Jun 132011
 

Liebe Freunde,

Nach einem knappen Monat im Amt komme ich nun endlich dazu, meinen Entwurf für ein Konzept der parteiinternen Meinungsbildung vorzulegen. Das ist wirklich nur ein erster Entwurf und es muss viel daran rumgeschraubt werden. Einige wichtige Fragen sind noch offen.  Ich möchte aber, dass dieses Konzept wächst und nicht aufgepropft wird. Darum zeige ich es allen in dieser frühen Phase. ALLES daran kann noch verändert werden. Aber die ersten Reaktionen im privaten Gespräch waren durchaus positiv. Von vornerein bedanken möchte ich mich bei Stephan Urbach, der einen Löwenanteil an dieser Idee hatte.

Ziel des Konzeptes ist es, die verschiedenen Wege der Meinungsfindung im Moment zu bündeln und möglichst effizient und transparent zu gestalten. Ich lege wert darauf, dass trotz unserer stark gewachsenen Mitgliederzahl die Entscheidung immernoch die Einzelmeinungen jedes Piraten berücksichtigt und demokratisch bleibt. Jeder soll die Möglichkeit haben, eine ganzheitliche Meinung darzustellen und seine Argumente in die Debatte einzuführen, ohne dass die Übersichtlichkeit verloren geht. Ich habe mich bemüht, keine neuen Plattformen einzubauen, die widerum zu Diskussion und Verlust der Übersichtlichkeit führen. Ein weiteres, wichtiges Ziel war es, die Hürde für einen Neueinstieg in Diskussionen zu senken und so Inaktiven und Nicht-Piraten den Einstieg in die Arbeit zu erleichtern.

Eine wichtige Unterscheidung in meinem Konzept ist die zwischen Diskussion und Debatte. Während eine Diskussion unkoordinierte Konversation zwischen mehreren Parteien ist, die sich gegenseitig ihre Argumente zerlegen, ist eine Debatte ein strukturierter Vorgang mit festen Regeln und zieht ganze Meinungen in Betracht. So hoffe ich, die Debattenkultur in der Partei zu heben, ohne Meinungen außen vor zu lassen.

Das Konzept

Schritt 1

Schritt 1

Das ist die Ausgangslage, die auch zurzeit vorherrscht: Über Twitter, Facebook, Blogs, Stammtische, Mumble, Mailinglisten u.s.w. werden im Moment Diskussionen geführt und jeder äußert seine Meinung. Es ist ein unübersichtlicher Zustand, der neuen und inaktiven Piraten den Einstieg erschwert. Da wir in dieser Situation stecken, gehe ich von ihr aus. Die Buchstaben stellen Einzelmeinungen dar. Die drei A-Meinungen sind sich ähnlich, aber doch ein wenig verschieden, daher die unterschiedlichen Fonts.

 

Schritt 2

Schritt 2

Eine Kleinigkeit, die sich “Debattenportal” nennt. Diese Idee kommt von Herrn Urbach. Dabei werden alle Beiträge (vor allem Blogbeiträge, aber auch andere Texte, Benutzerunterseiten, Podcasts etc.) zu einer bestimmten Kontroverse gesammelt. Sie werden dabei einfach verlinkt und in einem Satz zusammengefasst, zwecks Übersicht. Gleichzeitig werden sie in etwa eingeteilt in “dafür”, “dagegen”, “neutral” oder ähnlich. Die Kategorien können aber auch inhaltlich sein. Hier bezeichne ich sie einfach als Meinung A, Meinung B und Meinung C.
So etwa kann das aussehen:

Debattenportal

Letzlich ist es einfach eine Linksammlung, zum Beispiel im Piraten-Wiki. Dieser Schritt 2 funktioniert auch, wenn der Rest überhaupt nicht funktioniert. Abgesehen von seiner Funktion als Debatte, ist er auch eine Übersicht über aktuelle Themen und die existierenden Meinungen dazu. Du willst wissen, was es in der Piratenpartei schon zum Thema Umweltschutz gab? Geh ins Debattenportal. Ganz einfach.
Wichtig ist hier, dass jeder die Möglichkeit hat, seine Meinung ganzheitlich darzustellen, anstatt sie zu zerstückeln und Einzelaspekte der Meinung anderer durch seine eigene auszutauschen. Warum ist das gut? Weil viele Meinungen nur als Konzept funktionieren. Ich kann nicht von einem bedingungslosen Grundeinkommen sprechen, ohne damit ein Menschenbild und eine Gesellschaftsvorstellung zu implizieren. Jemand mit einem anderen Menschenbild wird sagen, dass BGE unmöglich ist, und hätte recht. Es ist also wichtig, eine Meinung mit allen Prämissen und Konsequenzen darzustellen, bevor jemand widersprechen darf.
Das Debattenportal ist auch das Auffangbecken für alles, was sich auf allen anderen Gesprächsplattformen der Piraten ergibt. So kann zu einer interessanten Diskussion auf einem Stammtisch ja auch ein Text verfasst werden, ebenso wie ein Gespräch aus dem Mumble. Alle Ideen, die man im Real Life hatte, kann man vertexten und im Debattenportal verlinken. Von den AGs erwarte ich hier ganz besonders viel Bereicherung. Und die Beiträge müssen nicht nur parteiintern sein! Es gelten alle Texte, die die eigene Meinung verargumentieren.
Im Wiki also werden diese Einzelmeinungen gesammelt und irgendwann von irgendwem (!) jeweils einzeln zusammengefasst. Es gibt also eine Zusammenfassung zu Meinung A (dafür?), Meinung B (dagegen?) und Meinung C (Kompromiss?). Eine der offenen Fragen ist, wie die Zusammenfassungen ablaufen sollen. Vorstellbar wäre einfach jemand Freiwilliges, oder Sprecher der entsprechenden AGs, oder Gemeinschaftsarbeit in einem Pad. Über diesen Punkt müssen wir gründlich nachdenken, um Akzeptanz zu schaffen. Denn mit diesen Zusammenfassungen wird weitergearbeitet.
Ich möchte die kontroversen Meinungen ab Schritt 2 trennen und nur noch getrennt behandeln. So kann jede für sich reifen und sie können schließlich zu konkurrierenden Anträgen werden. Der Reifungsprozess ist Schritt 3.
Schritt 3

Schritt 3

Ich schicke voraus: Im Moment steht eine leichte Umstellung von Liquid Feedback bevor. Erstens wird es ein Update geben, das Delegationen nach einiger Zeit der Inaktivität verfallen lässt; zweitens ist eine neue Benutzeroberfläche in Planung, die die intuitive Benutzung erleichtert. All das sind voraussetzungen, wenn man das System als Zwischenschritt in einem Entscheidungsprozess benutzt. Ich habe hier bewusst mit Liquid Feedback gearbeitet, weil es das geeignetste Instrument für Schritt 3 ist.
Es gibt Dinge, die Liquid Feedback nicht kann, und es gibt Dinge, die Liquid Feedback gut kann. Kontroverse Entscheidungen treffen kann es nicht wirklich gut. Aber einen in sich relativ konsistenten Antrag verfeinern, verbessern und mehrheitsfähig machen, das kann es super. Die Vertreter der Meinung A können hier Alternativanträge stellen, bis sie mit einem Antrag, der A vertritt, zufrieden sind. Vertreter der Meinung B müssen dabei nicht durch Alternativinitiativen interferieren, weil sie nur an ihrem eigenen Antrag arbeiten müssen. Also wie Fußballteams, die jeder für sich ihr eigenes Training machen, ehe sie gegen einander antreten. Dieser Schritt ist wichtig, damit möglichst viele Vertreter der Meinung A auf einem Bundesparteitag zum Beispiel auch für Meinung A stimmen und es nicht an Details des Antrags scheitert.

 

Schritt 4

Schritt 4

Schritt 4 ist banal: Die konkurrierenden Anträge werden auf dem Bundesparteitag oder anderen Entscheidungsgremien gegen einander gestellt und es wird basisdemokratisch darüber abgestimmt. Der Argumentationsprozess bis hierher war transparent, jeder Antrag kann nachvollzogen werden. Das erhöht hoffentlich die Akzeptanz von A und B, die in diesem Fall C unterliegen und mit der Entscheidung der Partei für C leben müssen. Sie können sich in aller Ruhe nochmal alle Argumente und Texte für C zu Gemüte führen, um zu schauen, ob sie mit dieser Meinung leben können.

 

Hier noch einmal der gesamte Verlauf:

 

Dem Bundesvorstand habe ich dieses Konzept vergangenen Sonntag vorgestellt und man schien insgesamt zufrieden damit zu sein. Einige Kritikpunkte wurden allerdings geäußert, auf die ich hier eingehen will:

  • Das System funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Sonst werden auf BPTs ständig Anträge neu eingeworfen, die die Schritte zuvor nicht durchlaufen haben.
    Nun, die meisten Systeme zur parteiinternen Meinungsfindung funktionieren nur, wenn alle mitmachen. Ist ja auch irgendwie Sinn der Sache. Ich hoffe, dass mein Konzept verhältnismäßig durchlässig ist. Zum Beispiel muss nicht jeder, der etwas bloggt, seinen Artikel im Debattenportal verlinken. Das kann ja auch jemand anders für ihn erledigen. Darüber hinaus ist Schritt 2 so oder so sinnvoll, auch wenn er nicht der integrale Bestandteil von Meinungsbildung ist – seine Funktion als Debattenübersicht bleibt erhalten.
    Ich nehme an, dass Anträge auf BPTs, die dieses transparente und geordnete System zuvor nicht durchlaufen haben, nicht optimiert wurden und einfach von Einzelpersonen an einem Tag zusammengeschrieben wurden, entsprechend einfach geringere Akzeptanz haben werden.
  • Das Wiki ist nicht die optimale Plattform dafür. Es gibt bessere.
    Sebastian wandte ein, dass es Content-Management-Systeme gäbe, die für genau solch eine Aufgabe besser geeignet seien, weil man zum Beispiel Beiträge sortieren und bewerten könne. Das ist ziemlich verlockend. Das Gute an diesem Konzept ist ja die Austauschbarkeit seiner Tools. Hauptsache, wir bleiben bei EINEM Tool pro Schritt. Der Rest ist eigentlich egal. Ob wir lieber eine fancy Plattform aufbauen, die viel kann und alles noch übersichtlicher macht, oder aus Gründen der Einfachkeit lieber beim Wiki bleiben, um Neueinführung von Plattformen zu vermeiden – diese Entscheidung liegt letzlich bei den Piraten.
  • Welche Rolle spielen die AGs?
    Auf diese Kritik hin habe ich den Pfeil mit AGs an Schritt 2 gesetzt. Ganz klar müssen sie in ihren jeweiligen Themenbereichen gesonderte Rollen spielen. Wie genau das aussieht, weiß ich noch nicht. Ich würde mich da vielleicht mal gerne mit den AGs zusammensetzen und ihre Ideen hören. Prinzipiell kann man sich da vieles vorstellen.
  • Debatten brauchen Regeln. Und was dauert wie lange?
    Gefion hat recht, wenn sie sagt, dass so ein Debattenportal definierte Regeln brauchen wird. Ab wann kann ein Artikel rein? Wer darf sortieren? Was gilt als Debattenbeitrag? Das muss alles definiert werden. Die größte Frage von allen betrifft dabei die zeitliche Dimension: Wie lange geben wir Zeit, Links zu sammeln? Wie lange geben wir Zeit zum Zusammenfassen? Wie lange dauert jeder Schritt? Um das einzuschätzen, brauche ich widerum eure Hilfe.
  • Das Ziel der Debatten mündet nur auf den Bundesparteitagen. Was ist mit der Zeit dazwischen?
    Auch hier gibt es eine ersetzbarkeit von Tools. Der BPT ist schließlich und letzlich auch bloß ein Tool. Wenn die Piraten sagen, dass sie Entscheidungen online treffen wollen, und damit meine ich tatsächlich Entscheidungen, dann können wir durchaus auch schauen, was uns an basisdemokratischen Tools oder Umfragen zur Verfügung steht. Denkbar wäre hier – je nach Thema – zum Beispiel ein LimeSurvey, etc.

 

Wie ihr seht, gibt es noch eine ganze Menge offene Fragen. Auch euch fallen bestimmt noch welche ein. Aber dieser Entwurf hat für mich bislang vorteile, die mich motivieren, an diesen Fragen zu arbeiten:

  • Zivilisierte Debattenführung statt Schlammschlacht
  • Hohe Transparenz der Argumente und ganzheitliche Meinungen
  • Zusammenfassung vieler bereits existenter Plattformen
  • Leichter Einstieg in die Debatten
  • Unkompliziert modifizierbar
  • Nicht auf 100%ige Akzeptanz angewiesen
  • Pflanzt Liquid Feedback zweckmäßig und anforderungsentsprechend in einen Entscheidungsfindungsprozess, ohne es zur letzten Entscheidungsinstanz zu machen (Wobei das Tool bei geringer Akzeptanz trotz seiner Überarbeitung auch ersetzt werden kann)

 

Natürlich ist auch dieses Konzept mit anderen Plänen Teil eines strategischen Konzeptes, zu dem noch andere Elemente gehören, wie zum Beispiel Ansprechpartner für bestimmte Themenbereiche, oder regelmäßige Debattierklubabende im Mumble. Das geht dann alles Hand in Hand.

 

Ich hoffe, ich habe das jetzt gut zusammengefasst, ohne Essenzielles vergessen zu haben. Wenn ihr Fragen habt, oder Ideen zum Ausbauen, dann immer her damit! Ich möchte das zusammen entwerfen.
Bitte seht bloß für diesen Moment noch davon ab, Liquid Feedback in seiner jetzigen Form zu kritisieren und wartet auf das Update dafür. ;)

Ob das Konzept so funktionieren wird oder nicht, das kann im Moment wohl niemand sagen. Aber ich würde es gern einfach ausprobieren. Wenn es nicht klappt, modifizieren wir es, oder schaffen es ab. Aber vielleicht funktioniert es. Die Erfahrung wird es zeigen.

  155 Responses to “Entwurf eines Konzeptes für die parteiinterne Meinungsbildung”

Comments (152) Pingbacks (3)
  1. Nach dem ersten Überfliegen, scheint es mindestens eine gute Basis zu sein.
    Bin mal gespannt!

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  2. Sie hat Jehova (lqfb) gesagt!! Steinigt sie!

    ;)

    Ich muss es erst noch in Ruhe lesen und melde mich später. Ich hoffe es wird nicht gleich zerrissen…

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  3. You have my sword!

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    • And my Axe!

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      • And my bow

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        • And my biting social comentary

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          • Diese Kommentare sind jetzt schon über ein halbes Jahr alt und tragen rein gar nichts zur Diskussion bei. Warum bin ich der erste der diese Kommentare disliked, weil ich diese Kommentare nicht lesen brauche und auch nicht möchte? Vor allem gerade dann, wenn es um ein Konzept der Meinungsbildung geht.

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        • And my marlinspike (I’m a pirate…)

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        • The shield! Where is the shield?!

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          • Hallo sehr geehrter Herr Dr.(jus,Bayreuth) Rebell von und zu Web, Pseudonym “webRebell”,

            das mit dem bei Marinas MeinungsBildungs-Konzept mangelnden “SHIELD” ist echt daaas Problem.

            Walummm?

            Weil letztlich doch Kämpfe ausgefochten werden…

            und eine sich zwischen die Fronten werfende Jeanne dArc-GefechtsFührerin eher KollateralKonsum-OrganisationsOpfa wird als irgendwas sonst.

            Das Problem bei Debatten ist, daß Männer nicht immer gut zuhören, aber allzu gerne halb-gebrochene Spanplatten einfach aufeinander türmen – was das DebattenPortal wäre.

            Nun aus dem wachsenden MistHaufen echten SchnellKompost zu machen, ist nicht nur schwer, sondern auch eine progressiv problematischere Sisyphos-Arbeit.

            Genau umgekehrt muß ein DebattenSystem – zB wie bei Twitter gar nicht sooo schlecht – durch Gegenüber und Gemeinschaft den Politisierern konstruktive bis kreative Kritik liefern.

            Die Psychologie-Studentinnen-Naivität, daß hinter Meinungen sachliche, souveräne Mitmenschen stecken, und daß da nicht vor allem egopathischer (Kisker, 1979) Dampf mit eigenbrötlerischem Dunst abgelassen wird.

            Was super wichtig ist – nicht noch mehr die AussageFähigkeit einzelner Eigensinniger zu unterstützen, sondern die Zweiseitige Wahrnehmung im Stile einer Gedanken- und GefühlsFähigen Web2.0 Organisation.

            Darüberhinaus ist super unklar, warum die HauptSeite mit Wiki einfach weiter soooo unklar bleiben darf.

            Mangelnde InformationsQualitäts-Transparenz – das ist das kommunikatve HauptProblem der PirP, nix anderes. Warum im “PrivatLeben” der Politik die extrem kompetenten web2.0-Mitglieder versagen, eine organisationell und technisch hochwertige Leistung anzubieten, ist mir höchst unklar.

            Und dafür ist zuständig – die GefechtsFührerin. ;) :D qed

            Das Shield, das Marina also zu wünschen ist, ist das mit Hirn und Herz zuhörende TrommelFell der Beitragenden, die somit nicht zu LeidTragenden werden. Und damit wird Liquid zum LERNereignis.

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  4. And my axe ;)

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  5. mir gefällt das soweit schonmal sehr gut. das schwierigste wird die strukturierung der debatten sein. am besten wärs wenn nicht soo viele themen gleichzeitig debattiert werden und immer ein definiertes ende da ist (zb der jeweilig folgende programmparteitag). ich glaube es wäre sinnvoll (niedrige) zugangshürden zu haben um eine “offizielle” debatte zu starten, damit das ganze nicht zu sehr zerfasert. wenn mans im wiki macht könnte man sich zb vorstellen dass mindestens 5 piraten ein thema relevant genug finden müssen damit es als debatte zugelassen wird. vielleicht nimmt man auch immer nur die 5 wichtigsten oder so. wichtig ist auch dass aktiv werbung dafür gemacht wird. ich sehe da den vorstand ein bisschen in der pflicht dass wenn zb eine neue debattenphase beginnt er die mitglieder per email auffordert sich daran zu beteiligen. das geht nur wenn es klar definierte start- und end-zeitpunkte gibt. die nutzung von liquid feedback so wie du es vorschlägst finde ich genau richtig. es wird klar dass hier nichts entschieden wird sondern es nur um textverbesserung und vorbereitung geht.

    grundsätzlich bin ich hin- und hergerissen ob man das wiki nutzen sollte oder wie von sebastian vorgeschlagen ein cms benutzt dass dafür besser geeignet ist. das wiki is nur eine krücke, und wenn entwicklungsaufwand reingesteckt werden muss könnte man auch gleich was passenderes aufsetzen.

    vielleicht können wir am mittwoch im dicken engel das alles bequatschen.

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    • Full Stop.

      Trotz der (von mir verhassten) Tooldebatte muss ich jetz doch eins einwerfen:

      Bevor man die Tools weiter zersplittert und jedem Piraten (oder auch Besucher) einen neuen Login zumutet (Ich hab meinen fuer LQFB schlichtweg vergessen und komm jetz nicht mehr ran ;-) sollte man ueberlegen, ob man die “Tools” nicht weiter konsolidiert.

      Nachdem (fuege hier ein paar Unmut verlautbarende Aeusserungen ein) beschlossen hat, die Vorstandsprotokolle samt Beschluessen auf vorstand.pp.de statt ins wiki.pp.de zu schmeissen, wird die Arbeit jetzt verdoppelt, indem die vBGS die Beschluesse wieder komplett manuell in eine Tabelle ins Wiki einpflegt anstatt sie ueber einen vom Wiki zur Verfuegung gestellten Automatismus im Wiki uebersichtlich darzustellen.

      Ist das sinnvoll? Nein.
      Ist es sinnvoll, dass Thueringen und Brandenburg einzelne Wikis laufen haben? Nein.

      Eine weitere Aufsplitterung der Tools bedeutet mehr http://wiki.piratenpartei.de/Vogonismus – dem ein paar Tapfere immer noch entgegen wirken wollen. Aber so langsam kommt man sich in dem Kampf vor wie Don Quixote…

      -mc

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      • >Trotz der (von mir verhassten) Tooldebatte muss ich jetzt doch eins einwerfen

        Es gibt deswegen immer mehr Tools, weil kein bisheriges Tool die gewünschte Aufgabe erfüllt. Würde ein Tool dies tun, so würde sich dieses durch setzen und die anderen wären überflüssig. Das ist das Gesetzt der Evolution.

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    • Ich finde das Argument der Debaten-Struktur äußerst wichtig. Mit einer, irgendwie gut funktionierenden, Selektion müssen die richtisten und belibtesten Argumente für pro und contra Argumente gesammelt und sich gegeübergstellt werden. Als alternative Entscheidungsgrundlage könnte hier die https://wiki.piratenpartei.de/Soziokratie herangezogen werden. In der Art das ich nicht dafür bin sondern, ich bin dagegen WEIL!
      mMn sollten alle Themen gleichzeitig bearbeitet werden und erst dann zur Wahl gestellt werden wenn dasThema als so gut wie ausdiskutiert gilt.=> und zwar dann wenn keine Argumente mehr hinzu kommen, weil es die Struktur nicht zulässt.

      Um zu werben, das wäre meine bis her unausgereifte Idee:
      news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=109752

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  6. another useless concept.. Wie willst du es einführen. Nur durch einen Blogeintrag wird das nix. Es gibt tonnenweise mehr oder wenig guter Konzepte bei den Piraten. Mit Leben müssen alle trotzdem gefüllt werden. Also, wie?

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  7. Da fehlt ganz wichtig der Diskurs mit externen. Außerdem ist es natürlich nicht immer so einfach alles zusammenzuhalten. Man sollte es auch nicht versuchen das zu erzwingen.

    Problematisch sehe ich übrigens, wenn die LQFB Phase zu spät beginnt. Positionen sind dann meistens schon so ausgearbeitet, dass sie sich nicht mehr korrigieren lassen. Jedenfalls hatte ich das einige mal im jetzigen System erlebt.

    Gruss
    Bernd

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    • >Da fehlt ganz wichtig der Diskurs mit externen.

      Full ACK. Wir kochen bei den Piraten allzu oft im eigenen Sud.

      >Problematisch sehe ich übrigens, wenn die LQFB Phase zu spät beginnt. Positionen sind dann meistens schon so ausgearbeitet

      Ich höre immer wieder die Aussage, man könne in LQFB sehr gut Positionen ausarbeiten. Entweder habe ich ein anderes Verständnis von Debatte, oder ich verstehe LQFB nicht vollends.

      Genau die Ausarbeitung eines gemeinsamen Standpunktes im Diskurs, in der Debatte, ist etwas, was ich bei LQFB schmerzlich vermisse. Ich kann nur eine Alternative anbieten. Die wird genommen oder eben nicht. Aus mit dem Diskurs. Einen Austausch von Meinungen findet nicht in LQFB statt.

      Deswegen finde ich es gut, wenn die Argumente vor dem LQFB Schritt ausgetauscht werden und erst nach einer ausführlichen Debatte die Positionen zur Wahl stehen. LQFB ist gut für Richtungsentscheidungen, miserabel für Debatten.

      Schönen Gruß
      Aleks

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      • Positionen ausarbeiten im Liquid Feedback kann man, wenn man die entsprechenden Signale aus Anregungen, Unterstützung der Anregungen erfasst und auch Nebenkriegsschauplätze wie Diskussionen nicht außer acht lässt. Ich habe mir schon lange vorgenommen, dies mal anhand des Berliner Beispiels zu erklären, nur momentan wenig Zeit wegen der letzten Anträge zum Wahlprogramm, noch ein paar Wochen Geduld daher. Allerdings glaube ich, dass wir unterschiedlicher Auffassung des Umfangs von Debatten sind. :).

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    • augen auf! die debatte im lqfb findet gerade anhand von gegeninitiativen statt. eigentlich vereint ja liquid feedback bereits alles was marina hier vorschlägt.

      was ich mir wünschen würde:

      1. eine übersichtsseite im wiki über die ergebnisse von debatten, die zb aus dem lqfb herausgefallen sind. inklusive weiterführender links und einer übersichtlichen darstellung der argumente.
      2. bewerbung vom bundesvorstand für debatten start- und endpunkte (programmparteitage)
      3. auswahl von debattenschwerpunkten (zb die ersten 5 punkte die auf dem letzten BPT aus zeitgründen vertragt werden mussten)
      4. verbesserung von lqfb. zb verfallende delegationen, bewerbungsportal für leute die um delegationen für bestimmte themengebiete werben wollen, emailbenachrichtigungen, gui-verbesserung…
      5. vorstand sollte abstimmunsergebnisse zumindest ernst nehmen und nach eigenem gewissen danach handeln.
      6. bewerbung der ergebnisse. innerparteiliche demokratie bringts nur wenn die aussenwelt etwas davon mitbekommt. (zb auf der bundeswebseite)

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  8. Ich bin gerade dabei etwas auszutüfteln, das Schritt 2 evtl. gut ergänzen könnte.

    Es geht dabei um eine Art Argumente- und Statement-Sammlung zu beliebigen Themen. Es ist ein recht simpel gehaltenes Tool (ja, noch eins, deal with it), in dem man beliebige Themen angeben kann, seinen Senf dazu abgeben kann und diesen bewerten kann. Der gut und/oder viel bewertete Senf wird dann zuerst aufgelistet. Die Idee dahinter ist sich einigermaßen schnell die wichtigsten Aspekte eines Themas anschauen zu können. Wenn es einen dann tiefer interessiert, kann man immer weiter lesen, wenn nicht, liest man halt nur die ersten Texte.

    Für das Ding gibt es so eine Art Proof-of-Concept, was hoffentlich in absehbarer Zeit mal auf irgendeinem Server landen wird. Momentan gibt’s das nur bei mir lokal und bei Wilm, der mir ein wenig geholfen hat mit PHP klar zu kommen. ;) Dem Kungler hab ich’s auch mal gezeigt.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass das irgendwann mal eine der Quellen wird, aus dem sich das Debattenportal speist.

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    • Streetdog,

      deine Bemuehungen in allen Ehren, aber:
      1) “deal with it” ist die Aussage der Leute, die scheisse machen, und den anderen dann das Friss oder stirb! absetzen.
      2) Noch ein Tool bringt genau gar nix, wenns nicht maintained ist, das gilt umsomehr als
      3) wenn es ein PHP Anfaenger in einer Sprache kodiert, die fuer ihre anfaelligkeiten bekannt sind (Ich weiss wovon ich rede, ich habe erst heute was in PHP zusammengehackt ;-P
      3a) interne Tools um die sich niemand kuemmert, wuerden genug gecodet.
      3b) Und es muss immer noch jemand zeit haben, es zu warten, es zu pflegen und es am Laufen zu halten!
      4) und wenn du schon die Balls of Steel hast, dass du ein Tool kodierst, was dir von anderen in der Partei nach fuenf minuten aufgemacht wird, dass als essentielles Tool bei uns dienen soll, dann bitte stell export Möglichkeiten zur Verfügung, dass man auf lange Sicht die (MOAR TOOLZ!) Daten zusammenkleistern kann.

      Danke,
      -mc

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      • Proof-of-Concept im Sinne einer Ausprobier-Version, um im Praxistest sehen zu können, ob das Prinzip überhaupt zu den gewünschten Ergebnissen führen kann.

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        • ich finds super, wenn du das anfängst. ob es funktioniert wird sich im alltag erweisen. also go for it und lass dir von bedenkenträgern nix einreden :)

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    • Genau so stelle ich mir das gewüschte Tool vor. Darvin gleich dürfen nur den stärksten und beliebtesten Argumente überleben und haben so das Recht an vorderster Stelle aufgelistet zu sein. Verspürt man das bedürfnis tiefer in das Argument 1 einzusteigen, kann man dies tun und im Argument diskutieren. Findet einer unter allen Nutzern ein starkes Gegenargument zum Argument 1, so stirbt auch dieses oder wird als wiederlegt markiert.
      mMn muss, um dies zu verwirklichen, auf ausfürliche Texte verzichtet werden. So das nur kurze, leichter bewertbare Kernaussagen ein ander gegenüber stehen.

      news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=109752

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  9. Das klingt für mich alles nach dem, wie es eigentlich schon mehr oder weniger laufen sollte. Die Frage ist wirklich inwieweit diese Wege auch von jeder/m umgesetzt werden.

    Ich stimmte Bernd zu, dass dort Externe ausgelassen werden, was allerdings dein Konzept von vornherein ja auch vorgesehen hat (da: Konzept für die _parteiinterne_ Meinungsbildung). Auf der anderen Seite denke ich, dass Externe wie z.B. NGOs durch Referenzen von Parteimitgliedern repräsentiert werden können. Aber auch Einzelpersonen (z.B. Blogger) können dadurch daran Einfluss haben, wenn sie von irgendwem aufgegriffen werden.

    Inwieweit dies nun von der jetzigen Praxis bei den Piraten abweicht, kann ich nicht beurteilen, aber es ist wünschenwert, dass ein Antragsprozess möglichst vielfältige Wege geht. Da liegt der Hase im Pfeffer, denn wie kann man bewerkstelligen, dass ein Gros der Diskussion/Debatte geführt wurde, bevor es LQFB oder den BPT erreicht, ohne daraus einen Zwang zu machen?

    Grüße
    NeoXtrim

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  10. Servus Marina,

    zunächst Hut ab vor der Dame (Deine eigenen Worte) mit dem schlauen Köpfchen. Mir gefällt Dein Entwurf sehr gut, sofern sich eine gewisse Verbindlichkeit bei der Nutzung der jeweiligen “Tools” durchsetzen läßt. Nichts ist schlimmer, als dann doch wieder Schlupfwinkel zu finden, um meinen “Dickkopf” durchsetzen zu können. Evtl. ließen sich in diesem Graubereich tatsächlich feste Ansprechpartner finden, die verpflichtend die jeweiligen Gedanken dann auch in die Form des verbindlichen Tools ummünzen.

    Bzgl. der Phase II empfehle ich auch eher ein Content-Management-System. Intuitiv und locker vom Hocker, ohne spezielle Anforderungen an die einzelnen Kenntnisgrade in der Informationsverarbeitung. Beim Wiki stoßen mich persönlich schon die einfachen Formatierungen ab. Von allen anderen Unzulänglichkeiten gar nicht zu reden.

    Der Weg, den Ihr vom BuVo eingeschlagen habt, kann ich jedenfalls nur begrüßen. Er gibt begründeten Anlaß zur Hoffnung.

    Liebe Grüße
    Ralf

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    • >Mir gefällt Dein Entwurf sehr gut, sofern sich eine gewisse Verbindlichkeit bei der Nutzung der jeweiligen “Tools” durchsetzen lägt.

      Lässt sich nicht. Bei uns Piraten ist der Parteitag das höchste Entscheidungsorgan. Du darfst einem Pirat nicht die Möglichkeit nehmen, direkt zum Parteitag ein Punkt einzubringen.

      Allerdings kann ich mir vorstellen, dass bei einem funktionierenden Entscheidungsfindungsprozess es sozial geregelt wird. Was nicht vorher ausdiskutiert wurde kommt beim Parteitag nicht zum Zuge.

      Entsprechend plädiere ich dafür, den sozialen Prozessen ihren Lauf zu lassen und keine Reglementierung einzubringen.

      Schönen Gruß
      Aleks

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  11. So, wie Liquid Feedback in das Konzept eingebaut ist, funktioniert es nicht. Dort soll sich ja gerade jeder bei allen Themen beteiligen können. Dann ist die Trennung in Unterstützergruppe A, Unterstützergruppe B und Unterstützergruppe C höchstens noch durch eine informelle (und letztlich nicht durchsetzbare) Vereinbarung möglich, dass die sich gegenseitig bei “ihren” Themen nicht in die Quere kommen sollen. Das konterkariert aber irgendwie die Idee eines Meinungsbildes der gesamten Basis (oder zumindest der LF-Teilnehmer).

    Außerdem: Bitten den AGn keine formale Sonderrolle geben. Sie sollten IMHO wie jede andere Gruppe von Piraten behandelt werden.

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    • Lieber Benjamin,

      ich glaube, du hast da etwas nicht richtig verstanden. A,B und C sind keine unterschiedlichen Themen sondern unterschiedliche Ansichten zu einem Thema. Da macht es schon Sinn, wenn jeder, der sich mit diesem Thema befasst, sich eine Position erarbeitet und dann schaut, ob es andere mit dieser oder einer ähnlichen Position gibt.

      Das war es wohl (korrigier mich bitte), was Marina meint.

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    • Das ist richtig, A, B und C sind verschiedene Meinungen zu einem Thema.
      Zum Beispiel ist A die Meinung, dass man “Piratinnen” sagen sollte, B ist die Meinung, dass man geschlechtsneutral “Pirat” sagen sollte. Im Liquid darf natürlich jeder Vertreter jeder Meinung an beiden Anträgen rumschrauben, aber vermutlich werden sich die Befürworter von A eher mit dem Antrag zu A befassen und die Befürworter von B eher mit dem Antragstext von B. Denn warum sollten sie der Gegenseite helfen? Letzlich ist es auch egal, dass sie das tun. MIssbrauch dahingehend verhindert Liquid Feedback durch die Mehrheiten.

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      • Hallo Marina, hallo Olli,

        ich hatte “Vertreter der Meinung B müssen dabei nicht durch Alternativinitiativen interferieren, weil sie nur an ihrem eigenen Antrag arbeiten müssen. Also wie Fußballteams, die jeder für sich ihr eigenes Training machen, ehe sie gegen einander antreten.” so verstanden:

        Heute macht Gruppe A ein Thema auf und stellt eine Initiative ein, dass “Piratinnen” gesagt werden soll. Gruppe B stellt eine Alternativ-/Gegeninitiative ins gleiche Thema ein, dass “Piraten” gesagt werden soll. Beide Gruppen versuchen nun durch Anregungen (und eventuell weitere in ihre jeweilige Richtung gehende Alternativ-Initiativen) ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Am Ende stimmt die LF-Gemeinde über das Thema insgesamt ab und es gewinnt entweder eine Initiative der Gruppe A oder eine der Gruppe B.

        Was Du nun vorzuschlagen scheinst (korrigiere mich bitte), ist, dass A und B sich unterschiedliche Themen (@UrbanPirate: Hier, wie auch in meinem ersten Post, ist “Thema” im Sinne von LF gemeint.) nehmen und dort getrennt arbeiten. Wobei nicht ganz klar ist, ob Du mit “müssen nicht interferieren” auch meinst “sollten nicht interferieren” und wenn ja, wie das verhindert werden soll. Jeder darf in jedem Thema eine Initiative einstellen und die momentane Best Practice ist, dass man das auch tut, wenn man anderer Meinung ist.

        Diese Trennung müsste dann wohl so weit gehen, dass die Mitglieder der Gruppen auch wechselseitig bei den Abstimmungen nicht mitmachen bzw. sich verpflichten, “konstruktiv” abzustimmen, also zumindest den besten “Piratinnen”-Initiativen zuzustimmen, auch wenn sie selbst in Gruppe B sind und eigentlich alle ablehnen würden. Ansonsten bekommt eine Gruppe, die in LF in der Minderheit ist, kein gescheites Ergebnis, da alle ihre Initiativen abgelehnt werden und das LF-Thema ohne Sieger ausgeht.

        Fazit: Für getrennte und ungestört voneinander arbeitende “Trainingslager” halte ich LF nicht wirklich für geeignet.

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        • Das mag stimmen, oder nicht. Ich persönlich neige ja immer dazu, Piraten zu vertrauen. Daher würde ich es auf den Versuch ankommen lassen. Letzlich geht es ihnen darum, ihren Punkt so gut wie möglich zu formulieren und nicht, um jeden Preis den Gegenpunkt schlecht zu machen. Sogar wenn sie das sehr wollten, würde das schwer fallen. Aber ich denke nicht, dass das viele wollen.

          Notfalls suchen wir uns dann ein anderes Tool, das Ähnliches leistet. Zeigen wird es der Versuch.

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          • Hallo Marina,

            möchte Dein Blog nicht weiter zuspammen und habe daher im Wiki etwas ausführlicher versucht darzustellen, was ich meine.

            Und noch einige andere Punkte ergänzt.

            Ich hoffe, dass das zumindest weitgehend konstruktiv ist.

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  12. Hi Marina,

    schönes Konzept. Ich drück uns die Daumen, dass wir Piraten es auch mit Leben füllen werden ;)
    Zu Phase II der Debatte ist mir folgendes eingefallen:

    Zusammenfassungen:
    Debattenbeiträge von den Autoren selber zusammenfassen lassen. Irgendwas um die 160 – 200 Worte als Grenze für die Zusammenfassung angeben. Hat den Vorteil, dass der Beitrag nicht erst von anderen gelesen werden muss um eine Zusammenfassung zu bekommen.

    Einordnen in Für/Gegen:
    Auch von den Autoren machen lassen.

    Bewerten von Beiträgen:
    Da bin ich mir selber nicht sicher wie das funktionieren könnte. Eine Möglichkeit wäre pro Debatte (oder auch Themengebiet) eine Editoren-Gruppe finden die einzelne Beiträge an interessierte weiterleitet um von denen dann Beurteilungen zu bekommen. Quasi ne Art peer-review. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Bewertung für/gegen Zählern funktioniert.

    Generell Debattenbeiträge:
    Beiträge sollten meiner Meinung nach ein gewisse formale Struktur haben: Zusammenfassung, Argumente, Diskussion oder so ähnlich. Das verhindert vielleicht auch ein wenig einfaches getrolle und verlangt von den Teilnehmern sich strukturiert auszudrücken.

    Zeitlicher Rahmen:
    Schwer zu sagen. Hängt sicher auch vom Thema ab. Ich würde so aus dem Bauch raus sagen 4 – 6 Wochen und dann Anträge erarbeiten.

    Viele Grüße,

    Martin

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    • >Generell Debattenbeiträge:
      >Beiträge sollten meiner Meinung nach ein gewisse formale Struktur haben: Zusammenfassung, >Argumente, Diskussion oder so ähnlich. Das verhindert vielleicht auch ein wenig einfaches getrolle >und verlangt von den Teilnehmern sich strukturiert auszudrücken.

      Dies Finde ich wichtig. Weil so Argumente Behauptungen Beispiele Fragen Widersprüche … (=argumentative Relation) einen bestimmten Ort in dem gemeinsammen Diskurs bekommen. Es lässt sich so zurück verfolgen, ob und an welchem Ort eine arrgumentative Relation von den meisten als richtig oder falsch erachtet wird.

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  13. Was außerdem meines Erachtens noch fehlt, ist ein gut zugänglicher Überblick über die momentane Beschlusslage auf allen Ebenen (und eventuell ein Style-Guide für Programminhalte und Positionspapiere).

    Wir wollen diese ja erweitern (und eventuell ändern). Dadurch, dass jetzt jeder seine Anträge als unabhängige kleine Perlen schreibt, sieht das ganze Programm dann sehr nach Kraut und Rüben aus.

    Außerdem wäre ein solcher Überblick auch gut zur Präsentation nach außen.

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  14. Hi,
    Das ist ein guter Anfang um die Diskussion um die interne Meinungsbildung wieder zu beleben.
    Was die gemeinsame Ausarbeitung von Dokumenten angeht, arbeite ich gerade an einem neuen Wiki-Konzept in dem verschiedene Gruppierungen ein Dokument in unterschiedliche Richtungen lenken können ohne sofort in Edit-Wars zu verfallen.

    Hier ist es kurz erklärt: http://www.youtube.com/watch?v=TdxCZ3G6Kt8

    Außerdem arbeite ich gerade daran mit diesem Tool kooperativ das Parteiprogramm zu überarbeiten:
    http://wiki.piratenpartei.de/LiquiDoc

    In Kürze wird es die Möglichkeit geben eigene Dokumente dort anzulegen. Jeder kann alles verändern. Konkurrierende Änderungen können von anderen favorisiert werden. Dokumente können divergieren und wieder konvergieren. Man kann sich so an den sprachlichen Konsens herantasten, ohne sofort in eine Kampfabstimmung oder einen Edit-War zu verfallen.

    Ich hoffe, es gefällt euch ;-)
    Stefan

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  15. Consenser.org verdichtet Diskurse! Es ist genau das, was hier gesucht wird, um Schritt 1 mit Schritt 3 zu verbinden.
    Die Gründe und mein Angebot: Vorteile_eines_Diskurs-Consensers_fuer_die_Piratenpartei.pdf
    Sofort testbar – Probiert es aus! auf dieser Seite gibt es auch ein Video zur Einführung.

    Bitte nicht von den Farben erschrecken lassen, sondern konzentriert Euch auf die Genialität der Selbstmoderation durch Gewaltenteilung. Gerne beantworte ich Fragen.

    Saludos,
    Schnittmenge

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    • Hallo Marina,

      ich habe hier eine genau Stellungsnahme auf Deinen Beitrag aus Sicht des Diskurs-Consenser gegeben.

      Saludos,
      Schnittmenge

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    • Ahoi,

      Ich habe mir den Consenser mal angeschaut und möchte eine Frage stellen, bevor ich ins Detail gehe.

      Du schlägst vor, den Consenser an Schritt 2 zu implimentieren. Wie genau hast du vor, das zu tun?
      Immerhin sucht der Consenser ja – Konsens. Ich möchte aber die verschiedenen Haltungen zu einem Thema erstmal nur herausarbeiten. Einen Konsens möchte ich vorherst nicht herbeiführen, da hier wieder eine laute Minderheit die Meinung der Mehrheit entschieden modifizieren könnte.

      LG,
      Marina

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  16. Ein Konzept das Lust auf die Realisierung macht. Den Schritt 2 finde ich sehr gut, da haben wir definitiv ein Defizit. Ich merke allerdings an, wenn man wirklich das Wiki verwendet will, dann muss das simpel funktionieren. Man kann ja sowas bauen, wie die Antragskommission das verwendet hat, also Eingabefelder, damit man sich nicht mit Formatierungen rumschlagen muss.

    Insgesamt bietet sich fürs Ranking natürlich an, nicht auf manuelle Moderation zu setzen, sondern auf automatisierte Demokratieelemente; das erspart Streitigkeiten und macht das ganze ein Stück weit demokratisch-dynamischer. Ist nur wichtig darauf zu achten, dass wir hier noch in der Meinungsbildungsphase sind, also auch Minderheitenpositionen einen Platz erhalten müssen und nicht bereits vor der eigentlichen demokratischen Abstimmung rausgekegelt werden.

    @Schnittmenge: Ja, auch ich dachte spontan an den Consenser. Allerdings ist der immernoch VIEL zu kompliziert und unübersichtlich für einen produktiven Einsatz.

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    • @crackpille Das Konzept von Consenser.org hat den einmaligen Vorteil einer machtfreien Verdichtung. Ich denke, ein Kommentar auf eine Meinung zu schreiben kann jeder, ohne Vorwissen. Eine Meinung zu einem Diskurs schreiben ist auch einfach.

      Wie die Geschichte auf der Ebene der Gruppen funktioniert, erkläre ich mich bereit Schulungen durchzuführen. Zum Starten reicht ein Gruppenmanager pro AG aus.

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    • crackpille

      Insgesamt bietet sich fürs Ranking natürlich an, nicht auf manuelle Moderation zu setzen, sondern auf automatisierte Demokratieelemente, das erspart Streitigkeiten und macht das ganze ein Stück weit demokratisch-dynamischer.

      find ich auch. Doch wie sieht ein solche Automatisierung aus?

      Ändert wir dann noch die EntscheidungsGrundlage von Konsens auf Konsent
      (siehe duzu: news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=106098 )
      ab, so sind in der Meinungsbildung auch Minderheiten representiert. Da eine Enscheidung dann getroffen wird, wenn keine plausieblen Gegenargument hervorgebracht werden konnten.

      news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=109752

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  17. Das ist ein sehr gutes Konzept welches die Piratenpartei mit großen Schritten voranbringen kann. Bitte verbreitet den Inhalt und Link weiter! http://twitter.com/#!/Ich_bin_Bernd

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    • Bitte betrachtet die Funktionsweise des Diskurs Consensors von Schnittmenge, der Consensor passt perfekt in dieses Konzept rein.

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  18. >Eine Kleinigkeit, die sich “Debattenportal” nennt.

    Eher eine “Großigkeit”. Wie können wir sicherstellen, dass das Debattenportal tatsächlich alle Meinungen aggregiert?

    Schönen Gruß
    Aleks

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  19. Hier wie angekündigt mein Feedback zum Konzept:

    Grundsätzlich gefällt es mir eigentlich sehr gut. Die beschriebene Abfolge von Schritten bis hin zur Entscheidung, die für alle offen sind, entspricht – wenn man Methodenfragen mal außer acht lässt – so ziemlich meiner Idealvorstellung von Meinungsbildung in einer basisdemokratischen Partei. Was die Einrichtung eines allgemeinen Debattenportals angeht – Ideen in diese Richtung gibt es ja schon seit längerem – bin ich zwar skeptisch, in welchem Ausmaß eine solche Festlegung erfolgreich sein wird, halte es aber trotzdem für eine gute Idee, das mal zu versuchen. Allgemein gehe ich davon aus, dass dieses Konzept in der Praxis eher eine Art Ideal der Antragsentwicklung sein wird und als vorgeschriebenes Verfahren nicht funktionieren könnte. Das spricht in meinen Augen aber auch nicht gegen das Konzept.

    So, und jetzt kommt das Aber: Die Schwachstelle des Ganzen ist meiner Meinung nach eindeutig Schritt 4.

    Sofern es um Dinge wie grundsätzliche programmatische Entscheidungen geht, die ein Bundesparteitag trifft, ist die Sache ja klar. Optimierungspotential gibt es da sicherlich bei den Parteitagen selbst, aber das ist ein anderes Thema. Das Konzept baut für diesen Fall ja auf dem derzeitigen Stand vor allem in Hinblick auf eine strukturiertere Diskussion im Vorfeld auf. Die Einbindung von LiquidFeedback als Werkzeug, um Anträge konstruktiv in Hinblick auf Mehrheitsfähigkeit weiterzuentwickeln, ergibt hier durchaus Sinn.

    Entscheidungen müssen aber auch zwischen den Parteitagen getroffen werden; teilweise aus Zeitgründe, teilweise aufgrund der begrenzten “Beschlusskapazität” eines Parteitags. In Hinblick auf letzteres sollte meiner Meinung nach langfristig angestrebt werden, auf Parteitagen nur das zu beschließen, was unbedingt dort beschlossen werden muss (also Wahlen von Parteiämtern und Programm- und Satzungsänderungen). Alles, was der Parteitag nicht beschließen kann, muss – ohne eine Satzungsänderung – formal vom Vorstand beschlossen werden. Wenn wir uns basisdemokratisch nennen wollen, darf das aber nicht die tatsächliche Praxis sein. Für diesen Fall sieht das Konzept so nichts vor. Mag sein, dass das Absicht ist und das Teil eines anderen Meinungsbildungskonzepts sein soll. Das, was dazu allerdings im Konzept bzw. den erwähnten Kritikpunkten steht, finde ich hochgradig befremdlich.

    Mit LiquidFeedback steht ein System zur Verfügung, das exakt auf Schritt 3 und 4 dieses Anwendungsfalls zugeschnitten ist und sich meiner Meinung nach dafür auch hervorragend bewährt hat (insbesondere in Berlin; auf Bundesebene wurde das System ja vom letzten Vorstand praktisch nicht in diesem Sinne benutzt). Tatsächlich wäre mir unklar, wie man die beiden Schritte im System überhaupt voneinander trennen sollte. Trotzdem schließt du LF für diese Anwendung im Wesentlichen aus, mit der Begründung, es könne “nicht wirklich gut” kontroverse Entscheidungen treffen. An dieser Stelle fehlt mir noch etwas Erläuterung, zumal meine Meinung eine andere ist. Mir scheint es eher, dass die Piratenpartei selbst nicht gut dazu in der Lage ist, kontroverse Entscheidungen zu treffen; und wenn ich zurückdenke, welche Entscheidungen ich in den letzten beiden Jahren als besonders umstritten erlebt habe, sind dies doch fast ausschließlich solche, die ein Parteitag oder ein Vorstand selbständig getroffen hat. Insbesondere in Hinblick darauf würde mich interessieren, welche Problem du dort genau siehst, die eine andere Form der Entscheidungsfundung umgehen könnte.

    Nicht dass wir uns missverstehen: Ich verstehe und unterstütze das Anliegen des Konzepts, Verfahrensweisen erst einmal unabhängig von konkreten Werkzeugen zu beschreiben. Dass aber ein Werkzeug für genau den Anwendungsfall, für den es konzipiert wurde und für den es anderswo erfolgreich benutzt wird, erst einmal ausgeschlossen wird, ohne dass konkrete Gründe oder eine konkrete Alternative benannt werden (ich hoffe mal, dass es sich bei der Erwähnung von LimeSurvey um einen schlechten Scherz handelt), finde ich tatsächlich etwas seltsam.

    So, ich hoffe die Kritik ist verwertbar. Vielen Dank für deine Arbeit!

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    • und wenn ich zurückdenke, welche Entscheidungen ich in den letzten beiden Jahren als besonders umstritten erlebt habe, sind dies doch fast ausschließlich solche, die ein Parteitag oder ein Vorstand selbständig getroffen hat.

      Also die umstrittensten Entscheidungen auf den letzten Parteitagen waren zum einen der Liquid Feedback Antrag in Bingen, der dann aber trotzdem Recht eindeutig ausfiel, wobei ich den wie an anderen Stellen schon erklärt eher als proOnlineDemokratie und nicht explizit als proLQFB deute, spielt aber erstmal keine Rolle. Und der zweite sehr kontroverse Beschluss auf einem Parteitag, wo sehr viele Leute aufgebracht ans Mikro gelaufen sind war GP050 in Chemnitz, der dann aber auch recht deutlich ausging. Und dieser Antrag war vorher auch im LQFB, nur dass eben dort wie man im direkten Vergleich sehen konnte keine nachvollziehbare Diskussion stattgefunden hat bzw. überhaupt nur wenige wahrgenommen haben, was dort überhaupt so passiert ist (haben ja nicht die Zeit für und sind keine LQFB-Experten), was kein gutes Zeichen für ein Tool ist, was eigtl. für die Basis gedacht war.

      Ich finde aus den von HetaSean genannten Gründen und weil ich, wie wahrscheinlich jeder langsam mitbekommen hat, ein Problem mit dem speziellen LQFB-Delegationsprinzip habe, dass LQFB nicht so richtig in das Konzept passt, da es wirklich so aussieht als wäre man nicht auf der Suche nach dem optimalen Prozess, sondern danach, wie man LQFB irgendwie einbinden kann. Das Problem ist aber dieses Tool wurde nach ganz eigenen Vorstellungen entwickelt, wo sich eine Partei dran anpassen sollte, es war nicht das Ziel die Bedürfnisse einer Partei zu analysieren und genau dafür ein Tool bereitzustellen. Allein, dass es in einem Tool für Meinungsbilder ein Regelwerk für Meinungsbilder neben vielen anderen gibt, zeigt die für uns unglückliche Herngehensweise.

      Gut finde ich, dass sich endlich ausführlich Gedanken gemacht wird, wie man die Willensbildung strukturieren und vor allem auch für passive Mitglieder nachvollziehbar machen kann. Denn sowohl Parteitagsbeschlüsse als auch das was der Vorstand beschließt bzw. in LQFB abgestimmt wird nehmen nur die Wenigsten überhaupt wahr, geschweige denn können sie es nachvollziehen. Bei Parteitagen und Vorstandsbeschlüssen geht das vielleicht noch eher durch das Protokoll und die Festhaltung der Diskussionsbeiträge, aber das ist im Endeffekt trotzdem extrem unstrukturiert und kostet viel Zeit das zu suchen und vor allem ist es nicht so aufbereitet, so dass es auch für multiple Zwecke insbesondere auch mal nach außen hin (Flyer und co) verwertbar wäre.

      Fazit des Ganzen: Das Konzept sieht deutlich besser aus als der Ist-Prozess, ein bisschen Feinschliff wäre aber noch sinnvoll. Für die Überarbeitung bisheriger Inhalte finde ich im übrigen Stefans liquidoc genial.

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  20. Vom Grundsatz ist das Konzept gut, das heißt die Grundlagen stimmen. Wo ich ins Stocken gerate, ist die Abfolge, die hat den Anschein, dass sie nicht veränderlich ist. Aus der Erfahrung heraus würde ich Schritt 3 nicht unbedingt als Folge von Schritt 2 sehen, sondern davon ausgehen, dass dies parallel erfolgt oder sich die Reihenfolge vertauschen lässt. Gerade wenn man um ein Meinungsbild zu einem Thema bittet, beschäftigen sich andere erst mit dem Thema. Und ausschließen wollen wir ja keinen, der möglicherweise am gedachten Schritt 2 (Wiki-Debatte) nicht beteiligt war. Die Kritik an Liquid Feedback besteht darin, dass eine Debatte, also ein direkter Meinungsaustausch nicht möglich sein sollte. Ehrlich ich kann das nicht nachvollziehen, aber mir reichen auch immer abstrakte Hinweise zur Information.

    Ich gehe davon aus, dass wir als Piraten,so individuell wie wir sind, verschieden an die Lösungsmöglichkeiten herangehen. Ein Debattensystem in Liquid Feedback anstelle der Diskussion im Wiki zu implementieren, ist ein guter Gedanke, der mir schon oft gekommen ist. Nur allein fehlt mir der Glaube an den Erfolg, wenn ich an die Nutzung dieser Diskussionsform denke, die mehr als miserabel ist, sowohl von den Befürwortern als auch von den Gegnern dieses Tools. Da ich auch bereits Mitglied in AGs war, halte ich ehrlich gesagt, Wiki für ungeeignet, weil Nirvana und soviel Wiki-Gärtner kann man nicht beschäftigen wie man braucht, Dokumentation ja, dafür ist es gut. Immer wieder an diesem Punkt weise ich auf das Debate-System hin, das mal von NRW in die Diskussion eingebracht wurde. Eine Übersicht über Argumente Für und Wider , die sich dann auf Für und Wider das Argument erweitern lässt und trotzdem den Überblick bewahrt. Das ist ein Anspruch den man erfüllen sollte. Debatte einerseits und die sogenannte Diskussionsphase im Liquid Feedback können sich ergänzen, wenn wir von starren Vorgaben Abstand nehmen.

    Die Gefahr der von dir gedachten Abfolge sehe ich darin, dass sie sehr oft einfach bei Schritt 2 stehen bleibt, weil es keinen Anlass gibt, ein Ziel zu erreichen. Ähnliches kann man im übrigen bei der Adhocracy-Version der Linken beobachten, wo bei geringer Beteiligung ewig und drei Tage an einem Thema gebastelt wird, es fehlt der Anreiz, das Thema zum Ende zu bringen, der in den Phasen von Liquid Feedback gegeben ist.

    Wichtig ist und da schließe ich mich Bernd an, man muss jedem die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen, ob nun Pirat oder nicht. Wenn wir dieses Selbstverständnis aufgeben, sind wir keine Mitmachpartei mehr und geben den Rang an die anderen Parteien ab, die sich gerade des Themas bewusst werden. Daher eben Schritt 2 und Schritt 3 müssen sich gegenseitig ergänzen, das kann keine Abfolge sein, wie im übrigen ja auch Schritt 1 immerwährend erfolgt, da hat niemand Einfluss :).

    Zum Schritt 4 kann ich mich nur Simon anschließen, wir haben sehr gute Erfahrungen mit Liquid Feedback in Berlin gemacht, nicht nur Grundsatzprogramm und Wahlprogramm damit aufgestellt (letzteres läuft noch), sondern auch Meinungsbilder über anstehende Entscheidungen erstellt, zum größten Teil hat sich gezeigt, dass Entscheidungen und Meinungsbild übereinstimmen. Anderes Beispiel zur Zeit haben wir eine Menge Wahlprüfsteine abzuarbeiten, auch mit Themen ohne programmatischen Beschluss auf der Landesebene. Trotz der realen Nähe in Berlin würde mir kein besseres Tool einfallen, innerhalb kürzester Zeit Zustimmung, Ablehnung, Ergänzung und Änderungen zu erhalten.

    Ansonsten guter Ansatz und wie man sieht auch eine sinnvolle und sachliche Diskussion, freut mich.

    Moni

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  21. Hallo Afelia,

    Schade! Das war wohl nichts mit diesem “Konzept”. Faktisch ist diese Idee nichts anderes, als ein Twitter-Link-Dingens als Sammlungstool vor einem bereits gescheiterten “Tool” LF zu installieren. :-(

    So würde es wirklich funktionieren:

    Der Bundesvorstand richtet thematisch arbeitende und zeitlich befristete Fachausschüsse ein, in der alle Interessierten und alle AGen sich beteiligen können und gemeinsam zu dem Themenbereich einen Lösungsvorschlag mit Varianten oder mehrere Lösungsvorschläge erarbeiten. Diese werden in einer Lime Survey Umfrage den Parteimitgliedern zur Abstimmung gestellt. Aus der Mehrheitsmeinung erstellt der Fachausschuss eines Programmantrag zum nächsten BPT. Mitglieder können selbstverständlich Alternativanträge zum BPT ausarbeiten.

    Gruß, Andena

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    • Dieses Konzept ist zu sehr bezogen auf den Allwissenden Pateivorstand, der wissen müsste was die Basis Piraten wollen und welche Piraten sich mi twelchen Themen besonders auskennen.

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  22. > Hauptsache, wir bleiben bei EINEM Tool pro Schritt.

    Ja, das wäre wünschenswert, aber genau dies ist doch im Internet eben nicht mehr einschränkbar/gewollt.
    Diesen Aspekt halte ich für Politik 1.0, bin aber gespannt ob es funktioniert trotz der “Mikro-Öffentlichkeiten”.
    Prozessgestaltung und -optimierung ist sicher etwas, über dass man mit Informatikern lange diskutieren kann, sollte man aber nicht übertreiben. Erst recht nicht, wenn man hinterher wieder kaum jemand in den Goldenen Käfig locken kann.
    Deine Herangehensweise ist aus meiner Sicht aber wieder sehr induktiv, ich persönlich bevorzuge ja die deduktive Schiene, die aber von den Verfechtern einer ‘Basisdemokratie’ stets als autoritär angesehen werden wird.
    In jedem Falle allerdings vermisse ich bei Deinem Ansatz ein formuliertes _Ziel_.

    Insgesamt sehe ich Dich jetzt in Phase 1, bin gespannt auf die kommenden Phasen ;-)

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  23. Hi Marina,

    erst einmal ein dickes Lob, dass Du (Ihr) dir die Gedanken gemacht und es als Grundlage einer Diskussion in deinem Blog veröffentlicht hast, um weiteren Input der Basis zu bekommen.

    Bei den Begriffen Diskussion und Debatte würde ich noch ein wenig weiter gehen. Auch eine Diskussion kann Regeln und Strukturen haben, dazu muss sie aber auch organisiert werden. Wichtig bei einer Diskussion, die einfach eine Art der Kommunikation darstellt, ist, dass man erst einmal dem Gegenüber zuhört (das fällt schon sehr vielen Piraten schwer) und offen für die Argumente des anderen ist. Gerade auf den Mailinglisten haben wir den Zustand, dass dort nicht diskutiert wird, sondern eine chaotische (anarchische) Debatte abläuft, bei der jeder nur versucht, alle vom einigen Standpunkt zu überzeugen.

    zu 1:
    hier würde ich eben oft von Debatte und weniger von Diskussion sprechen, obwohl die formalen Regeln fehlen

    zu 2:
    und hier eher von einer Diskussionsplattform oder -portal. Dieses würde analog einer Pinnwand oder Flipchart stehen, wo man Argumente sammelt – also eine Möglichkeit der Visualisierung. Diese ist ganz wichtig, um strukturell zu Ergebnissen zu kommen und nicht immer wieder von vorne anzufangen, auch um Neueinsteiger zu zeigen, welche Punkte schon angesprochen wurden. Rein psychologisch ist es sehr wichtig, dass es so eine Möglichkeit der Darstellung gibt, da es Missverständnisse hilft abzubauen und es kann einfach auch Ruhe in eine Diskussion bringen, die sehr kontrovers ist.

    Bei der Umsetzung muss man darauf achten, dass hier die Demokratie einzieht (im Gegensetz zu den MLs, auf denen keine Demokratie, sondern Anarchie herscht). Alao es braucht Regeln wie und in welcher Form Argumente dort eingebracht und dargestellt werden. Jemand (eine Gruppe) muss auch drauf achten, dass sich alle an grobe Regeln halten und nicht wertend gehandelt wird – hier braucht es eine Diskussion über die Regeln des Systems

    zu 3:

    Liquid Feedback ist tot und wir schau’n nur noch dem Sterben zu. Ein Neuanstrich wird daran nichts ändern. LqFb ist eine sehr speziellen Form von der Idee “liquid democracy”, die nicht dazu gedacht ist, eine Meinung zu bilden oder einen Prozess abzubilden, der eine Entwicklung von Anträgen darstellt.

    Das größte Problem von LqFb ist, dass nach der Abstimmung die Duskussion ein Ende findet, obwohl eine Entscheidung getroffen wurde. Außederm führt das System dazu, dass sich die Lager voneinander entfernen und nicht aufeinander zu bewegen – es fördert den Dissens, nicht den Konsens.

    LqFb könnte ein Tool für reine Entscheidungen sein, wenn man die Regeln ändert und dies durch einen demokratischen Prozess gestaltet. Im Gegensatz zu den Mailinglisten, wo Anarchie an der Tagesordnung ist, haben wir bei Liquid Feedback eine Diktatur – eine Gruppe der Entwickler entscheidet über die Regeln, nicht aber die Gruppe der Benutzer, das wäre ja Demokratie! Abstimmungen lassen sich mit LqFb aber nicht machen, bevor nicht die geltenden Gesetze geändert worden sind – LqFb ist mit dem PartG und Art. 38 GG unvereinbar! Besonders in der aktuellen und auch überarbeitende Form.

    Damit möglichst viele einem Antrag beim BPT zustimmen, ist es sinnvoll, dass das Thema früh bekannt wird und am besten kollaborativ ein Antrag entwickelt wird – dafür braucht es kein LqFb. Umso größer die Anzahl derer, die beim Prozess mit eingebunden werden (auch rein informativ), desto größer die Wahrscheinlichkeit der Zustimmung am BPT.

    zu 4:
    Am BPT kommt es dann zur Debatte, also der Versuch mit Argumenten vom Antrag zu überzeugen oder zu opponieren. Die Regeln der Geschäftsordnung strukturieren die Debatte, also dem Schlagabtausch oder Streitgespräch.

    So eine Debatte kann auch schon vor dem BPT organisiert werden, ähnlich wie Ausschüsse des Bundestages. Auf virtuelle Weise z.B. in mumble oder auch ganz real, wenn die Piraten zu bestimmten Themen treffen, wie z.B. das Sozicamp. So eine Debatte kann auch dazu führen, dass man wieder in die Phase der Diskussion einsteigt und vertieft. Ergebnis könnte sein, dass Anträge deutlich besser ausgearbeitet und alle für den BPT vorbereitet sind.

    Es gibt gute Gründe, weiter an dem Konzept zu arbeiten und auszubauen. Wichtig dabei ist, nicht über Tools zu diskutieren, sondern über die Prozesse, wenn diese klar sind, kann man die passenden Werkzeuge finden.

    lieben Gruß
    ron

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  24. TOOLBARCAMP

    Wochenende vor der OpenMind vor: 8.10.2011 bis 9.10.2011? => http://wiki.piratenpartei.de/ToolBarCamp

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  25. Hallo Marina,
    man könnte sich überlegen, ob man nicht die Punkte 2 und 3 in einer optimierten Platform zusammenfasst: Ich stelle mir eine Platform vor, die mehrere Optionen bietet. Es gibt zu jedem Thema einen “Korb”, in dem die Argumente gesammelt werden. Das können Einzelaussagen, Links zu Twitter, Facebook oder Onlineartikeln und so weiter sein.

    Sobald zu einem Thema genügend Argumente und Standpunkte gesammelt wurden macht sich eine (bisher nicht näher definierte) Redaktion daran die Einzelaussagen in das von Dir vorgeschlagene grobe Raster zu sortieren. Ob man da jetzt Pro, Contra und Neutral oder eine “sprechende” Einteilung nimmt ist prinzipiell egal – Hauptsache die Aussagen passen zusammen.

    Jede Gruppe bekommt ein ausformuliertes »Positionspapier«. Dieses besteht aus beliebig Vielen Argumenten, die für sich gesehen mit den oben eingeworfenen Aussagen aus dem Korb verknüpft sind. Jedes Argument kann bewertet werden (daumen hoch und runter) und Meinungen können dazu abgegeben werden. Dies soll jedoch ausdrücklich keine Abstimmung über die Gruppe sein sondern nur, ob das Argument schlagkräftig ist und gut formuliert. Wenn ein Argument abgeändert wird verfallen alle bisherigen Bewertungen.

    Nach einem festgelegten Zeitraum oder beim überschreiten einer gewissen Akzeptanzschwelle (kann man diskutieren) wird das Thema dann eingefrohren. Die o.g. Redaktion hat nun die Aufgabe die einzelnen Argumente in einen sinnvollen Antrag zu bringen (ohne dabei den Sinn zu entstellen). Sobald das mit allen Gruppen geschehen ist, ist auch der Prozess beendet. Man kann nun noch (muss aber nicht) eine Probeabstimmung mit LimeSurvey machen und daraus dann ableiten, ob das Thema überhaupt am BPT behandelt werden soll.

    Die genannte Redaktion könnte entweder ein Gremium Freiwilliger sein, oder auch die jeweils für das Thema zuständige AG.

    Ach ja, mit Gruppen meine ich folgendes (am Beispiel erklärt): Thema »ÖPNV (zum Nulltarif)«; Gruppe 1: »Wir lehnen Individualverkehr ab – Kfzs verbieten«; 2: »Wir fordern einen ÖPNV zum Nulltarif« 3: »Keine Programmaussage zuzm ÖPNV« 4: »Die Privatisierung des ÖPNV ist weiter zu fördern, Subventionen sind einzustellen«; 5: »Der ÖPNV ist gänzlich abzuschaffen – individuelle Mobilität fördern«.

    Im Übrigen sollen nur die Fürs für die jeweiligen Gruppen gesammelt werden, da sich die Wieder in den jeweils anderen Gruppen als Pro-Argument wiederfinden.

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  26. Hallo Marina,

    persönlich finde ich es schade, das man auf einen persönlichen Blog wandern muss, um Anregungen Ausarbeitungen usw. die eigentlich für uns Piraten gedacht sind zu kommentieren bzw. davon Kenntnis zu erlangen.

    Persönlich würde ich mich mehr freuen, dieses auch im Piraten-Wiki, Forum usw. zu sehen und auch zu finden wären. Das bedeutet für mich Transparenz und offene Meinungsbildung.

    Das Wiki allein macht es schon möglich neben der Schreibfunktion auch entsprechende Diskussionen usw. darüber direkt zu führen, die Leute müßten es nur wissen.

    Was ich persönlich schade finde, das die Funktionen des Piraten-Wikis zu selten genutzt werden. Dafür gibt es zu wenig Schlagworte (Funktionen wie Kategorien, Vorlagen usw. werden meiner Meinung nach zu wenig genutzt) bei den Piraten.

    Ob man wirklich dafür wieder eine neue Plattform braucht weiß ich nicht. Aber ich glaube wenn es entsprechend Namespaces geben würde, die widerrum mit Karegorien versehen werden, würde es vollständig ausreichen. Man sieht es am eigentlichen Wikipedia ja, das für jeden Suchbegriff dort eigene Seiten zu finden sind, die sich wiederrum mit anderen zusammenschließen lassen.

    Und das Auffinden und Suchen würde das ganze sehr erleichtern.

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  27. Hallo, ich habe mich grade mal hier verirrt, und finde das Thema interessant.

    Bei dem Thema musste ich an ein Entscheidungsfindung auf einer anderen Plattform denken, an der ich beteiligt war.
    Insgesamt ist das bei uns noch in den Kinderschuhen, aber es gibt eine Sache über die ich sehr glücklich bin: Das “Majority judgement”.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Majority_Judgment
    Das Schöne ist, dieses Verfahren funktioniert auch wenn mehrere sehr ähnliche Vorschläge miteinander konkurrieren.

    Hier kann man nachlesen, wie das bei uns funktioniert hat:
    http://www.bewelcome.org/forums/s1362-Removing_the_new_member_verification
    http://www.bewelcome.org/wiki/s1362-Removing_the_new_member_verification
    https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0Ag3fr13YEstudGxWWEZaNlFSQUNBQ3pUVUFGaDkybEE#gid=0

    Das ganze hat furchtbar lange gedauert, und auch jetzt ist nicht ganz klar wann es denn jemand umsetzen wird.
    Die verschiedenen Optionen waren umständlich formuliert, und vielleicht etwas über-detailliert.
    Und die Beteiligung ist nicht wirklich repräsentativ.

    Trotzdem hat das Abstimmungsverfahren wunderbar funktioniert.
    Es hatte auch noch einen psychologischen Effekt: Der übliche spekulative Gedanke – “Wenn Option A verliert, dann ist meine Stimme weg, also wähle ich lieber B, das ist immer noch besser als C” – fällt weg. Stattdessen kann man sachlich für jede Option entscheiden, wie gut man damit leben könnte.

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  28. Die hier oft proklamierte Freiheit des transparenten Brainstorming und der try-and-Error-Mentalität erfährt eine problematische Komponente, wenn eine Partei wie die Piraten beginnt, ihre ersten ‚Stars’ herauszubilden (obwohl diese dies symphatischerweise gar nicht sein wollen ;-) ), weil die per Definition unreflektierten Brainstorming-Aussagen automatisch gewichtet und im Blätterwald gerne zitiert werden.

    Dürfen sich diese ‚Stars’ also erst mit spruchreifen Thesen in die Öffentlichkeit wagen? Bisher haben die Piraten bezüglich dieser Problematik eine bemerkenswerte Gelassenheit an den Tag gelegt. (Hoffentlich verändert das den Politikstil, denn ich kann die immerwiederkehrenden Phrasen der etablierten Politik auch nicht mehr hören)

    Umso bedauernswerter ist es meiner Meinung, dass die Ergebnisse dieses hart erkämpften transparenten Brainstormingprozesses in einer Flut von Spanmeinungen zu ersticken droht.

    Was mir fehlt, ist ein Prozess des Aussonderns (Spam), ein Zusammenfassen und Verdichtung von ähnlichen Meinungen, eine klare Definition von Gegenthesen bei Unvereinbarkeit, eine erneute Präsentation dieser verdichteten Thesen an die Community zur erneuten Kommentierung usw..

    (Dies kann kein Tool leisten, dies müsste durch eine Art Moderation geschehen.)

    Am Ende würde eine Art dialektisches Prinzip stehen, These und Gegenthese, eine Synthese (gleichbedeutend mit Fraktionszwang) müsste gar nicht stattfinden.

    Wäre es nicht möglich, ein Grundsatzprogramm genau aus diesen Mechanismen zu erstellen, das dann öffentlich zur Abstimmung gestellt wird?

    Konkret: Wenn ich zum Beispiel als potentieller Wähler wüsste, dass 80% der wählbaren Piratenkandidaten These A vertritt, so würde ich meine Stimme einer Partei geben, in der (bei einer Hineinwahl von 10 Kandidaten) 8 Kandidaten für These A stimmen würden, 2 dagegen.

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  29. Habe mir gerade alle Beitrage zu diesem Thema auf der Seite durchgelesen (sehr Tool-lastig) und möchte mein Anliegen noch einmal präzisieren.

    Ich glaube, dass ein Tool diesen nötigen Verdichtungsprozess nicht alleine lösen kann.

    Wäre folgendes nicht einen Versuch wert:

    Ich, als Ideen-driver, suche (über Buzzwords) nach Ideen, die meiner Idee ähnlich sind, schreibe die entsprechenden Leute an, ob sie bereit sind, die Ideen zu verknüpfen, arbeite mithilfe dieser Personen einen neuen Entwurf aus (Verdichtung), der die anderweitigen Aspekte ihrer Ideen berücksichtigt.

    (Spam wird so automatisch aussortiert, da es kein Interesse gibt, diesen in eine andere Idee zu integrieren)

    Ich, als Driver, bilde also eine Art Team.

    Bei jeder weiteren Verdichtung werden alle Team-Member angeschrieben, ob sie diese Idee in dieser Form weiter unterstützen.

    Zusätzliche Unterstützer werden registriert.

    Hat eine Idee eine gewisse Dimension (Anzahl Supporter) erreicht, so wird sie auf eine höhere Ebene gehoben und neu bewertet.

    Eine interessierte Person kann sich also die Ebene (Ausgereiftheit der Ideen) aussuchen, auf der er sich mit einer bestimmten Problematik beschäftigen (informieren) will. Das würde auch Neueinsteigern nicht sofort das Interesse verlieren lassen.

    PS: Ich selber bin noch nicht so vertraut mit allen möglichen Mitwirkungsebenen, aber (neben komplizierten technischen Einstiegshürden) erschien mir diese Liquid Plattform sehr Spam-lastig und unübersichtlich. In der neu-List (irgendwie bin ich da reingeraten) wird nur über den Tot Derselben philosophiert, also insgesamt ein schwerer Einstieg für politisch Interessierte.

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  30. Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich halte das nicht für sonderlich aussichtsreich, weil es nur ein netterer, da koordinierter Umgang von “mehr desselben” ist. Die Einzelstationen wie auch das integrative Gesamtkonstrukt, alle Plattformen zu umfassen, weisen teils erhebliche konstruktive Schwächen auf, die einem optimalen Diskurs abträglich sind und insgesamt ist das Konzept auch absehbar nicht skalierbar.
    Ich will einen Weg eingeschlagen sehen, der das Optimum aus der Schwarmintelligenz zu 100% ausreizt – und das in jedem Maßstab: Piratenpartei – Deutschland – Europa – die ganze menschliche Zivilisation.

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  31. In gewissem Maß hat die AG Bürgerbeteiligung ein gleiches Thema: Meinungsbildung
    Es ist eine Komponente in der von uns anvisierten Lösung.
    Die wesentliche Differenz zu Marina´s Modell ist die unterschiedliche Zielgruppe.
    Sie zielt auf Piraten und wir auf die Bürger.
    Sie zielt auf Beschlüsse und wir auf einzelne Projekte von Gemeinden

    Unsere Lösung soll irgendwann einmal aus 3 Säulen bestehen:
    Faktendarstellung
    Meinungsbildung
    Abstimmung

    Eine Kernfrage ist deshalb:
    Gibt es einen Unterschied zwischen der Meinungsbildung eines Bürgers (zu einem Projekt) und eines Piraten (zu einem Antragbeschluss)?

    Meine persönliche Gedankensammlung zum Thema Meinungsbildung der Bürger ist…

    Meinungsbildung der Bürger:
    Wir können dem Bürger nicht vorschreiben wie er sich in welchem Ausmaß eine Meinung über ein Projekt zu bilden hat
    Wir können dem Bürger nur so einfach und übersichtlich wie möglich die Fakten zugänglich machen um ihn bei der Meinungsfindung zu unterstützen
    Je leichter und unkomplizierter Fakten zur Verfügung stehen, desto mehr werden sich Bürger damit auseinandersetzen
    Wir müssen den Bürger akzeptieren und respektieren der seine Meinung nicht auf der Basis dieser Fakten bildet
    Wir müssen tolerieren wenn Bürger nach Bauchgefühl, Köpfen, Personen, Boulevardmedien entscheiden
    Nur weil eine Meinung faktenbasierter oder fundierter gebildet wurde ist sie nicht mehr wert als genau eine Stimme

    Einfach, übersichtlich, faktenbasiert:
    Es genügt nicht alle Beteiligten ihre Meinung kundtun zu lassen und diese darzustellen
    Auf eine Diskussion kommt es eben nicht an sondern sie ist ein Add-on um zu belegen wie Fakten entstehen
    In allen Projekten benötigt man nur einfache W-Fragen um die einzelne Meinung darzustellen: Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Wieviel? Nutzen? Schaden? Minderheit?
    Die Struktur bietet die Möglichkeit die Meinungen von verschiedenen Gruppen, Parteien, Initiativen, etc in einer übersichtlichen Tabelle gegenüber zu stellen.
    Dort wo der Bürger in der Tabelle Widerspruch entdeckt, wird er sich mit der Diskussion befassen und so gezielt seine Meinung bilden

    Bedeutung von Stimmungsbildern für den Bürger:
    Bürger sind ständig auf der Suche nach Stimmungsbilder um ihre Meinungsbildung daran zu prüfen
    Wenn keine Trends angeboten werden nutzen die Bürger die Medien oder ihr Umfeld um einen Trend zu finden
    Deshalb macht es Sinn einen neutralen Trend, ein möglichst faktenbasiertes Stimmungsbild anzubieten
    Je früher die Bürger ein Stimmungsbild kennen desto mehr werden sie sich mit diesem Trend auseinandersetzen
    Wenn es eine Minderheit gibt die geschützt werden muss, sollten Trends differenziert dargestellt werden
    Für Entscheidungsträger sind Stimmungsbilder, Trends interessant um Kompromisse zu finden oder gezielter zu arbeiten

    (Kann man vielleicht “Bürger” durch “Piraten” und “Projekt” durch “Antragsbeschluss” ersetzen?)

    Und ich würde gerne noch einen Gedanken zur Meinungsbildung loswerden.
    Auf allen Kommunikationskanälen der Piraten sind einige hundert richtig aktiv, ein paar tausend schauen ab und zu mal vorbei und lesen mit und die Masse der Piraten leben ein Leben in dem Politik nicht die Hauptrolle spielt.

    Ist es wirklich unser Anspruch, dass Piraten nur dann eine Meinung haben dürfen, wenn sie sich ausreichend eine faktenbasierte Meinung gebildet haben?

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  32. Hallo,

    Du kannst gerne auf das Piratenforum kommen und deine Ideen dort präsentieren, denn grau ist alle Theorie und wo sonst ausser als auf dem Forum werden Debatten und Diskussionen geführt und vom Zaun gebrochen, die mansches mal bar jeder Vernunft sind. Probieren geht über Studieren.

    Dazu kommt das es bestimmte Themen gibt, die selbst im Forum nicht angepsrochen werden dürfen. Vielleicht nehmen wir uns erst einmal der Themen an, die nahezu tabu sind und versuchen da mal ein wenig Transparenz reinzubringen.

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