hab Marina jetzt schon einige Male im TV gesehn und finde sie schlägt sich erstaunlich wacker :-)
          ich war selber schon in diversen TV-Diskussionssendungen und Reportagen, es i s t schwierig da seinen “punkt” los zu werden, es ist Druck von der begrenzten Sendezeit her, Druck von den anderen Gästen, dem Publikum, die Scheinwerfer nerven etc. etc.
          mir gefällt jedenfalls sehr, wie Marina ihre Sache macht (und etliche andere Piraten auch !!), es ist bewundernswert, ich hoffe dass es genug “alte Hasen” in den Teams hat, die u.a. auch den ein oder anderen guten Tip im Umgang mit Mainstream-Medien geben können (und zu Mainstream gehören a u c h TAZ & Co)
          TIP : aus den Fehlern der Grünen lernen, das ist jetzt eine neue Generation die die Piraten maßgeblich aufbaut, mit neuen Fähigkeiten und Wissensstand, mit anderen “Team”fähigkeiten
          TIP 2 : ich wünsche mir mehr feinsinnigen Witz, Humor, Ironie in der Politik, womit ich n i c h t meine “Clown der Nation” – und denke dass das eine Hilfe sein kann bei der Vermittlung der meist doch recht trockenen “Sach”themen und -Argumente ;-)
          TIP 3 : wie Jauch nach der Sendung schon sagte : nicht die schlagartige große Veränderung ist wahrscheinlich, sondern die vielen kleinen Samenkörner in den Hirnen der Bevölkerung, und das dauert ;-)
          Marina et al : Wish U Well & CU @next BPT ^^

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      • mathis,
        wenn sie sagen, die grünen, haben ähnlich unorthodox angefangen, meinen sie dann, dass die piraten sich an den grünen ein beispiel nehmen und nach rund dreißig jahren “orthodox” werden sollen ? um dem viel zu breiten “deutschen konsens” im sinne der prozentjagd und der machtgier beizutreten ? damit die piraten so schwammig werden wie alle anderen ?
        nein, ich denke die piraten sind ganz anders als zB die grünen, sie stehen für eine neues gesellschaftsbild, eines in dem wirklich jeder partizipiert ist, eines der freiheit und der unvoreingenommenheit. (so neu ist es nicht unbedingt, man denke an Rousseau, aber egal)
        ich hoffe wirklich, dass die piraten oder irgendwer in nicht allzuferner zeit etwas verändert, denn so wie ich es sehe, ist die gesellschaft, die in der “freien” staaten des westens besteht kaum frei ! denn dadurch, dass selbst intelektuelle, philosophen, politiker etc. heute nur noch soweit denken, bis sich etwas verkaufen oder publizieren lässt, ist die illusion der freiheit zur schwersten hürde in richtung echter freiheit, die es jemals gab, geworden

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        • @Jannis: Auch die GRÜNEN und ihre Vorläufer-Listen standen anfänglich für Basisdemokratie und Partizipation für jeden.

          Indem du – natürlich, weil du nicht dabei warst und es nicht besser weißt – das leugnest und die Piraten als von vorne herein etwas GANZ ANDERES bezeichnest, dienst du m.E. den piratischen Anliegen nicht, ganz im Gegenteil.

          Wer meint, so eine Entwicklung wie bei den GRÜNEN könne einem selbst nie passieren (weil man ja GANZ ANDERS ist), der könnte sich in zehn, zwanzig Jahren vielleicht genau da finden – und hätte es nicht mal bemerkt!

          Es heißt, “das Amt formt den Menschen” und da ist was dran. Es ist besser, stets auf der Hut zu sein und jede Entwicklung kritisch zu reflektieren, WEIL man eben weiß, dass solche systemischen Vereinnahmungen im Lauf der Zeit nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind.

          Ich wünsch mir Piraten, deren Hauptanliegen nicht Abgrenzung ist, sondern das “klar machen zum ändern” (wähle sie ja auch seit der Europa-Wahl).

          Als Einsteiger auf der Welle des Erfolgs ist es noch leicht, dieses Selbstverständnis zu haben und auch so zu agieren. Sind die PIRATEN aber mal normal geworden im Sinne von “nicht mehr wegzudenken aus den Parlamenten”, wenn also ein gewisses Business as usual eingetreten ist und der Exotenstatus lang vorbei – DANN ERST wird sich zeigen, wie nachhaltig das “Klar machen zum ändern” tatsächlich ist. Und ob es z.B. haltbarer ist als bei den GRÜNEN… :-)

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          • Danke für den Kommentar, genau das was ich denke.
            Ich glaube, was Du beschrieben hast ist eine unvermeidbare Konsequenz die sich einfach daraus ergibt wie Menschen sozial interagieren, und es ist nichts was ich den Piraten zum Vorwurf machen könnte wenn es denn eintritt.
            Ich erwarte aber auch so viel Grundehrlichkeit sich das selbst einzugestehen. George Orwells “Animal Farm” beschreibt die Mechanismen ja sehr schön.

            Spätestens wenn es so weit ist, kann man ja eine neue Partei gründen, die den Laden wieder richtig aufmischt.

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          • @Thilo:

            “Spätestens wenn es so weit ist, kann man ja eine neue Partei gründen, die den Laden wieder richtig aufmischt.”

            Hervorragend. Und genau deshalb haben wir seit Jahren eine Bevölkerung die mehrheitlich mitte-/links wählt und dann schwarz-gelb oder allenfalls schwarz-rot regiert wird. Manchmal ist etwas mehr Machtbewusstsein und etwas weniger Idealismus auch ganz praktisch.
            Lieber mitregieren und 60% durchsetzen als in der Opposition gar nichts.

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            • Wenn die Piraten ihre Ziele wie bspw. liquid democracy in die Gesellschaft tragen können, dann braucht es in 10 Jahren vielleicht keine Parteien mehr. Dann werden wir Bürger uns in ständig wechselnden Abstimmungsbündnissen organisieren.

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      • Selbst heute wirken die Grünen relativ unorthodox. Gutes Beispiel ist Herr Kretschmann. Er läuft zwar im Anzug herum und beherrscht konservative Umgangsformen, ist dennoch ein redlicher Politiker, der direkte Demokratie befürwortet.

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    • Die Medien berichten schon lange nicht mehr über “Wahrheiten”. Nur über Sensationen und Storys die keine sind. Weil was ist wichtiger? Die Wahrheit oder die steigerung der Auflagezahlen?

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      • Dem stimme ich zu. Was vor 25-30 Jahren investigative Journalisten waren, nennt man heute Verschwörungstheoretiker.

        @ Marina: Schön wie Du deine Gedanken freien Lauf lässt. Du bist das Herz und die Seele von uns Piraten.

        Stell Dir das nächste mal vor, dass jemand von der Heute Show vor Dir steht. Lachen entspannt ;)

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      • .. empirisch nachweisbar …
        Es bestreitet niemand, dass es Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt. Diskutiert wird über Mittel und Wege, dies nicht zu einer Benachteiligung für eines der Geschlechter werden zu lassen.

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  2. Hatte nach dem Bericht in der Bild mich schon gefragt, was da in einem vorgeht. Besonders die dummen Kommentare der Leute, die dort schreiben. Zum Glück gibt es aber Internet, so dass man sich auch anders informieren kann als über die journalistische Arbeit.

    Wünsche dir viel Kraft bei der Ausübung deiner Arbeit, du und die anderen im Bundesvorstand leisten momentan einen tollen Job!

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  3. Liebe Marina,

    sehr leidenschaftlicher, sehr engagierter und sehr interessanter Hintergrund-Rant. Und von dem Satz “Ich hasse es schon, dass ich so weit im Vordergrund stehe, während jeder Pirat, der genau so viel arbeitet wie ich, oder noch mehr, nicht gesehen wird, nur weil er kein Amt hat.” sollte sich jemand wie Christopher Lauer gerne mal mehrere Scheiben abschneiden.

    Viele Grüße

    hoppe_

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    • Der Lauer ist einerseits publicitygeil. Aber wenn er andererseits seinen Job als Abgeordneter gut macht (wie zuletzt beim “Grillen” von ex-Senator Braun), bin ich voll bei ihm.

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  4. Es ist wie immer:
    In Wahrheit ist das Ganze immer mehr, als die Summe seiner Teile, aber wer will schon die Wahrheit wissen? Lieber lässt sich die Mehrheit der Bevölkerung einlullen von dem, was ihnen die Medien tagtäglich vorkauen.
    Aber, liebe Marina, nicht unterkriegen lassen, am Ende siegt die Wahrheit.
    Ich zitiere dann immer gerne die Stones: “Time is on my side!”

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  5. Ehrlich, depprimierend und erschreckend zugleich.
    Der Journalismus und die Politik haben sich bis zur Unkenntlichkeit aneinander angenähert.
    Beide wollen nur noch ein “Produkt” verkaufen.
    Das Ergebnis im Endstadium (?) kann mal aktuell in den USA verfolgen.

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  6. Ich kann mir schon vorstellen, dass man sich da nicht sonderlich wohl fühlt – andererseits freue ich mich immer noch über jeden Artikel über einen Piraten bzw. die Piratenpartei. Also – danke für’s Aushalten!

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  7. Nur nicht den Mut verlieren, liebe Marina. Ein erster Schritt weg von “Piraten sind Computernerds, also jung, männlich und ungepflegt” ist alleine schon Dein Auftreten – wobei das selbstredend nur Klischees sind, aber ein solcher Klischeebruch verleitet schon dazu, journalistisch darauf herumzureiten. Und mit Sicherheit haben die ganzen Schmierblätter auch schon fertige Artikel in der Schublade, was eine junge und derart attraktive Frau in diesem Männerverein sucht – um den vermeintlichen Massengeschmack zu treffen. Merke: Sex sells, und beweise doch erst einmal ein Negativum; daran sind schon andere gescheitert. Und es ist viel einfacher und billiger, Dich rein auf die femininen Attribute zu reduzieren, als Dir zuzuhören, dann auch noch zu verstehen, was Du sagst, und intelligent nachzuhaken. Also sei Dir Reinhard Mey ans Herz gelegt, der gesungen hat: “Sei wachsam”.Laß Dich weder vereinnahmen noch frustrieren, zieh Dein Ding und das der Piraten durch, und glaube an die Notwendigkeit dessen, was Du tust. Noch sind die Piraten zu wenige, um ernsthaft an Regierungsbeteiligung zu denken, aber das Potential ist da, das wird niemand abstreiten – momentan reicht dieses Potential aus, um die etablierten Parteien nervös zu machen. Nutze es, und laß Dich nicht irre machen.
    Gruß,
    Jürgen

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    • Der konsequenteste Schritt weg von “Piraten sind Computernerds, also jung, männlich und ungepflegt” wäre, Stefanie zu Guttenberg in die Partei aufzunehmen. Wenn man ihren Gatten noch aufnimmt, kommt man zumindest von “jung und ungepflegt” weg. Ist das wirklich gewollt.

      Mir sind solche “Computernerds” die “jung und ungepflegt” sind lieber als alte konservative “Säcke” in Anzügen (polemisch ausgedrückt).

      Den PIRATEN soll es nicht wie bei den anderen Politikern ums Aussehen, sondern um die Inhalte gehen.

      Also: Selbst wenn Marina alt, hässlich und männlich wäre, würde sie ihren Job als politische Geschäftsführerin genauso gut durchziehen wie jetzt.

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  8. Ich hab soeben der Bundespresse den Vorschlag unterbreitet es auf die Webseite zu setzen und es ggf. als “Kommentar” an die Presse zu schicken.

    Herzlichst
    Simon

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    • Ich finde diese Idee ansprechend nur sehe ich die Problematik, das sich dann die “männliche Journalie” auf den einen Buchstabendreher stürzt
      (Ja, ja, das verstehe ich, und *deshlab* mache ich …….).

      Dazu gebe ich zu bedenken das ich dem Mediengehabe der Gesellschaft generell eine negative Fassade zuspreche, denn nur zu oft war zu lesen, wie attraktiv (und andere objektive Attribute) doch Frau Kristina Schröder, Frau Silvana Koch-Mehrin, Frau Sarah Wagenknecht und andere seien.
      Wird über dessen Politik gesprochen oder doch eher das private Leben im “Focus” dargestellt.

      Da ist dieser Artikel aus dem “Tagesspiegel” vom 04.12.2011 zutreffend:
      “Aber sicher dürfen Politikerinnen gut aussehen! Und werden sie dann noch als solche wahrgenommen? Das ist weniger sicher.”
      http://www.tagesspiegel.de/politik/duerfen-politikerinnen-schoen-sein/1918154.html

      Leider sitzt du in einem objektiv fixierten Boot, und du machst das einzige was richtig ist.
      Deine Autentizität ist eines der wichtigsten Güter im Politikgeschäft, sowie im real Life.

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  9. Ahoi Marina!! Es ist ein sehr ehrlicher und nachdenklicher Beitrag. Ich kann Deine bedenken das Deine Botschaft untergehen kann….
    Jedoch denk ICH Du solltest die aktuelle Medienlage einfach für Dich und den Piraten nutzen. Dich z.b. zu Harald Schmidt einladen lassen ;) Und deine Intelligenz, Eloquenz dem Deutschen Publikum zeigen ;)

    Kannst mich gern per Email anschreiben solltest Fragen / Anmerkungen zu meinem Kommentar haben

    Gruss aus GÖ.

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  10. Vielleicht mag es daran liegen, dass ich News zu Piraten eher online und nicht auf Bild.de lese, aber den Eindruck, dass deine Medienpräsenz zum Großteil aus Fotos und Hobby-Artikeln besteht, hatte ich bisher nicht. Wenn man deine Zeilen liest, kann man jedoch nachvollziehen, warum Medien sich gerade dich als Vorzeige-Piratin ausgesucht haben. Ich kenne keine(n) aktive(n) Politiker(in), der/die* sich so offen und klar ausdrückt. Und ich denke, das ist der Grund, warum auf lange Sicht auch die Presse mehr auf die Inhalte eingehen wird (Bild-Zeitung ausgenommen).

    Der geschlechterfixierte Journalismus ist aber dennoch etwas, an dem der ganze Berufsstand krankt. Hoffe, du hast mehr Glück bei Lanz und Harald.

    *Gender all the things!!

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  11. Ein brillant geschriebener, differenziert entlarvender, zielsicher treffender und tief berührender Beitrag zur medialen Realität. Was muss geschehen, dass sich im Interesse aller Interessierten das Interesse der Medien und ihrer Multiplikatoren, Konsumenten und Nutzer weniger den interessanten Oberflächlichkeiten und mehr den interessengerechten (und den interessenungerechten) Inhalten zuwendet? Es wird m. E. wohl darauf hinauslaufen müssen, aus der Not eine Tugend zu machen und die medialen Interessen mit ihren eigenen Waffen (sorry wegen des militanten Vokabulars) zu schlagen: Interesse wecken mit medialen, notfalls oberflächlichen Mitteln und Interessen vertreten und verbreiten mit einem Füllhorn von ebenfalls unübersehbaren und “interessanten” Inhalten und Ideen. Nur weiterhin Mut ;-)

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  12. Hättest mal lieber die blaue Pille nehmen sollen ;-)

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  13. Da ich nur ein Sympathisant der Piratenpartei bin, weiß ich natürlich nicht, ob schon Arbeitskreise oder so was gebildet wurden, aber was Frank Schirrmacher in dem Alternativlos-Podcast 20 ab Minute 25 – 30 und 40 – 45 über eine gewisse „Medien-Logik“ sagt, fänd’ ich einerseits einer tieferen Analyse und andererseits eines Ausbaus mit dem Ziel eines Leitfadens für den Umgang mit den Medien wert. ( Link zum Podcast-Transkript: http://alternativlos.org/20/transkript.html )

    Denn offensichtlich scheint ja hier so etwas wie „Medien-Logik“ die Handlungen der betreffenden Journalisten zu leiten. Umso erfrischender wäre es dann natürlich zu sehen, wie einer solchen begegnet werden könnte.

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  14. Finde es sehr gut, dass du aufgezeigt hast, dass die Medien gar nicht alles (und zwar das Wichtigste, deine politischen Inhalte) wiedergeben, wenn sie dich interviewen. Ich hoffe, dass sich dies in Zukunft ändern wird. An deiner Stelle würde ich von jedem Interview eine schriftliche Vorlage verlangen, die, wenn sie unvollständig abgedruckt werden sollte, dann wenigstens im Original hier oder anderswo zu lesen wäre, auch wenn die vollständige Version dann natürlich viele Menschen nicht mehr wahrnehmen würden.

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    • Deshalb halte ich die Idee eines Presse- bzw. Medienspiegels für so wichtig. Die Vorstände sollten auf den jeweiligen Webseiten tägliche Medienspiegel veröffentlichen, wo die Interviewten bzw. “Betroffenen” Stellung beziehen können. Das hat mehrere Vorteile:
      Dies zeigt uns normalen Mitgliedern, die sich vielleicht in Ämter einbringen möchten, womit wir zu rechnen haben.
      Es zeigt uns, dass wir keine Vollpfosten in Ämter gewählt haben, sondern dass Wichtiges ausgelassen oder wie im Tagesspiegel-Beispiel hinzuerfunden wird.
      In Rückkopplung sehen die Journalisten und Redakteure, dass ihre “Anpassungen” nicht unkommentiert durchgehen, sondern von jedem (theoretisch) nachvollzogen werden können.

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      • Klingt eigentlich nach einer super Idee!

        Würde ich sofort einrichten, wenn ich nur die Zeit hätte… :/

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        • Pressespiegel (wozu gibt es Pressesprecher?) sind retrospektiv, genau wie das dem Veröffentlichen normalerweise vorausgehende Autorisieren von Interviews durch deine Presseabteilung, wenn sie abgebildet werden dürfen, bereits retrospektiv ist. Prospektiv sind es Pressemitteilungen. Die sind zwar weniger frei als ein Blog, transportieren aber Inhalte mit höherer Quote. Allerdings kann es dir bei Pressemitteilungen auch passieren, dass dein Pressesprecher ein “ich glaube” oder “ich denke” einflechtet, wenn sie zeitnah erfolgen.

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        • Ist es nicht möglich diese Frage und Antwortspiele als Tondokument ohne viel Aufwand ins Netz zu stellen?

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      • Was bitte hat der Tagesspiegel wo hinzuerfunden?

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      • Wenn ein Reporter/In ein Problem mit der Veröffentlichung zu gleichen Konditionen Probleme hat, würde mich das mißtrauisch machen und ein Interview ablehnen.

        Einer Vorabveröffentlichung werden Reporter wohl kaum zustimmen. Eine zeitgleiche Veröffentlichung werden sie kaum verhindern können.

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  15. Tja… Willkommen in der Realität. Nix da mit post gender. Die Wirklichkeit ist nunmal das sie immer noch patriachal dominiert ist, gerade in vielen Denkmustern. Stell dir jetzt einmal vor wie es Frauen ergehen muss in Unternehmen. Leicht haben diese Menschen es nicht. Darum ist es sich wichtig das es auch Quoten gibt, welche das Geschlecht zwar erstmal hervorheben aber auf lange Sicht dazu da sein sollen sich selber überflüssig zu machen, da es eines Tages dann selbstverständlich sein sollte das eine Frau ebenfalls Ämter/Posten inne hat. In dem Punkt gibt es noch ein Gesellschaftliches Problem, welches ihr irgendwann hoffentlich als solches auch mal beschreibt und anerkennt das es existiert.

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  16. Einfach weitermachen wie bis jetzt. Die Welt ist wie sie nun mal ist. (Aber das weisst Du ja, und ich wünsche Dir, daß Du das nie vergisst.)

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  17. So langsam begreifst du, dass dieser ganze Hype in den Medien es nicht um eure politische Aussage, sondern um die erfrischenden neuen Gesichter (in deinem Fall auch noch besonders hübschen Gesicht) geht. Die Medien lechzen angesichts der abgewirtschafteten Politik mit ihren drögen Vertretern Innen nach etwas neuem. Sobald aber das Neue an euch durch ist, werden sie euch den „Stecker“ ziehen und ihr müsst euch durch den Alltag kämpfen. Es dann wird sich zeigen ob die Piratenpartei eine wirkliche Alternative ist und wer in der Partei nur Trittbrettfahrer ist. Du darfst in der Politik dich nicht so öffentlich machen. Das Privatleben musst du schützen, sonst bist du verletzlich und angreifbar. Sobald die Medien dich nicht mehr brauchen, dann drehen sie alles um und denkst du bist im Fleischwolf. Schau dir deine politischen Kollegen Innen (z.B. Sara Wagenknecht) an wie sich unter Kontrolle haben. Trotzdem ist sie schon fast raus, nur weil sie eine Affäre mit Lafontaine hat.
    Bleib stark

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  18. Toller Artikel, danke dafür!

    Ich hoffe mit auf eine inhaltlichere Presse und drücke dir die Daumen!

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  19. Toller Beitrag!

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  20. ich kann deinen ärger gut verstehen. aber dass es bei den piraten keinen sexismus gäbe halte ich für ziemlich blauäugig. ich glaub es geht nicht nur jungen frauen in der politik wie dir – auch politikerinnen wie merkel wurden anfangs ja auf ihre frisur und ihr aussehen reduziert. bei männern passiert das wesentlich seltener. das ist sexismus in reinform. und das von einer zeitung wie der taz. die redakteurin oder der redakteur sollten sich schämen. von der bild erwarte ich eh nix anderes.

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  21. wir hatten das Thema Frauen am Sa. Nacht im Dicken Engel mit Julia und Lotterleben. Es war mir nicht mehr so bewusst, dass es wirklich noch ein Problem gibt bei der Wahrnehmung von Frauen. Der einzige “Trost” es hört mit 40+ auf. Dann ist man definitiv nicht mehr das nette hübsche “Mädchen”. Als Ratschlag kann ich Dir nur eines auf den weg geben, sei unfreundlicher, ungeduldiger und bestehe darauf die Ergebnisse vorher zu sehen. Zeig den Journalisten dass du keine Zeit hast, denn davor haben sie Respekt. Zu Themen die Dir nicht passen, sofort und klar Nein sagen. Respekt bekommt man nicht durch Freundlichkeit und Höflichkeit. So ist es leider. Aber vielen Dank für Dein Blogpost. Bevor sich Neid ansammelt.

    Liebe Grüße und bis Do

    Kyra

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  22. Liebe Marina, wenn ich das so lese, schäme ich mich für meinen Berufsstand und denke gerade über meine letzten Interviews mit Frauen nach und was ich danach geschrieben habe. Anyway, ich versuche mein Bestes! LG!

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    • Wir müssen uns nicht schämen, aber besser auf Eigendynamiken achten und auf die Klischeebedienerei.

      So wie Wissenschaftler auf dem Foto einen weißen Kittel tragen, damit man sie erkennt, “müssen” Piraten männlich sein. Und das Fernsehen will lieber Leute, die einen geraden Satz sagen können, weil das sonst blöd rüberkommt (Und wenn die wollen, dass es blöd rüberkommt, dann ist denen egal wem sie die Karotte vor die Nase halten.)

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  23. Die Bildzeitung will also spielen. Und die junge Dame da oben (sie heißt wohl Marina?) hat den Ball elegant zurückgespielt. Ich habe in dem Artikel oben sogar einen kleinen Vertipper gefunden. Und das macht ihn noch ein Kaliber mehr sympathisch und glaubwürdig.

    Herr Springer könnte noch schlimmer, da bin ich sicher. Aber Herr Springer wird auch da sein, wenn Ihr im Bundestag die ersten Sitze holt. Und dann wird er euer Gekritzel auf Papier nicht gegen euch verwenden können, denn die heutige Generation kritzelt anders. Und weil er das spürt, der gewiefte Herr Springer, wird er gut daran tun, euch und damit verunden der Hoffnung der Post-YouPr0n-Generation Respekt entgegenzubringen.

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  24. Hey,

    also dass es den Medien zu Beginn nur darum ging, die Piraten als männlich und nerdig darzustellen, das halte ich nur für die halbe Wahrheit. Zu dieser Zeit war die Diskussion um die Frauenfeindlichkeit der Piraten in vollem Gang und da konnte man keine Stimme einer Frau gebrauchen, denn das hätte die Glaubwürdigkeit der (angreifenden) Medien untergraben. Das konnte man auch sehr gut daran sehen, dass die Diskussion um die Frauenfeindlichkeit der Piraten nach der BPK vollständig verschwunden war. Selbst jetzt, obwohl man dir immer noch oft die Frage danach stellt, gelingt es niemanden mehr die Piraten als frauenfeindlich hinzustellen. Da hätten die Medien lieber auf deinen Auftritt verzichtet ;)

    Und was das Herumreiten auf Äußerlichkeiten angeht, so könntest du dir mal überlegen, da vor ner Kamera mal “auszurasten”. Ein paar deftige Worte, so wie hier, den Medien billigen Sexismus vorwerfen und sie sollen sich um was anderes kümmern als um deine Schuhe. Dann is auch diese Phase der Berichterstattung beendet, genauso wie die Frauenfeindlichkeitsphase beendet ist. Bei Harald is das ne ganz gute Gelegenheit, schießlich is das ne Satiresendung, da wirkt das dann auch nicht so verbissen.

    So würde ich das glaube ich machen, was aber nicht heißen soll, dass das der beste Weg ist. Du wirst schon deinen eigenen finden.

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    • Also, wenn man die Debatte um die Piraten und die Frauen ernsthaft verfolgt hat – also auch insbesondere sich auf die Beiträge beschränkt hat, die das Thema ernsthaft diskutieren wollten und die restliche Polemik einfach weggelassen hat – der wird sich bewusst sein, dass es zwei unterschiedliche Debatten gab.

      1.) Die Piraten haben keine Frauen

      2.) Die Piraten fehlt ein Problembewusstsein in Bezug auf Frauenpolitik

      zu 1.) ja, das mag aufgehört haben, spätestens zum Bundesparteitag. Diese Debatte ist letztlich auch relativ langweilig.

      zu 2.) Das sehe ich eben immer noch nicht, dass die Piraten ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass es eben (noch) NICHT so ist, das in der Realität Geschlecht keine Rolle spielt und dass es eben deshalb notwendig ist, sich für geschlechter- oder genderspezifische Problematiken zu sensibilisieren und sich entsprechend zu verhalten.

      Und in Bezug darauf halte ich zumindest weiterhin an meiner Kritik an den Piraten fest, bin aber zuversichtlich, dass es auch hier noch Entwicklungsprozesse geben wird, wie dieses Blog-Posting zeigt. :)

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  25. Schreib weiter solche Einträge und lass dich nicht unterkriegen. Männer kann das schließlich auch treffen. Denke da nur an Schröders gefärbte Haare. ;-)

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  26. Hab gerade mal versucht, bei dem BILD-Artikel die Kommentare zu lesen. Ob sie wirklich so schlimm sind. Immerhin gibt es genug Artikel diverser Zeitungen online, denen im Kommentar ordentlich widersprochen wird. Was soll ich sagen, auf Seite 3 hab ich das Experiment abgebrochen, weil ich förmlich spüren konnte, wie meine Hirnzellen leidvoll absterben.

    Am faszinierendsten ist immer noch, dass manche Leute stundenlang auf den entsprechenden Seiten rumlungern und einen entsetzten Kommentar nach dem anderen verfassen, aber “nicht genug Zeit” haben, um sich mal zehn Minuten mittels seriöser Quellen zu einem Thema weiterzubilden. x.x

    Liebe Marina, bitte lass dich nicht unterkriegen. Es werden noch viele Interviews dieser Art folgen bis es irgendwann mal um Inhalte geht. Aber wie heißt es so schön: Jede Art von Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit. Und wenn nur ein Leser dieser Artikel sich hinterher dochmal hinsetzt und sich bei piratenpartei.de beliest, ist schon viel gewonnen. :)

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  27. Eine letzte Hoffnung solltest du dir vor Augen halten:
    Vielleicht brauchen die Medien einfach mehr Zeit, um auch deinen Worten Gehör zu schenken;
    also lass’ dich nicht davon unterkriegen, bleib’ so wie du bist, und schau’, ob du in 6 Monaten
    dich noch immer haargenau mit diesem Blog-Post hier von dir identifizieren kannst.

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  28. Hallo Marina,
    ich finde es gut das alle in der Führungsriege der Partei sich persönlich zurücknehmen und die Inhalte in den Vordergrund stellen und darauf hinweisen das das was bei uns abgeht eine Kollektivleistung ist. Aber wie auch Andere schon erwähnt haben wirst du dich daran gewöhnen müssen das es viel um Personenberichte geht in der Politik. Die Medien sind es einfach nicht gewohnt sich wirklich inhaltlich mit Themen oder gar neuen Konzepten in der Politik auseinanderzusetzen und gute neue Ideen zu präsentieren. Lippenstift, die Beziehung und ein nettes Foto ist alles was du von den Massenmedien am Anfang erwarten kannst.

    Gut, das sie überhaupt berichten. Besser noch das sie kläglich daran scheitern uns in den Kakao zu zihen. Die öffentliche Wirkung ist eine Andere. Ich bekomme es mit bei vielen Gesprächen mit Interessenten aus meinem Umfeld.

    Ich mag den Vergleich zu den Grünen deshalb nicht, weil sie ideologisch von Anfang an mit Scheuklappen versehen waren. Aber das ist nur ein persönliches Statement. Was aber in jedem Fall eine Parallele ist ist der Umstand das jeder über Kopftücher und nerds und natürlich über dich schreibt wenn es um Piraten geht. Aber nach einer gewissen Zeit wird das nicht mehr genügen und wir werden auch inhaltlich beleuchtet werden. Ihr seit an der Spitze genau die Rrichtigen und hoffe persönlich ihr haltet durch. In einigen Jahren werden sich einige Pressevertreter ärgern wie sie berichtet haben. Andere werden sich nie ändern, weil ihr Publikum genau das erwartet was sie berichten.

    Erwartet keine Fairness von den Medien. Auch keine inhaltliche Auseinandersetzung. Dieses stellt die Ausnahme dar. Auch ein selektiver Konsum der Medien und somit eine Umverteilung von Quoten ist der einzige Weg wie sich an der Art der Berichterstattung was ändern kann. Das wid aber noch lange dauern und bedarf eines Umdenkens in der Bevölkerung. Hoffen wir dazu beitragen zu können.
    Bleib weiter so offen, ehrlich, humorvoll und engagiert wie du bist. Wir brauchen dich.

    Gruß und Respekt,
    Mats Grundhoff

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  29. Um es knapp zu sagen: Dein Beitrag beschreibt wunderbar das selektive Schweigen der Medienlämmer.

    Halt die Ohren steif!

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  30. Ich fand den Tweet schon gut, und den Blogpost umso mehr.

    “Inhalte überwinden” muss überwunden werden.

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  31. Hallo Marina!

    Ärgere Dich nicht über die Interviews, die Dich auf Dein Äußeres reduzieren, sondern freue Dich darüber, dass es eben auch die Interviews gibt, in denen es um die Themen geht.

    Und denke bei den Interviews, die Dein Äußeres in den Vordergrund stellen immer daran, dass jeder Artikel Werbung für die Partei ist, selbst die Artikel mit eher vernachlässigbarem Anspruch.

    Michael

    P.S.: Bitte, bitte kandidiere nächstes Jahr wieder! Du machst einen super Job! (Insgesamt denke ich, dass dies der beste Vorstand ist, den wir bislang hatten – und ich hab viele gesehen)

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  32. Das ist einer der Gründe warum so viele Menschen Blogs lesen. Die sind ehrlich!

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  33. Hallo Marina,

    Toller Text!!! Tolle Gedanken!!!…
    Danke für die politischen und sozialen Inspirationen.

    es kann nicht mehr lange dauern bis auch ich Deinen/Euren Spuren folge … denn trotz sehr einseitigen Blickwinkeln seitens der Presse können Interessierte durchaus erkennen wie hier eine großartige neue Partei entsteht. Und auch wenn längst noch nicht alle Inhalte geklärt sind… der Grundton ist sehr gut zu hören!!!

    … und bitte bleib am Ball!!!
    lieben Gruß aus Hamburg

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  34. Hey Marina,

    ich hatte schonmal kommentiert: http://www.marinaslied.de/?p=659#comment-781 in Bezug auf Deinen Job bei der FAZ.

    Vorab betone ich nochmal (denn der Ton bei Piraten und Piratenanhänger ist überwiegend schlecht, beleidigend und zu oft persönlich; Du aber bist in meinen Augen immernoch eine der freundlichsten, geduldigsten und höflichsten Piraten), nimm meine Kritik bitte nicht übel oder zu persönlich, aber:

    Du schreibst:

    “Seien wir ehrlich. Meine Medienpräsenz besteht zu 80% aus Fotos, Kommentaren über meine Frisur, meine Kleidung, meine Hobbies, meine Art. Hach, wie hübsch und hach, wie erfrischend, heißt es da immer. Ja, ich bin für die Öffentlichkeit gerade eine angenehme Gestalt – jung, engagiert, weiblich. Aber wofür ich engagiert bin, warum ich in meinem Alter eine unentgeltliche 60-Stunden-Woche arbeite, was für eine Idee es ist, hinter der wir stehen, danach fragt man bestenfalls oberflächlich.”

    Entschuldige bitte, aber seit der Bundespressekonferenz spätestens sorgst Du ganz aktiv dafür (nicht nur auf Twitter, sondern eben in allen Medien) Dich selbst (als Studentin, Künstlerin, Autorin und dann erst als Politikerin) darzustellen. Klar hast Du auch politische Ansichten, aber die stehen sehr im Hintergrund und dafür bist Du ganz allein verantwortlich. Nächste Woche sieht man Dich bei Lanz und Harald Schmidt? Was erwartest Du bitte beim Schmidt? Politische Diskussionen? Also bitte…

    Du redest überwiegend auf Twitter seit Wochen nur noch von Fotoshootings, Portraits und Showauftritten und zeigst Dich regelmässig posierend auf Photos. Und es hat sich bisher auch gelohnt: immerhin hast Du nun den Job bei der FAZ und nächste Woche bist Du eben sogar beim Schmidt.
    Das alles, nennen wir es mal Karriere und Selbstverwirklichung, kannst Du gerne tun, aber auf Deine eigenen Kosten. Es geht aber zunehmend auf Kosten der Partei und auf Kosten von Politik und Frauen in der Politik generell.

    Nein, es gibt _nicht_ zu wenig Frauen in der Politik: Politik findet nicht nur in Parteien statt, sondern im alltäglichen Leben, in Vereinen etc. Es gibt Feministinnen, die seit Jahrzehnten kämpfen und auch schon Ziele erreichten und scheiterten, aber weitermachen, für ihre Ziele. Jede Frau, die in einer “Männerwelt” arbeitet, und das sind Millionen, ist jeden Tag Diskriminierungen ausgesetzt. Undsoweiter.

    Ja, Frauen haben es immernoch in allen Bereichen, vor allem in der Öffentlichkeit schwerer. Aber davon wollten Piraten, jedenfalls die meisten, nichts hören. Auch Du sagtest schon: “Wahre Gleichberechtigung beginnt da, wo man aufhört, Frauen zu zählen.” Tja, falsch.

    Nun betrifft Dich das Problem, Du bekommst langsam aus den eigenen Reihen Kritik und nun willst Du uns diesen Möchtegern-feministischen Text verkaufen? Willkommen in der Realität: Beliebtheit reicht nicht und Menschen, die Karriere machen wollen, zahlen immer einen Preis.

    Politik, ob “oben” in Parteien und Regierungen oder im Alltag, ist nichts für Karrieristen. Punkt. Entscheide Dich, nicht wegen Kritik oder anderer Leute, sondern für Dich selbst: entweder oder.

    Ich bin normalerweise kein Fan davon jemanden übers Netz und dann auch noch anonym so “die Meinung zu geigen”, aber dieser Text verärgert mich sehr. Denn auch in diesem Text lese ich nur eins: “Ich”.

    Du bist sicherlich talentiert und hast auch die Klugheit etwas zu verändern und Dich gleichzeitig z.B. als Künstlerin zu verwirklichen. Aber als Politikerin in einer Partei wird´s denke ich mit einem “Künstlercharakter” schwierig.

    Beste Grüsse Theresa

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    • Was kann Sie dafür, wenn sie so, wie von Dir; wahrgenommen wird? Vielleicht macht sie auch substanzielle Arbeit, die, nicht ganz überraschend, sowohl in den Leit- oder Abseitsmedien nicht auftaucht, da vielleicht im Hintergrund einfach gearbeitet wird? … Hoffentlich ,,,, Oder hast Du konkrete Informationen, was uns als Bundesbürger im Detail seit letztem Freitag erwartet? Welche Maßnahmen gibt’s im Detail? … Das wird sich bei Schmidt nicht klären und die Leitmedien sind bisher jede Information schuldig …

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    • Liebe Theresa,

      ich habe das Gefühl, dass deine angedeuteten vergangenen Auseinandersetzungen mit Piraten auch ein bisschen mit deinem Tonfall zu tun haben. Obwohl ich das nicht für Polemik halte, was du schreibst, könntest du doch auf Ausdrücke wie “Möchtegern-Feminismus” auch eigentlich verzichten, oder? Zumindest, wenn du willst, dass deine Kritik ankommt, und die andere Person nicht einfach beleidigt ist.

      Was du wahrnimmst, also auf Twitter und aus der Presse, ist ja kein Abbild der Realität. Und ich nehme auch an, dass du klug genug bist, das zu wissen. Ich twittere ja nicht stundenlang, wie ich mit verschiedenen Leuten Themenbeauftragtenkonzepte durchspreche und twittere auch nicht über jede Email von Bürgern, die ich so beantworte. Ich arbeite viel Langweiliges und ich verschone meine Follower damit. Und was das angeht, worüber ich in den Interviews spreche – lies dir bitte den Text oben ganz genau durch. In der Presse steht eben nicht alles, was ich sage.

      Ansonsten ist deine Wahrnehmung von mir eine bestimmte als Mensch und ich werde keine Anstalten machen, sie zu korrigieren, weil das vermutlich keinen Sinn hätte. Ich bin aber mit ihr nicht einverstanden, auch als normalerweise selbstkritische Person.

      Wir haben sicherlich ähnliche Ziele. Insofern verstehe ich deinen etwas angriffslustigen Tonfall nicht wirklich. Ich dachte, auch bei Feministinnen ginge es darum, Frauen mit Problemen zu helfen, und nicht bloß ihr Verhalten anzuprangern und sie selbst für ihre eigenen Probleme schuldig zu sprechen.

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      • Ok, ich geb es auf mit Euch Piraten.

        “Angriffslustig”? Ich habe mir wirklich Mühe gegeben nett zu formulieren was ich sehe und denke. Klar kann ich doch nur von meiner Meinung sprechen. Aber bitte. Marina, es ist Dein Leben, Deine Verantwortung, mach was Du willst.

        Wenn man mit Euch Piraten übers Netz diskutieren will, Euch kritisiert kommt sofort ein Beleidigtsein und ein dümmliches Zurückschiessen, das hält keiner mehr aus. Macht Euer Ding, wenn Ihr gewählt werdet, bitte.

        Mir reicht langsam Eure überhebliche, arrogante Tour mit Kritik aller Art umzugehen.
        Nicht über mich schreibt die BILD so einen sexistischen Müll. Es ist nicht meine Verantwortung Wählern gegenüber und nicht meine Karriere. Wenn Ihr meint so mit anderen Menschen umzugehen, wundert Euch doch bitte nicht, dass Ihr auch so behandelt werdet. Also mir reicht es so sehr.

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        • Ich habe meine Antwort an sich auch freundlich gemeint und extra geschrieben, was genau ich für Angsriffslustig halte. Für mich ist das Wort “Möchtegern-Feminismus” zum Beispiel eben unnötig beleidigend.

          Sollte ich dich also unbeabsichtigt wütend gemacht haben, entschuldige ich mich.

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          • Liebe Pirat(Inn)en,

            bitte gewöhnt euch dran, dass die Kritik, die sich am unangenehmsten liest meist auch die ist, die am meisten weiterhilft.

            Und ich muss Theresa zustimmen, dass es einen gewissen Hang dazu gibt, sich beleidigt zu geben, wenn es unangenehme Kritik gibt. Der Punkt ist der:

            * Man muss sich von einer solchen – auch harten – Kritik nicht persönlich angegriffen fühlen. Oftmals ist Kritik auch deshalb überspitzt, um den eigentlichen Sachverhalt besser hervorzuheben. Es geht im Allgemeinen eben NICHT darum, dass von einem eine Rechtfertigung erwartet wird.

            * Man darf nicht den Fehler machen, auf eineN KritikerIn auch das Verhalten vieler anderer zu projizieren und man so beginnt eine Unterscheidung macht zwischen „sich und den anderen“ statt „sich“ und „die einen hier“ und „die anderen“ dort. Denn „die einen“ wird eine Rechtfertigung gegenüber „den anderen“ einfach nicht interessieren.

            Und, liebe Belinda, mit Verlaub, das was du als „auf eine freundliche Art Kritik üben“ nennst, ist halt überwiegend eine Art „Konsenssoße“ mit der ein oder anderen kleineren kritischen Anmerkung. Das liest sich zwar angenehmer, ist aber einfach auch viel weniger prägnant. Da finde ich einen Beitrag wie den von Theresa aus einer gänzlich anderen und sehr kritischen – wenn auch konstruktiven Perspektive, einfach wirksamer.
            Nix für ungut. :)

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          • man kann sich nicht selbst entschuldigen sondern nur um entschuldigung bitten. kein anstand die frau

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        • Verstehe ehrlich nicht, wo du versuchst nicht angriffslustig zu wirken. Lies dir mal die vorangegangen Kommentare durch und du siehst, dass man auch auf eine freundliche Art Kritik üben kann..

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      • Pfffff, was für eine schwache Antwort. Kein Wort zum Inhalt, nur Kritik an der Form. Dabei ist das, was Theresa schreibt richtig und treffend, teilweise auch entlarvend.

        “Ich dachte, auch bei Feministinnen ginge es darum, Frauen mit Problemen zu helfen, und nicht bloß ihr Verhalten anzuprangern”

        Grusel, grusel. Ich wähle euch nicht mehr. Mir reicht das Gekasper eines Lauer, der Narzissmus einer Schramm und die penetrante Nabelschau einer Marina Weis.

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        • Das ist es, was die Piraten so sympathisch für mich macht. Sie stellen sich offen Diskussionen, auch wenn die vermeintliche Politur darunter leiden könnte.

          Es ist schwer für mich als Leser, der nicht über jede Einzelheit informiert ist, immer die Medienwelt und ihren Intentionen zu durchschauen. Da ist es hilfreich sich in Blogs auch mal intensiver zu bestimmten Sachverhalten zu belesen und zwar bei denen, über die die Artikel oder mit denen Interviews verfasst wurden.

          Da sind in den unterschiedlichen Medienwelten oft so widersprüchliche Aussagen anzutreffen, dass es einen gruselt. Das Schlimmste ist dann die Reduktion der Person in den etablierten (älteren) Medien auf Äußerlichkeiten anstatt auf Inhalte, als wenn die Journalie es den Lesern nicht zumuten möchte Inhalte und Kontroversen zu verkraften. Da empfinde ich mich als Leser herabgesetzt.

          Es wäre schön, wenn sich Journalisten auch dessen bewusst werden, dass sie nicht nur Äußerliches vermitteln sollen sondern Inhalte und dass Leser Inhalte und Kontroversen nicht nur verkraften sondern auch darüber informiert werde und mitmachen wollen.

          Es bleibt also nicht nur der Zwiespalt des direkt betroffenen, des nur auf sein Äußeres reduzierten, wie du ihn, Marina, schilderst, sondern auch das unbestimmte Gefühlt beim Leser, dass man wieder mal manipuliert werden, mal wieder vom Inhalt abgelenkt werden soll, damit man ja nicht selbst anfängt zu denken.

          Nein, es ist kein Vorwurf an dich, dass du in diese Rolle durch Medien gedrückt wirst. Ich empfinde deinen Umgang mit deiner Situation als souverän und selbst-reflektiert, wie ich ihn bei Politikern so nicht kenne. Das ist anders und neu und es ist schön zu lesen. Wie ich schon sagte: Das ist es, was die Piraten für mich ausmacht. Bleibt bei eurer Maßstäben der Transparenz auch wenn sie euch vermeintlich angreifbarer machen. Authentizität lässt sich nicht durch aalglatte Bubigesichter vermitteln.

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      • Der Wille des Wählers in einer lebendigen Demokratie ist ganz einfach herzustellen:
        Bei 499 Wahlkreisen ziehen 499 DIREKT gewählte Mandatsträger in den Bundestag ein.
        Alle Landtagswahlen finden an EINEM Tage statt, damit dieses Koalitionsgeschachere aufhört und Zeit bleibt, Politik zu machen.
        Wenn es gelingt, in Zeiten der globalisierten Welt diese Bundesländer in 5 (fünf)!! natürliche Regionalverwaltungen zu konzentrieren, entstehen kurze Entscheidungswege u.-prozesse.
        Nord: Bremen, Hamburg, SH, Niedersachsen
        NO: MV, SA, Berlin, Brandenburg,
        Mitte: Nordrhein-Westfalen, Hessen
        SW: Baden-Württermberg, Rheinland-Pfalz, Saarland
        Bayern, Thüringen u. Sachsen
        Diesen Vorschlag hatte ich schon unmittelbar nach der Wiedervereinigung gemacht.
        Vorteil I: Die Entzerrung der mitteldeutschen Länder und ihre Einbettung in grenznahe
        Partnerschaften hätten das Tempo der Verschmelzung erhöht.
        II: Das Einsparpotenzial wäre enorm
        III: Die Entscheidungswege wären kürzer und schneller. Einzelne Entscheidungen
        fänden breitere Basis
        DIE Partei, der es gelingt, dieses Geflecht und den Kahlfraß durch Mammutbehörden zu
        zerschlagen, hat absoluten Rückenwind.
        Geplatzte Koalitionen – Neuwahlen für ein Kleckerland wie Saarbrücken – Bildungsmisere
        in einen Minischachtel wie Bremen – die Dorfposse in Hannover – Das alles wäre in einer
        geordneten und konzentrierten Politlandschaft nicht möglich.
        Gruß und…so long…
        breitere Beachtung ( Verkehrsnetz , Bauprojekte, Bildungsaufgaben, Sicherheit )s

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    • Also dein Text verärgert mich auch etwas.. Mir ist diese von dir so kritisierte Form der reinen “Selbstdarstellung” noch nicht aufgefallen. Zumindest nicht einen Deut mehr als bei den männlichen Kollegen. Ist schon interessant dass es dir bei einer Frau anscheinend ins Auge sticht. Die Interviews von Marina, die ich bisher gesehen habe, waren immer sehr von inhaltlichen Aspekten geprägt.

      Und die Anklage, dass Marina mit ihrem Verhalten der Partei und den Frauen in der Politik allgemein schade, ist für mich absolut absurd.

      Sicher haben es Frauen in vielen Bereichen schwerer, aber, sorry, manchmal machen sie es sich auch selbst schwer. Ich habe während meines Studiums in vielen von Männern dominierten Bereichen gejobt und bin immer gut zurecht gekommen. Ich neige aber auch nicht dazu, Worte von männlichen Kollegen immer auf die Goldwaage zu legen und mich ständig umzugucken, ob mich vielleicht gerade jemand diskriminieren will.
      Und gerade Frauen neigen untereinander leider stark zur Bissigkeit. Ich habe auch in reinen Frauengemeinschaften gearbeitet und fand das immer recht anstrengend.
      Ich bin seit 2 jahren aktiv bei der Piratenpartei und habe mich noch keine Minute lang diskriminiert und nicht ernstgenommen gefühlt. Vielleicht ist es schwer vorstellbar, aber bislang ging es bei uns immer darum, ob jemand was zu sagen hat und nicht wie man aussieht und welches Geschlecht oder Nationalität oder Schulabschluss hat. Und Kritik aus den eigenen Reihen……meine Güte, die kriegt jeder von uns mal ab :)

      Marina, du machst deine Sache sehr gut. Deinen Ärger über die mediale Darstellung kann ich gut verstehen, ginge mir ähnlich.Aber die Medien haben nun mal ihre vorgefertigten Bilder im Kopf und versuchen uns in Schablonen zu pressen. Sie werden es nicht schaffen, weil sie unsere Art Politik zu machen, immer noch nicht verstanden haben. Ich find es manchmal auch recht amüsant. Versuch es mit Humor zu nehmen, sich ärgern macht nur miesepetrig und häßlich ;)

      Liebe Grüße

      Cassiopeia

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      • Meine Antwort ist natürlich an Theresa gerichtet, nicht an dich Marina, wir haben uns da gerade zeitlich überschnitten ;)

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      • Vielen Dank Cassiopeia für deine souveräne Art. Dafür wollte ich nur kurz etwas Respekt zollen. Mir persönlich fällt oft genau der Unterschied auf .. zwischen “Mühe gegeben nett zu formulieren” und echter Souveränität.

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      • hallo cassiopeia,
        folgende aussage von dir hat mich genervt:

        ” Sicher haben es Frauen in vielen Bereichen schwerer, aber, sorry, manchmal machen sie es sich auch selbst schwer. Ich habe während meines Studiums in vielen von Männern dominierten Bereichen gejobt und bin immer gut zurecht gekommen.”

        lies doch dafür mal: http://thedelphiad.wordpress.com/2011/11/21/when-other-women-denigrate-feminism/ in der typologie, die die verfasserin aufmacht entsprichst du scheinbar den meritocrats, es gibt keine strukturelle benachteiligung weil DU hast es ja geschafft (welche privilegien du noch mitbringst darüber könnten wir jetzt auch reden), also könnten alle es schaffen.
        das aber fakten wie statistische 23% Gehaltsunterschied kein individuelles sondern ein strukturenbedingtes problem sind, wird so unsichtbar.

        (nur als kurzen hinweis am rande)

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        • Schön dass du mich so leicht irgendwo einsortieren kannst. Ich liebe Schubladen ;) Welches Wort war es, was dein Etikett gestaltet hat? Etwa das Wort “Studium”? Nur mal kurz zur Erklärung: ich habe nicht von Leistung und “Schaffen” gesprochen, sondern davon mit etwas Gelassenheit dran zu gehen. Ich gehe grundsätzlich mit Respekt an meine Mitmenschen heran, egal ob Mann oder Frau und damit bin ich immer gut zurecht gekommen.

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    • … Es geht aber zunehmend auf Kosten der Partei und auf Kosten von Politik und Frauen in der Politik generell….

      Mutter Theresa wäre gnädiger gewesen.

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    • marina ist die antwort, dass die politik in showbiz und hinterzimmer zerfallen ist.
      sie kann sich repräsentieren, und sie arbeitet auch inhaltlich.

      es braucht keine piraten um den status quo zu zementieren.
      “jede frau die in einer männerwelt arbeitet”, solche stereotype zu verwenden um die piraten einer nun leider zum branding gehörenden besonderheit zu berauben, das kanns nich sein.

      vielmehr ist das alles ein symptom, dass in der deutschen gesellschaft fast niemand aus dem tellerrand raus guckt. zb nach asien, wo in mehrern ländern und sektoren mit den frauen nicht so umgesprungen werden kann wie hier. sie resignieren niemals, sie benutzen die tabus der gesellschaften als ihre eigene waffe und drehen den spiess um.

      viele schwierigkeiten die marina hat, liegen an der krabbenmentalität anderer frauen, die ihren erfolg für unangebracht halten.
      selbstverständlich ist politik 99% karriere und 1% inhalt. jede grosspartei lebt das vor. ein hinterzimmer macht die programme, der rest der partei winkt alles unhinterfragt durch und befasst sich mit hickhack, medien, und packeln.
      das mag regional ganz anders sein, aber auf bundesebene sind die medien der beweis. medien und regierung bedingen und verdienen einander in ihren konkreten formen.

      das grösste problem der grossparteien ist, dass die köpfe gesiebt sind, nach konservativität, je älter umso besser. sie leben im 19. jhd. siehe merkels argumentationen.
      marina hat das talent, modern rüber zu kommen.

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  35. Ahoi!

    Nicht nur die Politik ist immer noch stark in den Denkmustern des letzten Jahrhunderts verhaftet, auch die Menschen in den Medien sind es. Ein Gesicht arbeitet als Botschaft besser als jede Aussage, und wenn es ein hübsches, weibliches ist, reicht das dem gewöhnlichen Lohnarbeitsjournalisten; da muss man den Medienkonsumenten nicht noch mit Inhalten belasten.

    Außerdem sollten die Piraten eins nicht unterschätzen: Eure eigene mediale Kompetenz macht euch für Journalisten zu einer direkten Konkurrenz, denn sie hebt die Trennung zwischen Politik und Mitteilung auf. Das ist unverzeihlich! ;)

    Ansonsten auch von mir: Kopf hoch und bleib, wie du bist!

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  36. Danke Dir!

    Dann müssen wir Gesinnungs- und schon Mitgliedspiraten wohl langsam aus dem Knick kommen und da helfen, wo wir gebraucht werden!

    In puncto Meinungsbildung war ich da schon erfolgreich, wenn es auch harte Arbeit war. … Ich habe niemandem zum Piraten gemacht, sondern einen sehr konservativen Menschen zum für ihn überraschend kritischen und ihn selber verwundernden Nachdenken gebracht ,,,

    Du machst das klasse!

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  37. ooohhhh… sorry marina! das will keiner hören. in der politik ist es nun mal so. also hör auf mit mimimimimi.. und krempel die ärmel hoch und bring leistung. anstelle etwas einzufordern weil du eine frau bist.
    ich mag dich, die partei voralem die idee. aber das hier ist einfach nur, mädchen gejammer. BÄH!

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    • Peinlich! (gemeint ist der Kommentar)

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      • Das ist er wirklich.

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        • Mehr als peinlich. Da fehlt es leider an einigem (Empathie ist eines der Stichwörter).

          @Marina
          Vielen Dank für den Artikel. Ich bin neben solchen Ausrutschern hier dann aber doch überrascht wie positiv die Reaktion (hier im Blog) bisher ist.

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    • “Bring Leistung”, also bitte – was soll das??

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    • Da sieht man mal das manche nicht lesen können^^
      sie meinte genau dieses gerede weil sie eine frau ist!
      SIE MÖCHTE ERNST GENOMMEN WERDEN!
      und das ist ihr gutes recht!
      Was ich biss her von der “freien” Medien gelesen habe war alles
      “och ist die süß” “oh mal ne junge atracktieve frau die Politik machen will”
      da würde ich auch etwas stinkig werden wenn es so ist besonders wenn jemand kommt und nicht versteht was geschrieben wurde zumal sie sehr gut schreibt!
      und zum Thema Leistung bringen das ist der punkt! (wie in ihren Artikel geschrieben)
      diese werden nähmlich NICHT erwähnt!

      mfg oszylerulz!

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  38. Liebe Marina,

    eigentlich könnte das ein Kommentar werden, nach dem Gusto: „Ja, so ist die Welt… böse, fiese und gemein.“ Dann könnte ich ihn mir aber auch sparen. Bzw. das wäre nur die halbe Wahrheit. Statt dessen frage ich dich, warum machst du Politik, warum engagierst du dich so, warum wird die Liste derer, deren Mails ungelesen gelöscht werden immer länger?
    Wahrscheinlich aus genau dem Grund. Wenn also in 20 Jahren deine Nachfolgerin einen ähnlichen Artikel bloggt, und der nur um Nuancen angenehmer ausfällt, hat sich deine Arbeit gelohnt, denn dann hast du was verändert.
    Das wünsche ich dir.

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  39. Gut, dass ich diesen Artikel gelesen habe, bevor ich jetzt die diesbezüglichen “Meldungen” der etablierten Presse studiere.

    Weiter so! Immer weiter, immer weiter!

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  40. MIT VERLAUB: das ist denn doch an Verlogenheit nicht zu überbieten. Du hast den Medienruhm, spielst ihn auf allen Ebenen aus, gehst zu Harald Schmidt, zu Lanz, posierst was das Zeug hälst, bringst weder in Deinem Blog noch bei der FAZ noch sonstwo irgendwelche wirkliche Erkenntnisse (liest Du eigentlich irgendwas wirklich?), kennst keine wirklichen Diskussionen und jetzt willst Du das alles noch mit gutem Gewissen machen indem Du unsere Absolution forderst? Deine Funktion im Medienzirkus ist doch glasklar. Und Du spielst sie ja auch perfekt. Ich kenne KEINEN Gedanken von Dir, der irgendwie irgendjemanden aus der Reserve locken würde. Du bist ansehnlich und erregst entsprechende Phantasien, aber Du bist meilenweit von der harten Arbeit am Begriff von Julia oder Frau Tessa entfernt. Sagen wir so: du bist eine Schauspielerin. Gut so, mag den Piraten nutzen. Aber ich sag Dir voraus: mein Verständnis oder mein Mitleid bekommst Du nicht.

    Hot debate. What do you think? Daumen hoch 4 Daumen runter 4

    • Ja, auch da kann was dran sein.

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    • Oh, ich errege deine Fantasien? Das ist hochspannend.
      Ich würde es mir anhören, aber dafür kennen wir uns meines Wissens nicht gut genug.
      Und jedenfalls nicht gut genug, dass du einschätzen kannst, was ich gelesen habe, welche Diskussionen ich kenne oder nicht kenne und wann ich lüge oder nicht. Sei so gut und informier dich vor dem nächsten Kommentar ein klein wenig besser, ja?

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      • Du erregst nicht MEINE Phantasien, sondern die der Medien. Das sagst Du ja selbst. Und für die, die sie noch nicht haben, redest Du rasch bei der heuteshow vom Bumsen. Und ich schätze DICH nicht ein, sondern ich stelle nur fest, dass es von Dir keine Gedanken gibt. Keine, die mehr sind als deine Befindlichkeit. Es kommt mir so vor, als merkst du gar nicht, dass es um dich herum Politik gibt. Keinen Hinweis, ausser deinem legendären Switchen beim Staatstrojaner, auf irgendwas, was Dich interessiert, ausser Du selbst. Keine Texte, keine theoretischen Auseinandersetzungen, nichts zu den netpolitischen Debatten, nichts, nichts, ausser: Du. Ich verstehe, dass du mit diesem Rant vorarbeiten wolltest, weil jetzt Lanz und Schmidt kommen, und Du Angst hast, Dich zu sehr profilieren. Das musst du nicht. Du solltest nur nicht jetzt versuchen, daraus eine Märtyrerstory zu machen: blöde Journalisten, die Marinas tolle Thesen nicht referieren. Das tun sie nicht, weil es sie nicht gibt.

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        • Ähm. Dieser Blog hat eine Kategorie, die nennt sich “politische Schatztruhe” und da drin sind lauter Texte, die ich dir einfach mal ans Herz lege.

          Darüber hinaus will ich als PolGF nicht nach meinen Thesen gefragt werden, sondern nach denen der Piratenpartei. Die vertrete ich nämlich.

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          • Habe ich gelesen. Auch das mit der russischen Literatur. Aber mir geht es ehrlich gestanden nicht um dein Poesiealbum. Die letzten die sagten, sie wollten nicht nach ihren Thesen sondern denen der Partei gefragt werden, waren übrigens die CDU Leute unter Kohl. Du sollst nicht danach gefragt werden, sondern du sollst THESEN HABEN! Kein Parteitagsbeschluss sondern GEDANKEN. Schau mal unter Peter Glotz nach, der war auch mal Bundesgeschäftsführer.

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          • ist das DER David Precht?!
            oder jemand der sich nicht traut sich offen kund zu tun`?
            glaube eher er ist es nicht da den David Precht den ich kenne anders spricht und sich sicherlich nicht auf diese weiße äußert.
            :-D

            also Marina mein Rat an dich auch wenn ich glaube das viele Menschen meinen dir nen Rat geben zu müssen^^ mache ich es einfach mal
            Nehme Menschen die dich Kritisieren zu 50% wahr aber nehme es dir nicht zu herzen! diese hetze die man gegen dich führt ist einfach nur lächerlich….

            zumal ich witzig finde das alle glauben das man nach ca 3 Monaten schon die ganze Welt verändert hat lach^^

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    • “Ich habe einer Reporterin von der taz, die bei mir zuhause war, über eine halbe Stunde lang mein ideales Schulsystem vorgeführt. Ich habe erklärt, warum ein Kurssystem und individuelles Lernen immer wichtiger für die Entwicklung wird. In ihrem Artikel kam kein Wort darin vor.”

      Was genau würdest Du Ihr denn raten zu tun, damit über Ihre Inhalte auch geschrieben wird?

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  41. Erinnert mich irgendwie an meine bisher einzige Bekanntschaft mit einem professionellen Journalisten. In meinem Fall ein Zeitungsfritze. Ich sass mit meinem Laptop im Gruenen und hoere Musik. Da kommt der Typ an und fragt mich ob ich Internet haette. Ich sage nein, das habe ich nur im Buero. Der Name des Artikeln nachher war “Im Gruenen und doch im Internet”. Da frag ich mich doch ganz ehrlich: Haben die keine Ohren? Fragen die nur zum Spass? Wenn ich mir dann denke das das warscheinlich auf nahezu alle Artikel zutrifft die in der Zeitung stehen. Meine Folge: Ich werde nie wieder im Leben auch nur einen Artikel in der Zeitung lesen! Hab ich gemacht. Und das war 1998 :D

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  42. Ich finds gut, wie es dir doch (auch mit diesem Artikel) gelingt unsere Themen “unters Volk” zu bringen. Zumal wir ja auch wissen, die Menschen brauchen Idendifikationsfiguren. Und da eignet sich deine Frisur einfach besser als die von Sebastian.

    Trotzdem war ich heute zu dem Tweet verleitet anzumerken, dass ich hier eine Gefahr der Stilisierung als Leitfigur sehe und brachte das Thema “Rotation” auf den Tisch. Wir als Piraten sollten tunlichst dafür sorgen Leitfiguren die als “Gesicht der Partei” verstanden werden regelmässig abzusägen. Das wird die Presse schon lernen – wir können uns kein Personenkult leisten. Und ich gehe mal davon aus, dass mehr als eine Wiederwahl auch nicht überlebbar ist für nen BuVo :)

    Bernd

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    • Nicht persönlich nehmen, aber das erscheint mir doch arg weldfremd.

      Wir sägen mit Absicht Leute ab, die gut in ihrem Job sind, weil wir keinen “Personenkult” wollen?
      Wie wär’s, wenn wir das von der Kompetenz der jeweiligen Person abhängig machen?
      Das ist genau der gleiche Unsinn, wie jemand zu befördern, weil er halt so lange dabei ist. Nur halt andersrum.

      Ausserdem, wenn man erst sagt “die Menschen brauchen Idendifikationsfiguren” und dann sich dafür ausspricht, genau diese Menschen dann profilaktisch loszuwerden, weil sie zu einer “Leitfigur” werden könnten, ist das nicht etwas schizophren?

      Zumal unser BuVo sowieso so wenig Macht hat und nichts weiter als eine Reihe von besseren Pressesprechern ist.

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      • Es ist keineswegs schizophren. Wir machen als Piraten an so vielen Stellen eine neue Politik gegen die eingeschwungenen und funktionierenden Mechanismen. Das gilt auch für die Pressearbeit. Die Grünen haben spätestens mit Fischer Ihre unschuld verloren, das sollte uns nicht schon mit Marina passieren.

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  43. Einige Kommentatoren erwarten anscheinend, dass Marina die abgeklärte Medien-Profi (gibt es von Profi überhaupt eine weibliche Form?) zu spielen hat. Es mag sein, dass wir bei jemanden wie Westerwelle nur noch die Rolle, aber nicht mehr die Person wahrnehmen. Jedoch schadet sicherlich etwas Empathie nicht, niemand ist gerne Spott ausgesetzt.

    Bleib so wie du bist, deine Kritik deckt sich mit meiner Wahrnehmung, dass Tiresales immer erklären muss und du bist halt zum…repräsentieren, oder so. Übe dich in Gelassenheit, das wird alles noch kommen.

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  44. NEIN,Geisterfalle. Marina will einfach nur, dass wir jetzt auch noch toll finden, wie Sie leidet, dass die Medien sie so toll finden. Dabei gibt es doch soviel fleissige Piraten. Sie ist abgehoben. Merkst auch DU bald.

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    • “Ich hasse es schon, dass ich so weit im Vordergrund stehe, während jeder Pirat, der genau so viel arbeitet wie ich, oder noch mehr, nicht gesehen wird, nur weil er kein Amt hat. Ich hasse es schon, dass ich “Star” der Piraten genannt werde, weil das einfach falsch ist, weil ich kein Star bin, weil wir einfach zusammenarbeiten.”

      Stimmt. Es gibt viele fleissige Piraten. Wie Marina auch schon sagt.
      Wo ist jetzt dein Problem? Sie schreibt, dass sie es net gut findet, dass sie so sehr zur Lichtgestalt erklärt wird. Und genau das wirfst du ihr vor?

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      • Na ja, das liegt doch auf der Hand. WEM glaubst du, nutzen 7 min Harald Schmidt? DEN PIRATEN????

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        • ja, nutzen sie. da somit auch viele Menschen mit den Piraten in Berührung kommen oder durch sie auch sehen, dass wir nicht nur Informatik-Nerds sind. Die Aufgabe des Bundesvorstandes ist es nun mal nach innen und außen zu wirken. Das sind unsere Grüßauguste, was ich aber positiv meine.

          Ich verstehe nicht, warum du so verbittert bist.

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        • Zumal es prinzipiell sehr schwer fällt Menschen mit Großbuchstaben zu glauben. Übe dich doch in etwas Ruhe und Gelassenheit. Und dann schau dich selbst ein wenig genauer an. Vielleicht wirst dann auch du bald etwas merken lieber David ;).

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        • Ja, Herr Precht, was meinen Sie denn, warum in jeder Sendung Künstler zu Gast sind? Sicher nicht um sich zu profilieren, sondern Ihre Produkte zu promoten – Genau das, was auch Marina tun wird..

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        • Ich frage jetzt auch mal nach: Sind Sie d e r David Precht, derselbe Autor, der sich mit Produktionen aus der Rubrik “Philosophie light” Medienpräsenz verschafft hat? (Ich hatte gerade heute das zweifelhafte Vergnügen, ein Buch mit dem Namen “Die Kunst, kein Egoist zu sein” zu durchblättern.) Falls Sie also jener Autor sein sollten, würde Ihre Kritik an Marina schon etwas seltsam anmuten. Bei ihr in hegelianischer Pose “Arbeit am Begriff” anzumahnen und dann selbst solche Bücher unters Volk zu bringen, das passt schlecht zusammen.
          Falls Marina irgendwelche theoretischen Defizite haben sollte (was ich nicht beurteilen kann), wäre sie in der Lage, sie mit ihren 24 Jahren durchaus noch aufzuarbeiten – aber bei David Precht besteht diesbezüglich nur noch wenig Hoffnung.
          Falls es sich in Ihrem Falle aber um eine bloße Namensgleichheit handeln sollte, bitte ich um Entschuldigung. Es wäre auch gut für den Medienstar David Precht, denn es ist sein gutes Recht, Bücher auf bescheidenem Reflexionsniveau zu schreiben, sofern er sich nicht jüngeren Menschen gegenüber als Oberlehrer aufspielt.

          Zur Sache selbst: Ich kenne die Piratenpartei noch nicht sehr gut, aber ich halte den Gedanken, sozial(istisch)e und libertäre Ansätze miteinander zu verbinden, für vielverspechend. Man muss nur abwarten, ob das libertäre Element sich nicht im Laufe der Zeit als Fassade entpuppt, und am Ende kommt dann wieder eine nette neue bürgerlich-liberale Partei heraus. Den Einzelnen und sein Recht auf Selbstverwirklichung (weltlich oder spirituell) ebenso in den Mittelpunkt zu stellen wie die Idee der Solidarität,diese Idee scheint mir aber im Jahr 2011 allemal weniger verbraucht als etwa der Marxismus oder der Liberalismus der westlichen Demokratien. Über eines sollten sich die Piraten allerdings im Klaren sein: um eine Auseinanderstzung mit der marxistischen Klassenanalyse kommt man nicht herum. Es sind Interessen – konkret: wirtschaftliche Interessen, die das gesellschaftliche
          Handeln der Menschen bestimmen, und ein Ausgleich dieser gegensätzlichen Interessen hat sich historisch als illusionär erwiesen. (“Sozialpartnerschaft”)

          Der Kapitalismus hatte seine Chance nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Er hätte der Welt zeigen können, wie menschenfreundlich und sozial die “Marktwirtschaft” doch sein kann.
          Er hat seine Chance verpasst.
          Also Piraten: Wollt ihr den Kapitalismus wie so viele vor euch reformieren (das will auf irgendeine Art ja auch Herr Ackermann) oder stellt ihr früher oder später die Systemfrage?
          Auf die Antwort darf man gespannt sein.
          In diesem Zusammenhang aber ist die Frage, ob und inwiefern Marina das öffentliche Interesse an ihrer Person auf irgendeine Art genießt, wirklich sekundär. Viel wichtiger ist es, auf solche Fragen vorbereitet zu sein wie etwa: “Leistet Ihre Forderung nach dem bedingungslosen Grundeinkommen nicht der Faulenzerei und Leistungsverweigerung Vorschub?” Da muss dann eine gestochene Replik kommen – wenn Marina das zuwege bringt, kann sie sich ruhig schminken und schöne Kleider tragen.

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        • wo lebt ihr?
          das branding ist schon längst festgelegt.

          die philippinisierung der deutschen politik (volle integration mit showbiz) ist schon jahre zuvor vollendet worden.
          marina ist die erste, die imstande ist draus was zu machen und wieder von den menschen als interessante politische person wahrgenommen zu werden, der man die emotion zutraut, von ihr nicht geopfert zu werden.
          die herausforderung ist, möglichst viel inhaltliche harmonie zwischen ihr und den anderen piraten aufrechtzuhalten.

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    • Hatte Marina nicht gerade erklärt, dass ihr euch so genau nicht kennt? Hat sie gelogen? Ich “bewundere” Leute, die alles abschließend beurteilen können und die Beweggründe auch der Menschen erklären können, die sie offensichtlich vor allem aus der Presse kennen, deren einseitige Berichterstattung gerade Thema des Artikels ist.

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      • Wieso, genau darum geht es doch hier. ihre Wirkung in den Medien. und das Kapital, dass Sie daraus schlägt. Die Piraten sind ihr charity event. Ich hätte ja nix gesagt, aber dass Sie jetzt auch noch für ihre Selbstvermarktung bemitleidet werden will, det geht zu weit.

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        • Stell dich das nächste mal für die Wahl zum BuVo auf. Dummes Geplärre.

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        • In der Öffentlichkeit zu sein ist Teil ihres Jobs. Es ging darum, dass nicht veröffentlicht wird, was sie sagt, sondern nur das “Drumherum” – bestenfalls. Klar, das sie zu Schmidt, zu Lanz ins Fernsehen will. Da können die Zuschauer ihr zuhören, wenn sie wollen, und sind nicht auf den “Filter” der schreibenden Zunft angewiesen.
          Wenn du sie nicht bemitleiden willst, dann lass es doch einfach. Ich finde, dass sie ihre Sache ganz gut macht und glaube gerne, dass das nicht immer einfach ist.

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        • Und Sie sind der reinste Altruismus, D.P.? Denken Sie darüber bitte einmal nach.

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  45. Komm einfach weiter mit. Das ist nunmal die Rolle, die dir im Augenblick zufällt. Genieß sie, denn sie ist schön! Mag sein, dass wir hier wieder Klischees bedienen, aber es sei die Vermutung gestattet, dass deine augenblickliche Rolle mit ein Grund sein könnte, weshalb man dich dahin gewählt hat, wo du jetzt stehst. Steh da für uns.
    Mach es dir nett, und mach es uns nett. Viele Menschen wollen dich eben anders sehen, als du dich, dennoch solltest du nicht viele Mails wegdrücken. Dass du weißt, wovon du sprichst, wissen wir alle, und dafür lieben wir dich. Deswegen stehst du da noch. Mach einfach weiter:)

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  46. Eins gilt in den Medien doch seit eh und je: Sex sells! Und daher wird Marina eben momentan gehyped. Genauso wie in Berlin Faxe gehyped wird, weil er aus der grauen Politikermasse sticht. Das ist Schlagzeilenwirksam und lässt sich gut verkaufen.

    Wenn man die Berichte vom Bundesparteitag liest und selbst dort war, muss man sich aber doch wundern. Angeblich wären dort ja kaum Frauen gewesen. Entweder hab ich mich dort verguckt (ok.. hab ich, aber das ist ein anderes Thema….) oder die Presse hatte Scheuklappen auf den Augen. An Frauen in der Partei hat es jedenfalls nicht gemangelt. Nur widerspricht das den vorherrschenden Klischees der Piraten. Also druckt man das eben anders und schon sind alle wieder zufrieden. Im Gegenzug kann man ja die hübsche politische Geschäftsführerin vorstellen. Inklusive der Farbe ihrer Stiefel und der Marke des Lipgloss. Dass aus diesem beglossten (heißt das so?) Mund aber auch intelligente Sätze kommen können… das ist dann schon wieder weniger interessant.

    An die Kritiker hier, die Marina nun vorwerfen, sie soll doch erstmal was leisten: Was leistet ihr? Denkt ihr euch Konzepte aus, die ihr überall im Land vertretet? Reist ihr von einem Interview-Termin zum nächsten? Wollt ihr so im Rampenlicht stehen? Denkt ihr, das wär ein einfacher Job? Wurdet ihr schonmal interviewt?

    Ihr werft Marina vor, das sie sich im Licht des öffentlichen Medieninteresses sonnen würde und sich womöglich gar vordrängelt. Meinetwegen, soll sie doch. Ich möchte den Job nicht haben. In einem Interview musst du blitzschnell schalten können. Auf eine unerwartete Frage, oft mit Fallen gespickt, blitzschnell eine Antwort wissen, die zum einen die Parteimeinung vertritt, zum anderen aber auch keine Angriffsfläche bietet. Das ganze noch zielgenau und ohne großes Rumdrucksen. Die Presse erwartet von ihr, dass sie auf alle laufenden Themen und Vorgänge der Partei immer eine Antwort weiß. Dabei sollte sie es aber tunlichst vermeiden, zu viel persönliche Meinung einfließen zu lassen. Denn das gibt nur wieder einen Flamewar. Und ich denke, diesen Job macht sie sehr gut. Da darf sie dann auch meckern, dass sie vor allem auf die Geschlechtsmerkmale reduziert wird.

    Also wenn ihr meckert, macht den Job doch selbst. Seid ihr dazu bereit? Dann freu ich mich, euch auf den Kandidatenlisten beim BPT12.1 zu sehen. Ansonsten: Einfach mal die Kresse halten.

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  47. Ich verstehe das nach wie vor nicht. Mir persönlich ist es total egal, welchem Geschlecht die Person angehört, deren Meinung / Auftritt mir gefällt. Wenn Sie dazu gut aussieht, meine Lieblingshunderasse besitzt oder ein Auto Marke X fährt – schöner Bonus, macht sie bestenfalls sympathischer.

    Aber was zum Geier soll die ständige Diskussion um Mann und Frau? Wirklich, ich versteh’s nicht. Es spielt einfach keine Rolle! Für mich ist die gleiche Betrachtung selbstverständlich. Wenn “die Medien” das anders sehen, dann ist das deren Pech – links liegen lassen.

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  48. “Aber wenn ich schon so im Vordergrund stehe, hätte ich mir auch gewünscht, tatsächlich ein paar Worte sagen zu können.” Ich antworte mal ganz provokativ: Viel vom öffentlichen Interesse gilt wohl nicht den Piraten-Inhalten, sondern der Liebe zum Klatsch um die blutjunge hübsche Politikerin mit dem roten Lippenstift. “wenn ich schon im Vordergrund stehe…” Es ist eben NICHT so, das du das “im Vordergrund stehen” als gegebene Ressource annehmen und beliebig zum kundtun vom Inhalt nutzen kannst. Sondern zumindest teilweise stehst du genau deswegen im Vordergrund, weil du die blutjunge Politikerin mit dem roten Lippenstift bist. Weigerst du dich, diese Rolle zu spielen (indem du dich z.B. in Interviews trocken auf rein fachliches beschränkst und dich unauffällig kleidest), dann wird das Interesse an dir auf das Maß zurückgehen, in dem die Öffentlichkeit Interesse an der Politik hat. Und damit ist es kein Seximus, sondern eigentlich ein ziemlich faires System: Menschen, die ausschließlich durch politische Inhalte auffallen, kriegen genau soviel Interesse, wie die Öffentlichkeit Interesse an Politik hat. Du kriegst mehr Interesse als andere (z.B. mehr als momentan anderen Piraten-Vorstandsmitglieder), weil du obendrauf mit Auftreten&rotem Lippenstift das Klatsch-Bedürfnis der Öffentlichkeit ansprichst. Folglich gilt dieses Interesse auch nicht den politischen Inhalten, sondern dem Lippenstift, und der “Story” Marina. Verwechsel das nicht – du kannst also entweder das Interesse an Deiner gesamten Person genießen, und akzeptieren dass nur ein kleiner Teil sich auf deine politischen Meinungen bezieht. Oder du beschränkst dich darauf, öffentlich rein als trockenes politisches Wesen aufzutreten (und nicht als Künstlerin, Sängerin, Glamour-Girl oder sonstiges), und bekommst dann auch nur politisches Interesse. Beide Varianten sind okay – Nur Deine Erwartungen sollten konsistent sein.

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    • Hi Anett,

      was ich an deinem Kommentar schlimm finde, ist, dass du vermutlich völlig recht hast.
      Das war eine sehr kluge Beobachtung, unter der ich das ganze nochmal umdenken muss.

      Das bedeutet nämlich, dass gar nicht die Presse schuld ist, oder jedenfalls nur symptomatisch, sondern dass das Hauptproblem ein Desinteresse der Bevölkerung an Inhalten der Politik ist. Was fatal ist, denn die Politik ist ja dafür da, ihr zusammenleben zu formen. Eigentlich sollte sie keinen anderen Zweck haben.

      Vielleicht hilft es, wenn ich eben doch meine Ideen sage und etwas ändere, dass die Politikerverdrossenheit mindert. Vielleicht interessieren sich dann mehr Menschen für die Inhalte. Ich kann es nur hoffen und dafür arbeite ich weiter.

      Danke für den Kommentar!

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      • Hallo Marina,

        entschuldige – das fand ich so offensichtlich, dass ich es nicht nochmal extra betont habe. NATÜRLICH interessiert sich die Öffentlichkeit nicht annähernd so sehr für Politik, wie sie sich für Klatsch interessiert. Hattest du nicht auch vor kurzem geschrieben, dich vor deiner Piratenzeit nicht für Politik interessiert zu haben? Warum sollte es anderen da anders gehen? Leute wollen Klatsch, nicht Politik, und Journalisten servieren. Du musst dir überlegen, was du willst. Natürlich kannst du öffentlich das Glamour-Girl sein, wenn du das möchtest. Aber dann kriegst du auch genau dafür das Interesse.

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        • So ist es. Was für den Springer Verlag und Radio Tele Luxemburg gilt, gilt in anderen Verlagsgruppen genauso – auch wenn diese das nicht so offensichtlich präsentieren. Was zählt, ist der Gewinn. Den erzeugt die Masse. Die Masse interessiert seichte Unterhaltung, Klischees, Tratsch – Also wird das bedient.

          Die Entscheidung liegt bei dir, Marina. Aufmerksamkeit oder Zurückhaltung.

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        • Kann aber nicht auch genau das das Interesse an Politik wecken? Ich glaube das war es, was damals den “Ich bin Pirat”-Spot so gut machte: er ging vom Menschen aus. Menschen, die nicht wie typische Politiker aussehen und sehr unterschiedlich waren, weshalb daher für jeden mindestens einer interessant wirkte. Selbst wenn jetzt Marina in boulevardeskester Manier nur als stiefeltragende Lichtgestalt dargestellt wird, so hat auch gerade das Potential, Menschen, die sich nicht direkt für Politik interessieren, zum Nachdenken über Piraten und Politik zu bringen.
          Wenn dabei noch politische Inhalte übermittelt werden können, um so besser, aber selbst wenn das nicht direkt gelingt, indirekt lässt es sich kaum vermeiden.

          Ich würde das also alles nicht so schwarz sehen und vor allem sowohl der Auftritt bei Lanz als auch vor allem den bei Schmidt (der sehr gute Interviews machen kann, wenn er Interesse hat, und das scheint er ja zu haben) und selbst Artikel in der Bild als Chance sehen, potentiellle Interessenten, die keine Phoenix-Gesprächsrunden gucken und nicht die Sonntags-FAZ lesen, niederschwellig (das Wort musste rein ;-) ) zu erreichen. Nur die TAZ, das muss ich ehrlich sagen, hat mich (erneut) schwer enttäuscht, man könnte fast meinen, sie könnten Frauen in der Piratenpartei nicht ertragen, sei es nun durch eine “ihr seid zu doof zu merken, dass ihr in der Partei voll unterdrückt werdet” oder eine “diese schmierigen Nerds haben sich ein hübsches, niedliches, naives Püppchen gewählt”, was imo falscher nicht sein könnte.

          Fazit: ich glaube, Marina sollte sich, wie bisher, ruhig weiterhin kritische Gedanken machen, hat aber (eben deshalb?) bisher NICHTS falsch und sehr vieles sehr richtig gemacht. Das Schlimmste wäre, jetzt zu verkrampfen, weil man als Frau, Politikerin,… angeblich dies oder das nicht von sich sagt. Eben diese furchtlose Echtheit ist Teil der Stärke der Piraten. Zumal selbst das Cocktail-Kleid-aus-einem-Hemd viel über den Stil der Piraten aussagt (unkonventionelle Wege gehend ohne stillos oder zu rebellisch sein; wie Hacker vorhandenes mit pfiffigem Einsatz gewinnbringende nutzend).

          Sorry für das ständige Über-Dich-Reden, kam irgendwie aus der Antwort zu Anett über allgemeine Betrachtungen immer mehr zu einem Kommentar zu Dich, Afelia, drum eben zum Schluss direkt: Lass Dich nicht von den Neidern (aus deren Kommentaren man erschreckend deutlich die Missgunst heraushören kann) irritieren, meiner Meinung anch machst das schon alles richtig!

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      • Das Problem geht mMn sogar noch tiefer. Man gibt gerne schnell die Schuld der blöden, “politikverdrossenen” Masse, die sich nicht für die “Inhalte der Politik” interessiert. Probleme bringen Verantwortung mit sich, da man sich für etwas entscheiden muss. Haben Sie sich schonmal gefragt, ob der kleine Mann und die kleine Frau überhaupt verantwortungsfähig sind? Viele Menschen sehnen sich nach Freiheit, haben jedoch bewusst oder unbewusst Angst vor Verantwortung. Deshalb geben sie die Verantwortung lieber in die Hände von anderen: “Erklären Sie uns 2011, Herr Schmidt!” Haben Sie sich mal gefragt, warum das so ist? Wie werden wir in dieser Kultur geboren? Wie verläuft unsere Erziehung? Wie leben wir Zivilisationsmenschen? Es ist nicht besonders klug verachtend über die Masse zu schreiben. Wie soll man sonst Ihre Forderung nach mehr Demokratie ernst nehmen?

        Außerdem: Was sind die “Inhalte der Politik”? Als Sozialwirt habe ich mich 6 Jahre lang theoretisch mit den Problemen der Gesellschaft befasst. Wenn ich Politiker über die Probleme der Gesellschaft reden höre oder ihre Parteiprogramme lese, frage ich mich, von welchen Inhalten Sie reden, liebe Frau Weisband. Das, worüber Politiker reden und schreiben, ist oberflächlich und löst kein einziges gesellschaftliches Problem. Höchstens Symptome, wofür der Begriff Re-form ja auch steht: Etwas Altes unter neuen Verhältnissen bewahren/wiederherstellen. Der Zweck von Politik ist Stillstand. Ja und dieser Stillstand formt unser Zusammenleben tatsächlich. Es ist eine sitzende Gesellschaft.

        Ich habe nie politisch gearbeitet, habe keine praktische Erfahrung, also verraten Sie mir: Geht es in der Politik um Argumente? Wird diskutiert? Wird nach einer Lösung gesucht? Ich meine jetzt nicht die Arbeitskreise innerhalb Ihrer Partei. Oder ich frage politisch korrekter: Geht es in der Politik mehr um Inhalte oder mehr um Wählerstimmen? Wenn Sie meinen es gehe in der Politik um Inhalte, sind sie mMn noch nicht in der politischen Realität angekommen. Das sage ich mit voller Überzeugung, obwohl ich keine praktische Erfahrung habe. Mich würde interessieren, was Sie in 5-10 Jahren dazu sagen.

        Nach Schuldigen zu suchen ist der falsche Weg.

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        • Währe es nicht spannend ein “Politiksystem” zu erschaffen, in dem ein echter Wettbewerb der Ideen stattfinden kann und nicht die “Jagt nach Wählerstimmen im Vordergrund steht?

          Die Piraten könnten diesem Ideal ein Stück näher kommen.

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      • Politikverdrossenheit entstand auf Grund des Verhaltens der etablierten Politiker. Die PIRATEN tragen dazu bei, dass Politikverdrossenheit Stück für Stück nachlässt.

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  49. Ausgeblendet weil niedrig Kommentarbewertung. Klicken, um zu sehen.

    Poorly-rated. Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 4

    • Unsinn. Ich habe den Eindruck, sie akzeptiert diese Kritik (sonst würde sie den Löschknopf betätigen), aber es ist ihr gutes Recht, auf diese Kritik wieder mit ihrer Kritik zu reagieren.

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  50. Merkt ihr denn nicht, dass die euch verarscht? Ich meine die Partei als Karriereleiter ist ok. Aber dann dazu stehen. Und jetzt spielt sie plötzlich die Einsichtige: nicht die Presse ist schuld, sondern das Desinteresse des Volkes. OH WEH OH WEH

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  51. Lieber “David Precht”, “Nanuk”, “onlyben” etc…

    Dir ist klar, dass du, auch wenn du deinen Nick änderst, immernoch die gleiche IP und Email-Adresse hast? Sogar das gleiche Avatarbild?

    Seine Meinung unter mehreren Accounts zu posten ist etwas armselig, nicht? Ich glaube jeder hier hat deine Meinung inzwischen verstanden.
    Zukünftige Spam-Aktionen dahingehend werde ich löschen.

    Danke, weiter im Programm.

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    • Das war mir entgangen und das hätte ich auch nicht für möglich gehalten! Ziemlich miese Nummer, Angreifen unter verschiedenen Namen; das ist irgendwie, als wenn man mehr als eine Stimme beim Wählen haben will. Und der Vorwurf: DU würdest dich wichtig machen!

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    • Auch wenn ich nicht die Meinung von “David Precht” & co. teile, so überrascht es mich, dass von einer Piratin die IP-Adressen aufgezeichnet werden. Das Aufzeichnen von IP-Adressen ist eher im Interesse von Wolfgang Schäuble und weniger im Interesse der Anonymität im Netz.

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      • Das Problem wurde bereits gelöst, seit dieses Thema akut wurde. Man muss IPs nicht mehr speichern, um zurück zu verfolgen, ob diese oder jene IP mehrmals postet. Wenn die IP abgefragt wird und in einen nicht umkehrbaren Hash übersetzt und gespeichert wird, reicht das zum Abgleich – und die (quasi-personenbezogene) IP kann dann, ohne Speichern, wieder weg. [NurZurInfo.]

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  52. Liebe Marina,

    (darf ich als Grüner Dich eigentlich einfach so duzen?) Medien sind erstmal gewinnorientiert arbeitende Unternehmen. Leider trifft das in weiten Teilen auch für die Öffentlich-Rechtlichen zu. Das bedeutet leider, dass sie das ausschlachten, was die meiste Quote bringt. Hier muss ich Theresa Recht geben, Du lieferst vieles neben der Politik das Potenzial zum vermarkten bietet. Das fängt mit künstlerisch anspruchsvollen Fotos und deinen Kommentaren über deine “Freizeitaktivitäten” an und hört mit den Auftritten im Fernsehen (Ich weiss ehrlich gesagt nicht, warum überhaupt jemand zu einer C-Klasse Talk-Show wie Lanz geht) auf.
    Dein zusätzlicher Nachteil ist, dass Du in der männlich dominierten “bekannten” Piratenpartei durch dein Auftreten und dein Geschlecht (Sorry, aber auch ich hätte bei Gefion nicht auf einen weiblichen Vornamen getippt, lese aber anders als die meisten Medienverteter zumindest mal nach) leuchtfeuerartig heraus stichst.
    Ich wünsche Dir, dass der mediale Hype nachlässt und tatsächlich Themen in den Vordergrund rücken. Dieses ist ein Grund, warum viele versuchen Ihr Privatleben möglichst abzuschotten. Etwas, dass den Einsatz von Facebook und Twitter extrem einschränkt. Ich fürchte aber, ich kann Dir nur Kraft wünschen es auszuhalten. Alltagspolitik ist leider medial uninteressant und jeder, der sich in diesem Bereich bewegt muss das akzeptieren solange kein grundlegender Wandel in der Gesellschaft statt findet. Die Bild wird sich weiterhin sich für deine Stiefel interessieren als für Inhalte der Piratenpartei, ebenso wie Welt und andere Medien der liberalen oder konservativen Front. Dieses liegt alleine schon darin begründet, dass die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Verleger sich selten mit einer freiheitlichen und sozialen Gesellschaft decken. Der vermutlich gangbarste Weg ist, sich genau die Medien auszusuchen mit denen man spricht (bei Interviews im Printbereich hat man durchaus einen Einfluss auf das, was veröffentlicht wird) und ansonsten die Anderen stumpf zu ignorieren. Charlotte Roche ist da in meinen Augen ein gutes Beispiel für den Umgang mit Springer. Um den Bürger zu informieren und von euren Ideen zu überzeugen hilft bei der “jungen Generation” mit Sicherheit das Internet, ansonsten glaube ich wären SZ, FAZ und Zeit die Medien, die das meiste Potenzial haben um eure Inhalte zu transportieren.

    Ich auf jeden Fall freue mich, dass es die Piraten gibt und bin auf den nächsten Wahlkampf gespannt. Viel erfolg und liebe Grüße aus Bielfeld.

    Olli

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  53. Marina, wie schaft man das die ganzen Wutbürger zu dir stoßen? Da hat die Bild ganze Arbeit geleistet. Schönen Abend noch laß dich nicht von Wutbürgern einschüchtern.

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  54. Nutz’ das. Der gegelte Lackaffe von der Konkurrenz mit der Google-Kompetenz ist auch schon wieder da, und der nutzt das auch – und wenn nicht er selber als Schönling im Rampenlicht steht, dann seine Frau. Politik ist ein Zirkus, da kann man vielleicht mit Idealen ‘reingehen, aber so funktioniert die Welt nicht. Das Narrative presst alles in seine Schemen, denn man erzählt lieber Geschichten als die Wahrheit…

    Darüber kann man sich ärgern, und vielleicht findet man irgendwo auch ein Ventil (so wie hier im Blog). Aber irgendwo erfüllen auch die Stories wie die von der taz ihren Zweck: Da wusste man beim Lesen sofort, die sind definitiv noch nicht post-gender. Das schlägt auf die taz zurück, nicht auf dich. Man kann dann schon auch an geeigneter Stelle aufzeigen, wie die Medien versagen, denn zum Glück gibt es ja inzwischen eine Gegenöffentlichkeit. Es muss einfach jedem klar sein: So verzerrt, wie das taz-Interview mit dir war, das ist dort normal. Wir bekommen gar keine objektive Wahrheit, wir bekommen das Weltbild des Journalisten. Und alles, was wir dagegen tun können, ist, sie zu entlarven. Also, mach’ das, nutz’ auch das aus, lass sie einen Scheiß schreiben, den man sofort als solchen erkennt.

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  55. Leider muss ich David Precht Recht geben. Seit einiger Zeit verfolge ich deine Äußerungen und Gedanken auf Facebook – weil ich sehr gerne etwas Konkretes zu politische Inhalten hören würde. Bis jetzt war nicht viel Neues dabei.
    Stattdessen kokettierst du mit rotem Lippenstift, Lanz und Schmidt und wunderst dich darüber, dass dich die Presse in klassischer Manier vorführt und verbrennt.
    Und die ganzen Piraten-Jungs, die hier artig Beifall für dich klatschen, ihr kommt mir wie Computer-Nerds vor, die zum ersten Mal ein Mädchen gesehen haben.
    Marina, wenn du es ehrtlich meinst, dann gebe ich dir diesen Rat: schalte mindestens zwei Gänge zurück! Du postest massenweise zu jeder Tages- und Nachtzeit – dieser Hype wird dich verschlingen, wenn du das und dich nicht kontrollierst.
    Es gibt Kurse und Seminare über den Umgang mit der Presse. Mach das, wenn du bestimmen willst, was die über dich schreiben.
    Ich halte die Piraten für wichtig, aber so wird das nichts!!

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    • Danke für den Rat.
      Allerdings habe ich schon immer so viel getwittert und auf facebook geschrieben. Das sind meine privaten Accounts, da wird auch nie bloß Politisches stehen. Das ist der falsche Ort. An politischem Arbeite ich mit an den Texten auf piratenpartei.de und unter lqfb.piratenpartei.de im Liquid Feedback.

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      • Wenn DU nicht zwischen privat und Geschäft trennst, kannst du es auch nicht von Anderen verlangen. Akzeptiere, dass du in der Öffentlichkeit stehst und niemand wird die 24 jährige junge Frau, eventuell Künstlerin, Autorin, Freundin, was auch immer von der Politikerin trennen.
        Lerne die Regeln, eine davon lautet: Inszeniere dich selbst. Und das meine ich nicht negativ.

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      • Also, dein privater Facebook-Account erscheint auf meinem PC als Marina Weisband, politische Geschäftsführerin der Piraten, 7.793 Abonnenten. Das hört sich nicht wie ein privater Account an.
        Auf meinem Smartphone sehe ich im Facebook-Widget meistens deine Posts. Da habe ich grundsätzlich nichts dagegen, könnte ich ja abstellen, aber ich habe das Gefühl, dass du “überhitzt”.
        Ich habe das Alles auch schon mal mit mir selbst erlebt, ich kenne das.
        Darum nochmal der Rat: zwei Gänge zurück, Ruhe reinbringen !!

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      • Vielleicht solltest du genau das dann auch bei Facebook und Twitter hinschreiben. Denn das sind die Anlaufstellen für Leute, die mehr über dich und dein Wirken herausfinden wollen. Wenn dort ein großer Leuchtzeiger “Da entlang!” blinkt und zur Parteiwebsite verlinkt, wissen die Leute, wo zu gucken ist. Wenn sie stattdessen Facebook und Twitter nach Inhalten durchsuchen, einfach weil es am nächsten liegt, und dann nur “Privatkram” finden, haben sie schnell einen falschen Eindruck weg.

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    • Piratenjungs??? Ich heiße Johanne und bin Mutter zweier Söhne die älter sind als Marina! Mir reicht das jetzt; ich geh ins Bett! An Marina: ich wünsche dir noch viel Kraft; Spaß kann dir das ja wohl kaum machen!

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  56. Wenn du mich nicht heiratest, wähle ich euch nicht mehr! (-:

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  57. Nicht resignieren. Weitermachen.

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  58. Wenn man diesen Text gelesen hat, muss man dich einfach gern haben.

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  59. Ausgeblendet weil niedrig Kommentarbewertung. Klicken, um zu sehen.

    Poorly-rated. Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 3

  60. Liebe Marina,
    lass dich von den Medien nicht beirren. Es kann uns nur schaden, wenn wir anfangen bei dem was wir tun jedesmal zu überlegen wie die Medien reagieren. Wer dich kennt, weiß, dass du verdammt gute Arbeit ablieferst. Ich bin dir auch sehr dankbar, dass du dir den Presserummel antust, weil ich weiß, dass ich das nicht könnte. Und ich bin froh, dass du als kluge, engagierte und schlagfertige Person auch die Frauen in der Partei so gut vertrittst. Mach einfach weiter so. Die Journalisten werden sich schon wieder einkriegen, wenn du unbeirrt weiter unsere Inhalte vermittelst.

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  61. Hallo Leute, Hi Marina,

    beruhigt euch bitte – dieser Sturm im medialen Wasserglas erfolgt doch nach Ansage… und diese ganzen vermeintlichen “Aufreger” waren vorhersehbar… Jeden Tag werden neue “Medien-Schweine durch’s Dorf gejagt” – und provozieren entsprechende Pro- und Contra-Kommentare. Diese kalkulierte Erregung hilft, (sinkende) Auflagen hochzuhalten…

    Ein gewisser Nanuk (ich hasse Agentennamen!) hat Marina Weisband hier “Mediengeilheit” vorgeworfen… Aus meiner Sicht ein unfairer Vorwurf: Als jemand, der Jahrzehnte im Bereich Medien unterwegs ist, vermisse ich bei diesem herben Schimpfwort durchaus die andere Seite der Betrachtung, nämlich die “Geilheit der Medien”.

    Dass z. B. das Magazin ‘Focus’ (Ausgabe v. 12. Dez. 2011) aus einer wirklich witzigen privaten (!) Weisband-Idee (“Wie mache ich aus einem Herren-Hemd ein Cocktailkleid?”) eine Story schneidert mit der Überschrift “Die Meisterin des schönen Scheins” ist: schlichtweg mies! Aber: Überrascht es irgendeinen denkenden Leser, dass ‘Focus’ so ist?

    Etwas allgemeiner: Überrascht es irgendeinen, dass aparte Frauen mehr Sendezeit bekommen als Debatten über’s Grundeinkommen?

    Man könnte Marina Weisband durchaus nachsagen, dass sie nicht wirklich introvertiert sei. Mit ihrer publizistischen Arbeit in eigener Sache – auf allen ‘sozialen’ Internet-Kanälen – begibt sie sich auf eine große Bühne – das macht in jedem Fall angreifbar und polarisiert. Bleiben dabei die Inhalte auf der Strecke?

    Ich glaube das nicht: Wer Marinas kleines Medien-Imperium aufmerksam und unvoreingenommen studiert, sollte zu einem anderen Schluss kommen: Indem die hier mitunter wie eine Angeklagte vorgeführte so mutig & munter (teilweise allerdings ohne ‘Rücksicht auf Verluste’) aus ihrem Leben erzählt, mit wirklich viel Witz ihren Such-Pfad durch’s Leben präsentiert – davor habe ich allergrößte Hochachtung. Diese Ehrlichkeit wirkt auf mich wohltuend und authentisch, gerade angesichts der vielen Guttenbergs & Co…

    Wenn ich Marina richtig verstehe, gehört es zu ihrem Lebensentwurf, das persönliche vom politischen Leben nicht zu trennen – mit dieser Transparenz ist sie: Piratin wie aus dem Partei-Programm…

    Es gäbe noch etliches anzumerken, bevor der “shitstorm” sich steigert, z. B. so:

    Achtung, mediale Unwetterwarnung:
    Ich prophezeie euch & schließe nicht aus: Irgendwann wird auch der ‘Playboy’ schwanzwedelnd kommen – wow, dann wird die Hütte brennen in der Kommentatoren-Community…

    Aber wir sind hier schon in der Nachspielzeit und deshalb leicht augenzwinkernd zum Schluss:
    1.) An Marina ergeht die Bitte, das auffällige Lippenrot auf ca. 80% zu dimmen, um die Gefahr der Verführbarkeit bei männlichen Insassen zu reduzieren.
    2.) An ihre Kritiker richte ich die Bitte, auch mal zwischen den Zeilen zu lesen und nicht gleich “delete” zu schreien…
    3.) An denjenigen Autor, der sich hier “David Precht” nennt, ergeht meine Bitte, sich doch ein etwas weniger verwechselbares und weniger ambitioniertes Pseudonym zuzulegen (oder den Personalausweis zu faxen…)

    In diesem Sinne:
    Beste Grüße aus Bremen!
    Thomas Grziwa
    (Klarname)
    web: http://www.thomas-grziwa-media.net
    mail: tgrziwa@t-online.de

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  62. Hallo Leute, Hi Marina,

    beruhigt euch bitte – dieser Sturm im medialen Wasserglas erfolgt doch nach Ansage… und diese ganzen vermeintlichen “Aufreger” waren vorhersehbar… Jeden Tag werden neue “Medien-Schweine durch’s Dorf gejagt” – und provozieren entsprechende Pro- und Contra-Kommentare. Diese kalkulierte Erregung hilft, (sinkende) Auflagen hochzuhalten…

    Ein gewisser Nanuk (ich hasse Agentennamen!) hat Marina Weisband hier “Mediengeilheit” vorgeworfen… Aus meiner Sicht ein unfairer Vorwurf: Als jemand, der Jahrzehnte im Bereich Medien unterwegs ist, vermisse ich bei diesem herben Schimpfwort durchaus die andere Seite der Betrachtung, nämlich die “Geilheit der Medien”.

    Dass z. B. das Magazin ‘Focus’ (Ausgabe v. 12. Dez. 2011) aus einer wirklich witzigen privaten (!) Weisband-Idee (“Wie mache ich aus einem Herren-Hemd ein Cocktailkleid?”) eine Story schneidert mit der Überschrift “Die Meisterin des schönen Scheins” ist: schlichtweg mies! Aber: Überrascht es irgendeinen denkenden Leser, dass ‘Focus’ so ist?

    Etwas allgemeiner: Überrascht es irgendeinen, dass aparte Frauen mehr Sendezeit bekommen als Debatten über’s Grundeinkommen?

    Man könnte Marina Weisband durchaus nachsagen, dass sie nicht wirklich introvertiert sei. Mit ihrer publizistischen Arbeit in eigener Sache – auf allen ‘sozialen’ Internet-Kanälen – begibt sie sich auf eine große Bühne – das macht in jedem Fall angreifbar und polarisiert. Bleiben dabei die Inhalte auf der Strecke?

    Ich glaube das nicht: Wer Marinas kleines Medien-Imperium aufmerksam und unvoreingenommen studiert, sollte zu einem anderen Schluss kommen: Indem die hier mitunter wie eine Angeklagte vorgeführte so mutig & munter (teilweise allerdings ohne ‘Rücksicht auf Verluste’) aus ihrem Leben erzählt, mit wirklich viel Witz ihren Such-Pfad durch’s Leben präsentiert – davor habe ich allergrößte Hochachtung. Diese Ehrlichkeit wirkt auf mich wohltuend und authentisch, gerade angesichts der vielen Guttenbergs & Co…

    Wenn ich Marina richtig verstehe, gehört es zu ihrem Lebensentwurf, das persönliche vom politischen Leben nicht zu trennen – mit dieser Transparenz ist sie: Piratin wie aus dem Partei-Programm…

    Es gäbe noch etliches anzumerken, bevor der “shitstorm” sich steigert, z. B. so:

    Achtung, mediale Unwetterwarnung:
    Ich prophezeie euch & schließe nicht aus: Irgendwann wird auch der ‘Playboy’ schwanzwedelnd kommen – wow, dann wird die Hütte brennen in der Kommentatoren-Community…

    Aber wir sind hier schon in der Nachspielzeit und deshalb leicht augenzwinkernd zum Schluss:
    1.) An Marina ergeht die Bitte, das auffällige Lippenrot auf ca. 80% zu dimmen, um die Gefahr der Verführbarkeit bei männlichen Insassen zu reduzieren.
    2.) An ihre Kritiker richte ich die Bitte, auch mal zwischen den Zeilen zu lesen und nicht gleich “delete” zu schreien…
    3.) An denjenigen Autor, der sich hier “David Precht” nennt, ergeht meine Bitte, sich doch ein etwas weniger verwechselbares und weniger ambitioniertes Pseudonym zuzulegen (oder den Personalausweis zu faxen…)

    In diesem Sinne:
    Beste Grüße aus Bremen!
    Thomas Grziwa
    (Klarname)

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    • Hallo Thomas Grziwa,
      Als Autor des Focus-Artikels Frage ich mich, was daran “mies” war. Der klein Artikel erscheint auf einer Seite, die Profile” heisst. Schon der Name zeigt, dass es hier um die Person geht. Dafür haben die wenigen Zeilen recht viel an politischen Inhalten transportiert. Wenn man natürlich lieber seine liebgewonnenen Feindbilder bedient, überliest man so etwas schnell, sei’s drum. Grundsätzlich gebe ich Marina Weisband zum Teil mit ihrer Kritik recht, die Medien bewegen sich da schon langer auf einer schiefen Bahn. Das hat jedoch unter anderem such damit zu tun, dass durch das schnelllebige Internet die Leser immer weniger wollen und such wohl in der Lage sind, schwierige thematische Texte zu lesen und aufzunehmen. Insofern beklagt sich Marina Weisband auch über das Medium, das ihre Partei überhaupt erst gross macht. Ein Blick auf die online-Seiten von Focus, Stern, Spiegel und anderen zeigt, dass sie ohne ständige Personalisierungen gar nicht
      mehr auskommen. Die Leser klicken nämlich andernfalls einfach weg. Mag sein, dass sich das irgendwann auch wieder ändern wird, im Moment ist es aber wie es ist. Politiker müssen darauf reagieren. Nun finde ich, dass eine Politikerin wie Marina Weisband, die sich wie keine andere öffentlich im Netz präsentiert – das sage ich ganz wertneutral – sich nicht darüber beschweren kann, dass die Medien dies aufgreifen (wie wir im Focus es mit dem Foto getan haben). Die Piraten pochen ja gerade auf diese Transparenz, dann müssen sie sie aber auch leben. Etwas anderes ist es, dass über Frauen offensichtlich anders berichtet wird als über Maenner. Das ist in der Tat ein Problem der Meduen, das nur diese lösen können. Der Druck dazu muss von aussen kommen, insofern gebe ich Marina Weisband völlig recht mit ihrer Kritik. Leider ist die Denkweise in allen Chefredaktionen gleich, such wenn manche das weit von sich weisen würden. Ach ja: Oeffntlich von “runterbumsen” zu reden hilft da ueberhsupt nicht weiter, nicht msl in der heuteshow.

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      • Hallo Armin Fuhrer,

        Vor allem die Überschrift ist in meinen Augen ‘mi(e)s-leading’, denn was suggeriert “Meisterin des schönen Scheins”? Das kann doch nur so verstanden werden, dass Marina Weisband, erstens, inhaltlich nichts vorzuweisen hat (im Sinne von: mehr Schein als Sein) und, zweitens, dass sie es darin auch noch zu einer Meisterschaft gebracht hat …
        Insofern ist der kurze Artikel sehr tendenziös: Weisband, ein attraktiver “Quotenknaller”, aber nix mit Tiefgang…

        Ich bin mir sicher, dass nicht du die Headline verfasst hast (ebenso wenig wie die Zeile auf der Inhaltsseite: “Piratenbraut zeigt sich transparent”).

        Aber selbst mit Boulevard-Mitteln ließe es sich weniger suggestiv formulieren, z. B. so:
        ‘Cocktail-Mode für Piraten’, ‘Modische Piratin in XXL’, ‘Piraten – eine Mode-Erscheinung?’ …etc.

        Möglich wäre aber auch: “Elegant über die Planken gehen…”

        Ich hoffe nicht, dass Marina Weisband sich diesen ganzen Gegenwind dermaßen zu Herzen nimmt und demnächst ‘die Segel streicht’.

        Nach meinen Beobachtungen kann sie auf Menschen zugehen und sie zusammenführen – da muss man lange suchen, bis man so ein Talent findet. Sie wirkt unvoreingenommen, vielseitig interessiert und lässt andere an ihren Gedanken teilhaben.

        Es entsetzt mich, dass einige “No-(real)-name” -Kommentatoren dermaßen giftig und gereizt reagieren – einige wirken auf mich wie bloße ‘Neidhammel’…

        Trotzdem: Beste Grüße aus Bremen!

        Thomas Grziwa

        PS: “runterbumsen” war eine Replik auf “raufbumsen” in der Reporter-Frage (siehe youToube). Also: rhetorisch durchaus angemessen und in der Situation geistesgegenwärtig…

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  63. UND DAS IST DER GRUND WARUM ICH DIR MEINE STIMME GIB, egal wie dick deine Titten sind…..

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    • Merkwürdig, bei den Wort Titten wird nicht mit Anzeige gedroht aber bei “rasiert” wird mit den Bullen und Anwälte gedroht pro Vorratsdatenspeicherung und gleich denunzieren wenn man selbst betroffen ist.

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  64. Liebe Marina,

    vielen Dank für Deinen (überaus treffenden) Kommentar zur medien(-politischen) Lage. Im Ernst: erst, seitdem ich Deine Tweets lese, habe ich angefangen, mich ernsthaft für die Arbeit der Piraten zu interessieren. Und das, weil Du in der Lage bist, Eure Ansätze auf den Punkt zu bringen, ohne sie allzusehr zu verflachen. Allerdings muss ich gestehen, dass anfänglich Deine unbestreitbare Schönheit etwas dazu beigetragen hat, meine Aufmerksamkeit zu fokusieren. Traurig, dass bei einem Großteil der Journalisten (bzw. in deren Artikeln) nur der unwesentlichere Teil ankommt. Bitte mach weiter so – inhaltlich -, ohne Dich zu verbiegen; wir brauchen Dich. Echt!

    Die besten Grüße,
    m

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  65. erbÄRMLICH diese (medien)welt mit dieser platten outsideworld. die piraten kommen aber so total auf die BILDfläche und verschieben all diesen trott auf’s schafott. jetzt können wir BILDhaft sehen, wie wenig tiefgang in der rauhen see des deutschen alltags schlummert und wie wenig diese nation noch was “spezielles” hat. die internationale bewegung “piraten” erschlägt diesen müden haufen deutscheland. wundert Euch nicht Ihr Piraten, es ist Euer job hier all diese lemminge zu entern und …

    möglichst viele menschen möglichst glücklich zu machen !!!

    from India all the best
    (indian name)

    p.s.: Marina, so wie Du das machst ist es super ! Auch wie Du Deine Reaktionen schilderst ist ein teil der kampagne “seht hin” … ich finde Deine fb postings “very much like” und sie sind gut. individualität ist ein vergessenes fremdwort im rtl brüllsehen und Du bist “das perfekte opfer” für all diese medienwölfe. wo gibts denn sowas überhaupt noch? wenn “so eine wie Du” das politische deutscheland repräsentiert, dann habe ich noch hoffnung für meine heimat. respect madam. respect.

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  66. Frau Hannah Beitzer von der SZ hat den Begriff der “Lichtgestalt” verwendet. Es ist nicht ganz klar, mit welchem Subtext. Nun, wer noch? Eine quantitative Analyse ergibt, dass vor allem Sie selbst (natürlich wiederum medial multipliziert) diesen Begriff aufgreifen, indem Sie ihn von sich weisen.
    Sie reflektieren Fremdwahrnehmung. Entscheidend für weitere Fremdwahrnehmung ist, wie Sie dabei selektieren.
    Star, Hoffnung, Lichtgestalt, schöne Piratin: Diese Fragmente finden in dem obigen Artikel einen sinnvollen Zusammenhang (welcher allerdings erst durch das Anfertigen des Artikels geschaffen wurde).
    Wenn ein Herr Prof. Heckmann Ihnen anvertraut, nicht sicher gewesen zu sein, ob “eine so wichtige Person” seine Einladung annimmt, ist die Wiedergabe dessen stilistisch schon weniger zwingend. Ach ja, den Applaus haben Sie rausgeschnitten. Manch ein Journalist verstand Ihren Blog gar dahingehend falsch, Sie wären von Herrn Schirrmacher persönlich angerufen worden. Auch die regelmäßige Nennung Ihres Arbeitspensums scheint Ihnen sehr wichtig. Die Liste der Schnipsel ließe sich verlängern, mit ähnlichen und mit subtileren Selbstdarstellungen.

    Neben solch deutlichen Signalen charakterisieren Sie sich als bescheidenes kleines Mädchen. Für derart inkonsistentes Auftreten hat jeder Beobachter ein natürliches menschliches Gespür. Es ist eher Nachteil Ihrer männlichen Kollegen, dass diese es nicht durch persönliche Anziehungskraft zu trüben vermögen.
    Die Interpretation von “David Precht” ist daher sicherlich unfair artikuliert, aber ihr Zustandekommen ist erklärlich. Der Einwand, dass alles an Ihrem Auftreten so spontan und offen sei, dass man es nicht auf die Goldwaage legen dürfe, greift nicht. Denn einerseits ist diese Betrachtung gerade nicht die Goldwaage, sondern lediglich ein erläuterter, unmittelbarer gefühlsmäßiger Eindruck. Andererseits fassen auch spontane Äußerungen eines Menschen von Ihrer Intelligenz einiges an Implikationen, gewollt und ungewollt.

    Der letzte große Hype war der um Karl-Theodor zu Guttenberg. Für die meisten hat sich ihr Bild von ihm seitdem in irgendeiner subjektiven Weise gewandelt. Aus diesem Beispiel kann man auch herauslesen, dass ein Hype wohl gar nicht mit jedermann funktioniert.
    Wenn Ihnen wirklich daran gelegen ist, Ihre Rolle in den Medien zu verändern, müssen Sie sich nicht verbiegen. Es genügt, sich weniger Gedanken über die Aspekte Ihrer Arbeit zu machen, die Ihnen schmeicheln; sich weniger leicht schmeicheln zu lassen. Denn diese Interaktion ist es, an der Medien die Tauglichkeit zur “Lichtgestalt” erkennen und aus der sie einen Hype schnitzen. Offensichtlich unangemessene Qualifikationen, die in journalistischer Leichtfertigkeit, milde belächelnd, als Ausdruck einer Altherrenphantasie oder mit einem väterlichen Hüsteln verliehen werden, bedürfen keiner energischen gebetsmühlenartigen Zurückweisung, gerade so als wären sie ernst genommen worden.

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  67. Echt? Von der taz? Solche Methoden hätte ich eher von anderen einschlägigen Boulevardzeitungen erwartet… Nehmen sich halt doch nichts. Wieder ein Stückchen mehr entzauberte Welt.

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  68. Ich kann mir vorstellen, daß das sehr frustrierend ist. Insbesondere von der taz bin ich in dieser Beziehung auch schwer enttäuscht, das war mal eine seriöse und politisch engagierte Zeitung.

    Ich finde da auch “dann kleide dich halt in Lumpen” keine adäquate Antwort. Das hat etwas von der “selber schuld, wenn sie so einen kurzen Rock anzieht” Argumentation. Journalisten sollten davon abstrahieren können.

    Als jemand, der Presse-Arbeit kennt, habe ich mir auch deine inhaltlichen Statements näher angesehen. Und ich muß sagen, ich bin in dieser Beziehung hochzufrieden. Die Aussagen geben die Parteimeinung gut wieder, sind durchdacht und haben Tiefe, und sie sind auch sprachlich gut. Rhetorisch geht da noch etwas, Stimme senken am Satzende hilft immer ungemein. :) Aber insgesamt haben die Piraten an dir einen großen Schatz, der nichts mit deinem Geschlecht oder Aussehen zu tun hat.

    Ansonsten ist gute Journalisten loben ein richtiger Weg des Umgangs mit dem Problem. Und vielleicht auch heimlich eine Liste führen mit Journalisten, für die man in Zukunft keine Zeit mehr haben wird…

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  69. Hallo Marina,

    ich sende Dir alle Kraft vom Stammtisch in Nürtingen! Und dreist wie ich bin, völlig ohne basisdemokratische Abstimmung ;) Ich darf das, ich bin PIRAT.

    robberknight

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  70. Hallo Marina,

    ich bin etwas älter als du, ebenfalls weiblich und ich verfolge deine Blogeinträge und das Mediengeschehen um dich auch schon länger. Und ich kann mir wahrscheinlich kaum vorstellen, wie du dich im Moment in dieser Situation fühlst. Ich glaube dir, dass das oft auch ein hartes Los ist und wie du deine Situation beschreibst, finde ich sehr treffend in Worte gefasst und habe ich so deutlich in dieser Form bisher nie gelesen.

    Mir, als Frau in dieser Gesellschaft, hast du Mut gemacht. Trotz der vielen Oberflächlichkeiten in den Artikeln ist auch viel von deiner Nachricht bei mir angekommen. Ich bewundere dich sehr dafür, wie gut du diese bestimmt sehr schwere Rolle meisterst! Und ich bin mir sicher, dass du auch vielen anderen jungen Frauen Mut machst, sich politisch zu engagieren und sich das Bild dadurch vielleicht verändern könnte.
    Ich hoffe wenigstens, dass das einen kleinen Trost für dich darstellt. Mach bitte weiter und lass dich vom Medienzirkus nicht unterkriegen. Es gibt immer Leute, die das erreichen soll, was du auch übermitteln willst – auch welche, die du vorher vielleicht so noch nie erreicht hast.

    Vielen Dank für all die schönen Artikel! Mir gefällt dein Blog sehr gut!

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  71. Ich, nicht Politikverdrossen, aber Piratenklamauk überdrüssig, habe von den ganzen Spektakel nichts mitbekommen – liegt daran, dass ich mich von den hier angesprochenen Medien extrem fernhalte – das heißt also, solltest Du politisch was bewegen, werde ich es mitbekommen.
    Tut mir leid, den Piraten, den ich folge, die anscheinend, laut Twittermeldungen aktiv an den Bundesparteitagen etc. pp. teilnehmen, fiel noch nie ein Wort über Dich. Hmmm…. vlt. lese ich das auch zu wenig, mag sein.
    Es ist immer so, wie man es macht, macht man es falsch.
    Wie schon viele geschrieben haben, ist es wirklich so, dass es den Medien nur um Dich und deiner Person geht, sie versuchen immer jemanden ins Rampenlicht zu ziehen (und leider lassen sich auch soviele ziehen), um dann, wenn irgendwas passiert, denjenigen hängen zu sehen. Das heißt also, wenn irgendwas schief läuft, was die Bildzeitung richtig ausschlachten kann, und keine Sorge, das wird das CDUFerkelmedium schon in Anspruch nehmen und was finden werden sie auch, wirst Du deinen (schönen) Kopf dafür hinhalten müssen. Das widerrum wird bedeuten, dass sie Dich dann nicht mehr mit Himmelsworten loben, sondern eine Teufelin schimpfen werden.
    Was ich widerrum wieder nicht mitbekommen werde, aber alle die, die Dich jetzt erlebt haben, erleben das dann mit, dann bist Du unten durch.
    Kann man was dagegen tun?
    Ja, diesen Medien fern bleiben.
    Sollte man das tun?
    Für mich ein klares Ja – wie wir gerade durch den Beitrag gelernt haben, ändert niemand die Menschen damit.
    Ich halte es für viel zu billig, dass ihr euch gerade diesen Medien bedient um Popularität zu erreichen damit. Im Jahre 2009 habe ich wirklich gedacht der Piratenpartei würde sich niemals soweit unter ihr Niveau begeben.
    Wenn hier welche schreiben, dass die Grünen ganz genauso angefangen haben, ist das doch schon der erste Schritt in die falsche Richtung, die Grünen sind damals also genaus betitelt worden und werde heutzutage sofort gehängt von den möchtegern Medien.
    Von der taz, hätte ich allerdings auch mehr erwartet.
    Allerdings müsste ich erstmal den Bericht lesen, um nun dazu etwas zu sagen.

    Jeder geht ja mit Kritik anders um – deine Art hier – zu den Trollen – halte ich für zu überheblich, ein Thema, das ich auch oft in Foren und bei Twitter über Menschen die im IT Bereich sind höre. Wir sind zu überheblich, anderen zu erklären, halten sie zu schnell für zu dumm und machen lieber selbst, um die Augen dabei zu verdrehen. Vollkommen, ich bin , nein war, auch so, richtig.
    Aber das ist der falsche Weg – ich habe es mir angewöhnt, Engelsgeduld zu lernen – somit erkläre ich jedem, auch der sich selbst für zu dumm hält, was genau los ist. Mittlerweile sogar im IT Bereich. Und das ist es, was wirklich was bringt, ich halte nicht mehr an meinem Standpunkt fest, das alle zu doof dafür sind und ich es eh besser kann, ich kann es nach wie vor besser, aber erkläre ihnen wie sie es ebenso besser können.
    Das mache ich mittlerweile auch bei politischen Themen in der Familie. Wie oft gab es vorher Zankerei, weil ich einfach viel zu viel voraussetzte und viel zu überheblich war, weil ich ja soviel mehr weiß als alle anderen.
    Bringt mir nur persönlich gar nichts – wenn ich das alles weiß, alle anderen nicht, es ändert sich nichts.
    Also anstatt sich mit den Möchtgernheinos der Medien zu verbinden und sich ungewollt ins “falsche” Licht rücken zu lassen, vlt. einfach nicht so hingehen, wie die es gern hätten?

    Jemand Namens Marc hat hier geschrieben, was ich voll und ganz unterstützen möchte, dass regelmässig andere Leute an die Spitze gestellt werden, mit der die Presse dann vorlieb nehmen muss. Es müssen ja nur immer wieder die gleichen Inhalte des Piratenkonzepts wieder gegeben werden. Dann sehen die Menschen da Draußen wieviele ihr seid, und wie vielfältig ihr seid. Das ist es doch was ihr wollt, Aufmerksamkeit für die Partei, nicht für euch selbst, oder?
    Wie jemand unter dem Beitrag antwortete, findet er das falsch, die Leute immer wieder abzusägen, damit eben kein “Gesicht” entsteht. Man muss die Leute nicht ihres Amtes entheben, aber es würde schon reichen, Pressesprecher immer wieder neu zu benennen und zu betiteln.

    Allerdings glaube ich, dass Politik ohne die Aufmerksamkeitsgeilheit eines jeden Einzelnen auch gar nicht so Politik wäre, wie sie ist. Wenn nicht einer vor der Kamera zum Volk sprechen will, bringt dann die Partei irgendwas? Ist es möglich wirklich nur die Parteiziele vor zu tragen? Ohne ein wirkliches Gesicht dazu? Braucht die Piratenpartei also ein Gesicht? Oder reichen viele Gesichter, wie in den Wahlwerbespots, zu der VDS und Zensierung des Internets?

    Hmm… grübel grübel, das ist sehr schwer und da ich kein Priat bin, muss ich auch nicht solche Probleme lösen, wie einfach für mich.

    Das ist der Grund warum ich auch keiner Partei beitreten kann, mir fehlt die Ojektivität und mir hat es Spaß gemacht, diese vielen Meinungen und Reaktionen zu lesen, ohne dass ich in die Bresche für “(m)eine” Partei springen muss.
    Eine Partei und jede einzelne Person derer braucht Kritik um zu wachsen.
    Wenn es bei euch soweit ist, wie bei den etablierten Pennerparteien – das alles unter der Hand diskutiert wird, Münder verboten werden, dann werdet ihr nichts mehr ändern, dann seid ihr die, die verändert wurden.

    Tut mir leid, wenn zwischendurch mein Leitfaden riss, mir fielen zwischendurch immer wieder soviele andere Dinge ein und die vielen Worte, werden auch nicht von jedem gelesen, aber aber aber … das musste nun mal sein.

    Alles Gute für die Zukunft!

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  72. Mach das beste draus, bleibe politisch, vermeide Home-Storys etc. So hab ich das damals gemacht, als es mir nach meiner Wahl in den Grünen-Parteirat ging wie dir.

    Ich habe außerdem grundsätzlich nicht mit der BILD gesprochen.

    Mir haben damals allerdings auch die Grünen-Pressestelle und erfahrene Politiker/innen (zB die politische Geschäftsführerin Steffi Lemke) sehr geholfen. Man braucht kein Coaching fürs Fernsehen, finde ich – aber man braucht schon Tipps, wie das geht mit dem Zitate-Geben, damit man nicht verarscht wird. Und an sich will man sich ja nicht für unpolitischen Quatsch missbrauchen lassen.

    Bei mir hielt sich der Sexismus in Grenzen, weil ich damals ja als eher geschlechtsloses Wesen gelabelt war: Pippi Langstrumpf. Naja, aber Journalisten leben nun mal in dieser Welt, in der sich Geschlechterrollen über die Medien und über einfache Bilder reproduzieren. Leider.

    Linktipp: der Journalistinnenbund. Die machen in regelmäßigen Abständen auch eine Studie zu Geschlechterrollenbildern in den Medien.

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    • Vielen Dank für die super Tipps! Ich werde sie beherzigen.
      Ich sollte generell mehr in Kontakt zu jungen Politikerinnen treten, die werden das Problem alle haben.

      Danke. <3

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      • Ein Tip von mir: Julia Seeliger hat die Piraten vor zwei Jahren genußvoll in die rechte Ecke geschrieben, vielleicht relativiert das die Ponygeschichte ein wenig:
        http://www.taz.de/!40720/

        Da Du, laut Aussage beim schmierigen Lanz, vor zwei Jahren noch nichts mit Politik am Hut hattest, weißt Du vielleicht nicht, mit wem Du das Vergnügen hast.

        Falls Ihr nochmal in ‘ne Talkshow müßt: Nicht duzen und zurechtweisen lassen, schon gar nicht vom Moderator, Vereinnahmungsversuche zurückweisen.

        Ziel der Sendungen war, die Piratenpartei vorzuführen und lächerlich zu machen, aber das habt Ihr vermutlich selbst gemerkt.

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  73. Das Problem, ist dass manche Frauen keine Chance auf annähernd objektive “Bewertungen” bekommen ist ja nicht neu. Sind sie in gewisser Hinsicht attraktiv, weiß man schon an der Uni nicht, ob einen der Prof nun gut bewertet, weil er gewisse Phantasien hat – oder eben schlecht, weil er gewisse Aversionen hat.

    Und dann kommt dazu, dass Frauen die Karriere machen wollen immer noch misstrauischer betrachtet werden als Männer, die das gleiche wollen.

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  74. Eine sehr gute Auseinandersetzung mit dem Thema Klischees und Pauschalisierungen und der Zurückdrängung von Inhalten innerhalb des Mediendiskurses, die leider aber in einen Teilen selbst “die Medien” und “die Journalisten” pauschalisiert. In den Kommentaren wird diese Vorlage dann gern aufgenommen, was soweit geht, dass hier einfach behauptet wird, der Tagesspiegel habe etwas “hinzuerfunden”. Bitte auch bei der – in vielen Fällen absolut berechtigten – Medienkritik genau und differenziert hinschauen.

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  75. Altes Thema. Oft und unendlich breit und damit zur Brei diskutiert. Und leider so selten so prägnant zusammengefasst:

    “Warum in der Piratenpartei so wenige Frauen sind? Weil in der Politik so wenige Frauen sind! Und noch weniger in Ämtern. Warum? Weil die Zeitungen über sie nur berichten, was sie an haben, oder Heldenstories mit ihnen machen, wie sie sich als Frau durchschlagen. Weil sie erst auf politischer Linie total versagen müssen, ehe man anfängt, über das Inhaltliche zu sprechen. Weil sie unweiblich sein müssen, weil man sonst über ihre Frisuren spricht. Deshalb!”

    Halte durch!

    Btw in #70 stehen glaube ich kluge Tipps.

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  76. Journalisten schreiben halt was sie wollen und das ist ja auch ihr gutes Recht, selbst wenn es um schnoede Auflagen geht. Wenn sie Dir aber schon auf die Pelle ruecken, kannst Du nicht vereinbaren, dass Du den Artikel autorisierst? Waere das eine Option, um Mindestanforderungen durchzusetzen?

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  77. Hi Marina,

    eleganter rant. Auf die Medien (d.h. alles, was nicht kostenlos publiziert wird – Privatfernsehen ist auch nicht kostenlos) würde ich kurz- bis mittelfristig nicht mehr bauen. Denen steht das Wasser bis zur Unterlippe. Das sind nur noch Werbeplattformen, Litfasssäulen, Plakatständer. Und dazu zählen natürlich auch Facebook und vor allem Google.

    Ich finde es hervorragend, dass es die Piraten gibt. Und weil ich so neugierig war, war ich auch schon auf einem Landesparteitag und konnte mich auch persönlich davon überzeugen, dass sie es ernst meinen und Demokratie leben.

    Eine junge Partei, bei der sich Einiges erst zurechtrütteln muss. Mit bisher wenigen Themen, die oft kompetent besetzt werden. Als Ausnahmen sehe ich hier die Nahverkehrs-GEZ in Berlin und die Positionen zum Urheberrecht. Das letztere ist allerdings ein sehr zähes, und wenn man es ernst meint, nicht publikumswirksames Thema, und sollte entweder fundiert im Ganzen oder gar nicht behandelt werden. Dazu gab es neulich auf Spreeblick eine interessante Debatte (Chung, youtube). Aber “alles soll frei sein” ohne gleichzeitiges BGE UND Einkommensmöglichkeiten für Künstler ist nicht durchdacht. Und dann haben wir auch noch internationale Aspekte. Das dauert 100 Jahre oder mehr.

    Ich habe Dich bei der Pressekonferenz nach der Berlinwahl im Fernsehen gesehen. Das fand ich sehr gelungen.Lippenstift und Frisur sind mir nicht so wichtig.

    Macht Eure Inhalte klar, kommuniziert sie im Internet auf kostenlosen, werbefreien Kanälen und gebt Euch als Partei ein Haltbarkeitsdatum. Wenn Ihr wirklich gut seid, habt Ihr Eure wesentlichen Ziele in 30 Jahren erreicht, dann könnt Ihr Euch auflösen. Und müsst nicht so würdelos wie die Grünen rumeiern.

    Ahoi

    Arne

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  78. Typisch feministische Larmoyanz, würd ich mal sagen. Weil Medien nur über die eigene Schönheit berichten , sind daran natürlich vor allem die Medien dran schuld und überhaupt nicht eigene Darstellungs- und Kommunikationsfähigkeiten. Bei einer Constanze Kurz ist das z.B. völlig anders. Die wird ja vor allem in ihren fachlichen Kompetenzen wahrgenommen und ist obendrein auch noch hübsch.

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  79. Meinen diesbezüglichen Kommentar ist hier nachzulesen:
    http://www.friedemann-wehr.de/12,185,piratenhoffnung-marina-weisband,item,0.html

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  80. Den Artikel sollte man am besten allen Redakteuren der größeren Zeitungen mal per Mail zukommen lassen, mit der bitte sich das doch am besten über den Arbeitsplatz zu hängen und jedes mal durchzulesen, bevor man wieder darüber berichtet, was für einen Klamottenstil du pflegst oder welches Parfüm du gerne benutzt…

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  81. Ich könnt jetzt viel schreiben, belass es aber bei *gruppenknuddel* und *Daumen hoch* ;)

    Schönheit/Hässlichkeit ist übrigens eine praktisch nicht thematisierte Form der Diskriminierung. Schlägt sich aber genauso auf z.B. Gehalt durch wie Männlein/Weiblein – ich glaube, es war sogar stärker.
    Auch für die Größe (zumindest bei Männern) gibts da interessante Stats.

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  82. Ich habe neulich in einem Fluch von wasweißich mir mal einige Interviews, YouTube-Videos etc. von dir zu Gemüte geführt und muss sagen, dass du in meinen Augen ständig pendelst zwischen nach außen gestellter (pseudo)-Intelligenz und weltfremder Naivität. Was das angeht bist du für mich nicht herausstechend bei den Piraten sondern fast schon eine Verkörperung der Partei.

    Ich mein, warum machst du den Job? Klar, ich denke schon, dass du politisch von dem was du tust überzeugt bist- aber einen solchen Posten, sich dafür bewerben – dafür muss man schon ein klein wenig auch Rampensau sein. Du schreibst ja selbst auch, welches kleine Mädchen das nicht genießen würde. Wenn du bei deiner Bewerbung sagst, du möchtest nicht gewählt werden, weil du eine Frau bist, dann wirst du ziemlich genau gewusst haben, dass dich das(noch) beliebter macht und deine Chancen erhöht – oder du weißt es nicht, dann war es, wie oben angesprochen naiv.

    Wie die Medienwelt funktioniert (ich stamme daraus), wird dir nicht erst Gestern aufgefallen sein. Jemand hat hier in den Kommentaren jedoch bereits geschrieben, sehr richtig, dass das politische Interesse für dich auch nur so hoch ist, wie die politische Berichterstattung. Wenn sich Leute für den Tierschutz ausziehen, sagt auch kein Mann “oh, die armen Tiere, deshalb mussten sich die Damen ausziehen!”.

    Es ist somit auch recht realitätsfremd zu glauben, dass man in einer Zeitung Platz für 30 Minuten Bildungssystem bekommt. Mit welcher Berechtigung? Und morgen dann eine Sonderbeilage der CDU mit dem Wahlprogramm? Dreh es um: Wenn du in 30 Min (die Länge ist schon ein Indiz dafür) es nicht schaffst jemanden davon zu überzeugen, dass deine Ideen Die Story sind, hast du sie nicht gut verkauft.

    Du beschwerst dich – zum Teil zu recht – über die Wirtschaftliche Situation im Journalismus. Sollte eine Politikerin statt einem Rundumschlag daraus nicht viel mehr die Erkenntnis ziehen, dass hier die Politik auch mal gefragt ist, bessere Bedingungen für Journalismus und Journalisten zu schaffen?

    Wenn ich in den Kommentaren lese, dass ihr euch die Interviews demnächst komplett autorisieren lassen wollt, frag ich mich (zugegeben nicht Pirat), wie dass mit eurer so offenen transparenten Haltung einhergeht.

    Letztlich ein Tipp von mir: Setzt euch mehr mit anderer Meinung auseinander. Du bloggst hier und 90% der Kommentare stammen von Sympatisanten. Das ist nicht repräsentativ. Wenn wir mit einer Story nicht weiter kommen, fragen wir auch gerne mal vollkommen unbeteiligte. Vielleicht stellst du dein Bildungskonzept das nächste mal erst einer Mutter im Kaufhaus vor, die eigentlich gar keine Zeit hast. Kannst du sie nicht fesseln, kannst du auch keinen Journalisten fesseln…

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    • Dein Kommentar macht deutlich, dass “Journalisten” wie Dir vergenwärtigt werden muss, dass ihr als Berichterstatter keine Werbung machen müsst. Ihr müsst nichts verkaufen!!

      Aber ihr wollt verkaufen!!

      Wenn ich Dich erst fesseln muss, um Deine ungeteilte Aufmerksamkeit für wichtige Fragen zu bekommen, machst Du überdies deutlich, wie fremdbestimmt Dein Denken, Fühlen und Handeln ist.

      Du fragst ernsthaft mit welchem Recht 30 Minuten für Bildungsfragen gefordert werden?

      Also offen gestanden, mache ich daraus keine Rechtsfrage, sondern eine Frage der Bedürfnisse im Sinne von Notwendigkeiten. Nach den Existenzbedürnissen, sind Bildungsfragen eindeutig die wichtigsten, es sei denn, wir wollen Seneca Lügen strafen, der da gesagt haben soll: Menschen sind vernunftbegabte Wesen.

      Kurz um, Bildungsfragen sind ein lebenslanges Thema. Da sind 30 Minuten lächerlich.

      Andererseits, wer sagt das Journalismus vernünftig sein muss?
      Herzliche Grüße
      Bernd

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      • Grundsätzlich ja richtig, was du sagst – und dennoch realitätsfrremd. Natürlich muss mich mein Gegenüber irgendwie fesseln. Ist es langweilig und/oder inhaltlich schwach, kann ich vielleicht besser jmd von den Grünen interviewen, oder jemand von Bayern München, etc. Bildung ist natürlich wichtig, aber eine Zeitung ist kein Schulbuch. Grundsätzlich müssten auch täglich die Klimatoten und Hungertoten auf der eins sein, der Bussunfall in XY fällt dem gegenüber nicht ins Gewicht. Tut er aber eben doch.

        Verstehst du, was ich meine?

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  83. Hallo Marina,
    ich verstehe offen gestanden Deine Inkonsekuenz nicht.

    Ist Dir denn nicht klar, wie es die sogenannten Spitzenpolitiker tun? Dort werden nur jene Journalisten zugelassen, die im Sinne des Ladenden berichten. Es wird sogar sehr detailiert darüber gesprochen, worüber und in welcher Form berichtet werden darf und worüber ganz und gar kein Wort verloren werden darf.

    Warum tust Du das also nicht?

    Du allein autorisierst den Dir vor Druck vorzulegenden Text. Wird dieser anders, als von Dir genehmigt publiziert, hat das Konsequenzen für den/die Journalisten, so er es nicht als eigene Meinung über Dich deklariert.

    Auch verstehe ich Deine Sorge nicht, ob sich ein Journalist auf eine Audioaufzeichnung einlässt oder nicht. Tut er es nicht, kann er gleich gehen, ohne mit dem Interview begonnen zu haben.

    Deine Bemerkung, dass die armen Journalisten ja verständlicher Weise auf Auflagen achten müssten, ist eine Ohrfeige für die Leser. Demgemäß, sind diese oberflächlich und dumm genug nur solche Kost intellektuell verarbeiten zu können, wie Journalisten es mutmaßen.

    Ich wurde von vielen Menschen immer wieder angesprochen, warum ich nicht in die Poltik ginge. Ich weiß warum. Es sind selbst jene wie Du, die über ihre Zaghaftigkeit, wirkliche und vor allem notwendige Änderungen umzusetzen, stranden.

    So kann ich dann auch das süffisante Schmunzeln der Spitzenpolitiker nach den Berliner Wahlergebnissen verstehen, die auf die Frage, wie sie das hohe Abschneiden der Piraten bewerten, antworteten: Die Piraten werden sich nun beweisen müssen.

    Sie sind sicher, dass sich auch die Piraten anpassen werden. Du machst mir mit Deiner obigen Darstellung deutlich, dass sie Recht behalten werden.

    Schade, wirklich schade, aber auch keine Überraschung für mich.
    Herzliche Grüße
    Bernd

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  84. Danke für Dich und diesen Artikel. Nun konnte ich “die” Presse auch als Mann schon vorher nicht leiden (siehe http://www.metanormal.de/), gibt ja genug Gründe. Dennoch kannst du diesen angesprochenen Artikel der TAZ mit einem Link verewigen? Da möchte ich doch eine Leser-Anfrage stellen.

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  85. Das mit der Rosa-Mädchen-Pony-Klischee-Vorführung war politisch klug. Das nicht zu erkennen ist dumm.

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    • “Dafür eine frei erfundene Geschichte, wie ich mal einen Bundesparteitag mit einer Episode von “My little pony” unterbrochen hätte.”

      Laut @afelia war diese “Rosa-Mädchen-Pony-Klischee-Vorführung” aber von der Reporterin frei erfunden worden. Ist dir eine strategische Wirkung wichtiges als die Wahrheit?

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    • “My little Pony” hat in der ein oder anderen Ecke des Internets einen gewissen Stellenwert, der geht Richtung Meme und hat weniger mit dem Mädchen-Pony-Klischee zu tun…

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  86. Moin. Ich bin für penetrante Freundlichkeit. Vlt sollten unsere vorgeschobenen Medienmenschen einfach ganz allgemein keine persönlichen Fragen mehr in Interviews beantworten.
    All Business: Menschen die gerne mehr über mich persönlich erfahren wollen, sollen mir bitte auf twitter folgen und oder meinen blog lesen, es währe sehr freundlich wenn sie mich was über politik fragen.

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  87. Ich würde mir mal wünschen, dass weibliche Nerds in den Medien präsenter wären. Das würde viel zum erreichen einer Postgender-Gesellschaft beitragen.

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  88. @Bernd:
    Mag sein, dass es das ist, was du beschreibst, was man als “professionelle Medienarbeit” bezeichnet. Wenn dem so ist, möchte ich lieber nicht professionell arbeiten. Weiter oben hat bereits ein anderer Kommentator auf die Bemerkung Schirrmachers in Alternativlos 20 hingewiesen. Wir sollten den Medienzirkus nicht mitspielen, zumindest nicht so. Wie bei vielen anderen Dingen sind wir in der Position, da kreativ nach Alternativen suchen und das ein oder andere ausprobieren zu können. Let’s do it.

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  89. Ich kann Deine Verärgerung verstehen. Darüber, einerseits im Rampenlicht zu stehen und andererseits nur oberflächlich Beachtung zu finden. Ich will hier auch nichts Altkluges von mir geben, weil ich auch gar keine vergleichbare Situation je erlebt habe. Als stiller Beobachter (und Sympathisant) der Piraten möchte ich aber anmerken: Du bist es, die der Piratenpartei plötzlich ein Gesicht und … äh sekundäre Geschlechtsmerkmale gegeben hat. Endlich, wie man in den Redaktionen meinen mag, denn bisher hatten die Piraten ja den Stempel, eine Partei aus und für pickelige Computerfreaks zu sein. Die Story ist einfach perfekt. Eine attraktive Frau inmitten der Piratenbande – das MUSS als Story kommen. Und die Medien sind auf Storys aus, nicht auf Inhalte, so traurig das scheinen mag. Henne-Ei-Problem. Entscheidet der Konsument über seinen Fraß oder der, der den Fraß produziert? Der (finanzielle) Erfolg der Boulevardangebote spricht da für sich. Den Medien den Vorwurf zu machen, führt nicht zum Ziel. Unsere Gesellschaft liebt die Sensation, liebt Sex und Crime. Mit dem verschwindend Anteil derer, die sich zwischendurch auch mal mit Anspruchsvollem beschäftigen, kann man buchstäblich keinen Staat machen. Du hast die Wahl: Die Rolle der lasziven Piratenprinzessin zu spielen oder als humorlose Revoluzzer-Emanze durchs Raster zu fallen. So traurig ist das, glaube ich.
    Btw.: Viel Erfolg weiterhin! Ich traue Euch Piraten zu, endlich wieder Bewegung ins politische Leben dieses Landes zu bringen. Nur bitte verkauft Eure Ideale nicht zu früh!

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    • Hallo Baumhaus,
      das ist eine sehr schöne Formulierung:
      “Du hast die Wahl: Die Rolle der lasziven Piratenprinzessin zu spielen oder als humorlose Revoluzzer-Emanze durchs Raster zu fallen.” Aber sind das nicht eher denkmögliche ‘dialektische’ Gegensätze? In Wirklichkeit und wenn man im Rollenspiel nicht völlig unerfahren ist und wenn man das Spiel “der” Medien (auch da sollte man beim Verallgemeinern etwas Vorsicht walten lassen) durchblickt, ließen sich noch -zig andere Szenarien denken…
      Klar, eine holzschnittartige Verkürzung auf das eine oder andere Extrem ist als “Story” womöglich simpler und somit effektiver (aus Sicht einer Boulevard-Redaktion).
      Ein Beispiel, allerdings aus der Männerwelt: Der echte Richard David Precht (nicht der hier in den Kommentaren sich ‘David Precht’ nennende Klamaukbruder!) zeigt doch, dass Zwischentöne möglich sind…

      Beste Grüße!
      Thomas Grziwa

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      • Hallo Thomas,

        gerade, daß Zwischentöne und überhaupt Differenzierung in unserer leider sehr homogenen Medienwelt die Regel sind, wollte ich ja mit meinem Entweder-Oder anzweifeln. Genährt wird meine Meinung mit der Beobachtung, dass prominente Personen (nicht nur Frauen!) gerne auf einfache Klischees reduziert werden. Schubladen haben den Vorteil, leicht zugänglich zu sein und dem Konsumenten langes Lesen bzw. Denken zu ersparen. Mit dem WWW hat eine recht offensichtliche Tendenz zum Verkürzen und Weglassen begonnen. Vielfalt spiegelt sich leider viel zu selten in der Tiefe. Der scheinbar grenzenlose Pluralismus, der mit dem Web 2.0 Einzug gehalten hat, macht das leider nicht vollständig wieder wett.

        Grüße, Sebastian

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  90. Welche Drogen nimmt ihr? Die möchte ich auch haben.

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  91. Keine Macht ohne Drogen. Jetzt versteh ich wie Politik funktioniert. Dann hätte ich meine DDR noch. Danke.

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  92. Danke für den Text. Er ergänzt die Blogs und Berichte die sich doch hier und da finden.
    Nicht jeder darf oder sollte Pirat werden. Gibt es anonyme Vorschlags- und Melde-Systeme für legale konstruktive Ideen oder Informationen ? Da es nicht um Dokumente sondern nur um kleine Texte wie man sie hier eintippt. Das sollte beweisbas sicher anonym gehen. Bärbel Höhn hat z.B. neulich Dokumente zugespielt bekommen. Mit sowas geht es nicht weil jedes Dokument Wasserzeichen enthalten könnte. Aber Ascii-Texte wie die Aktenzeichen wegen Mitternachts-Notaren könnte man damit schnell liefern.

    Wieso habt Ihr keine Grundrichtung, legale konstruktive Macht ungewählt zu verüben ?
    Wieso ruft ihr nicht bei Dr. Oettker an und fragt wie viel Prozent Analog-Käse er dazumischt oder ob er dafür ist, Analog-Käse zum meldepflichtigen Tierfutter herunterzustufen ? Eine offene Webseite und Anfragen per Einwurfeinschreiben an Lidl und Aldi und dann ziehen die anderen von selber nach und erklären das in ihren Supermärkten niemals Analogkäse verkauft werden wird. Als Privatperson wird man danach nur noch schikaniert. Als Partei ist man dabei. Dann kriegt ihr den Berliner Verbraucherschutzposten. Nichts ist ungewählt einfacher als Verbraucherschutz. Ausser anscheinend für den Verbraucherschutz… . Denn früher gingen die Uhren langsamer.
    Wieso sorgt ihr nicht dafür, das S1-Receiver nicht merh verkauft werden und S1 in 5 Jahren abgewickelt wird ? Stattdessen zahlen bald Rentner Abzockpreise für S1-Receiver von 100 Euro. Dafür gibts S2-Receiver mit USB-PVR-Anschluss. Bei der Fußball-WM 2006 hier in Deutschland wusste jeder GEZ-Rentner und RTL2-Zuschauer das nur Flachbildschirme mit “HDReady” kaufbar sind. Alle anderen sollte man die Finger von lassen.
    … zig weitere Ideen….

    Aber jetzt der relevante Punkt: Wieso boosten die Piraten die Presse nicht für besser ? Wer aufmuckt wird für “Männer- und Alkohol-Geschichten” nachgeforscht wie Gabriele Pauli. Keiner traut sich, sinnvolle Fragen zu stellen. Also wäre doch folgendes schön:
    Die Piraten organisieren kostenlos Apps und Hoster (Werbefinanziert ist OK) für Pressekonferenzen. Die Presse akkreditiert sich und hat 2 Votes. Man bucht die Fragen ein. Man kriegt seine Props (Proper Credits) wenn man die Frage eingebucht und als erster dafür sein Vote gegeben hat: Also fragt dann der EZB-Chef “Springer und die Nürnberger Zeitung fragen, wie lange dieses Land noch überleben kann. Meine Antwort ist …”.
    D.h. PR-Konferenzen finden per Internet statt. Das Volk kann auch voten. Die Top10 sind nebeneinander. Trichet oder Merkel oder die Piraten (als erste Tester) beantworten dann wie sie wollen.
    Die Bundespressekonferenz (BPK) als Gastgeber der meisten Pressekonferenzen darf die Software selber benutzen. Die Inversion bei der BPK ist, das der Minister keinen rauswerfen kann wie damals Lady Gaga und Collien Fernandez(?), der unangenehme Fragen stellt. Weil die BPK der Gastgeber ist. Als Journalist kann man auch für legale Bürgerfragen voten. Man braucht also nur eine 50-Euro-Logitech-Kamera und keinen Laptop oder sein Gesponsertes Iphone4 mit LTE-Vertrag den man als Abgeordneter vielleicht auch nicht bezahlt und kann überall Pressekonferenzen abhalten.

    Dann würden bei Aktienkonferenzen (weil die Piraten wohl noch nicht genug gespart haben um es relevant zu finden und als eigenes Projekt durchzusetzen) die Frage aufkommen: “Wie lange hält Ihr Unternehmen in der nächsten Rezession bei halber Auftragslage durch ?”. Wer nicht antwortet, kriegt hoffentlich keine Kredite mehr. Die Firmen müssten sparen und würden der Gemeinschaft nicht mehr antikapitalistisch wie sozialisten-”Schnorrer”-”Schmarotzer” (deren ! kapitalistische ! Terminologie) auf der Tasche liegen und Milliardensubventionen bekommen. Jedes Waldtier weiss das und frisst sich Winterspeck an.
    Damit würden Piraten legal vorbildlich Macht verüben und die Ersparnisse der Kleinaktionäre und Einkommen der Arbeiter für die Rezession sichern. Ohne gewählt zu sein. In der Rezession kann man seine erfrorenen verhungerten Konkurrenten dann natürlich aus der Portokasse kaufen.

    Und wegen Bildung: Bildung kann schon lange viel günstiger sein. Weil Lehrer sinnvolleres machen als Frontalismus vorzuleben. Wikilearn ist wie Wikipedia oder HTML/WWW : Jeder ist dagegen. Da man hier abgemahnt und verfolgt wird, und Juristen gerne mit abkassieren, kann man sowas als Privatperson nicht aufsetzen. Dann hättet ihr vor 5 Jahren schon OHNE JEGLICHE INVESTITION (ausser etwas Zeit) aufhören können, neue Lehrer einzustellen. Weil die kaum noch gebraucht werden. Fette Kinder haben jeden Tag Sportunterricht. Ferien sind wann man will. Usw. An der Punktwolke (Fehler und Geschwindigkeit) sieht man, wo man Leistungsmäßig steht. Und kann sich mit allen Schülern der Straße, Weltweit oder aus Bayern vergleichen. Investitionen: 0. Nachhilfe, Berufs(fort)Bildung, Schulen, Spezialprüfungen, Führerscheine, Sonderkenntnisse,… .
    Es bräuchte nur Rechtssicherheit vor Abmahnungen und Verfassungsklagen. Tja. Damit hat sich das in Ländern die von Juristen regiert werden erledigt. Was Du heute in der Ipad-Apple-Werbung siehst, wollte ich (in besser) schon vor 5 Jahren. Natürlich weltweit, crowdbasiert, alternativen-basiert, i18n, template-mäßig,… .
    Es wäre selfburning: Man sieht wo es wirkt und wo es nicht wirkt, kann man weiter Nachhilfe bezahlen. Wo es nicht wirkt, kann die Crowd (Eltern, Lehrer, Vorgesetzte, Ausbilder, …) weltweit nachbessern. Da können die Obamas ihren Kindern die goldensten Kugelschreiber kaufen. Das schlauere Favela-Ghetto-Kind kriegt trotzdem den Studienplatz bei Harvard und Stanford. Denn das Pad macht fast alle gleicher als vorher. Harvard und Stanford müssen in China elektronische Präsenzen aufbauen weil 90% ihrer Studenten von dort kommen werden. Die sind halt schlauer und erfüllen die Tests besser als die US-Studenten. Bewerbungstests werden kostenlos hinterlegt und die Firmen suchen dann bestimmte Skills und man sieht immer, wo man matcht. Für Ausbildungstellen oder für richtige Job-Ausschreibungen. Noten gibts weiter für die Ausdrucker. Das relevante sind die Perzentile bzw. absoluten Leistungsdaten. Man sucht dann also Leute mit unter 5 Fehlern bei 500 Worten Diktat für z.b. Journalismus-Volontariate… . Das Ausschreibungs-System zeigt an, welche Skills am gefragtesten sind. Da man die vorhandenen Mitarbeiter misst, weiss man auch, was für welchen Job am wichtigsten ist.
    Die Fraktionen würden die Skillstatistik ihrer Mitarbeiter und Politiker (als Statistik!) aufdecken müssen, weil die Piraten das auch machen. Bei Landtags-Wahl-Listen sieht man dann die Moral der Liste.
    Sobald ihr Empathie-Statistiken veröffentlich, wählen die Leute in 2 Jahren euch. Weil ihr S2 eingeführt und Analog-Käse abgeschafft habt. Weil man LTE-Verträge und fast alle Verträge mit maximal 3 Monaten Mindest-Laufzeit kriegt und immer zum Monatsende kündbar sind. Weil ihr die DAX30-Unternehmen zum Sparen für die Rezession gezwungen habt. usw. Weil alle Ausschreibungen ab 100 Euro automatisch per Internet und Bietverfahren stattfinden. In allen Firmen und in allen Stadt-Verwaltungen.
    Ihr seid ein Formel-1-Auto und die anderen sind Schnecken. Oder ihr seid auch Schnecken die auf meine Kosten leben wollen. Es ist Eure Entscheidung. Jeder Pirat sollte die Verfolgung der Grünen und die Geschichte der Schill-Partei aufsagen können. Da sind relevante Punkte enthalten die jedem Piraten aktiv (aware) klar sein sollten.

    Aber vielleicht wollt ihr nicht heute schon für die Bürger arbeiten und die Probleme gelöst bekommen.
    Der Unterschied zwischen Merkel und Euch wäre dann: Merkel löst keine Probleme die sie überwiegend selber verschlafen oder selber verursacht hat. Ihr löst Probleme bevor ihr gewählt seid. Und das Presseproblem ist dank Internet problemlos lösbar. Dann kann man wieder richtige und korrekte Fragen stellen die man sich vorher nicht traute.

    Die Presse ist wie die Lebensmittelkontrolle aber für Politiker. Jetzt denk Dir Dein Teil ob man nicht mal aktiver werden sollte als nur auf Pöstchen in 2 Jahren zu warten.
    Gibt es Piraten-Analysen (vielleicht Crowded) wieso rot-grün, Timoschenko und Karsai die Verbesserung nicht gebracht haben ? Warum wollt Ihr besser sein, wenn ihr nicht mal die vergangenen Fehler kennt ? Rot-Grün oder die Linke hat bis heute nicht zugegeben, was sie alles falsch gemacht haben. rot-grün hat Pensionen auf meine Steuerkosten. Wenn Kohl nicht abgewählt wäre, hätten nur halb so viele Leute Pensionen auf meine Steuerkosten. 80% von Merkels Kabinett waren ja vor 20 Jahren schon im Bundestag.
    “Wir sind unzufrieden, wir lassen uns mal wählen und werden Establishment wie schon die Grünen und Schill-Partei” ist nicht wirklich hilfreich.
    Von Effizienz und vorbildlichem verbindlichem “ansteckenden” anständigem Umgang mit Geld sehe ich bei Piraten wenig. Bürgermeister sind oft von Freien Wählergruppen. Wieso übernehmt ihr keine Rathäuser und führt Linux und Open-Cash-Control ein. Bei jeder geplanten Ausgabe können die Bürger gleichwertigere billigere Angebote machen. Wenn man 10% besser verwenden kann, fährt man den anderen Schuldenmachergemeinden davon. Weil es auf dem Kontostand nach oben statt nach unten (noch mehr Schulden) geht. Ich dachte dafür gibts die App wo man alle Schulden von und zu überall sehen kann. Inclusive Verantwortlicher Politiker-Namen und Parteien. Auf allen Granularitäten (Gemeinde, Kreis, Verwaltungsbezirk, Bundesland, Staat) weltweit. Die Presse giert nach solchen Informationen. Habt ihr keine Freunde in abmahnfreien Ländern um die Links auf Schuldentums-Meldungen zu sammeln, per awk/sed zu transformieren und die App zu füttern ? Der russische Haupt-Oppositionelle basiert doch auf Open-Data-Journalism und Korruptionsaufdeckung.

    Ihr müsst die Presse korrigieren. Denn selber kann und will sie es nicht.
    Ob die Piraten aber die Partei moderner Möglichkeiten sind, sieht bisher nicht danach aus. Rumsitzen und auf meine Kosten Heissluft von und zu sich geben können andere auch.
    Aber das Kondensationsprinzip für Projekte habt ihr wohl auch nicht: Wenn sich genug zusammentun UND genug (10%?) es ‘erlauben’, gilt es als Piratenprojekt. Das Geld muss sich jedes Projekt natürlich selbst organisieren. Das war bei der Abitur-Abschlussfahrt ja auch so. Man muss immer 3 Hauptorganisatoren haben und es wird alle 2 Wochen schriftlich berichtet. Damit Projekte nicht einschlafen. Ein Schiedsgericht braucht man auch noch. Nur mal so als erste Idee. Dann finden sich vielleicht Piraten die Dr. Oetker nach Analog-Käse fragen oder so lange “nerven” bis LTE-Verträge nach 3 Monaten monatlich gekündigt werden können. Ihr könntet gigantische Euros mit der Analog-Abschaltung verdienen. Dann sind überall in den Siedlungen Orangene Piraten-Schüsseln und/oder Orangene Piraten-LNBs und jeder Kunden in NRW hat auch noch 28 Ost damit man mal gutes TV als Alternative kriegt und die Kinder englisch lernen können. Denn Youtube-Fähiges Internet gibts lange nicht überall.
    Freiwillige Arbeitslose für Schneeräumen vermitteln und überwachen ist auch keine Schande. Wenn die Bedürfnisse Eures Volkes (“Euer Volk hat Hunger”) nicht Eure Bedürfnisse sind, ist Volksvertreter eher unpassend oder gar anmaßend.

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  93. Danke für deine Stellungnahme!
    Ich bin auch Piratin und begleite auch ein Amt, doch statt mich will jeder meinen Stellvertreter Interviewen. Lehrerin, wie langweilig, nicht piratig genug, unterrichtest du wenigstens Informatik? Nein, dann reden wir lieber mit dem Admin neben dir. der ist 25 und passt ins Medienbild… so passiert das dauernd.

    Und obwohl ich das alles gut kenne, haben wir auf dem letzten Stammtisch diskutiert ob du gut für die Piraten bist. Es kam vielen so vor als wolltest du in den Medien als Star bezeichnet werden, als würdest du dich selbst als unsere schöne, junge, schneidernde Vorzeigepolitikerin ins Rampenlicht geradezu drängen. Möchte sie etwa als Führerin dastehen und unsere Basisdemokratischen Grundsätze verraten?

    Heute kann ich dir sagen: Ich schäme mich für so wenig vertrauen in dich. Und ja: du bist gut für die Partei. Hör nicht auf das gesülze der Presse, die schreiben eh was sie wollen. Dein engagement sollte anerkannt werden und nicht deine Frisur! Aber ich bin glücklich, dass du dargestellt hast, dass das alles nicht von dir ausgeht! Jeder Pirat ist gleich, egal ob Frau, mit Amt oder Ohne, im BuVor oder LVor oder am Stammtisch in Hintertupfingen, aber das bringt keine Auflagen… Schade eigentlich!

    LG Lulu

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  94. Das ist alles weder neu noch erstaunlich. Muss ich Karl Kraus erwähnen?
    Es geht aber auch verständlicher:
    “…aber die Presse macht ja so gut wie nie was richtig. Die können sich Notizen machen und ein Tonband mitlaufen lassen, sie schreiben trotzdem völligen Quatsch.” (Wo er Recht hat hat er Recht: Harry Rowohlt)
    .

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  95. Sagt wie es ist, redet nicht drum herum, nennt Namen und Fakten!
    Das ist, was ich von den Piraten erwarte. Andere machen es ja nicht.

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  96. Danke. Diese Perspektive habe ich jetzt zum ersten Mal gehört. Und ich hatte schon befürchtet, dass die ganzen Leute, mit denen Mann wie Frau sachlich zusammenarbeiten können, ausgerechnet um die Piratenpartei einen weiten Bogen machen.

    Es zeigt sehr schön diesen unseligen Kreislauf, wo Medien das schreiben, was Leute vermutlich hören wollen, und Leute das hören, was die Medien schreiben (und darauf ihr Weltbild aufbauen).

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  97. Anne Will ist unweiblich?

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  98. Vorweg: Ich bin über Fefe hierher gekommen.

    Ich hab jetzt nicht die Website, den Twitterstream o.Ä. in Bezug auf deine politischen Äußerunen durchgelesen (tl;dr), um eine umfassende Meinung zu haben, aber einige Gedanken hätte ich schon:

    - Deutungshoheit: Wenn ihr eine progressive politische Partei sein wollt, sollte euch doch die Funktionsweise der oligopolartigen Medienlandschaft bewusst sein. Ihr habt doch die einmalige Chance als IT-affine Partei, abseits der etablierten Macht- und Herrschaftsstrukturen direkt mit den Rezipienten (d.h. den Wählern und Bürgern) zu kommunizieren!

    Wieso nehmt ihr euch nicht grundsätzlich etwas mehr aus den Massenmedien raus und etabliert alternative Kommunikationswege? Ist die Piratenpartei ausgelegt auf die nächsten 2-3 Jahre oder langfristig auf die nächsten 2-3 Generationen, die ohne die Deutungshoheit der anachronistischen Massenmedien auskommen könnten?

    - Deren Dilemma: Das Dilemma der Journalisten ist ja schon oben genannt worden. Quote, Klickraten zu generieren, um im Wettbewerb zu bestehen. Also mehr Optik, mehr Trivialitäten und Bullshit als seriöse journalistische Arbeit. Aber ganz ehrlich: Who cares? Ist es denn euer Problem, dass denen grad ihr gesamtes Geschäftsmodell durch das Internet wegbricht? Wenn man sich Stunden politisch mit Journalisten unterhält und dann kommt nur ein Boulevard-Artikel dabei raus, dann wars das halt in Zukunft. Kommuniziert das ruhig offensiv, ich würde da fast das Medium, welches den Journalisten geschickt hat, in Sippenhaft nehmen. So nach der Art: “Wenn ihr meine/unsere Zeit verschwendet mit Trivial-Bullshit, gibts in Zukunft eben kein Interview mehr”. Ihr Problem, langfristig, nicht eures!

    - Personalisierung: Wenn du Fragen zu deiner Person, Privatsphäre etc. konsequent verbal ablehnst und im Wiederholungsfall aufstehst, schönen Tag wünscht und gehst, wird sich das rumsprechen. Auch hier nach dem Motto: Don’t waste my precious time :-).

    Vielleicht sind ja auch Auftritte wie z.B. in der Harald-Schmidt-Show in Bezug auf dein Problem eher suboptimal…

    Ein letztes, was auch einem parteipolitisch Außenstehenden wie mir auffällt: Gerade am Beispiel des Axel-Springer-Verlags, der gegen euren Berliner Landesverband auf die übelste Art und Weise hetzt und diffamiert, könnte man doch ein Exempel statuieren. Einfach ignorieren, wer offensichtlich nicht an ernsthafter Auseinandersetzung mit euren politischen Positionen interessiert ist, der soll seine politischen Hetzkampagnen dann wenigstens in Zukunft ohne eure aktive Mitarbeit gestalten…

    Ich finde es übrigens hochinteressant, eure Erfahrungen mit den etablierten Strukturen dieser Gesellschaft derart transparent mitzubekommen. Großes Lob hierfür, danke für diese Einblicke und lasst euch nicht “ihre Spielregeln” aufzwingen :-).

    Alles gute und beste Grüße

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  99. “Ich habe einer Reporterin von der taz, die bei mir zuhause war, über eine halbe Stunde lang mein ideales Schulsystem vorgeführt. Ich habe erklärt, warum ein Kurssystem und individuelles Lernen immer wichtiger für die Entwicklung wird. In ihrem Artikel kam kein Wort darin vor. Dafür eine frei erfundene Geschichte, wie ich mal einen Bundesparteitag mit einer Episode von “My little pony” unterbrochen hätte.”

    Von wegen seriöse Zeitungen. Gleich eine Gegendarstellung fordern, damit die Presse endlich wieder beginnt darüber nachzudenken, was sie da eigentlich tun.!

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  100. Sehr guter Blogeintrag – schön, dass heute Möglichkeiten bestehen, den eigenen Standpunkt – ungefiltert -publik zu machen.

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  101. Die Wirklichkeit wird medial konstruiert. Punkt.

    Für die Piraten hieße das imho: in Interviews, Talkshows etc. immer eigene Themen setzen, nicht allein die Fragen der Journalisten beantworten, sondern diese als Stichwortgeber für die Darstellung der eigenen Vorstellungen, Konzepte etc. nutzen, sich nicht auf nebensächliche ‘Abstellgleise’ führen lassen, sich nicht nehmen lassen, über das eigene Bild zu bestimmen.

    Und das hast du, Marina, in allen Interviews und Auftritten, die ich von dir gesehen habe, spitze gemacht!

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    • Marina hat sich mit den Medien angefreundet und läßt nichts aus jeden Tag in Gespräch zu sein. Am Ende zeigen die ihr wahres Gesicht und suchen Skandale um dich zum Fall zu bringen. Bitte denk daran, Journalisten sind gerissen und kennen kein Mitleid.

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  102. Hi Marina,
    Leider folgt auch die Politik im Medienzeitalter dem Hollywood-prinzip: immer vor die Kamera, immer in Gespräch bleiben.
    Falls man das Spiel mitgehen will, sollte man vor solchen Tatsachen nicht zurückschrecken. Wenn man Inhalte transportieren will, ist es gut, wenn schon das Transportmedium Aufmerksamkeit herstellt.
    Der Mensch ist nun mal ein v.a. visuelles Wesen.
    Du bist attraktiv. Gut so ! Als Pirat freue ich mich, dass es so ist…..

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  103. Wie? Die Friendship is Magic-Story war ne Ente? Ich fand die Geschichte sehr schön :D (auch unter Piraten gibt es Bronies) Aber auch ansonsten, machst nen guten Job. Weiter so!

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  104. Na, Du bist ja gleich aus mehreren Gründen sympathisch – zum einen deine Art zu schreiben, der Intellekt, dass Du Jüdin bist und auch noch Rollenspielerin

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  105. Toller Artikel. Schon die Pressekonferenz hat mir sehr gefallen.

    Und jetzt macht man dich zur Guttenberg der Piraten. Nur, dass du keine Lust darauf hast, und dass du keine kopierte Dr-Arbeit liefern kannst.
    Trotzdem wollen die Medien genau das aus dir machen. Aussehen, private Geschichten, Klatsch, usw. Und warum? Weil die Leute das kaufen und lesen. Die Bild hat nicht zufällig die mit Abstand höchste Auflage.

    Und jetzt die Frage: Wenn sich so viele Leute, vielleicht sogar die Mehrheit, für so einen oberflächlichen Bullshit interessieren, aber nichts über Inhalte wissen wollen, wie soll mehr direkte Demokratie funktionieren? Wie soll diese Demokratie funktionieren, wenn so viele Wähler Politiker nicht nach Inhalt und Kompetenz beurteilen und wählen? Guttenberg hätten sie ja auch fast zum Kanzler gemacht.

    Dir fehlt (noch? zum Glück?) das Bedürfnis, diesen Hype entsprechend auszunutzen, den Leuten den üblichen Medien-Fraß zu geben und “erfolgreich” zu werden. Sonst wäre die Situation perfekt;)

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  106. So, liebe Marina,
    nun weißt Du wenigstens, wie es dem Guttenberg immer geht…

    *SCNR*

    Scherz beiseite. Dieser Eintrag beziehungsweise sein Inhalt ist mal wieder ein Paradebeispiel dafür, warum das Blogging, sofern ihm nicht von staatlicher Seite Einhalt geboten wird – ich traue unseren “Vertretern” eine Menge zu -, irgendwann in seiner Bedeutung den Journalismus überholen oder neu definieren wird. Eigentlich steckt darin die Generalantwort auf jegliches Gejammere verkrusteter Medienmacher, das mit dem Leistungsschutzrecht gemildert werden soll. Und darin steckt auch ein Teil der Erklärung für die breite Politikverdrossenheit: Die Medien transportieren bis auf wenige Ausnahmen nur die Oberflächen, nicht in Inhalte. Sie verkaufen den Sack und nicht die Katze.

    Dagegen hilft nur eines: Konsequent nur über Inhalte und nichts anderes zu sprechen. Nur Inhalte. Nicht mal Smalltalk. Nichts von hinter den Kulissen, das nicht mit Politik zu tun hat. Nichts liefern, dass Abschweifungen befeuert.

    Andererseits kann man eines nicht bestreiten: In einer zunehmend verdrosseneren Gesellschaft, deren Interesse an Inhalten sinkt, kann derartige Berichterstattung durchaus nützlich sein, um an Bedeutung zu gewinnen und letztlich seine Vorstellungen zu verwirklichen. Ich sage das nur ungern, aber so scheint es zu sein. Wenn also eine “schöne” abgeBILDete Marina Weisband entscheidende Wählerstimmen für den Einzug in den Bundestag bringen sollte, ist das der geschenkte Gaul. So läuft’s eben. Und vielleicht sollten die Piraten so professionell werden, mit den Medien umzugehen und sie zu instrumentalisieren lernen. Wenn Ihr den Bundeskanzler stellt und die Mehrheit im Bundesrat habt, könnt Ihr immer noch die Politik ehrlicher und offener machen… ;)

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  107. Find ich super, dass du Klartext redest!
    Ich bin 17 und es interessiert mich weniger wer in den Medien ist, als dass was er zu sagen hat. Leider ist es wahrscheinllich in der Tat so, wie du sagst.. Die Medien lenken von deiner Politik auf dein Aussehen, um im ständigen Wettkampf um Aufmerksamkeit vorne zu liegen. Leider interessiert die meisten Menschen das Aussehen von Politikern wie dir mehr, als die Politik im Allgemeinen.
    Wir hätten ein viel besseres Deutschland, wenn wir mehr Menschen hätten, die Interesse an Politik haben.
    Ich hoffe für dich, dass die Situation bald besser wird und dir mehr zugehört wird!

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  108. Ganz schön naiv, Mädchen. Ist das dann Dein Politikstil? Dann die kleinen Videos mit Liedchen von Dir.

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  109. Ja selbstverständlich ist ein großer Teil der Presse Boulevard. Das ist vielleicht noch etwas schlimmer geworden, seit es das Pivatfernsehen gibt. Aber anderseits, wenn es nicht viele gäbe, die so eine Presse nutzen, gäbe es sie nicht.
    Darum habe ich es immer ein bisschen für weltfremd gehalten, wenn die Piraten „informiere dich“ oder „denk selbst“ plakatiert hatten, denn ich ahnte wie wenige das wirklich machen.
    Ich fand auch, dass die Piraten mal gründlich diskutieren hätten sollen, ob mehr direkte Demokratie nicht in Wirklichkeit eine weitere Verlagerung der Macht von immerhin demokratisch gewählten Abgeordneten zu überhaupt nicht demokratisch legitimierten Chefredakteuren ist. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Bei einer Volksabstimmung über Netzsperren, wären die Netzsperren gekommen!
    Es ist sehr schwer in einem Presseinterview oder einer moderierten Podiumsdiskussion etwas anderes unterzubringen als das auf was der Journalist oder Moderator gerade fragt. Das habe ich als ehemaliger Landtagskandidat für die Piraten auch schon erfahren müssen.
    Neben Übung und Talent ist es aber auch das Parteiprogramm/Image wichtig.
    Wenn man angefangen vom Parteinamen , Aufnahme von Jörg Taus und einigen Programmpunkten ständig irgendwas für die Presse produziert, nachdem sie natürlich fragen werden und das man dann nicht kurz beantworten kann, ist es vorhersehbar, dass man andere Themen in der Presse nichts mehr unterbringen kann. Ja manches davon war richtig, aber man muss nicht ständig so etwas liefern ohne zwischendurch genug zu liefern um auch außerhalb der Anhängerschaft als vernünftige Partei wahrgenommen werden zu können? Oder Konkret: Wenn man schon ein BGE verabschiedet, dann hätte man wenigstens auf dem selben Parteitag noch etwas zu dessen Finanzierung verabschieden sollen. Aber wenn man mal auf solche vorhersehbaren Probleme für alle in der Öffentlichkeit stehende Vertreter(innen) der Partei hingewiesen hat oder gar mal einen sowieso sinnvollen Programmantrag damit unterfüttern wollte, dass er auch gut als Basis geeignet sei, in einer Diskussion die CDU in Bedrängnis zu bringen, hat garantiert immer jemand „Populismus“ gerufen.

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  110. Manipulation a la Marina

    1.Fotos über Fotos in allen denkbaren Posen ins Netz stellen
    2.Bei einem ZDF Interview sofort vom bumsen reden
    3.Journalisten dafür verantwortlich machen, dass sie nur über ihr Äusseres reden, dabei spezielle Fotosessions verabreden und bei Journalisten keine Thesen vertreten, die sich irgendwie einprägen, damit nur wieder über ihr Äusseres geredet wird
    4. Zur Kritik auffordern, aber j e d e n Kritiker und jede Kritikerin hier flamen, nach Bedarf auch per Tweed Hilfe beim grossen Bruder suchen
    5.Jeden Fernsehauftritt hier posten, also Lanz und Harald Schmidt. Zu Lanz gehen und dort sich nicht zu den Piraten äussern sondern über ihre Verherrlichung durch die Medien klagen (werdet ihr heute Abend sehen, Schauder!)
    6. Ständig sagen, wie aufrecht sie ist und sich dafür entschuldigen, dass alle sie mögen

    Marina ist der Guttenberg der Piraten. Keine Frage.

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  111. Um dich nicht ernst zu nehmen, muss man nicht auf dein Geschlecht schauen, da reicht ein Blick in genau diesen Blog. Wer einige Einträge später total 2.0 und post-privacy der Welt mitteilen muss, wo er seinen ersten Kuss erhalten hat, … ach, was red ich. Ich bin nicht zum ersten Mal hier und will schon wieder fazialpalmieren. Geht den Journalisten vielleicht auch so, bevor sie deine Interviews absagen. Jeder andere Piratenblog hat bisher überzeugender gewirkt, und dabei bin ich kein großer Sympathisant.

    “Meine Medienpräsenz besteht zu 80% aus Fotos, Kommentaren über meine Frisur, meine Kleidung, meine Hobbies, meine Art. Hach, wie hübsch und hach, wie erfrischend, heißt es da immer. Ja, ich bin für die Öffentlichkeit gerade eine angenehme Gestalt – jung, engagiert, weiblich. Aber wofür ich engagiert bin, warum ich in meinem Alter eine unentgeltliche 60-Stunden-Woche arbeite, was für eine Idee es ist, hinter der wir stehen, danach fragt man bestenfalls oberflächlich.”

    GENAU wie deine Selbstdarstellung online. Tröt.

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    • Es ist irrelevant, wie viele private Fotos etc. sie liefert. Relevant ist, was Konsumenten verlangen. Oder verlangen sie automatisch das, was man ihnen liefert? Dann wären aber einige Probleme gelöst…

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  112. Brutal ist, wie ihr alle darauf reinfallt: selbst JETZT geht es ja nicht um Inhalte sondern ihr alle redet nur darüber, dass die arme Marina schrecklicherweise so populär ist, weil sie darunter so leidet und doch viel lieber euch populär machen würde. Die Lanz-Leute lachen sich noch heute tot: Marina sagt da in der Sendung offenbar, dass sie nicht zur Lichtgestalt gemacht werden will und redet gerade mal 10 sek über Pirateninhalten und sitzt dann doch gerne im gleissenden Scheinwerferlicht. Über sich selbst rede sie aber ganz süss, sagen die.

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  113. du könntest ne Doktorarbeit fälschen und dich hinterher möglichst blöd benehmen; ich glaube dann würden die Medien nicht mehr über dein gutes Aussehen, sondern nur noch darüber berichten ;-)

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  114. Marina, du schreibst:
    “Medien sind Konsumgüter und befinden sich im Wettbewerb. Was sich am besten verkauft, wird gedruckt, oder gesendet. Ja, ja, das verstehe ich, und deshlab mache ich euch nicht mal persönlich einen Vorwurf, liebe Journalisten. (…) Und nein, ehe hilfreiche Hinweise kommen: Ich werde mich nicht unauffälliger kleiden, oder mir die Haare kurz schneiden, oder mich nicht mehr schminken. Mich zu verbiegen, kann nicht die Antwort sein.”

    Ist es denn nicht tatsächlich die Antwort, den Mechanismus, den du richtig erkannt hast, auszunutzen, statt ihn zu beklagen? Attraktivität bringt Öffentlichkeit und damit Chancen, die Botschaft an den Mann zu bringen. Daß Dir (momentan) die Abgebrühtheit fehlt, den Spieß einfach umzudrehen, finde ich sympathisch. Aber Du lässt Chancen aus: Du beschwerst Dich darüber, daß die Konzentration auf Dein Äusseres von der Botschaft ablenkt. Nutze stattdessen Dein Äusseres, um die Journaille davon abzulenken, Daß Du deine Botschaft durchdrückst.

    Das gilt insbesondere im Fernsehen: die überwiegend männlichen Befrager, die sich gerade drum reissen, Dir das Mikro unter die Nase zu halten, haben nach wie vor eine Beißhemmung gegenüber jungen, attraktiven Frauen – teilweise kulturell und teilweise hormonell ;-) bedingt.

    Nutz das. Mach sie fertig, während sie auf deine…weisst schon…glotzen. Verschaff Dir ruhig mal Respekt, indem du eine blöde Frage als solche auch bloßstellst. Und Dir wurden im Fernsehen schon reichlich blöde Fragen gestellt, soweit ich das verfolgen konnte. Du bist (noch) zu nett. Da geht mehr. Lass Dir nicht alles gefallen.

    Im Printbereich funktioniert das nur eingeschränkt, aber – wie oben schon erwähnt – dann werden bestimmte Medien halt nicht mehr bedient und andere müssen autorisieren lassen und fertig.

    Ich bin ziemlich zuversichtlich, daß Du das immer mehr in den Griff bekommst. Nimm die zusätzliche Breitenwirkung durch Dein attraktives Äusseres einfach als Geschenk für die Partei an und nutze das. Klingt vielleicht zynisch – funktioniert aber. ;-)

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  115. Ja, diese Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft ist echt beschissen. Vor allem wenn Medien wie die taz, die sich selbst als fortschrittlich betrachten, kein bisschen besser sind. :(

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  116. Ich kann als ausssenstehender Pirat nicht sagen, ob die Behauptung stimmt, dass männliche Piraten nicht bzw. weniger nach dem Frauenanteil bei den Piraten gefragt werden.

    Die Frage: “Warum gibt es in der Piratenpartei so wenig Frauen?” ist meiner Meinung nach aber generell sehr blöd gestellt, wenn man einen Piraten bzw. eine Piratin fragt. Unabhängig vom Geschlecht meine ich. Denn die Befragten können bestenfalls wissen, was sie selbst und ggf. auch andere motiviert hat in die Partei einzutreten. Sie können wohl aber kaum wissen, was ANDERE motiviert NICHT einzutreten.

    Oder anders ausgedrückt: Die Frage, warum es sowenig Frauen in der Piratenpartei gäbe, sollte man weiblichen Nicht-PiratenInnen(sic!) stellen.

    justmy2cents
    an_fi

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  117. Hallo Marina,
    vielen Danke für Deine Zeilen. Genau so hab ich mir die Meinungsmacherei in den Medien immer vorgestellt. Ich wünsch Dir und Deiner Mannschaft viel Erfolg. Lasst euch nicht verbiegen und haltet euren Kurs!

    Ahoi,
    el berto

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  118. Danke für diesen coolen Artikel, Marina,
    das muss immer wieder gesagt werden. Sicher werden viele Menschen im Rampenlicht nicht gehört. Aber Frauen gern auf eine bestimmte Weise nicht und zu oft. Zu oft als dass ich glauben kann, was mir viele meiner Freunde und Freundinnen und eine Menge anderer Menschen weis machen wollen: dass wir Frauen alles erreicht hätten, was wir wollten und Gleichberechtigung doch schon stattfindet. Totaler Quatsch! Viele weibliche Stimmen und so manche etwas andere männliche Stimme wird nach wie vor wenig oder nicht gehört. Ich hoffe, Sie hauen uns noch so manche Blogs/Artikel/Texte um die Ohren. Wir brauchen sie und Sie dringend!

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  119. Für alle, die an nicht-kommerziellen, gehaltvollen Nachrichten interessiert sind: Kontext TV: http://www.kontext-tv.de/
    Kann ich nur empfehlen! Tut richtig gut mal wieder informatives, kritisches Fernsehen zu schauen.

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  120. Wer die Lanz-Sendung sah, versteht einiges besser. Marina ist Schauspielerin.

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    • Welche Rolle bzw. wessen Rolle spielt sie denn deiner Meinung nach? Was ist der Vorwurf? Dass sie nicht sie selbst ist? Dass sie mit der Aufmerksamkeit kokettiert? Ist der nerz´sche steril-sachliche Stil immer besser? Ist Lauer kein Selbstdarsteller? Ist im Vorstand der Piratenpartei auch eine Bandbreite menschlicher Charaktertypen erlaubt? Wie soll sie denn sein, deiner Meinung nach?

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  121. Ich bin FDP Mitglied, bin kleinkariert, bin gegen Arbeitslose und bitte um politisches Asyl bei den Piraten. Wollt ihr mich haben? Ich verspreche auch keinen Sprachdurchfall.

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  122. Take it Easy Baby – Take it as it comes :)

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  123. Den Auftritt bei Markus Lanz fand ich verhältnismäßig gelungen und gemessen am Format der Sendung und dem Entwicklungsstadium der Inhalte der Piratenpartei politisch gehaltvoll. Der Ansatz der von mir vollkommen abgelehnten Drogenpolitik wurde sehr gut formuliert. Eine Erläuterung des BGE konterkariert allerdings liberale Ambitionen der Partei, wenn zu dem entscheidenden Aspekt der Verteilungsgerechtigkeit kein Wort verloren wird. Der Gedanke, ein Volk müsse sich nur insgesamt “ernähren” können, ist dagegen trivial, bereits verwirklicht und, sofern man ihn zur unmittelbaren Begründung für Umverteilung heranzieht, ursozialistisch. Wenn man aus dem Umstand, dass Vollbeschäftigung gegenwärtig nicht erzielt werden kann, unbedingt folgern möchte, dass die allgemeine Beschäftigung nicht erforderlich sei, geht es im Kern darum, durch welche Mechanismen bestimmt wird, wer konkret die noch erforderliche Arbeitsleistung erbringt, und welche Ziele im Unterschied zu Art. 1 Abs. 1 GG die Umverteilung über das Existenzminimum der Empfänger hinaus rechtfertigen.

    Die Sendung zeigte aber auch sehr gut, wo Ihre Schwäche im Umgang mit journalistischer Rezeption liegt:
    Der Frage nach Ihrer medialen Wahrnehmung konnten Sie zumindest vor der Kamera natürlich nicht ausweichen. Leider haben Sie wieder keine Antwort gefunden, die nicht wahlweise als naiv oder eitel aufgefasst werden kann. Zudem war der Anlass zu der Frage im Vorfeld gesetzt worden, und dies eben nicht einseitig durch mediale Abbildung, sondern durch aktive Belieferung und eine eben solche eigene Wechselrede der absurdesten Darstellungen Ihrerselbst. Die Best-Of-Sammlung dessen in Gestalt dieses Blog-Artikels und das ernsthaft-kritische Befassen mit positiv überzeichnenden evidenten (!) Fehlgriffen hat etwas von einem Totalschaden im Teilbereich der selbstbezogenen Öffentlichkeitsarbeit.
    Mich erstaunt, dass Sie mit Ihrem speziellen akademischen Hintergrund nicht erkennen (wollen), welche soziale Bedeutung übertriebenes Lob hat, und welche Wirkung seine akribische Relativierung erzielt.
    In ein so durchsichtiges oder zumindest äußerst ungeschicktes Gebaren eine Verteidigungsrede gegen oberflächliche und gewinnorientierte Medien einzuflechten, muss zwangsläufig heftige Kritik hervorrufen.

    Demgegenüber sind hier vermutlich auch die kritischsten Kommentatoren von einer gewissen Sympathie für die Piratenpartei und grundsätzlich auch für ihre Vertreter motiviert und möchten ihre Eindrücke loswerden, um in der Medienpräsenz der Parteifunktionäre nicht weiterhin solche Fauxpas erkennen zu müssen. Allein das Beklagen der vermeintlichen Probleme hübscher Politikerinnen und Schulterklopfen werden da nicht weiter helfen.

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  124. Hi Marina,

    ich habe vorhin Lanz gesehen und war ziemlich entsetzt. Entsetzt, weil das Format und die anderen Gäste überhaupt nicht geeignet waren, um irgendeine politische Aussage zu tätigen, die dann auch diskutiert wird. Und dann frage ich mich natürlich, warum überhaupt eine politische Funktionsträgerin in so eine Runde eingeladen wird, wo sie keine Gesprächspartner finden kann.
    Dass es bei Lanz eher um das “Menschliche” geht als um das Sachliche, war mir ja schon aus früheren Sendungen klar, die ich teilweise gesehen habe. Daraus hast du das Beste gemacht und die Redezeit, die du hattest, optimal genutzt. Interessant war, dass Lanz dir praktisch alle Fragen gestellt hat, die auch an Faxe in der vorigen Sendung gestellt wurden. Du hast sie anders und IMHO deutlich besser beantwortet. Das lag sicher auch daran, dass Faxe einer anderen Gesprächsathmosphäre ausgesetzt war und in der notwendigen Eile ungünstige Beispiele (Stichwort Biorhythmus) gewählt hat und Falschaussagen anderer Gäste nicht korrigiert werden konnten. Da hat man regelmäßig Kopfschütteln im Publikum gesehen und ich denke viele haben nicht verstanden, worauf er hinaus wollte.
    Die Sendung war in dem Sinne ein Erfolg, dass ein regelmäßiger Lanz-Gucker, der mit Faxe letzte Woche nicht so viel anfangen konnte, nun einen anderen Eindruck bekommen hat.

    Du hast ein unglaubliches Talent, Dinge zu erklären und Sachverhalte auf einfache und verständliche Grundaussagen herunterzubrechen, die jeder versteht. Damit holst du die Leute da ab, wo sie sind und machst auch Andersdenkenden klar, worin der Grund und die Intention von Ideen liegen, die sie ablehnen oder nicht verstehen. Du polarisierst nicht, sondern integrierst.
    Dieses Talent brauchen wir Piraten momentan sowohl nach innen, wie auch nach außen.

    Ich kann mich an mehrere Vorstandswahlen erinnern, und die häufigste Antwort darauf, was ein Kandidat im Vostand verbessern will, war “Ich will die innerparteiliche Kommunikation verbessern”. Das Ergebnis war im Besten fall, dass sich Piraten nicht mehr auf 10, sondern auf 11 Kommunikationskanälen angekeift haben. Das, was ein technikverliebter Nerd halt unter “besserer Kommunikation” versteht, und das sage ich als überwichtiger Softwareentwickler mit Brille. Wir brauchen nicht mehr Kommunikation, sondern eine Kommunikation, die endlich das Ziel hat, dass wir einander verstehen, statt uns zu bekämpfen.
    Als du deine improvisierte Bewerbungsrede gehalten hast, ist mir dieses Missverständnis klar geworden und genauso wie viele andere habe ich geahnt, dass du mehr für die innerparteiliche Kommunikation erreichen kannst, als jede Vervielfachung der Bandbreite es könnte. Du bringst dieses Talent mit und machst uns klar, dass uns bisher etwas gefehlt hat, von dem wir gar nicht wussten, dass wir es brauchen. Deshalb ist es still, wenn dir die Piraten auf dem Parteitag zuhören, und deshalb wurdest du gewählt. Nicht etwa, weil du eine Frau bist.

    Das macht dich nicht zu einer Lichtgestalt oder Ikone der Piratenbewegung, aber doch ein wenig zu einem Vorbild und Identifikationsfigur. Es sollte uns zeigen, dass wir mehr Leute mit so einer Begabung brauchen und selbst integrativer und zielbewusster kommunizieren lernen müssen. Machen wir weiter mit dem Entermesser zwischen den Zähnen, haben wir am Ende entweder kein Programm oder keine Partei.
    Hier greift es sogar ein wenig in die Genderfrage hinein. Ich vermute, dass die beschriebenen Kommunikationsskills bei weiblich sozialisierten Personen deutlich häufiger anzutreffen sind. Wenn wir es schaffen, diesen Bedarf klarer zu kommunizieren, wenn wir noch klarer machen, dass wir keine Alpha-Persönchen mit starkem Ellbogen suchen und wenn wir dafür sorgen, dass dir (als Identifikationsfigur) Politik Spaß macht, dann sehe ich Chancen, dass sich auch die Chromosomenverteilung in der Partei und in den Vorständen ändert. Mit positiven Auswirkungen auf die gesamte Partei.

    Das war die Wirkung nach Innen. Nun geht es aber in deinem Blogeintrag vor allem um die Außenwirkung. Natürlich können wir nach Außen jemanden gebrauchen, der das Programm so gut präsentieren und verständlich kann. Zumal es unglaublich hilft, dass du sowohl mit dem Politikerklischee, als auch mit dem (wahrgenommenen) Piratenklischee brichst und dabei völlig authentisch bleibst. Allerdings, wenn ich vor der Wahl stehen würde, wäre es mir lieber, wenn du Interviewanfragen und öffentliche Auftritte einschränkst, als dass du deine innerparteiliche Arbeit nicht mehr leisten kannst und am Ende ausbrennst.
    So wichtig du in der Außendarstellung der Partei im Moment bist, die Piraten haben in der letzten Zeit bereits einige interessante Politikerpersönlichkeiten hervor gebracht. Momentan sind neben dir noch 3 weitere Piraten in den Medien präsent, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
    Sebastian Nerz als ruhiger Gegenpol zum Image der “Chaospartei”.
    Christopher Lauer als jemand, der auch mal offensiv und polemisch kontern kann.
    Claus Gerwald Brunner als unangepasster Idividualist und Arbeitstier.

    Vielleicht sollte man die Besetzung von öffentlichen Auftritten besser koordinieren. Ich denke, viele Auftritte haben einfach den falschen Piraten vor Ort. Lauer habe ich gestern bei einer Diskussion mit Occupy-Anhängern gesehen, da hat er mir gar nicht rein gefallen und war viel zu aggressiv. Jemand wie Faxe hätte da viel besser reingepasst. Faxe war dafür bei der Lanz-Sendung letzte Woche überfordert, da hätte der Schmidtlepp wieder gerockt. Deinen heutigen Auftritt hätte man sich eigentlich schenken können. Er war gut, aber in der Sendung einfach Perlen vor die Säue.
    Sicher wäre es auch angebracht, den Medien mal andere Piraten schmackhaft zu machen.

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  125. Wir brauchen mehr Eierstempel.

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  126. Oh mein Gott. Diese Frau hält sich wohl für super wichtig oder wie? Worüber regt sie sich eigentlich auf? Nicht zu fassen, dieses “Ich armes, armes Mädchen, ich stehe im Zentrum der Medien, Hilfe”-Selbstmitleidsgeschreibe ist ja nicht auszuhalten.

    Und noch was: Ein “Medienhype” ist z. B. der um Kachelmann, aber nicht um eine Piratin, die sowieso niemand kennt.

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    • Lieber Gott, gib mir die Weisheit einige Menschen zu verstehen, die Geduld sie zu ertragen, die Güte ihnen zu verzeihen, aber bitte gib mir keine Kraft … denn wenn ich Kraft habe, haue ich ihnen aufs Maul! Es ist zwar nur geklaut, aber genau das habe ich gedacht als ich diese dummen Sprüche gelesen habe. Ich hoffe Marina hat die Kraft drüber zu stehen und weiter zu machen.

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  127. Ich habe den Stream von Lanz verfolgt.
    Marina hat fast ausschließlich über die Piraten und Politik gesprochen. Für ein Format wie die Lanz-Sendung, das ein Publikum nach 23.00 Uhr bedient, hat sie die Inhalte optimal und uneitel kommuniziert. Talkshowbesuche ganz ohne Fragen zur Person gibt es nicht, denn die Zuschauer haben ein legitimes Recht, zu wissen, mit wem sie es zu tun haben.

    Menschen interessieren sich nun einmal für Menschen, jedenfalls Talkshowgucker. Das scheint auch für die Trolle hier im Blog zu gelten, denn sonst würden sie ihre Zeit konstruktiv mit Inhalten verbringen, statt hier selbstgefällig ihren Neid zu demonstrieren und anderen am Zeug zu flicken.

    Politische Kommunikation – insbesondere mit solchen Menschen, die ihr piratiges Erweckungserlebnis noch vor sich haben – ist eine anspruchsvolle Aufgabe und benötigt Botschafter, die reden können und denen man gerne zuhört. Wer es besser kann, er oder sie möge vortreten.

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    • @ RA Kompa: Ich stimme Dir voll zu. Souverän gemacht. (jetzt was privates: Wenn das der Realname ist: Zauberstammtisch?)

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  128. Eine interessante Einschätzung von Marina, an der sicher etwas dran ist. Nachdem ich mir aber einige Artikel und Fotos im Netz angeschaut habe (einen kompletten Überblick habe ich natürlich nicht), halte ich ihre Kritik für stark überzogen. Mir scheint es, als wenn da jemand einen fetten Kater hat, nachdem er zu tief ins Glas geschaut hat. Erst massenweise Interviews (z.T. inkl. Foto-Shooting) geben und sich dann wundern, was “die Medien” daraus machen, ist – sorry – etwas naiv.

    Dass sich die Journalisten auf eine Frau mit 90 Prozent Männeranteil stürzen, ist doch klar. Dass sie zuspitzen und Marina hochschreiben, weil sie nicht nur eine wichtige Funktion in der Partei hat, sondern dabei auch noch gut aussieht, ist auch klar. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Piraten-Botschaften dabei zu kurz kommen.

    Letztlich hilft Marina (und der Piratenpartei) da nur eine professionelle Pressearbeit. Nur dann haben sie die Möglichkeit, ihr Bild in der Öffentlichkeit – zumindest zum Teil – selbst zu bestimmen. Übrigens ein weiterer Schritt hin zu einer “normalen” Partei…

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  129. full ACK

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  130. Also dein Blogeintrag und die Kommentare hier bzw. bei Bild.de haben mir mal wieder vor Augen geführt, was für ein dickes Fell man braucht, wenn man plötzlich so in der Öffentlichkeit steht.

    Ich wünsche dir, dass du dich als Privatperson nicht verbiegen lässt und weiterhin dein Leben lebst, wie es dir gefällt, ohne Rücksicht auf irgendwelche Neider und Trolle!

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  131. Ich sag es ja schon länger – wir brauchen (zusätzlich) eigene Bild-Medien; ich fand Piratorama beim Berlin-Wahlkampf eine gute Sache. Sowas in größer – mit Mitgliedern des Vorstandes, anderen Piraten, Gästen und einem passablen Moderator können wir uns doch im Netz selbst produzieren.

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  132. Hallo Marina,

    ich habe mir deinen Artikel (Rant) und auch die Kommentare durchgelesen und kann dir nur eines sagen:
    Bleib wie du bist, tue das was du für richtig hältst und bleib offen. Denn nur so kannst du auch in 10 Jahren sicher sein, heute das richtige getan zu haben.
    Ich höre mich an wie ein alter Mann und das mit 24.. ich wünsche dir nichts desto trotz weiterhin viel Erfolg.

    Heзaбудьт выключить свeт. Paka.

    Daniel

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  133. Liebe Marina,

    Respekt! Ich finde Du hast in Deinem Text vieles von dem auf den Punkt gebracht, was heutzutage alles schiefläuft. Profitorientierte Medien, die aus Sorge um ihre Auflage lieber Klischees bedienen als wahre, potentiell “langweiligere” Inhalte zu vermitteln. Traurig, dass es so ist. Aber ich möchte Dich bitten und ermuntern: Bleib’ deinem Stil treu! Du legst m. M. nach die richtigen Schwerpunkte, formulierst klar und verständlich, und bist einfach eine politische Geschäftsführerin, wie wir sie brauchen!

    Dies alles beweist doch nur, wie wichtig eine Deiner Kernforderungen ist: Bildung!

    Und in diesem Zusammenhang: Medienkompetenz.

    Bitte bleib’ wie Du bist, bzw. entwickle Dich so weiter, wie DU es möchtest. Ich bin mir sicher, dass die überwiegende Mehrheit der Piraten (ob nun weiblich oder männlich oder was auch immer) der Meinung ist, dass Du einen verdammt guten Job machst!

    Liebe, piratige Grüße

    Stefan

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  134. Ein schöner Artikel der auch den Eindruck wider gibt, den ich als Zuschauer die letzten Wochen erhalten habe. Die Presse, allen voran die Boulevardpresse, arbeitet nunmal größtenteils nach Schema F, wie auch die Politik. Was in der Vergangenheit funktioniert hat wird auch künftig funktionieren – bloß keine Experimente. Ich denke man muss das alles einfach möglichst positiv sehen: die Piratenpartei bekommt vielleicht gerade aufgrund deines Star-Status mehr Aufmerksamkeit. Unter unterm Strich können mehr Inhalte der Piratenpartei kommuniziert werden. Natürlich ist es ärgerlich wenn aus einem Bildungs-Interview eine Homestory gemacht wird. Aber auch daraus kann man ja lernen, spätestens bei der nächsten Interview-Anfrage des jeweiligen Blattes…

    Tanja

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  135. Sich über die Art der Aufmerksamkeit zu beschweren, ist Luxus, baby. (Diclaimer: “baby” ist semi-intellektuelle Pop-Referenz, nicht Sexismus).

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  136. Liebe Marina,

    ich fand Ihre Aussagen heute bei Harald Schmidt ziemlich enttäuschend, und ich will Ihnen sagen, warum.
    Auf seine Frage bezüglich Marx und dem bedingungslosen Grundeinkommen antworteten Sie: “Nun, Marx war Kommunist und wir sind eine liberale Partei.” Eine liberale Partei? Hat der Liberalismus – der traditionelle wie der moderne – nicht immer die Herrschaft der besitzenden Klasse über die Besitzlosen theoretisch zu legitimieren versucht und praktisch gestützt? Gleichzeitig hat er immer den Schein aufrechtzuerhalten verstanden, er sei ideoogisch indifferent, was er niemals war. (Seit Kaiserszeiten ist er fast immer eine Verbindung mit den reaktionären gesellschaftlichen Kräften einegegangen.) Der Neoliberalismus unserer Tage hat weltweit ein System der Ausbeutung und Lohnsklaverei zementiert, das selbst konservativen Gemütern nicht mehr geheuer ist. Ich hatte gedacht, Ihre Gruppierung sei emanzipatorischen (libertären, nicht liberalen) Ideen verpflichtet. Da mutet dann Ihre Bemerkung, sie wollten den freien Markt beibehalten, schon wie eine ideologische kalte Dusche an.

    Sie sagten, die Frage nach der Höhe des bedingungslosen Grundeinkommens müssten Sie noch aufarbeiten. Sie werden schnell feststellen, dass eben jene angeblich ideologiefreien liberalen Begriffe wie “Lohnabstandsgebot” und “Finanzierbarkeit” ihnen sehr schnell ihre Grenzen aufzeigen werden. Irgendwann müssen Sie Farbe bekennen. Wenn Sie den Nicht-Arbeitetenden ein menschenwürdiges Grundeinkommen verschaffen wollen, müssen Sie auch das Einkommen der für einen Hungerlohn Arbeitenden anheben, schon aus Gerechtigkeitsgründen, und das wird Ihnen nicht gelingen, wenn sie darauf bestehen, den Interessenvertretern des freien Marktes nicht weh zu tun. Wer die Augen verschließt, dass wir wie eh und je in einer Klassengesellschaft leben, wird sehr schnell erleben, wie er von eben dieser herrschenden Klasse beiseitegeschoben wird, wenn er zu vorlaut wird.
    Die Frage, die sich mir stellt, ist die: Werden die Piraten, wenn sie sich bereits jetzt am Anfang so systemkonform gerieren, bald die FDP als neue liberale Kraft beerben? Dann war alles – zumindest von meiner Seite her – ein großes Missverständnis.

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    • Das Problem bei Frau Weisband ist: Sie hat eine Menge Fähigkeiten, kann klar kommunizieren und gut vermitteln. Ahnung von Politik hat sie indess nicht. Sie hat sich bis vor kurzem auch nicht weiter damit auseinandergesetzt, und das merkt man. Ihr fehlen einfach die Hintergründe, historische Kenntnisse, Kategorien und Begriffe. Sie weiß auch gar nicht, wo die historischen, theoretischen und praktischen Probleme des Liberalismus liegen. Hoffnung, dass Leute wie Weisband jemals wirksam eine progressive Politik vertreten, die grundsätzlich etwas an bestehenden Missverhältnissen ändern, würde ich mir keine machen. Da fehlt es einfach an Tiefe.

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      • Die Leute die “Ahnung” von Politik haben sind am Ende, sind von den Wählern nicht mehr gewollt, sie verantworten den Istzustand, sie sind ein Auslaufmodell.

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        • ich glaube wenn allzu viel stress vermieden werden kann, ist es möglich die theorie über die liberale, libertäre, und andere politische strömungen intern zu besprechen. warum kann sich marina als jüngste nicht nach und nach von anderen informieren lassen, wie in der politik viele dinge bisher gelaufen sind, so beim debattieren, und wenn eben ein thema grade brisant wird.
          mir kommt einfach vor, dass sie den politischen killerinstinkt hat, und wenn sie bescheiden bleibt, kann sie auch weiterhin alle die weniger im vordergrund stehen können, aber inhaltlich mit repräsentieren.

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      • “Sie weiß auch gar nicht, wo die historischen, theoretischen und praktischen Probleme des Liberalismus liegen.”

        Muß man auch nicht wissen, denn die zu lösenden Probleme liegen in der Gegenwart, nicht in der Vergangenheit und wurden von Leuten verschuldet, die die historischen, theoretischen und praktischen Probleme des Liberalismus kennen.

        Der Begriff “liberal” erfährt durch die Piraten eine neue, überaus gesunde Konnotation und nur die ist entscheidend.

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        • “Der Begriff “liberal” erfährt durch die Piraten eine neue, überaus gesunde Konnotation und nur die ist entscheidend.” – Ich befürchte, Du glaubst das wirklich.
          Und ich befürchte, genau solche Leute wie die Piraten und ihre Anhänger sind im Prinzip die neue Generation der Neoliberalen. Sie wissen es bloß noch nicht. In Berlin rennen ja heute auch so ehemalige Idealisten der Grünen in Prenzlauer Berg rum, und vertreiben soziale Schwächere aus ihren Wohnungen. Schließlich muss ja die Rendite stimmen und den Markt darf man nicht antasten. Hätte vor 20 Jahren keiner von denen geglaubt. Ich befürchte leider, die heutigen Piraten werden in 20 Jahren noch schlimmer sein als die heutigen Grünen. Mir graut es vor denen, die schon mit Anfang 20 im Technokratenton davon schwärmen “Systemadministratoren” zu sein und brav und bieder dem Markt huldigen. Insofern sind die Piraten sogar schlimmer als die Grünen in ihren Anfangstagen. Im Gegensatz zu Piraten hatten die nämlich anfangs vielleicht tatsächlich noch Ideale.

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    • Preisfrage: wieso werden die Piraten von den Medien weitestgehend verhätschelt, die Linkspartei jedoch von denselben Medien entweder ignoriert oder ohne Ende gebashed? – Könnte das vielleicht was damit zu tun haben, dass die Piraten so schön harmlos sind, während die Linken zumindest die wirklich wichtigen Fragen stellen? Fragen nach strukturellen Veränderungen z.B., die bestimmten Leuten in diesem Land weh tun würden, Fragen nach der Verteilung von Reichtum und Macht. Fragen, die jedoch die Piraten in ihrer ganzen harmlosen Biederkeit nicht stellen werden. Verwöhnte Bürgerkinder, die den Tag damit verbringen mit mac book, iphone und twitter zu spielen, werden sich niemals ernsthaft für strukturelle soziale Veränderungen in diesem Land einsetzen. Das wissen auch die Medien. Denn seien wir doch mal ehrlich: Das bischen Medien-Boulevargekasper, über das Frau Weißband hier so jammert ist doch in Wirklichkeit ein harmloses und laues Lüftchen im Vergleich zu dem, wie Medien z.B. mit jemanden wie z.B. Oskar Lafontaine umgehen, wenn er z-B. den Einfluß der Banken auf Regierungspolitik in Deutschland thematisiert. Vergleichbare Kritik habe ich von Piraten übrigens noch nie gehört. Biedere Harmlosigkeit eben.

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      • nein diese medienkritik ist einer der wesentlichsten inhalte!
        der tabubruch ist, sie als persönlich zu äussern.
        es geht nicht darum was die medien mit oskar abziehen, sondern dass marina ihnen wegen diesem ungustiösen und niederträchtigen verhalten in die suppe spuckt, und das gehört mit aller kraft unterstützt.

        keinem fällt mehr auf wie daneben das ist, nach lippenstift gefragt zu werden, wenn es politik zu machen gilt, in der form dass europa vielleicht ein klein wenig zu erledigen hätte?
        wir haben keine zeit für den scheiss, das ist es.
        es muss für ein medium und für die anchormen fürwahr unmöglich werden – auch kulturell betrachtet – inhalte durch sexismen abzuschmettern.
        aber selbst feministinnen fallen ihr in den rücken mit “I told you so”. nicht schlau, danke.

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      • Nein, die Linken haben jede Menge ehemalige Haifische aus dem DDR-Regime in ihren Reihen, heute “harmlsose” Stadträte in Neubrandenburg, Frankfurt/Oder oder Cottbus – oft ehemalige Stasioffiziere. Fragen Sie doch mal Herrn Gysi, wie viele Menschen er als Linkswanwalt mit seiner Hilfe nach Bautzen gebracht hat oder zu seiner Vergangenheit als IM – darauf antwortet er mit juristischen einstweiligen Verfügungen u.s.w. Die Linkspartei äußert immer wieder, “dieser Staat muss weg”…zu deutsch wir wollen wieder eine Diktatur

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    • Schade Nath, fast hätte mich ihre geschliffene Sprache überzeugt. Nur – sie wissen nicht, wovon sie reden. Sie schreiben:
      “Wenn Sie den Nicht-Arbeitetenden ein menschenwürdiges Grundeinkommen verschaffen wollen, müssen Sie auch das Einkommen der für einen Hungerlohn Arbeitenden anheben, schon aus Gerechtigkeitsgründen”

      Das Grundeinkommen wird an alle Bürgerinnen und Bürger ausgezahlt, unabhängig davon, ob sie arbeiten oder nicht.

      Insofern stellt sich auch die Frage nach dem Lohnabstandsgebot überhaupt nicht.

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  137. Hallo Marina,

    ich habe sehr interessiert deinen Artikel gelesen und du beschreibst auch gut den desolaten Zustand der heutigen “Boulevard-”Presse. Sicher ist es schwierig sich in dieser Umgebung zurecht zu finden, aber auch nach den beiden TV-Auftritten muss ich sagen, dass du sehr viel aus deinen Möglichkeiten gemacht hast. Du wirkst authentisch und überzeugt und das macht dich sympathisch. Und gerade der Individualismus, den du ausstrahlst, das Aufzeigen und offene Kritisieren der Normen sind wichtig. Damit wirst du zwar in der Situation noch nicht viel ändern, aber es schauen immer Menschen zu, die auch mitdenken und das Spiel der Medien durchschauen. Anderen wird das vielleicht klarer – steter Tropfen höhlt den Stein.
    Aus meiner Sicht sehr gute Arbeit in den letzten Tage.

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  138. Über die “Presse” und andere tradierte Medien (wie auch z.B. TAZ) würde ich mir nicht mehr so große Gedanken machen, denn die sind im Rückzugsgefecht gegen Menschen die das Internet produktiv Nutzen.

    Tradierte Medien verkommen zu einer hysterischen Anbiederung an banale menschliche Instinkte und betreiben sozialistisch anmutende Selbsterhaltung- und Selbstbestätigungssrituale für ihre aussterbende Zielgruppe.

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    • @ Borat: Glaubst Du den Schwachsinn, den Du hier von dir gibst eigentlich wirklich? Piraten-fanboys sind offensichtlich noch zehnmal primitiver als ich bisher schon dachte.”sozialistisch anmutende Selbsterhaltung- und Selbstbestätigungssrituale” Aha. Und das in ´nem Land das wohl inzwischen neoliberalen Mechanismen gehorcht als fast jedes andere Land in Europa. Unter was für Wahrnehmungsstörungen leidest Du denn sonst noch so, Borat?

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  139. Hallo Marina,

    als Auslandsdeutsche habe ich vielleicht einen etwas ruhigeren Blick auf die Geschehnisse derzeit in Deutschland.
    Es stimmt, dass die Medien, die ich bisher verfolgen konnte, sehr stark das Motto “schöne Piratin” nutzen, aber ich habe auch Ihren Auftritt bei Markus Lanz gesehen und der war sehr überzeugend. Leider waren Ihre Gesprächspartner überhaupt nicht thematisch passend, aber was Sie von sich gegeben haben war hervorragend. Ich fand auch, dass Sie wesentlich besser argumentiert haben, als ich es bisher von allen anderen Führungspersonen der Piratenpartie erlebt habe.
    Den professionellsten Eindruck im positiven Sinne haben Sie auf mich gemacht, trotz Ihres Aussehens und darin sehe auch eine große Chance.
    Es ist leider in Deutschland ein großes Manko als Frau auf die Optik reduziert zu werden. Ich selbst war in der technischen Unternehmensberatung tätig. Ich habe nie eine Frau kennengelernt, die einen Job wie den meinen machte. Lt. Forbes hatte es 98,5% Männer in meinem ehemaligen Job.
    Da habe ich 1:1 das gleiche erlebt, was die Medien Ihnen gegenüber auffahren. Es hilft übrigens nicht, sich optisch anzupassen und irgendwann so männlich auszusehen, wie fast alle Frauen in hohen Führungspositionen (kurze Haare, Hosenanzug, kein Schmuck, gedeckte Farben).

    Ganz im Gegenteil, genau dieser scheinbare Konflikt zwischen Ihrer zarten weiblichen Optik und Ihren schneidend logischen Argumenten und Ihren rhetorischen Fähigkeiten wirkt faszinierend.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich beruhigen wird mit dem Hype um Sie und der Alltag wieder einkehren wird. Sie müssen “nur” durchhalten. Mein Rat lautet daher: Antworten Sie nicht auf Fragen, nach Ihrem Outfit. Bleiben Sie bei den politischen Botschaften, die Sie vermitteln wollen.

    Vielleicht lohnt es sich eine mehr oder minder repräsentative Umfrage in der Bevölkerung zu organisieren, warum Frauen nicht in die Politik wollen. Vorteilhaft wäre natürlich wenn Antworten wie: zu intransparent, undemokratisch etc. rauskäme. Dann hätten Sie Ihre Standardantwort auf die Standardfrage :)

    In diesem Sinne, durchhalten die Presse ist ein Monster mit kurzer Verdauung. Bald frisst sie jemand anderen.

    Grüße aus der Türkei, dem Land, das eine niedrigere Frauenerwerbsquote hat als Afghanistan ;)

    Helena

    PS: Haben Sie sich mal überlegt, ob die Medien Sie nicht wollen, weil die Piraten dann “zu gut”, “zu überzeugend” und “zu professionell” rüberkommen? Sie sind den meisten Ihrer Interviewparter rhetorisch überlegen, auch das mögen Journalisten nicht.

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    • genau das mein ich.
      das bessere ist der feind des guten.
      und im deutschen sprachraum ist man extrem betriebsblind, mikrokosmisch und im tellerrand gefangen. und das ist absicht und ein spiegelkabinett. viele medien spielen da absichtlich mit, und verstecken es, in dem sie die leute glauben lassen, es sei inkompetenz. nur – auch gespielte dummheit führt zu echten fehlern. drum war marina überzeugender als andere.

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  140. Ausgeblendet weil niedrig Kommentarbewertung. Klicken, um zu sehen.

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    • Heul doch?

      Welch abgestumpfte Wesen sich doch stets in Kommentarsektionen verlaufen und von ihren Mitmenschen einfordern, daß sie gefälligst ihre Gefühle auszuschalten haben, wenn sie in der Öffentlichkeit stehen. Statt Offenherzigkeit und klarer Worte bevorzugen sie Politiker, die im Hamsterrad mitlaufen und sich von Massenmedien abhängig machen. Wenn’s nicht so schade um das jeweilige Einzelschicksal wäre, könnte man glatt drüber lachen.

      Was die Auftritte bei Lanz und Schmidt angeht: Die scheinen doch sehr gut angekommen zu sein, wenn man sich das Feedback anschaut. Kann natürlich auch sein, daß die Leute, bei denen die Auftritte nicht ankamen, keinen Internetzugang haben und daher ihre Meinung nicht äußern können. Von Lanz-Stammzuschauern behaupten böse Stimmen ja, daß sie ihre Kritik stets per Postkarte zum Lerchenberg schicken und die gehen schon mal aus, im Seniorenstift. Kann also gut sein, daß da noch was kommt.

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    • soweit der notorische status quo diss-bot.

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  141. Nicht nur die Medien, sondern auch Sie selbst thematisieren sich öffentlich ständig selbst. Verdammt uncool! Wenn es Ihnen um Inhalte geht, zeigen Sie bitte mehr Haltung und thematisieren Sie nicht nur vor Journalisten, sondern auch öffentlich die Inhalte statt sich selbst.

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    • Ich glaub, das hier ist Marinas privater Blog. Hier darf sie das :-D

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      • Jede in diesem öffentlichen Blog getätigte Aussage ist öffentlich. Bei einem wirklich privaten, also passwortgeschützten oder anonymen Blog wäre die Sache anders gelagert, aber das ist für die Autorin vermutlich nicht reizvoll.

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  142. Ich fühle mich mal wieder darin bestätigt das es sich nicht lohnt eine Zeitung zu Abonnieren oder einen Fernseher zu besitzen ;)

    Wir leben nunmal leider in einer “Gesellschaft des Spektakels”, zum Glück haben wir dank der Digitalen Revolution nun andere Mittel um miteinander kommunizieren zu können. Ansonsten hätten wir es wohl wirklich ziemlich schwer unsere Themen irgendwie zu transportieren den die kommerziellen und öffentlich rechtlichen Massenmedien sind dazu kaum in der Lage oder willens.

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  143. Dan, sei halt das show girl !!! mit Politischen inhalten!!! ;)

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  144. marina müsste herausfinden, wie sie die deutschen zuhörerinnen erkennen lassen kann, dass es für sie alle zusammen eine schande ist, sich solche medien gefallen zu lassen, und dass es nicht schicksal ist wie die sich benehmen, sondern es hat politisches angriffsziel zu sein.

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  145. Ausgeblendet weil niedrig Kommentarbewertung. Klicken, um zu sehen.

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  146. Themen für den hessischen PT:

    Erhöhung des Frauenanteils in der Partei !

    Wir reden hier über eine Partei, deren Vorsitzender allen Ernstes sagt: “Nicht jeder in der NPD ist auch ein Neonazi”. ?!

    BB Bad-Nauheim
    http://www.facebook.com/veggie.world.BN

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  147. Auch männliche Politiker werden manchmal auf ihr Aussehen reduziert. Man denke nur an Herrn zu Guttenberg vor der Plagiatsaffäre.

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  148. daß die form den inhalt überwiegt, ist völlig natürlich. ein großteil der kommunikation geschieht über körpersprache! bis sich ‘die’ presse von diesem ‘wettbewerbsding’ lösen kann, um auch mal wieder über inhalte zu berichten, würde ich raten, sich einfach von dem ‘pressedings’ zu lösen und mehr mit den eigenen ‘formen’ zu experimentieren.

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    • … oder die Medien dafür zu nutzen, die Zuschauer in die “eigenen Formen” einzuladen.

      Wir können sie abholen, wo sie sind. Auf den Weg machen muss sich aber jeder selber.

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  149. P A R T E I E N = P I R A T E N – fast ein Anagramm :-)

    Mögen die Piraten die Parteien so durcheinanderwirbeln wie sie es mit den Buchstaben bereits getan haben!

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  150. “Seien wir ehrlich. Meine Medienpräsenz besteht zu 80% aus Fotos, Kommentaren über meine Frisur, meine Kleidung, meine Hobbies, meine Art. ” +
    Kommentare über deine Krümmungswinkel deiner Nase.

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  151. Heilige Marina
    Schutzpatronin von Tschenstochau bitt für uns Amen! Möge dein Heiligenschein besungen werden, auf allen Kontinenten und allen sieben Weltmeeren! Schönste der Schönen des sibirischen Ostens. Halleluia!

    Ist doch wahr. So viel Selbstbeweihräucherung widerstrebt mir. Wiese heißen die Piraten eigentlich Piraten? Weil sie für die vollständige Aufteilung privaten und öffentlichen Eigentums sind?

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  152. Ich habe jetzt vieles hier gelesen und will Dir glauben, dass mit den Piraten etwas nachhaltiges entstanden ist. Erfahrungen müssen wachsen – wichtig wenn irgendwann andere Menschen neue Dinge vorschlagen, von Dingen schwärmen, die einem bekannt vorkommen, diese nicht mit hundert Jahren Erfahrung am Vorstandstisch zu bremsen. Also offen zu bleiben. Das unbehagen an der Popularität glaube ich Dir, da nicht betroffen kann ich es nicht nachfühlen. Aber ein Freund, der sich aus einfachen Verhältnissen nach vorn gebracht hat hat in ähnlicher Situation gemeint er würde jetzt denen helfen, sich für die einsetzen, die keine Mittel und Lobby haben. Vielleicht mags Du den Hype um Dich in diesem Sinne nutzen.

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  153. Jede neue Generation muß aufräumen mit zuviel Zynismus, den die vorangegangenen Generationen aufgehäuft haben. Gleichzeitig ist die Welt mit ihren Polen zwischen Liebe und Gewalt so eingerichtet, daß nur Zyniker darin überleben können. Deshalb haben auf längere Sicht nur diese eine Chance auf Karriere in Politik und Gesellschaft. Und in gewissem Sinne hat Frau Weisband schon mit dem Zynismus angefangen. Gewählt als Geschäftsführerin wurde sie, weil sie schön, intelligent und eloquent ist. Sie behauptet nun- und darin ist sie genauso verlogen wie die üblichen Politiker- daß ihr die Schönheit nicht wichtig sei. Wenn das so ist. warum sind sie dann geschmackvoll angekleidet und geschminkt, warum kleiden Sie Sich nicht bewußt asexuell?
    Die Piraten werden so enden wie die Grünen, als Karrieremöglichkeit für Leute, die befähigt sind, ihrer Klientel eine gewünschte Haltung geschickt vorzuschauspielern. Die ehrlichen Grünen sind schon Ende der 80er ausgestiegen.

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  154. Ich schätze Sie wegen Ihrer klaren politischen Vorstellungen, deswegen will ich Sie ermutigen, sich dem Sexismus kalt lächelnd entgegenzustellen und einfach dabei zu bleiben. Persönlichkeiten wie Sie werden in der deutschen Politik gebraucht. Lassen Sie sich weder von der sexistischen BILD noch von der antisemitischen TAZ daran hindern. Geben Sie nicht auf.

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  155. Entschuldige, aber das ist sooooo lustig: da lese ich Deinen Artikel (und bin wirklich beeindruckt von deiner Argumentation) und dann klicke ich auf den Link zu Oliver Roscher und das erste, was ich auf der “newsPUNKTde”-Seite sehe, die aufpoppt ist ein Banner “Erotische Treffen”. Die Ironie des Klickschals!

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  156. Liebe Marina,
    als Mann habe ich mich schon oft gefragt, warum Frauen, wie Du schreibst “unweiblich sein müssen” um Erfolg zu hben. Oder, wie ich es formulierem, dass leider nur Frauen Erfolg haben in Politik, Wirtschaft und teilweise auch Kultur, die von ihrer Ausstrahlung und ihrem Behavior her, die besseren Männer sind. Bzw. sich als diese beweisen. Ich fand immer, dass dadurch der Gesellschaft mehr verloren geht, als sie gewinnt. Insofern trifft Dein Satz “Im Moment fühle ich mich wie eine Stumme, während alles über mich spricht.” Er gibt mir in diesem Sinne zu denken. Wieviele Stimmen wollen wir noch auf diese Weise verstummen lassen? Ist uns die alltäglich langweilige, aber selbstgewisse Klischeebestätigung gegenüber allem, was wir als “die Anderen” empfinden wirklich wichtiger als gemeinsam eine Zukunft zu suchen? Als Mann wünsche ich mir genau die geistige und dabei sehr warmherzige Frauenpower, wie sie aus Deinem Artikel spricht.

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  157. rolle vorwärts, nich?

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  158. Sehr geehrte Frau Weisband, für Sie ist es sicher frustierend, als Politikerin nicht ernstgenommen zu werden. Auf der anderen Seite ziehen Sie die Sympathien der Leute auf sich. Das kann nicht jeder von sich behaupten. Das könnten Sie also auch nutzen, um den Menschen Ihre politischen Ziele näherzubringen. Denn im Gegensatz zu anderen Politikern hört man Ihnen zu.

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  159. Wie Frau Weisband in ihrem Artikel deutlich schrieb, hört man ihr eben meist nicht zu,
    was wirklich traurig ist.
    Ich hasse diese verlogene kapitalistische Mediengesellschaft, in der es nur um Kohlemachen, Auflagen und Zuschauerquoten geht.
    Ich hoffe nur, daß Sie Frau Weisband, aufhören bevor Sie sich kaputt gemacht haben und
    sich niemals korumpieren lassen.
    (nicht daß ich den Eindruck hätte)

    Alles Gute,
    therealAnodyne

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  160. Ganz wichtig ist, dass Sie sich nicht verbiegen, Marina, sonst kommt dabei auch nur verbogene Politik heraus. Eine verbogene Piratin spricht niemanden an. Erstaunt bin ich, wie viele Klugscheißer schreiben und wie viel Mißgunst oft durchklingt. Es ist auch eine falsche Alternative – Boulevardjournalismus oder seriöser Journalismus. Wir sind alle zumindest ein wenig voyeuristisch. Aber auch Voyeure haben Ohren. Es gilt Argumente zu finden, die zwischen den Ohren bleiben.
    Besten Gruß und viel Erfolg bei der Diplomarbeit!
    Werner Kastor
    PS: Lohnt es sich, darauf hinzuweisen, was “liberal” bedeutet, wenn alle nur “neoliberal” hören? In meinem Fremdwörterduden von 1960 steht u.a.:”freiheitlich, für die Rechte des Individuums eintretend”.

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  161. Ich habe mit der selben Journalistin von der Taz ähnliche Erfahrungen machen müssen. Sie meinte eine Reportage von mir schreiben zu wollen und hat sich im Prinzip Ihre eigene Geschichte ausgedacht…
    Ich habe auch lange in meiner Wohnung, über mir wichtige Themen, mit ihr gesprochen, leider mußte ich im nachhinein herausfinden, dass Frau Messmer überhaupt nicht zugehört hat und offenkundig auch nicht zuhören wollte. Wahrscheinlich hatte Sie schon vor dem sogenannten Interview ihre eigene Story im Kopf. Es war unterirdisch und ignorant, aber auch anmassend und traurig wenn man selbst so verfälscht dargestellt wird.
    Als ich nun Deinen Tazartikel von Susanne Messmer- bzw. die dazugehörenden Leserkommentare las, schlich sich mir der Gedanke schon ein, dass offensichtlich dieser “Stiel” vielleicht nicht unbedingt bei der Taz, aber zumindest bei dieser sich selbst überschätzender Germanistin schon Routine ist, so ihre fürchterlichen Reportagen sich zusammen zu schreiben.

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  162. ja, ich würde “diese frau” wählen! ;)

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  163. Ausgeblendet weil niedrig Kommentarbewertung. Klicken, um zu sehen.

    Poorly-rated. Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 4

  164. Na immerhin hat der schweizerische Tagesanzeiger vor einigen Tagen ein Interview mit Dir abgedruckt, in dem Du Gelegenheit hattest, Deine Ansichten darzulegen. Das kam doch recht gut rüber.

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  165. -Der notwendige Impuls in dieser Zeit-

    http://www.youtube.com/watch?NR=1&feature=endscreen&v=FmBvUjVaPyw

    ..dieses Interview “ndr zapp”, wo es um die Rolle der Journalisten in der heutigen Gesellschaft geht und wie ein “Medien-Neuling” das wahrnimmt und bewertet, halte ich für ein sehr wichtiges und sehenswertes “Dokument” unserer Zeit.

    Ich bin 32 Jahre alt und war mit 18 jahren noch so voller Euphorie und Optimismus als ich kurz davor stand zum ersten Mal wählen zu dürfen. Mit einer Naivität habe ich die Wahlprogramme gelesen und ausgewertet für mich in meiner Entscheidungsfindung…

    Ich gehe schon lange nicht mehr wählen.. Ich interessiere mich seit einigen Jahren für Philosophie, Psychologie. Dort kann ich wählen, Wahrheit finden. Aber in der Politik ? Kaum ein Wort ist, wenn man ehrlich ist, in diesem Land so negativ belegt wie “politiker”.

    Der in dem Interview beschriebene Sexismus war, was schon beim Erkennen beschämend ist, für mich der Antrieb übehaupt mich mit dieser Person zu beschäftigen. Beim Betrachten des Interviews habe ich mich beobachtet und festgestellt, das aus den oberflächlichen sexistischen konsumbegründeten Motiven (die ja letztlich in der heutigen Gesellschaft hinter vielen Entscheidungen im Laufe eines Tages so stehen..) … das da eine echte Symphatie entstanden ist.
    Und zwar eben nicht mehr die für eine junge, hübsche Frau, sondern für einen Menschen der hier wirklich versucht notwendiges Vertrauen in die Mitbestimmung und Demokratie zurückzugewinnen.

    Sollte mein Weg auch bei anderen Zeitgenossen ähnlich verlaufen, dann brauchen Sie sich, liebe Frau Weißband, vielleicht weniger über die anfängliche Darstellung iherer Person in den Medien zu ärgern und auch wenn ich hier im DU-Internet den drang des Duzens verspüre, wähle ich das “Sie” aus respekt vor dem was Sie gegenwärtig leisten für diese Gesellschaft.

    Denn ich kann mich, wenn ich erhlich bin, noch nicht dazu durchringen ein Parteiprogramm einer Partei wieder zu lesen. Aber somit haben wir einen ehrlichen Austausch auf der Plattform des Internets gehabt, in dem Fall das Sie meinen Kommentar lesen zumindest. Denn Sie sind ehrlich in dem Video und ich in diesem Augenblich.

    Und wenn ich auch bis heute sehr Politikverdrossen bin, so habe ich doch die feste Grundüberzeugung das die Wahrheit selbst jeden Menschen und schliesslich auch die Menschheit weitertragen wird..

    Herzliche Grüße und viel Glück für Sie!

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  166. Deine Erfahrungen mit den Medien sind leider ganz normal und lassen sich erklären: https://en.wikipedia.org/wiki/Propaganda_model

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  167. Sehr geehrte Frau Weisband, Guten Tag,

    ich habe Sie gestern in der Sendung bei Friedman gesehen und Sie haben mich sehr beeindruckt. Das war wirklich gut, wie Sie sich gegenüber diesen Platzhirschen behauptet haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Gesundheit (Das wünscht Ihnen ein klassischer Liberaler).

    Mit den besten Grüssen

    Uwe

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  168. Liebe Frau Weisband,

    ich bin – ehrlich gesagt – auch ziemlich beeindruckt von der Art, wie Sie sich in dieser (leider immer noch) männlich besetzten Domäne behaupten. Ich bin beeindruckt, dass es Ihnen gelingt, trotz Ihrer unbestreitbaren Medienwirksamkeit, die Sie vielleicht auch als Talent betrachten können, so unprätentiös zu bleiben. Ich bin beeindruckt von Ihrer Leistungsstärke, von Ihrer politischen Meinung, von Ihren Ansichten über Bildung – die ich im übrigen absolut teile – und über Internet und Gesellschaft. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Kraft und hoffe, Sie bleiben der Politik auch weiterhin erhalten.

    Viele Grüsse,

    Antje Bahlke

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  169. MARINA ICH LIEBE DICH!!!

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  170. Das ist doch nur ein kleiner Schneeklumpen an der Spitze des Eisberges, den die Spezies “Vierte Gewalt” alltäglich verzapftt, eine Momentaufnahme unserer von ihr konstruierten Realität.

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  171. Liebe Frau Weisband,

    ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen, weil Sie am 28. April 2010 Ihr Amt in der politischen Geschäftsführung der Piratenpartei entkleidet haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    J. G.

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  172. Liebe Marina,

    mit großer Neugier und ein bisschen Hoffnung habe ich deine Homepage studiert. Nun ja, die Neugier ist gestillt, die Hoffnung war leider umsonst. Eigentlich bin ich auf dich durch deinen Auftritt bei Jauch aufmerksam geworden. Da habe ich mich zunächst gefragt, was du da eigentlich verloren hast, wo du doch weder Ahnung von dem Thema, noch deine eigene Betroffenheit als Überlebende demonstrieren kannst. Doch relativ schnell ist mir klar geworden, dass sich hier quasi zwei gefunden haben – die Redaktion von Jauch hat ein junges, frisches, naives und deshalb durchaus kurioses (in der Mediensprache – quotenbringendes) Polit-Küken gefunden, und du – eine Plattform, auf der du dich, bescheiden, aber immerhin, profilieren kannst. Für Germanys Top-Model bist du natürlich zu intelektuell, gar keine Frage, aber als “schöne Piratin” von der Presse bezeichnet zu werden, ist für dich fast wie für die ganzen Marie-Claires und Yvonnes, ein Lob von Heidi zu ergattern.
    Da müssen wir uns doch nichts vormachen. Deine Homepage ist leider dessen trauriger Beweis. Studierst du wirklich Psychologie? Was würdest du denn für ein psychologisches Profil von dir selbst anhand dieser Seite erstellen? Jetzt mal Hand aufs Herz? Eine halbstarke Waldfee (s. Bildergallerie, Lyrik), deren liebste Beschäftigung in der permanenten Selbstbetrachtung liegt. Dazu werden Pressekommentare gerne interpretiert (s. deine Abhandlung über deine Medienpräsenz), Kommentare anderer Leser ausgelegt und die (natürlich positive) Meinung deiner Parteikollegen über dich von dir selbst zelebriert. Bedenklich, bedenklich… Aber das ganze wäre eigentlich absolut uninteressant, hättest du dir nicht eingebildet, eine Politerkerin zu sein. Wie ist eigentlich dieser Quatsch in dein bezopftes Köpfchen (etwa aus der Solidarität mit der Timoschenko?) gekommen?! Die jüdische Gemeinde ist natürlich irgendwann ziemlich eng, um sich ernsthaft dort zu proflieren. Außerdem ist es ziemlich muffig dort, und die ganzen potenziellen Schwiegermütter, welche dich dort bewundern können, riechen schon bald nach Mottenkugeln, wie ihre Söhne auch. Das Prinzip des “sich Profilierens” hast du dir dort aber gut angeignet. Nun muß die Bühne größer werden – Adieu Gemeinde (ich weiß, ich weiß, du gehst da jeden Schabbat hin) – willkommen Politik! Und siehe da – es funktioniert! Und zwar genau so. Jauch und Co. als zufrieden nickende jüdische Schwiegermütter, Parteigenossen als zustimmende Synagogengänger, die vor sich hin murmeln – diese Weisband, ein gutes Mädchen, mit ihr kann unser Partei-Image nur besser werden, und auch noch jüdisch, ho, ho…
    Nun ja, da liest du das, und zack – regt sich der Verdacht des Antisimetismus in deiner Seele. Wer könnte dir das verdenken… Ich muss dich aber an der Stelle bitter enttäuschen. Ich, zu deiner religiösen und kulturellen Heimat gehörend, habe natürlich das Recht, dir jegliche Kritik zuzumailen, auch wenn sie als antisemitisch ausgelegt werden könnte. Da haben wir aber beide Glück gehabt – du, durch dein Judentum, wäschst die Piraten vom Verdacht rechtsextremer Neigungen rein, und ich, durch mein Judentum, darf dir ganz ehrlich schreiben, was ich von dir halte. Da kann man echt froh sein, in diesem Land als Jude zu leben.

    P. S. Das mit dem “bezopften Köpfchen” und Timoschenko – bitte nicht übel nehmen, war nur eine lustige Assoziation, fast lyrisch…

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  173. Wir Menschen sind halt so, dass wir Probleme und Aufgaben brauchen. Wenn wir keine haben, werden wir uns selbst zum Problem.

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  174. Ich glaube, dass jeder, ob Mann oder Frau in der Öffentlichkeit, die selben Probleme haben.

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